THEMA: Vom Kidepo bis zum Lake Kivu, Uganda und Ruanda
11 Sep 2014 08:43 #353413
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  • fordfahrer am 11 Sep 2014 08:43
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@take-off,
also was bei diesem Wetter das Dachzelt gemacht hätte, weiss ich nicht.
Der Regen war gepaart mit extremem Wind. Das wäre auch kritisch geworden. Zumal das Camp an einer sehr exponierten Stelle liegt.
Brot - Heizung

Nachts war der Himmel dann wieder super:

Gruss
Christian
Letzte Änderung: 11 Sep 2014 08:43 von fordfahrer.
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11 Sep 2014 12:07 #353435
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@take-off, Uganda ist wirklich eine Reise wert, es ist halt ganz was anderes wie im südlichen, alleine die freundlichen Menschen sind schon eine eigene Reise wert und für Ruanda gilt das genauso, sogar ein wenig organisierter.

@Bloke, du wirst Dich noch gut 1250 km gedulden müssen, bevor wir über die Grenze fahren, aber werden wir Dich wie versprochen mit allen möglichen Infos versorgen

Gruss
Christian
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12 Sep 2014 17:28 #353669
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Freitag, 25.07.2014

In der Nacht haben die Löwen wieder gebrüllt, die fordfahrer fahren zu einer kurzen Frühpirsch, aber die Wege sind vom Regen wohl zu schlammig um vernünftig pirschen zu können.



Nach dem Frühstück müssen wir leider zusammen packen, heute geht es wieder zurück in Richtung Kampala.
Im Vorfeld haben wir viel über die möglichen Routen gesprochen, die einfachste Alternative ist natürlich den gleichen Weg über Kitgum und Gulu zurück zu fahren.
Wir haben uns aber dann doch entschieden für die landschaftlich und auch von den Menschen schönere Alternative über Kaabong, Kotido und Moroto durch das Land der Karamojong zu fahren.
In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Auseinandersetzungen oder Unruhen in den Gebiet nach unseren letzten Informationen soll es aber mittlerweile ruhig sein.
Wir bringen den Ranger der hier in seinem kleinen Zelt geschlafen hat noch in Richtung Office, dann geht es so langsam raus aus dem Park, die Wege sind zum Glück ganz gut zu befahren.
Am Nataba Gate werden wir wieder von den Tse Tse Fliegen angefallen, so das wir hier nur kurz anhalten.
Die nächsten 20 km sind ziemlich gut zu befahren bevor dann ein paar Kilometer etwas schlammiger werden. An einer Stelle ist ein LKW rechts an den Rand gerutscht und wir schaffen es erst im zweiten Anlauf und am ihm vorbei durch den Schlamm zu wühlen.
Kurz darauf kommt uns ein Muzungu auf dem Fahrrad entgegen. Im Gespräch stellt sich heraus das er aus Spanien kommt und seit ein paar Tagen von Kampala aus losgeradelt ist, jetzt ist er auf dem Weg in den Kidepo und erkundigt sich nach den Strasenverhältnissen.



Immer wieder treffen wir auf diese radelnden Abenteurer, wir wünschen im noch viel Glück und bewundern ihn für sein Vorhaben.
Die Landschaft ist wieder traumhaft, jetzt kommen auch wieder die bunten kleinen Dörfer mit ihren freundlichen Menschen dazu und wir sind sehr froh diese Route gewählt zu haben.













[In Kaabong können wir mal wieder volltanken und kaufen dann noch einer Frau ihre Bestände an Samosas ab. Wie immer werden wir dabei von vielen Kindern begleitet und auch die Grossen kommen neugierig auf uns zu.











Letzte Änderung: 12 Sep 2014 17:32 von chris p.
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12 Sep 2014 17:37 #353671
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In Kotido gibt es dann zum Mittagessen ein paar Rolex und wir wollen noch ein wenig weiterfahren.
Nachmittags fängt es dann an zu regnen, wir haben mittlerweile einen Handscheibenwischer gebastelt, so das wir wenigstens ein bisschen was erkennen können und wir fangen an nach einem Übernachtungsplatz zu suchen.











Zuerst fragen wir an einer Ansammlung von Hütten, einer der Leute meint wir müssten seinen Chef fragen, der ist telefonisch zu erreichen, Empfang gibt es aber nur oben am Baum, zumindest manchmal, bei uns klappt es nicht, also fahren wir weiter.



Die nächsten Hütten entpuppen sich als Militärcamp, da stehen ein paar Fahrzeuge rum und auch hier werden wir weggeschickt, bis Moroto sollen es nur noch 20 km sein, laut GPS und Karte aber noch 40-50 km.
Als nächstes entdecken wir ein kleines Dorf mit einer Schule, da erhoffen wir uns gute Chancen, wie immer nehmen wir die Kinder beim nachfragen mit um unsere Chancen zu erhöhen und der Direktor freut sich sehr über unseren Besuch und bietet uns an auf dem Schulhof zu zelten.
Als wir dann unsere Zelte aufbauen hat sich unsere Ankunft schon rumgesprochen und wir werden genau beobachtet. Am Anfang sind die meisten noch sehr schüchtern, aber als wir unseren Football raus holen ist das Eis gebrochen und die ganze Meute spielt auf dem staubigen Schulhof mit.
Auch die Älteren und andere Kinder aus dem Dorf kommen dazu und alle freuen sich über diese Möglichkeit mal mit ein paar Muzungus zu spielen und zu reden.









