THEMA: Karibuni Tansania na Sansibar Mama!
25 Okt 2016 12:38 #449506
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04.10.2016 Lake Manyara NP - Heimat von Elefanten, Pelikanen und Hundertschaften von Pavianen –
Morgendliches Warm-up


Schon am sehr frühen Morgen machen wir uns nach einer sehr regnerischen Nacht und erholsamem Schlaf auf zum Baobab-Restaurant. Auf unserer Veranda entdecke ich diese kleine Kröte, die vom gestrigen Regen übrig geblieben ist:



Das Frühstück ist herrlich – Teller voll von frischem, mundgerecht geschnittenem Obst, Eier in allen Variationen und Allem was das Herz sonst noch so begehrt. Erstaunt sind wir über den allgegenwärtigen Pulver-Instant-Kaffee – sind wir hier nicht in einem Kaffeeanbauland :dry:?!

Das Auto wird bestückt mit Lunchpaketen für den Tag und es kann losgehen. Carlos wählt heute den Weg entlang des Sees, wo uns nicht nur die Maasai mit ihren Kuh- und Ziegenherden begegnen.







Auf dem recht holprigen Weg graben zwei splitterfaser nackte Maasai nach irgendetwas – selbst Carlos findet das höchst amüsant :laugh:.

Schon kurze Zeit später erreichen wir Mto Wa Mbu, was übersetzt 'Fluss der Mücken' bedeutet. Dieser Fluss entspringt in den benachbarten Bergen und führt das ganze Jahr über Wasser, weshalb man in der mittels Bewässerungssystemen fruchtbaren Umgebung zahlreiche Reis-, Gemüse- und Obstplantagen findet. Auch ansonsten ist Mto Wa Mbu eine bunt zusammengewürfelte Marktstadt - es gibt unzählige Läden und kleinere Handwerksbetriebe.

Nun war es nicht mehr weit bis zum Eingang des 330 Quadratkilometer großen Lake Manyara Nationalparks – der Park erstreckt sich entlang der gewaltigen, fast 1000 Meter hohen Abbruchkante des Great Rift Valleys und besteht aus dem etwa 50 Kilometer langen Landstreifen zwischen eben dieser Kante und dem Manyara-See . Ein Biosphärenreservat, das bekannt ist für seine unglaublich vielen Lebensräume von Sümpfen über den flachen Natronsee, Wälder, offenes Grasland, heiße Quellen, bis zu den Bergen des Great Rift Valley.

Am Parkeingang angekommen erledigt Carlos noch rasch die Eintrittsformalitäten und kurz darauf windet sich die Straße durch einen üppigen Grundwasserwalt mit uralten Mahagonibäumen, in dem Hundertschaften von Pavianen und Diadem Meerkatzen am Wegesrand herumlungern oder in den Bäumen herumturnen.











Aber die Kleinsten sind halt immer ein besonderer Hingucker :) :













Frühsport - Stretching:







Oder doch lieber von der Mama herumtragen lassen :P





Klippspringer sind auch schon unterwegs:





Und bei genauerem Hinsehen entdecken wir im dichten Blätterwerk einen Silvery Cheeked Hornbill (Silberwangenhornvogel):







Aus den Steilhängen plätschern zahlreiche Bäche und Wasserfälle.

Ein Elefantenbulle in etwas ungewohnter Umgebung – wie er hier wohl in den Geröllhaufen hineingeraten ist :huh:?





Scheint ihm aber gut zu gefallen :silly:







In einem weiteren Flusslauf entdecken wir einen Tawny Eagle auf Fischfang:







Fast überall kruschpelt es im Gestrüpp - Elis wohin man auch schaut :silly:









Der schmale Akazienwald-Gürtel im Innern der Schwemmebene ist der bevorzugte Aufenthaltsort von baumkletternden Löwen und von Elefanten. Von den berühmten Löwen fehlt allerdings jede Spur – Elefanten lassen sich dafür häufiger blicken:









Weit in der Ferne entdecken wir einen Steppenfalke? -hier bin ich mir sehr unsicher??



