THEMA: Empfehlungen für Reiseveranstalter vor Ort
08 Jan 2021 18:21 #603135
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  • clawi am 08 Jan 2021 18:21
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Ui, nicht schön! Okay, bin überzeugt :)
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08 Jan 2021 19:15 #603144
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  • Hippie am 08 Jan 2021 19:15
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Obwohl ich auf das Spektakel am Fluss nicht so sonderlich scharf bin, macht es im Moment Sinn dann zu fahren, weil a) es noch ein bisschen hin ist wegen Coronaentwicklung und b) es noch vor dem Regen ab November ist. So dachte ich zumindest.
Hallo Clawi,
also deine Gedanken kann ich bestätigen. Wir haben 2019 Ende Sept.auf dem Weg nach SA einen 5-tägigen Stopover in der Massai Mara gemacht. Meine Frau wollte unbedingt wieder einmal in die MassaiMara aber ohne Gnu-River-Crossing.
Ich war da sehr skeptisch, wegen der Touristen. Wir hatten dies erst im Mai 2019 geplant und siehe da Lodges, Camping-Plätze, Mietwagen nichts war ausgebucht. Es war gut gebucht aber anscheinend nicht total voll. Und so war es dann auch, Lodge nicht voll, Mittagspicknick am Fluss allein mit Fahrer, bei Tiersichtungen alles überschaubar ohne Gedränge, sogar bei Leoparden.
Das Wetter war durchwachsen, wir hatten schon mal 2 Std. Regen am Stück. Die Gnu’s hatten schon zur Hälfte das Gebiet verlassen.

Vorsicht in Bezug auf Guide/Fahrer: Man muss dem Fahrer genau sagen was man will und was nicht.
Es ist für einen Guide sehr unverständlich, dass ein Touri keinen Wert auf River-Crossing legt. Und, dass ein Touri 2 Stunden an einem Hyänenbau weiter beobachten will, obwohl Funkspruch „Löwen haben Gnu gerissen“ eingetroffen ist.
Hiermit meine ich: dem Guide mit Respekt und Höflichkeit begegnen. Ihm aber klarmachen, dass die Höhe seines Trinkgelds nicht davon abhängt wieviel Katzen und sonstige Raubtiere wir sehen, sondern dass wir eine schöne, harmonische Zeit in dieser Ecke der Welt verbringen wollen.
Noch etwas: Euer Schwerpunkt ist Tiere: ohne Fahrer/Guide werdet ihr zu dieser Zeit weniger Tiere sehen als mit, aber trotzdem viele.
Viele Grüße Wolfgang
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08 Jan 2021 21:44 #603163
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  • Kiboko am 08 Jan 2021 21:44
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Hallo Clawi,

ich bin fotoverrückt und mit einer umfangreichen Fotoausrüstung unterwegs.
Folglich steht Fotografie im Mittelpunkt der Reisen.

Bewährt hat sich ein "eigenes" Auto mit Fahrerguide.
Das man sich mit einem bzw. zwei Frunden teilt.
Dabei benötigt ein Fotograf eine Sitzreihe.
Ein langer Landcruizer/Land Rover hat drei Sitzreihen.
Zu dritt ist es möglich sich in alle Richtungen zu arrangieren.
Für eine niedrigere Perspektive kann man sich z.B. auf dem Boden knien und von der Fensterunterkante aus Fotografieren.
Hat man eine Reihe für sich, kann man schnell die Seite wechseln.
Der zweite Sitz dient als Ablage für gerade nicht gebrauchtes Fotogeraffel.
Im Fußraum ist Platz für Tagesrucksack, Fototasche, Fresspakete.

Dachluken sind einem Aufstelldach vorzuziehen,
da man dann bessere Rundumsicht hat und besser Vögel fotografieren kann.
Leider gibt es keine (oft sehr alten) Fahrzeuge mit Dachluken mehr.

Vorteile Fahrerguide:
Er kennt die Gegend, weiß wie lange man von A nach B braucht.
Weiß, wo der Lieblingsbaum des Leoparden, oder der Hyänenbau ist.
Hat Kontakt zu seinen Kollegen/Freunden und bekommt Informationen.
Sitzt abends in der Guide-Unterkunft und tauscht Informationen mit seinen Kollegen.
Beherrscht das Auto und kennt das Auto (und seine Macken).
Ein guter Guide ist viel geübter in das Auffinden von Tieren.
Ein guter Guide kennt das Verhalten der Tiere genau und ist in der Lage das Auto fotografengerecht zu Positionieren.

