THEMA: Reisebericht Uganda 2012
01 Aug 2013 17:04 #298547
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  • AfricaDirect am 01 Aug 2013 17:04
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Und nun der "traurige" letzte Teil.


03. November

Unser letzter Tag in Uganda :( es ist schon immer traurig, wenn der Urlaub zu Ende geht. Aber da wir die Tage in Afrika immer bis zur letzten Minute genießen und unser Flieger erst nachts geht, genießen wir noch einen letzten Game Drive.


Aussicht von unserer Terrasse

Wir stehen um 6.00 Uhr auf, genießen auf unserer Terrasse mit dem grandiosen Ausblick den ersten Kaffee des Tages und fahren dann los, ein letztes Mal in den Park.

Einge Tiere und Vögel lassen sich auch noch sehen, aber der Leopard bleibt uns auch an diesem Morgen verborgen. So müssen wir leider wiederkommen. :whistle:




Senegalliest – Woodland Kingfisher


Kapkuckuck – Striped Cuckoo


Topi


Zwergmanguste – Dwarf Mongoose


Ein letzter Blick auf die Mihingo Lodge

Nach einem leckeren, letzten Frühstück auf der Terrasse von Mihingo packen wir zusammen, kaufen die letzten Souvenirs und machen uns auf den Weg Richtung Entebbe.
Seit der Ankunft in Nkuringo lässt sich leider der Kofferraum nicht mehr öffnen. Wir sind froh, dass er zu ist und so laden wir seit dem immer über die Türen ein. Kein Beinbruch, aber lästig. Wir haben unterwegs schon mit Douglas gesprochen, da wir schon bei der Übernahme vermutet haben, dass diese „runterfahrende“ Scheibe unsere Reise nicht überstehen wird und so war es auch (soweit ich mich erinnere, hatten auch Marina und Picco da Probleme). So ein Mechanismus ist definitiv nicht für die Straßen in Ostafrika gemacht. Wir haben uns entschieden, keine Versuche zu unternehmen, die Scheibe zu reparieren, denn wenn es nicht geklappt hätte, wäre es sehr schwierig gewesen, da das Auto nicht mehr zu verschliessen gewesen wäre.
Und leider hat der Bullbar diese Reise auch nicht überstanden, denn er ist einfach an einer Schweißnaht gebrochen. Aber mit gutem Duck Tape lässt sich ja fast alles zusammenflicken. Und vor unserer Heimreise hat Markus das ganze in Mihingo noch einmal mit Duck Tape verstärkt. Es hat auch bis Entebbe gehalten.




Duck Tape hält auch einen Bullbar


Straßenimpressionen

Nach dem obligatorischen Stopp am Äquator geht es weiter Richtung Kampala und Entebbe. Obwohl man uns gewarnt hat, ist der Verkehr zwar chaotisch, aber es läuft immer vorwärts. Witzig ist als wir an einer der wenigen Ampeln in Kampala ankommen. Wofür die dort steht und auch funktioniert ist uns völlig schleierhaft, denn es fährt jeder so wie es passt, egal ob rot oder grün. Dort wo zwei Spuren sind, fahren mindestens vier Autos und LKW nebeneinander und daneben sind dann noch die Motorrad- und Fahrradfahrer unterwegs. Und natürlich die Fußgänger nicht zu vergessen, die auch noch die Straße bevölkern. Ein irres Gewusel und überall gibt es etwas zu sehen. Da ich keine Menschen auf der Straße fotografiere, müsst Ihr wohl selbst nach Ostafrika reisen, um das zu erleben :P (weder in Südafrika noch in Botswana oder Namibia habe ich so einen Verkehr erlebt).
So gegen 17.00 Uhr erreichen wir das Anderita Hotel, einen recht hässlichen Kasten, der am Ufer des Victoriasees in Entebbe steht. Hier haben wir noch bis zu unserem Abflug ein Zimmer, damit wir uns noch einmal hinlegen können, eine gute Entscheidung.
Wir kommen an, packen alles Gepäck ins Zimmer und warten auf Patrick, der das Auto abholen will.