Ein Southern Ground Hornbill kreuzt gemächlich unseren Weg:







Die Gegend wir offener und weiter:





Mal wieder Baboons :silly:



Riesige Baobabs säumen unseren Weg



In der nun offeneren Landschaft lassen die ersten Giraffen nicht lange auf sich warten





Zum Glück an einer gut einsehbaren und nicht zugebuschten Stelle müssen wir feststellen, dass sich ein weiterer Reifen verabschiedet hat :sick: :blink: ….. Reifenwechsel ist schon wieder angesagt – und wir haben ab sofort keinen Ersatzreifen mehr :woohoo:



Grüne Meerkatzen versüßen uns die Wartenzeit:









Die Affen hier im Park sind allesamt unaufdringlich und friedlich – hier halten sich die Besucher wohl an die goldene Regel „ Do not feed the monkeys“ B).

Hilfe beim Reifenwechsel ist auch schnell zur Stelle – ein anderer Fahrer von Leopard Tours kommt vorbei und packt tatkräftig mit an.
Es wird Zeit für die Lunchpakete, die wir auf einem schönen Picknickplatz verspeisen.

Ein wunderschöner Superb-Starling (Dreifarben Glanzstar) und ein d’Arnauds Barbet (Ohrfleck-Bartvogel) leisten uns Gesellschaft, in der Hoffnung, dass ein paar Krümelchen für sie abfallen:







Fortsetzung folgt!
Letzte Änderung: 28 Okt 2016 11:54 von Applegreen.
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25 Okt 2016 14:37 #449528
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Hallo Sabine,

Du schreibst Du hättest die Einreiseformulare (Visa-Anträge) schon zuhaue ausgefüllt. Woher hattest Du die Formulare?

Alles Gute
Thomas
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25 Okt 2016 19:17 #449582
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Topobär schrieb:
Hallo Sabine,

Du schreibst Du hättest die Einreiseformulare (Visa-Anträge) schon zuhaue ausgefüllt. Woher hattest Du die Formulare?

Alles Gute
Thomas

Hallo Thomas,

wir haben die Formulare von unserer Buchungsagentur per Post vorab zugeschickt bekommen - ich habe daher auch kein Blanko mehr zur Hand.

Es gibt sie aber auch hier auf der Seite der Botschaft:

www.tanzania-gov.de/...sa_fillable_form.pdf

Ich würde nur sicherheitshalber dort mal nachfragen, ob es noch die aktuellen sind B)

Ich meine mich zu erinnern, dass unsere etwas anders ausgesehen haben.... und es waren zwei, wovon aber nur eines vorgelegt werden musste....

Liebe Grüße
Sabine
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26 Okt 2016 15:06 #449671
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04.10.2016 Lake Manyara NP - Heimat von Elefanten, Pelikanen und Hundertschaften von Pavianen –
Ein Nachmittag im Sumpf


Gut gestärkt machen wir uns auf in Richtung der Sumpfgebiete , wo wir die ersten Flamingos und eine Gruppe von Nimmersatt-Störche entdecken.







Ein einsamer Buschbock kreuzt unseren Weg.



In seeehr weiter Ferne entdecken wir einen Augurbussard.



Und bald darauf ein hübsches Bienenfresser-Pärchen.









Den Kronentoko erwischen wir beim Nachmittagssnack.





Die Landschaft um uns herum bietet immer neue Ausblicke.





Ein paar vorwitzige Dassies beäugen uns aus einem riesigen Termitenhügel.







Und ein zartes Dikdik beäugt uns doch eher kritisch.





Den Kontrast zum üppigen Wald bildet die grasbewachsene Schwemmebene, wo sich Gnus und
Zebras versammeln.







Diese Giraffenfamilie hat sich für unser Fotoshooting ein besonders schönes Plätzchen ausgesucht.


















An einem Frischwasserzulauf entdecken wir Flusspferde und Wasserbüffel.















Den kleinen Seidenreiher hätten wir fast übersehen.



Ein Afrikanischer Löffler auf Nahrungssuche.





