THEMA: Karibuni Tansania na Sansibar Mama!
24 Okt 2016 11:02 #449313
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  • Topobär am 24 Okt 2016 11:02
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Da es für uns nur noch 2 Monate bis Tansania sind, kommt der Reisebericht genau zur richtigen Zeit, um die Wartezeit zu überbrücken.
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24 Okt 2016 12:24 #449331
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  • picco am 24 Okt 2016 12:24
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Hoi Sabine

Da les ich doch gerne mit, aber betreffend 'nicht so ausführlich' usw...
Nun gibts keine Ausflüchte mehr, Du musst einen kompletten umfassenden ausführlichen detaillierten ellenlangen Reisebericht schreiben! :woohoo:
Denn ich hab ihn schon in die Reiseberichtsübersicht Tansania aingefügt...jetzt MUSST Du! :P ;) :laugh:
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24 Okt 2016 16:28 #449372
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  • Applegreen am 24 Okt 2016 16:28
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Hallo zusammen,

vielen Dank für Euer Interesse an unserem Bericht B) Herzlich Willkommen!

@ picco: Menno - da baust Du jetzt aber ganz schönen Druck auf :ohmy: :unsure: Mal sehen, was sich da machen lässt :whistle: :pinch:

Euch einen schönen Abend - mal sehen, ob es heute noch weitergeht - wird ja nur ein kleines Anreisekapitelchen :silly:

Liebe Grüße
Sabine
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24 Okt 2016 20:56 #449433
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  • Applegreen am 24 Okt 2016 16:28
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03.10.2016 Fahrt zum Lake Manyara mit Hindernissen

Nachdem der Flieger gelandet ist und sich die Türen geöffnet haben laufen wir das nun wirklich kurze Stück zum Terminal und werden direkt von einem Mitarbeiter von Leopard Tours abgefangen und begrüßt.

Noch bevor wir die sehr aufwändige Pass- und Visakontrolle erreichen, wird für uns alles wie von Zauberhand erledigt :). Die Visaanträge hatte ich bereits zu Hause ausgefüllt. Diese wandern zusammen mit jeweils 50 USD pro Nase und den Pässen zum 1. Schalter. Abgestempelt bekommen wir die Pässe in die Hand gedrückt und weiter geht es zum Schalter Nummero 2 - hier werden wir fotografiert und die Fingerabdrücke beider Hände genommen - Mama wird auch ohne Fingerabdrücke entlassen :P. In Nullkommanix sind wir in Tansania eingereist. Das nenne ich Service B)!

Unser Gepäck wartet auch bereits auf uns und am Ausgang werden wir von Carlos unserem Driver/Guide für die nächsten Tagen auf das aller herzlichste begrüßt. Der Toyota Landcruiser steht bereit und es kann losgehen in Richtung Arusha.

Die Fahrt durch Arusha zieht sich – es herrscht „Berufsverkehr“ und zudem bauen die Chinesen gerade eine neue Straße. Überall sieht man Motorräder "Made in China". Die Chinesen in Afrika sind ja so ein Thema für sich und wir löchern Carlos, was er so davon hält.

Am Straßenrand herrscht geschäftiges Treiben und überall sind wunderschöne imposante blau blühende Jacaranda-Bäume zu sehen. Zum Fotografieren bin ich allerdings nicht wirklich in Stimmung. So langsam macht sich ein leichter Erschöpfungszustand der langen Anreise geschuldet breit.

Schon bald lassen wir Arusha wieder hinter uns, nachdem uns Carlos freundlicherweise noch zu einem ATM gefahren hat.

Auf der schnurgeraden Asphaltstraße riecht es plötzlich nach verbranntem Gummi und unser Landcruiser läuft nicht mehr so ganz rund – einer unserer Reifen ist hinüber :sick:.



Nun heißt es für alle Mann aussteigen, Gepäck ausladen und schweres Gerät anlegen. Carlos verbittet sich jegliche Mithilfe – also stehen wir alle ziemlich doof rum.







Zum Glück stehen wir direkt auf der Höhe eines kleinen Souvenirladens, der allerdings schon geschlossen hat – da unsere Zwangspause doch ein wenig länger dauert, wittert der tüchtige Inhaber ein Geschäft und öffnet die Pforten. Wir nutzen diese Gelegenheit direkt als Pipipause und schauen natürlich höflichkeitshalber, was es hier so käuflich zu erwerben gibt. Ich finde einen Schlüsselanhänger und ein nettes Tierchen aus Metall.

Dem nun aufgezogenen Ersatzreifen scheint es ein wenig an Luft zu fehlen, was uns noch einen weiteren kurzen Stop in einer der Ansiedlungen von Werkstätten am Straßenrand beschert.

Hier tummeln sich zahlreiche Maasai und wir staunen nicht schlecht über deren Sandalen aus Autoreifen, die aus einer interessanten Art alte Reifen zu recyceln bestehen. Einfach mal "Massai Sandalen" googeln…. :P

Endlich kann es nun weiter gehen. Irgendwo im Nirgendwo liegt auf der Straße ein erst kürzlich verunglückter Esel, der den Zusammenprall mit einem Fahrzeug ganz offensichtlich nicht überlebt hat :huh:. Kurz darauf fahren wir gerade zu direkt in einen Sandsturm, der uns im absoluten Blindflug und nur in Schrittgeschwindigkeit weiterfahren lässt. Man sieht die Hand vor Augen nicht :woohoo:.

Carlos ist die Ruhe selbst – und wir sind heilfroh, hier nicht selbst am Steuer sitzen zu müssen!

