THEMA: The Uganda Loop - Dezember 2013
11 Mai 2014 12:30 #336520
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  • KarstenB am 11 Mai 2014 12:30
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Hallo Raoul,

ich bin gerade auf Deinen RB gestoßen (Danke dafür!) und habe ihn sofort abonniert. Abgesehen von den schönen Fotos finde ich es sehr interessant, wie Ihr als Afrikaneulinge den Kulturschock erlebt. Wenn man häufig in Afrika war, kommt einem einiges schon fast (!) normal vor.

LG aus dem wechselnd bewölkten HH,

Karsten
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Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
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13 Mai 2014 20:08 #336891
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  • Raoul Duke am 13 Mai 2014 20:08
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Tag4:
Da unser Auto am Abend des Vortages repariert wurde, steht unserem ersten richtigen Ausflug in den Park an diesem Morgen nichts mehr im Weg. Noch vor Morgengrauen machen wir uns auf zu einer Pirschfahrt in der Nordseite des Parks. Da unsere Lodge auf der anderen Seite liegt, nehmen wir die erste Fähre nach drüben und genießen einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Nil. Auf der anderen Seite angekommen wird das Dach aufgeklappt, so dass wir im Auto stehend die Tiere besser beobachten bzw. erspähen können. Begleitet werden wir von einem Ranger namens George, der uns im Laufe des Vormittags einiges über den Park und seine Bewohner erzählen wird. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache das George seine Waffe locker neben sich stehen hat und der Lauf natürlich nach hinten zu uns zeigt, nicht gerade vertrauenserweckend bei den Puckelpisten im Park. Wir nehmen’s mit Humor und halten einfach etwas Abstand zu dem Gewehr.
Wie begeistert sind wir, als wir direkt nach den ersten paar Metern eine Herde Elefanten sehen können, eingerahmt von dieser sehr schönen Savannenlandschaft kam uns das ganze erst mal völlig unwirklich vor, so was gibt’s doch normalerweise nur im Fernsehen.... Auf der ca. dreistündigen Rundfahrt durch den Park begegneten wir weiteren Elefanten, Giraffen, Büffeln, Hippos, diverse Affen und natürlich jeder Menge Antilopen und Vögel. Der Park besticht durch seine schönen Savannenlandschaften, O-Ton George: We got open Savannah, tree Savannah and burned Savannah. Denn die Ranger brennen immer wieder einige Abschnitte des Parks nieder, zum einen um die Höhe des Grases in Grenzen zu halten und so Wilderer besser sehen zu können, zum anderen um frisches Gras nachwachsen zu lassen, welches von den Tieren bevorzugt wird. Leider wurde in ebendiesem Bereich des Parks in dem sich die meisten Tiere aufhalten Öl gefunden und so sind mehr Fahrzeuge der Öl-Firmen als Safari-Fahrzeuge unterwegs. Dementsprechend wird den Tieren hier eines ihrer letzten Rückzugsgebiete in Uganda genommen, was auch die Ranger und Guides sehr bedauern, aber wo sich Geld holen lässt muss die Natur in den meisten Fällen leider zurückstecken. Da es mittags sehr heiß wird, fahren wir zum Mittagessen wieder in die Lodge. Am Nachmittag steht eine Bootsfahrt auf dem Nil zu den Murchison Fällen an. Es ist fast noch schöner die Tiere vom Wasser als vom Auto aus zu beobachten. Wir sehen Elefanten, Unmengen Hippos, Krokodile, Büffel und natürlich wieder allerlei Vögel. Uganda ist eins der vogelreichsten Gebiete in Afrika und so sind auch Touristen mit uns unterwegs, die eben hauptsächlich an Vögeln interessiert sind und dementsprechend riesige Objektive mitschleppen um diese abzulichten. Zurück in der Lodge freuen wir uns natürlich auf eine kalte Dusche, aber so einfach ist das nicht. Die Dusche wird beim Personal bestellt und einige Zeit später klettert jemand mit einem gefüllten Eimer die klapprige Leiter an unserer Open-Air Dusche nach oben um diese zu befüllen. Also genehmigen wir uns erst mal ein kühles „Nile“, am Nil B) . Nach dem, wie am Vortag, wirklich tollen Abendessen lassen wir den Abend am Lagerfeuer bei einigen von Erisas Geschichten über die Besteigung des Ruwenzori-Gebirges ausklingen.























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13 Mai 2014 20:11 #336892
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14 Mai 2014 20:05 #337027
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Tag5:
Erstmals auf unserer Reise können wir etwas länger schlafen, da wir beschlossen haben die Fähre um 9 Uhr auf die Nordseite zu nehmen und nicht wieder bei Sonnenaufgang. Da die meisten Safarifahrzeuge bei Morgengrauen zur Pirschfahrt aufbrechen treffen wir fast keine anderen Touristen im Park aber natürlich die allgegenwärtigen Ölarbeiter. Wir fahren die gleiche Runde wie am Vortag und sehen demnach auch fast die gleichen Tiere. Highlight ist eine Versammlung von über 20 Giraffen und ein am Albertsee (Teil des Nils) entlang schleichender Schakal. Auf Grund der extremen Hitze treten wir um 14 Uhr, total geschafft, schon wieder den Rückweg in die Lodge an. Da wir uns beide nicht ganz fit fühlen verbringen wir den Rest des Tages in unserer Lodge auf einem Holzpodest am Nil im Schatten liegend. Unser Dösen wird unterbrochen, als uns ein Angestellter der Lodge auf die Elefanten hinweist, die auf der anderen Flussseite im Wasser planschen. Es gibt Momente im Leben deren speziellen Wert man erst weit später erkennt und es gibt Situationen, da weiß man schon in der Situation (oder manchmal wünscht man es sich auch), dass sich dieses Bild tief in’s Hirn einbrennen wird. Dieses Erlebnis hat sich eingebrannt und wenn ich malen könnte, könnte ich euch heute noch ein Bild davon abliefern. Absolut kitschig, aber wunderschön war es für uns zuzusehen, wie drei Elefanten am Ufer gebadet und gespielt haben. Immer wieder sind Sie rein und raus aus dem Wasser, sind komplett abgetaucht, so dass nur noch die Rüssel zu sehen waren und haben sich gegenseitig mit Wasser bespritzt. So etwas müsste man den Entscheidungsträgern zeigen, die den Park zu Gunsten der Ölförderung sicherlich irgendwann auflösen wollen.
Wie immer in solchen Situationen hatten wir natürlich die Kamera nicht dabei, was aber vielleicht auch ganz gut war, da man Situationen durch’s Objektiv natürlich anders wahr nimmt und statt bezaubert zu sein von diesem Erlebnis hätte ich mich wahrscheinlich geärgert, weil ich keine guten Fotos hinbekommen hätte.
Mit dem Niedergang der Sonne hatten dann auch die Elefanten genug vom Baden und wir ließen, wie jeden Abend in der Nile Safari Lodge, diesen am gemütlichen Lagerfeuerplatz ausklingen. Schade das wir diesen wunderschönen Ort morgen wieder verlassen müssen.
















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