Ungünstig ist es immer wenn man einen Fahrer und einen Guide hat.
Verstehen sich die beiden gut, sind sie die ganze Zeit nur am sabbeln und achten nicht mehr auf Tiere und Straße.
Verstehen sich die beiden nicht gut, z.B. alter, erfahrener Fahrer und junger, unerfahrener Guide, der dem Fahrer Vorschriften macht, weil er in der höheren Position ist.

Nachteile Fahrerguide:
Man ist diesen Menschen auch ein wenig ausgeliefert.
Es ist immer ein anderer Mensch mit eigenen Bedürfnissen und man hat vielleicht auch eine kleine Hemmschwelle beim Kommandieren.
Alleine fühle ich mich irgendwie freier.
Aber ich war noch nicht alleine mit eignem Fahrzeug in Afrika unterwegs.

Die größeren/teureren Safariunternehmen bezahlen in der Regel besser als die kleinen/billigen.
Die besseren Guides haben die größeren/teureren Unternehmen.
Die zahlen besser und die mehr betuchteren Touristen sind vielleicht auch beim Trinkgeld spendabler.
Wenn man Deutschland bei einen Reiseveranstalter bucht, ist es wichtig den genau klarzumachen, was man dort möchte.
Falls man bei einem Veranstalter Stammkunde ist, denen auch mal ein paar Bilder vermacht hat, versuchen sie auch
den besten Guide für die besten Kunden zu organisieren.

In Simbabwe hatten wir einen Guide, der vorher 8 Wochen lang ein BBC-Filmteam durch das Land gefahren hat.
Der wusste genau, wie sich welches Tier bewegt und wie das Auto zu stellen ist.
Aber wir haben auch schonmal ins Klo gegriffen mit einem Fahrer der handwerklich leidlich OK, aber menschlich total daneben war.

In Kenia (Norden) waren wir zu zweit in einem Mini-Bus von Abercromby & Kent unterwegs.
Neben dem Fahrer war als Guide ein hoher Manager mit dabei. Die haben viel während der Fahrt "geschnattert".
In Tansania (Norden) waren wir zu dritt mit einem langen Land Rover von Kearsleys unterwegs. Fahrer war menschlich nicht so doll. Hat immer um Geld gebettelt.
In Tansania (Katavi, Ruaha, Selous) waren wir zu zweit mit einem Land Rover von Kearlseys unterwegs und hatten einen sehr guten Fahrerguide).

Meine erste Tansaniareise war in einem mit 5 Plätzen vollbesetzten kleinen Landcruizer von einem kleineren Unternehmen mit einem Free-Lancer Driverguide.

Meine erste Keniareise war mit 5 Personen in einen langen Landcruizer von einem Sub-Sub-Sub Unternehmer.
Der hatte Campingausstattung dabei, die auf einen Gepäckträger über der Motorhaube montiert war.
Nach vorne hat man nur eine Riesenplane gesehen. Die Kombination von alten Fahrer / junge Guide war ziemlich daneben. Das war eine "Billigtour" die Fotografisch nicht so ergiebig war.

Meine erste Ugandareise war in einem vollbesetzten Minibus, der 4x kaputtging.
Im Gang stapelte sich das Gepäck. Bewegungsfreiheit war nicht vorhanden.

Die zweite Ugandareise (Murchison Falls/Kidepo Valley) war von einem lokalen, deutschen Veranstalter.
Wir hatten zu zweit einen kleinen Landcruizer und einen sehr sehr guten Fahrerguide.

In Ostafrika ist das Lohnniveau der Fahrer-guides deutlich niedriger (vor einigen Jahren ca. 50 US$ / Tag),
während es im südlichen Afrika bei etwas 250 US$ / Tag liegt. Im südlichen Afrika ist aber das Ausbildunsniveau
deutlich höher.

Während in Ostafrika so eine Tour mit privaten Auto und FahrerGuide zu zweit noch finanzierbar war,
muss man im Süden zu dritt unterwegs sein.

Massai Mara:
Einige Profifotografen bieten Touren im November an.
Dann sind die Grasflächen durch die großen Herden abgefressen und kleinere Tiere sind zu sehen.
Im November haben dann auch viele Katzen Nachwuchs.

