THEMA: 29 Lodge-Tage im Norden von Tanzania – Gnus satt
03 Feb 2021 08:29 #605941
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  • ANNICK am 03 Feb 2021 08:29
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Coucou JP K,

Fast hätte ich deinen Reisebericht verpasst! B)

Bin auch dabei und bin gespannt wie DU das Land empfunden hast. :cheer:

Es grüsst
Annick
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03 Feb 2021 15:04 #605995
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  • HerbyW am 03 Feb 2021 15:04
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Hallo JP K

Die Bilder sind wirklich sehr schön, da reise ich doch gerne mit.

Liebe Grüße

Herby
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03 Feb 2021 17:49 #606011
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  • JP K am 03 Feb 2021 17:49
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Hallo Annick und Herby, immer gerne. Nun haben wir hier ja recht viele Tanzania-Berichte gerade am Start, das artet ja schon fast zu einem Wettbewerb aus :)

7. Tag – Fahrt zum Lake Natron

Der Tag verlief ziemlich ereignislos, da wir für die ca 170 Kilometer so um die 6 Stunden benötigt haben, wo Google für die Strecke nur 3 ½ Stunden veranschlagt. Über die Befahrbarkeit der Strecke hat ja Nadine ausführlich in ihrem Reisebericht schon berichtet, dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen, zumal wir ja nur Beifahrer waren. Jedenfalls hat es ordentlich geschaukelt, so dass unsere Bauchmuskeln trainiert wurden.

Bei der nächsten Tanzania-Reise weiss ich schon mal, was ich mitbringen werde: Fussbälle. Es wurde eigentlich immer mit einem runden Etwas gekickt, was aber nicht nach einem Fussball aussah wie wir ihn kennen. Eher war es eine Stoff-Zusammenballung, die ihren Zweck aber ganz gut erfüllte.


Dennis hat uns sein Projekt in Mto wa Mbu gezeigt, da wir sowieso dran vorbeifuhren. Er baut für sich und seine Familie ein neues Haus, er möchte auch so eins mit einem „Shiny Roof“ haben. Dabei ist shiny roof gar nicht gut für die Wildtiere, die dadurch in ihren Wanderungen irritiert werden. Aber sein Haus ist im Stadtgebiet von Mto wa Mbu, da ist das nicht entscheidend. Er baut da wohl schon eine Zeitlang dran rum, und er möchte sich in etwa 5 Jahren zur Ruhe setzen, bis dahin solls fertig werden. Bis dahin wird hoffentlich die Bausubstanz nicht durch Witterungseinflüsse in Mitleidenschaft gezogen. Hier legte er dann los mit den Trinkgeldern, die im allgemeinen und an ihn im Besonderen gezahlt werden. Und ausserdem, dass die Pandemie ihm ein Cashproblem bereite, er muss seine beiden Kinder noch unterstützen, die Tochter geht zur Gewerbeschule und der Sohn hat sein Motorrad, mit dem er eigentlich als Taxifahrer Geld verdienen soll, zerscheppert. Wenn Dennis über Trinkgelder spricht, kann das auch mal in einen 30-minütigen Monolog ausarten, und das auch mehrmals während der Reise. Ich habe mich zur Trinkgeldfrage bedeckt gehalten – don’t pay the ferryman before you get to the other side…


Hier gehen die Schüler zur Schule und hören ihrem Lehrer aufmerksam zu, einige Zeit hinter Mto wa Mbu.








Ziegen- und Kuhhirten kreuzten sehr häufig unseren Weg


Kurz vor dem Ol Dionyo Lengai gibt es zwei Vulkankrater, zu der eine Stichstrasse führt. Dort ist auch ein Schild über ein international gesponsortes Women’s Project, und vier Frauen warten auf Touristen, damit sie ihnen Schmuck verkaufen können. Wir haben nichts gekauft, aber 5 USD übergeben, um mit ihnen ein paar Fotos machen zu dürfen.




Der Ol Doinyo Lengai kam immer näher, aber es dauerte noch eine ganze Weile , ehe wir am Ziel waren. Die ausgewaschene Strecke lies keine hohen Geschwindigkeiten zu. Aufgrund der Schaukelei waren auch keine guten Fotos möglich.


Riesentrappe (Kori Bustard)


Sekretär, von denen es einige gab, sowohl hier auf dem Weg zum Lake Natron als auch später am Lake Ndutu und in der Serengeti.


