Hallo allerseits. Das ist mein erster Reisebericht. Hoffen wir, dass ich die Forumstechnik bewältige und das Ganze einigermaßen rund wird, vor allem aber die Bilder an die richtige Stelle kommen. Also...
Der Anfang
Im Herbst 2024 war ich im Oman. Afrika hat mich in meinem gar nicht mehr so jungen Leben mit zahlreichen Reisen in Europa, Asien, Ozeanien, Mittel- und Nordamerika eigentlich nie sonderlich interessiert. Marokko, Mauritius und die Kapverden hatte ich besucht, aber ein Land „mitten“ in Afrika stand bisher noch nicht auf meiner Wunschliste.
Dann habe ich im Oman in einem Wüstencamp eine Schweizerin und ihren Sohn getroffen, die mir von ihrer Tour auf den Kilimandscharo erzählt und vorgeschwärmt haben. Die Dame war deutlich älter als ich, was mich schon faszinierte, denn einfach stellte ich mir den Aufstieg auf knapp 5900 m schon in meinem Alter nicht unbedingt vor.
Die Idee mit dem Kili blieb in meinem Hinterkopf. Als ich dann im Frühling 2025 aus Vietnam zurückkam, habe ich begonnen, mich mit einer Reise nach Tansania zu beschäftigen. Recht schnell habe ich gemerkt, dass der Kili zwar hoch ist, aber ein bergsteigerisch eher unspektakulärer Wanderberg. Und so kam ich auf den Meru: Deutlich niedriger, aber technisch und – wie ich bald herausfand – auch landschaftlich etwas spannender. Natürlich auch kein alpiner Berg aber immerhin einer, für dessen Besteigung man seine Hände braucht. Und vor allem nicht von Massen bevölkert, die bei Instagram und Konsorten glänzen wollen…
Danach war schnell klar: Der Meru wird mein Bergprojekt.
Afrika - mal sehen
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von der Serengeti zwar in meinen Kindheitstagen viel gehört hatte. Grzimeks „Ein Platz für Tiere“ habe ich als Kind regelmäßig gesehen. Aber mit Tansania oder dem Meru habe ich weder die Serengeti noch all die anderen Parks unmittelbar assoziiert. Auch wenn das hier in diesem Forum vermutlich Verwunderung hervorruft: Safari war bis dahin nicht unbedingt etwas, was ich als Urlaubsaktivität plante. Das kam eher zufällig, als ich bei der Recherche nach Aktivitäten in Tansania schnell merkte, dass der Standardabstecher nach Sansibar für mich nicht in Frage kommt. Inseln im indischen Ozean habe ich schon genug besucht...
Also Safari. An dieser Stelle habe ich dieses Forum entdeckt. Der Rest lässt sich
hier nachlesen.
Mit der Unterstützung hier in diesem Forum kristallisierte sich für mich schnell heraus, dass Safari natürlich sein muss, wenn ich nach Tansania fahre. Die Idee einer geführten Safari mit Fahrer/Guide und Koch fand ich immer noch seltsam, denn ich bin es gewohnt, überall auf der Welt selbst zu fahren. Andererseits habe ich schon verstanden, dass man als Anfänger auf einer ersten Reise in Tansania vielleicht doch mehr sieht, wenn der Fahrer weiß, wohin er fahren muss…
Also entstand ein Kompromiss und damit auch die Dreiteilung der Reise:
Teil 1 im Arusha Nationalpark mit dem Aufstieg auf den Meru
Teil 2 auf einer privaten Camping-Safari mit Fahrer/Guide und Koch durch Tarangire, Serengeti, Ndutu und Ngorongoro-Krater
Teil 3 als Selbstfahrer durch den Mkomazi und an die Küste
Die Reise
Los ging es am Silvesternachmittag mit Qatar Airways. Eine gute Stunde vor Jahresende landete ich in Doha und begab mich mit meinem netten Business-Class Upgrade in die Lounge, um das neue Jahr mit den üblichen Getränken zu begrüßen.
Um 02:00 ging es weiter nach Kilimanjaro und am frühen Morgen des Neujahrstages landete ich zum ersten Mal in meinem Leben „mitten“ in Afrika. Der Blick auf Meru und Kili zu Sonnenaufgang aus dem Jet versprach einiges.
Angekommen funktionierte die Abholung gleich einmal nicht, weil der vorab bezahlte Fahrer nicht erschien. SIM-Karte gab es auch keine, weil an Neujahr um halb acht morgens offenbar kaum jemand Lust auf Arbeiten hatte. Kann man verstehen. Aber es herrscht ja kein Mangel an Angebot am Flughafen und so nahm ich ein lokales Taxi, um zur Meru View Lodge, der Unterkunft für meinen ersten Tag vor der Wanderung zu kommen.
Die Taxifahrt war ein Erlebnis. der nette Fahrer schlug schon wenige Meter hinter der Ausfahrt des Flughafens vor, die Plätze zu tauschen, als er hörte, dass ich demnächst mit einem Mietwagen durch das Land fahren möchte. Und so fuhr ich gleich meine ersten paar Kilometer vom Flughafen nach Usa River selbst. Die Lodge staunte ein wenig, als wir vor dem Tor hupten und der Touri auf dem Fahrersitz, der Fahrer aber nur daneben saß….
Fortsetzung folgt.