Der Surf vor dem Anderita Hotel


Ohne Spritzlappen sammelt sich ein bisschen mehr Schlamm :whistle:

Wir berichten ihm von der Scheibe hinten und er sagt, dass könnte gar nicht sein. So drückt er aufs Knöpfchen und die Scheibe fährt brav runter und er kann den Kofferraum öffnen. Er grinst uns an. Dann sagt Markus zu ihm, er solle doch den Kofferraum wieder schließen und Patrick drückt wieder aufs Knöpfchen ... und ... nichts passiert. Die Scheibe fährt nicht mehr hoch. ;) Patrick nimmt es mit Humor und sagt, dass es dann wohl doch stimmt. Über den kaputten Bullbar und den abgefallenen Spritzlappen (den wir ja Dank unser netten Helfer vom Chimps Nest noch haben) hatten wir schon mit Douglas am Telefon gesprochen. Da wird nicht einmal ein Wort drüber verloren. Und die Hälfte der Kosten für den Ölwechsel wird auch ohne zu Zucken wie verabredet übernommen und wir bekommen ein paar US Dollar zurück. Mal davon abgesehen, dass wir das falsche Auto bekommen haben, hat uns der Surf brav durch ganz Uganda geschippert und Alpha Rentals hat sich bei uns als sehr korrekter Autovermieter erwiesen. Nächstes Mal würden wir allerdings auf dem gebuchten Auto bestehen, auch wenn er es uns dann hinterher bringen müsste. Aber buchen würden wir jederzeit wieder bei Douglas.

Nach der Autoabgabe gehen wir noch nach Gorettis und essen eine Pizza. D.h. wir versuchen es zumindest, denn es sind so viele Fliegen (keine Ahnung, was es für welche waren) unterwegs, dass man die Pizza kaum essen kann. So etwas habe ich noch nie erlebt und obwohl ich nicht zimperlich bin, war mir das eindeutig zuviel. :sick: Bei dem vorhandenen Licht, konnte man auch nicht viel sehen. So gehen wir schnell auf unser Zimmer und schlafen noch ein bisschen.
Pünktlich zur bestellten Zeit steht unser Airport Transfer vor dem Hotel und wir werden zum Flughafen gebracht. Schnell eingecheckt und dann heißt es warten.
Der erste Flug nach Addis geht wie zuvor schon recht schnell. Und nach einigem Warten und ständigen Verschieben des Abflugs in Addis geht es mit dem neuen „Dreamliner“, der wohl erst ein paar Tage im Einsatz ist, nach Frankfurt zurück. Zum Glück wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nichts von den Problemen mit diesem Flugzeug, sonst wären wir nicht so ruhig geflogen :blush: . Das Platzangebot war für die Eco sehr angenehm und Essen und Entertainment waren auch gut.
In Frankfurt wurden wir unerwartet von meinem Bruder abgeholt, so dass wir nicht wieder mit der Bahn fahren mussten. Sehr angenehm. Und so ist der Urlaub zu Ende.

Fazit unserer Reise:

Uganda ist noch ein sehr „junges“ Reiseland, dass aber im Tourismussektor stark wächst. Die Infrastruktur ist nicht sehr gut und die Straßen zum Teil auch auf den Hauptverbindungen eine Katastrophe. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Selbstfahren in diesem Land nicht für jeden geeignet, aber durchaus möglich ist. Man sollte sich selbst und seine Fähigkeiten realistisch einschätzen, denn es kommt u.U. niemand vorbei, der einem helfen kann.
Das Land punktet mit atemberaubender Landschaft, sehr netten, hilfsbereiten und offenen Menschen und einer tollen Tierwelt. Abgesehen von den einmaligen und unvergesslichen Erlebnissen mit den Primaten bietet es viel, auch wenn man die Tierwelt natürlich nicht mit den Tiermengen in Tansania oder Kenia vergleichen kann. Für Vogelliebhaber ist Uganda auf jeden Fall „Heaven“. Wenn man mit realistischen Erwartungen das Land besucht, wird man nicht enttäuscht sein.
Die Unterkünfte, die wir besucht haben, waren sehr unterschiedlich, wir würden allerdings jede einzelne wieder besuchen. Z.T. ist es die Lage, z.T. aber auch die Lodge selbst, weswegen wir die Unterkunft wieder besuchen würden.

Für uns ist auf jeden Fall klar, es geht bald wieder einmal nach Uganda und wir sind schon auf das nächste Abenteuer gespannt – dann aber mit einem „richtigen“ Geländewagen, dem Land Cruiser B) .


Ich hoffe, es hat einigen Spass gemacht, unserer Reise zu folgen. Mal schauen, ob es von einer vergangenen auch noch einen Bericht geben wird.

Vielen Dank auf jeden Fall noch einmal für die vielen Kommentare und "Danke Button Drücker". Es motiviert doch ungemein, dass jemand mitliest.

Schöne Grüße aus dem heißen Frankenland,

Nicole
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