Der große Grabenbruch vom Lake Natron aus in der Abenddämmerung


Wir bezogen unser geräumiges Zelt des Lake Natron Camps, was direkt am Ufer des Sees lag – und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Millionen von Vögel standen, flogen, wateten, schwammen in Ufernähe, deren Krächzen war ohrenbetäubend. Grosse Trupps an Pelikanen flogen zum See, andere verliessen den See, es war ein ständiges Kommen und Gehen, und alles direkt an und über unserem Zelt.






Völlig beeindruckt haben mich die kleineren Seeschwalben, die in einem riesigen Schwarm hin und her flogen, die Luft rauschte, wenn sie sich direkt über unserem Zelt befanden, wie bei einer vorbeifahrenden Eisenbahn. Der Schwarm glänzte silbern, wenn er auf ein unsichtbares Zeichen hin die Richtung änderte. Minutenlang kreuzte dieser Schwarm über unserem Zelt und wogte hin und her, und keine einzige Vogelkacke berührte mein Haupt!


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03 Feb 2021 17:53 #606014
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Direkt vor unserem Zelt gab es eine kleine Einbuchtung des Sees, ein Wasser-Finger in die Landschaft hinein. Dort waren diverse Vogelarten beschäftigt, das Wasser zu bearbeiten, u.a. diese Nimmersatte, die ihrem Namen alle Ehre machten. Unentwegt stocherten sie im seichten Seeuntergrund nach Nahrung. Daneben gabs aber auch Kormorane, die ihre Flügel trockneten, Pelikane, Enten etc, davon gibts Bilder am Folgetag, wenn die Sonne wieder aufgeht. Jetzt wurde das Licht schon zu schummrig für gute Fotos.




Ein kleiner Spaziergang vom Zelt zum nahegelegenen Strand offenbarte aber auch die andere Seite der Natur. Tote Pelikane lagen zu Hauf hier im Sand, und auch tote Fische säumten das Ufer, sie knirschten vertrocknet, wenn man drauftrat.




Hier das Innere unseres Zeltes. Es gibt kein Foto des Klos, aber ich kann berichten, dass die Kloschüssel so hoch war, dass unsere Füße beim Draufsitzen nicht den Boden berührten. Wie soll man sich denn da konzentrieren, wenn einem der Drang überkommt? Wir haben uns ein paar Steine untergelegt, dann ging es. Nachts haben wir zwar keine Hyänen gehört, but don’t be fooled, they are around at night. Wir konnten ihre Pfotenabdrücke am Strand erkennen.






Der nächste Abschnitt hat dann viele Vogelbilder.
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03 Feb 2021 20:57 #606046
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  • Enilorac65 am 03 Feb 2021 20:57
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Hallo JP K, ich bin sehr beeindruckt von deinen Fotos. Ganz tolle Aufnahmen. So ein Vogelerlebnis ist auch etwas ganz Besonderes.
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
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04 Feb 2021 18:07 #606134
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8. Tag Am Lake Natron – Vogeltag

Wem zu viele Vögel auf meinen Bildern drauf sind, möge bitte sich sein Teil denken und höflich stille schweigen :)

Morgens vor dem Frühstück ist es noch nicht so heiss, ich gehe zu einem guten Aussichtspunkt im Camp am Uferrand, und knipse erst einmal ein paar Bilder, ich übe mich im Fotografieren von fliegenden Vögeln.












Einen Kilometer weiter weg erkennt man einen Felsen nahe des Ufers, der eine Brutkolonie der Pelikane beherbergt. Wir haben uns sagen lassen, dass in diesem Jahr aussergewöhnlich viele Pelikane am Lake Natron sind, normalerweise verteilen die sich mehr auf die umliegenden Seen, auch in Kenia. Uns solls recht sein, so ist das Spektakel, das uns geboten wird, um so größer. Die Pelikane hat wohl noch keiner gezählt wurde uns gesagt, sie übersteigen zahlenmässig wohl auch die Million.


Hier steigt ein Schwarm Seeschwalben auf




Heilige Ibisse gibt es auch einige, sie sind aber klar in der Unterzahl.


Pelikane im Flug habe ich zu Hunderten abgelichtet, es hat immer wieder Spass gemacht, sich dieser eher einfacheren Herausforderung zu stellen.




Danach ging es erst einmal zur Frühstücksstärkung, auf dem Weg gabs auch Tiere


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