In dem kleinen Örtchen Makuyuni geht es dann endlich bald rechts ab Richtung Mto wa Mbu. Jetzt ist es nicht mehr weit zur Burudika Manyara Lodge. Kurz vor dem Abzweig zur Dustroad Richtung Lodge begrüßt uns noch dieser prächtige Eli am Straßenrand:



Die Burudika Lodge am Lake Manyara liegt innerhalb des Jangwani Wildlife Corridors. Der Jangwani Wildlife Corridor liegt inmitten der Mto wa Mbu Game Controlled Area, wo sich die Tiere frei zwischen dem Tarangire NP und dem Lake Manyara NP bewegen können - ein wichtiges Gebiet für die Wanderung der Tiere.

Gleichzeitig ist dieses Gebiet auch die Heimat der Massai, die hier mit ihren Herden noch im Einklang der Natur leben. Carlos erzählt uns in diesem Zusammenhang, dass die Maasai ihre Kinder wohl nur äußerst ungerne zur Schule schicken und die Regierung massiv Probleme hat, die bestehende Schulpflicht durchzusetzen.

Endlich erreichen wir unsere Lodge! Wir werden schon mit kühlen Tüchern und einem frischem Saft erwartet und können nach einer kurzen Einweisung unsere Bandas beziehen :).

Die Lodge erstreckt sich auf einem weitläufigen Gelände mit Blick auf den Lake Manyara. Hier bieten sich – bei nicht vorhandenem Dunst :evil: – sicherlich spektakuläre Aussichten auf den Lake Manyara und die Kante des „Great Rift Valley“.

Derzeit gibt es lediglich 6 Bandas, jedes mit einer eigenen Veranda mit Blick auf den Mayara See. Die Bandas sind mit lokalen Baustoffen errichtet. Die Dächer aus Kokosblättern, die Wände mit Vulkansteinen verziert. Die Fenster sowie der Ausgang auf die Veranda bestehen aus Moskitonetzen und Zeltcanvas.



Die Bandas sind zweckmäßig, einfach aber völlig ausreichend ausgestattet. Für heißes Wasser wird mit Holz befeuert – der Strom wird mit Solarenergie erzeugt. Die Betten sind im traditionellen Stil aus Holz und Sisal gearbeitet. Uns gefällt es hier auf Anhieb!









Wir werden angewiesen, bei Dunkelheit den Weg von den Bandas zum etwas weiter entfernten Restaurant nicht ohne Begleitung eines Angestellten zu laufen, da sich auf dem Gelände der Lodge nicht nur Wildebeest und Gazellen, sondern häufig auch Hyänen herumtreiben :ohmy:.

Unser „Security“ ist heute ein Maasai und wird immer in unserer Nähe sein.

Wir genießen noch den Ausblick und die Ruhe bevor wir nach einer heißen Dusche gemeinsam mit unserem Maasai zum Restaurant hinunterlaufen, um uns mit Carlos zum ersten Sunddowner und Abendessen zu treffen.







Das Restaurant ist inmitten eines majestätischen Baobab gebaut. Sehr beeindruckend.







Wir machen es uns zunächst an der Bar mit einem Gin Tonic gemütlich und genießen unseren ersten Abend unter Afrikanischem Himmel, der an diesem Abend keine Sterne zeigt - es ist bewölkt und ein Sturm zieht auf :sick:.







Zum Dinner gibt es Kürbissuppe, Fisch aus dem Viktoriasee mit Reis und leckeres frisches Obst.

Auf dem Rückweg zu unseren Bandas regnet es aus Eimern und wir bahnen uns unseren Weg durch hunderte von kleinen Kröten am Boden.

Kurz vor dem Einschlafen lausche ich noch den Geräuschen im Busch und es ist tatsächlich eine Hyäne ganz in der Nähe zu hören :ohmy:. Der Wind und der Regen prasseln auf unser Banda - mal sehen, was der Wettergott für uns morgen so bereit hält...

Lange schaffe ich es aber nicht in die Nacht zu lauschen – wir sind todmüde und morgen geht es bereits wieder sehr früh in den Lake Manyara Nationalpark! Und ich träume von Baumlöwen – ob wir morgen wohl welche sehen werden :dry: ?

Lala Salama – Gute Nacht!
Letzte Änderung: 24 Okt 2016 21:24 von Applegreen.
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24 Okt 2016 21:04 #449439
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  • BikeAfrica am 24 Okt 2016 21:04
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Applegreen schrieb:
... typisch Afrika.
Statt noch fünf Meter weiterzufahren, bleibt man an Ort und Stelle stehen und repariert und blockiert dabei die Einmündung.
Macht man in der Stadt bei viel Verkehr genauso oder bei mehrspurigen Straßen, statt noch irgendwo hin zu rollen, wo man nicht im Weg steht. Immer wieder erheiternd ...

Gruß
Wolfgang
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24 Okt 2016 21:17 #449443
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  • Applegreen am 24 Okt 2016 16:28
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BikeAfrica schrieb:

... typisch Afrika.
Statt noch fünf Meter weiterzufahren, bleibt man an Ort und Stelle stehen und repariert und blockiert dabei die Einmündung.
Macht man in der Stadt bei viel Verkehr genauso oder bei mehrspurigen Straßen, statt noch irgendwo hin zu rollen, wo man nicht im Weg steht. Immer wieder erheiternd ...

Gruß
Wolfgang

Da magst Du wohl Recht haben B) Zur Entschuldigung unseres lieben Carlos möchte ich aber gerne einwenden, dass es sich hier lediglich um die Einfahrt eines bereits geschlossenen Souvenierladens handelt und Carlos vorher das OK bei dem jungen Mann im 2. Bild zu sehen geholt hat. Allerdings war die Stelle an sich taktisch schon recht ungeschickt - da der Wagen genau ins Gefälle zur Seite abschüssig stand :P

LG
Sabine
Letzte Änderung: 24 Okt 2016 21:18 von Applegreen.
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