THEMA: Immanuel Wilderness überbucht, ähnl. Erfahrungen?
26 Jul 2019 16:12 #562932
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  • travelNAMIBIA am 26 Jul 2019 16:12
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OFF TOPIC
Hi ron,
wir schweifen jetzt sehr ab.
Das Recht selbst in SA oder Namibia ist jedenfalls nicht so verschieden von Europa.
Aha, wie definierst Du "Europa"? Das britische Rechtssystem ist komplett anders als z.B. das deutsche Rechtssystem. Und Namibia ist eine Mischung daraus, wobei Zivilrechtlich eher am Dutch Law ist, das Common Law hingegen zu 99% dem britischen System entspricht. Was hier nicht geregelt ist (in Gesetzten) oder von Gerichten schonmal entschieden wurde gilt als ungeregelt. Und so ist es z.B. beim Vertragsrecht, Consumer Protection etc. Es gibt keine gesetzliche Gewährleistung, Rückgabefrist, Widerrufsrecht oder sowas und - anders als z. B. in Deutschland - keinerlei Vorgaben was die AGBs/Terms & Conditions angeht (mal abgesehen davon, dass sie natürlich nichts beinhalten dürfen was gegen nationale oder internationale Gesetzte verstößt.). Es ist hier Gang und Gebe einseitige Kündigungsfristen zu haben etc. die meistens (natürlich) zum Nachteil der Konsumenten sind. Es gibt diesbezüglich hier leider in solchen Fällen jede Menge Lücken bzw. eine klare Ausrichtung pro Unternehmen.

Beispiel NWR (Paragraf 2; www.nwr.com.na/onlin...terms-and-conditions): Regelt was der Kunde bei Kündigung zu zahlen hat, lässt aber Fristen was eine Kündigung durch NWR angeht unerwähnt. NWR kann also jederzeit (!) ohne Konsequenzen kündigen. NWR regelt die eigene Kündigung nur in den AGBs mit einem Tour Operator (also B2B): "NWR reserves the right to replace or cancel any provisional booking with a confirmed booking at any time provided that written notification will be sent to the provisional booking holder." (mit anderen Worten: Jederzeit vor Bezahlung ist eine Kündigung ohne Konsequenzen durch NWR möglich)

Abgesehen davon wäre es natürlich im konkreten Fall von Immanuel bzw. dem Reisebüro schön gewesen, wenn sie eine Alternative von sich aus angeboten hätten, sogar vielleicht etwaige Mehrkosten getragen hätten etc. Das ist aber nicht vorgeschrieben und wäre reine "Kulanz".

Viele Grüße
Christian
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Letzte Änderung: 26 Jul 2019 16:13 von travelNAMIBIA.
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26 Jul 2019 18:26 #562949
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travelNAMIBIA schrieb:
Abgesehen davon wäre es natürlich im konkreten Fall von Immanuel bzw. dem Reisebüro schön gewesen, wenn sie eine Alternative von sich aus angeboten hätten, sogar vielleicht etwaige Mehrkosten getragen hätten etc. Das ist aber nicht vorgeschrieben und wäre reine "Kulanz".

1.holgiduke schrieb:
....Alternativ wurden noch zwei Lodges in der Nähe angeboten, die uns aber nicht zusagten....

2.holgiduke schrieb:
...eine, bzw. zwei Alternativen wurden uns von der Lodge bzw. dem Reisebüro auch angeboten, das hatte ich in meinem ersten Thread aber auch so geschrieben. Allerdings sagten uns diese nicht zu und ich hab mich dann lieber selbst darum gekümmert....

LG
Logi
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26 Jul 2019 18:33 #562950
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Hi Logi,

Danke, das ist mir beim Lesen zwei Mal duchgerutscht.

Viele Grüße
Christian
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26 Jul 2019 19:32 #562955
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Interessant, genau für Solches lese ich das NF, das Verhalten der modernen Reisenden ist ein unendliches Thema und immer noch voll neuer Phänomene....
Z. B. was man so alles durchmachen muss, wenn alles perfekt sein soll und zur Prinzipsache gemacht wird. Der Vorgang ist unbedingt ärgerlich, rechtlich fraglich (welches Recht?), aber objektiv betrachtet ist dieses Ereignis (mE!!) ein Luxusproblem. Aber auch diese können zur Prinzipsache gemacht werden.
Grüße
PS. In den letzten paar Jahren bin in RSA an 2 bestätigten (1X auch angezahlt) Plätzen mit fast nur RSA-Klienten in der toten Saison, also 000-Nachfrage, vor verschlossenen Türen gestanden. Die Quartiergeber hatten einfach Lust auf Schöneres als für ein oder zwei Zimmer aufzusperren, Telefon nicht abgehoben oder abgestellt und das war’s.
In 30 Minuten bis 2 Stunden war das Problem gelöst und Samosas, Käse, Tassi und Obst vom Spar oder Einkehren im Restaurant als Ersatz für das geplante Braai in entspannter Atmosphäre genossen. Kurzfristige Verärgerung ist verständlich, aber dann vergessen, basta
Letzte Änderung: 26 Jul 2019 21:03 von loser.
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heutzutage ist es doch, auch unterstuetzt durch die verschiedenen medienformate im tv zur urlaubszeit, dass der deutsche tourist ueberall und jederzeit gepampert werden will auf 5 sterne niveau zu null sterne preis. und wenn dass nicht klappt oder etwas dazwischenkommt, dann wird kraeftig abkassiert, was nach deutschen recht moeglich ist und sich aufgeregt bis zum abwinken. aber er haette das auch gerne weltweit nach deutschem recht.....und will auch einfach nicht einsehen, was fuer ihn gilt auch fuer den anbieten gilt/ gelten kann....aber wie loser schon schreibt ein unendliches thema......
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27 Jul 2019 10:22 #562987
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  • chamäleon2011 am 27 Jul 2019 10:22
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Jedes Hotel in Messestädten in Deutschland überbucht zu Messezeiten, damit auch bei Ausfällen alle Zimmer belegt sind. Dann wird vor Ort nach "Wichtigkeit" des Kunden hin und her geschoben zwischen den Hotels und die weniger Wichtigen müssen nehmen, was dann noch geht. Das ist absolut übliche Praxis. Wenn sowas bei der Urlaubsplanung passiert, sind die Emotionen natürlich anders, aber im Endeffect ist das Prozedere das Gleiche. Immerhin ist noch rechtzeitig abgesagt worden. Passieren kann sowas überall, nicht nur im "gesetzlosen" Namibia. Wir hatten ähnliches mal in Österreich.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

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