Serengeti:
Im Oktober werden die Gnuherden voraussichtlich noch weiter im Norden sein.
Die Gegend nördlich der Seronera nach Lobo ist ziemlich verbuscht und Tsetse-versucht.
Nördlich von Lobo gibt es wieder ein paar offene Savannen aber kaum Unterkünfte.
Wo sich genau die Gnuherden herumtreiben ist aber schwer vorherzusagen.

In Tansania kann ich Dir den Tarangire sehr empfehlen.
Ich war bisher zweimal da (Februar und August) und wurde an Tierreichtum nicht enttäuscht.


Übernachtung in den Parks.
Wenn man außerhalb der Parks übernachten (Serengeti z.B. Ikoma), kann man sehr viele Kosten sparen.
Andererseits kann man erst bei Sonnenaufgang in den Park fahren und muss ihn bis Sonnenaufgang verlassen haben.
An den Gates bildet sich morgens ein Stau, indem man viel Zeit verplempert.
Bis man dann die interessanten Regionen erreicht hat, steht die Sonne für Fotos bereits sehr hoch.
Umgedreht muss man rechtzeitig zurück, damit man bis zum Gate noch etwas Pufferzeit hat.
Als Fotograf muss man im Park übernachten, um das gute Licht auch nutzen zu können.
Man spart durch die "billigen" Unterkünfte am falschen Ende.

Soweit meine 2 Cents.

Leider gibt es noch keine Reisebericht von diesen Reisen auf meiner Heimseite.
Nur einen Reisebericht aus der Serengeti vom August 2011 gibt es im Nikon-Forum.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x)

Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
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08 Jan 2021 22:06 #603166
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OFF TOPIC
während es im südlichen Afrika bei etwas 250 US$ / Tag liegt. Im südlichen Afrika ist aber das Ausbildunsniveau
deutlich höher.
Keine Ahnung was ein Driver-Guide in Südafrika pro Tag bekommt, aber in Namibia ist es deutlich weniger als 250 US-Dollar. Die mit jahrzehntelanger Erfahrung bekommen 1500-2200 Namibia Dollar am Tag, die Neulinge etwa 500 Dollar weniger. Wenn man Freelancer für ein bestimmtes Unternehmen ist in der Regel noch weniger, wobei man dann eben garantierte Durchführung hat und gut seine Einkünfte planen kann. Gurte Guides hier sind 200+ Tage im Jahr auf Tour, da sind 2000 pro Tag ein mehr als fürstlichen Gehalt, denn persönliche Ausgaben hat man praktisch auf den Touren nicht.

Viele Grüße
Christian
Reiseplanungen 2022/23: Angola, Deutschland (2x), Katar, Kenia, Südafrika (2x), Sansibar, Sierra Leone
Letzte Änderung: 08 Jan 2021 22:07 von travelNAMIBIA.
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09 Jan 2021 04:41 #603172
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  • Sadie am 09 Jan 2021 04:41
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Hallo,
wir haben zwei Mal den Northern Circuit auf eigene Faust gemacht. es gibt viele Unterschiede zum suedlichen Afrika.
wenn du unten auf die Signatur klickst findest du einen RB von uns in Tanzania als selbst Fahrer in Englisch von 2015 und ein zweiter von 2018 auch auf Deutsch. Dort findest du eigentlich alles was man so wissen muss bevor man TZ bereist und kannst dann abschaetzen ob sowas fuer euch geht. es kostet aber nicht sehr weniger als mit einem Guide.
Auch suche unter topobaer, die haben hier im Forum wahrscheinlich am Meisten erfahrung als selbstfahrer in Tanzania.
Wenn du noch spezielle Fragen hast, antworte ich gerne.
Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route


Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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09 Jan 2021 11:20 #603184
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Hallo clawi
Wie du, bin ich noch beim Recherchieren. Eine schwierige Situation um sich für Juni festzulegen. Ich verfolge alle Tipps und daraus soll sich eine Lösung kristallisieren........hoffe ich ........leider bestimmt das Virus unser Leben und unsere Pläne. Auch wissen wir noch nicht ob Kenia oder Tansania unser Ziel ist. Weil wir Daphne Sheldricks Organisation unterstützen, wäre ein Besuch dort sehr schön, aber Tansania hat auch Vieles, was uns gefallen würde.
Viel Spass bei der Planung.
Grüessli
Malbec
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