Zwischendurch holen wir noch unser Weltmeisterheftchen raus und stellen unsere Weltmeisterspieler vor, lustig zu hören, wenn wir "Miro" rufen und die Kinder dann "Klose" zurück rufen :-)
Es fällt allen schwer dann abends in Bett oder Zelt zu gehen und wir sind glücklich diesen tollen Platz gefunden zu haben.

Tageskilometer : 217 km
Letzte Änderung: 12 Sep 2014 17:38 von chris p.
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13 Sep 2014 07:38 #353709
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Hallo Chris,

das ist ja eine fantastisch schöne Gegend!!!



Herzliche Grüße und vielen Dank für den interessanten Bericht
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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14 Sep 2014 12:02 #353814
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@Butterblume, ja die Landschaft im Norden Ugandas ist sensationell und mit der im Süden überhaupt nicht zu vergleichen, auf jeden Fall eine der schönsten Ecken, die wir bisher auf unseren Reisen gefunden haben.

Samstag, 26.07.2014

Als wir aufstehen kommen auch schon wieder die ersten Kinder und schauen zu wie wir unsere Zelte wieder abbauen und die Sachen wieder verstauen.
Wir machen noch ein gemeinsames Gruppenfoto und drucken dieses dann zur Freude aller auch aus und müssen uns noch in das Gästebuch eintragen. Wer mal hier in der Nähe ist und einen Übernachtungsplatz sucht, sollte nach der Lopeei Primary School Ausschau halten, die Menschen sind super freundlich und freuen sich immer über Besuch, es war für alle ein tolles Erlebnis, auch für die Muzungus.







An Moroto fahren wir vorbei und so gut 50 km vor Nakapiripirit werden wir von einer top präparierten Schotterpiste überrascht auf der man ohne Probleme 80 – 100 km/h fahren kann, wenn das so weitergeht werden wir schon am frühen Nachmittag in Sipi Falls ankommen.



In Nakapiripirt kaufen wir wieder Obst und Rolex ein und die Strasse wird wieder etwas schlechter.







Ein paar Kilometer vor dem Pian Upe Wildlife Reserve sehen wir einige LKW’s auf der Strasse stehen. Wir stellen uns dahinter und erkennen eine riesige Schlammpassage in der sich schon einige LKW festgefahren haben. Wir schauen uns erstmal die Situation an und hoffen das es nicht so lange dauert bis es weitergeht, es sind schon viele Leute am buddeln und schaufeln.





Nach einer halben Stunde können wir ein paar Meter weiterfahren, aber nur um anschließend wieder hinter den nächsten feststeckenden LKW’s zu stehen, hier scheint es etwas länger zu dauern. Einer der Fahrer meint, wir können links neben der Strasse entlang, da ist ein kleiner Feldweg, wir trauen uns aber erst nicht, der Weg ist auch noch ganz schlammig. Wir laufen zwischen den Autos und LKW’s hin und her und versuchen die Situation einzuschätzen, einer der LKW scheint auch noch einen Schaden zu haben, so das es doch länger dauern wird.











Nach über einer Stunde meinen dann die Leute das es bald wieder anfängt zu regnen und dann könnte es 3 Tage dauern bis es hier weitergeht. Wir laufen noch einmal den Nebenweg ab und zum Glück ist es in der letzten Stunde durch die Sonne einigermaßen abgetrocknet. Wir biegen also von der Schlammstrasse ab und fahren die 300 m durch das hohe Gras und schaffen es auch an den liegen gebliebenen LKW’s vorbei zu kommen.







Auf der Weiterfahrt kommen noch ein paar der schlammigen Passagen wo einige LKW’s fest stecken, wir kommen aber ohne weitere Probleme durch.



15 km vor Sipi Falls fängt dann die Teerstrasse an und wir sind froh als wir uns dann die letzten Kilometer bis Sipi Falls den Berg hoch quälen dürfen.
Für die letzte gemeinsame Nacht mit den fordfahrern haben wir uns das Moses Camp ausgesucht, das einen tollen Blick auf die Wasserfälle bietet.



Da es doch etwas später geworden ist und es wieder regnet, wollen wir hier im Restaurant essen, aber es gibt nicht wirklich was zu bestellen , so das wir bei unserem ursprünglichen Plan bleiben und ein letztes Mal die gemeinsame Grillpizza zubereiten.




Tageskilometer : 221 km
Anhang:
Letzte Änderung: 14 Sep 2014 12:35 von chris p.
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