Pelikane nutzen das frische, klare Wasser um ihr Gefieder vom sodahaltigen Wasser des Lake Manyara auszuwaschen – hier ist vielleicht was los!





Wir stehen mitten in der Ein- und Ausflugschneise – hier herrscht ein Heidenlärm durch das Schlagen ihrer Flügel im Wasser – ein mehr als interessantes Schauspiel, dem wir eine ganze Weile zuschauen :)



























Unser Weg führt uns nun wieder zurück in den dichten Wald, wo auch die Baboons nicht lange auf sich warten lassen :silly:



Es scheint fast, als fände heute ein wichtiges Meeting sämtlicher Affen im Wald vom Lake Manyara NP statt :laugh:







„Das Schönste was ich jemals in Afrika sah" - so beschrieb Ernest Hemingway den Lake Manyara – ob wir das so unterschreiben können :dry:? Er hat die Gegend höchst wahrscheinlich im schönsten Licht erleben dürfen :sick:.

Trotz des trüben und diesigen Tages, haben wir die Zeit im Park sehr genossen - insbesondere die erstaunliche Vielfalt sowohl an Tieren wie auch an Landschaftsbildern, gemessen an der verhältnismäßig geringen Größe des Parks. Hinzu kommt, dass wir die Tiere allesamt als wenig scheu und sehr relaxed empfunden haben.

Auf dem Rückweg zur Lodge halten wir noch kurz in Mto wa Mbu an, um kleinere Einkäufe zu erledigen. Abends herrscht an der Hauptstraße noch mehr Geschäftigkeit als am Morgen. Hier ist richtig was los :woohoo: Mzungus scheinen sich hier auch nicht häufig herumzutreiben - wir wurden häufiger angesprochen und gefragt woher wir denn kommen.

Carlos hat uns bereits am ersten Tag darauf hingewiesen, dass fotografieren von Personen im Allgemeinen nicht erwünscht ist – es sei denn, man fragt vorher höflich nach und nicht selten wird ein kleiner Obulus verlangt. Aus diesem Grund habe ich mich entsprechend zurückgehalten und gar nicht erst die Kamera ausgepackt.

Auf unserer Lodge angekommen werden wir mit erfrischend kühlen und duftenden Tüchern empfangen – für uns wird es Zeit für einen Sundowner ohne Sonnenuntergang – Ihr wisst schon: Dunst :evil: :evil: :evil:!





Die Lodge ist heute wie ausgestorben – außer uns sind keine weiteren Gäste mehr da - dies soll dann auch bis zu unserer Abreise so bleiben :).

Und wie das manchmal so ist in Afrika – aus der Dusche kommt wenig - und noch weniger warmes – Wasser - Strom ist ebenfalls Off :woohoo:.

Heute Abend wird Carlos leider nicht mit uns gemeinsam essen können. Er will nochmal zurück nach Mto Wa Mbu, um zwei neue Ersatzreifen zu besorgen :whistle:! Ohne einen einzig brauchbaren Reservereifen möchte er ungerne auf die morgige Tour in den Krater starten :blink:.

Heute Abend gibt es eine Suppe, sehr durchgebratenes Beef oder Lamm mit Reis und Kartoffeln sowie ein leckeres Dessert – so genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern :blush:.

Schon bald machen wir uns mit „unserem“ Security-Maasai auf den Weg in unsere Bandas.

Morgen ruft in aller Hergottsfrühe der Ngorongoro-Krater B)!

Lala Salama – Gute Nacht!

Fortsetzung folgt...
Letzte Änderung: 28 Okt 2016 11:55 von Applegreen.
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26 Okt 2016 18:28 #449691
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Applegreen schrieb:
„Das Schönste was ich jemals in Afrika sah" - so beschrieb Ernest Hemingway den Lake Manyara – ob wir das so unterschreiben können :dry:? Er hat die Gegend höchst wahrscheinlich im schönsten Licht erleben dürfen :sick:.
Trotz des trüben und diesigen Tages, haben wir die Zeit im Park sehr genossen

Ohh..ohhh.... Sabine :woohoo: - ich lese schon die ganze Zeit mit und leide mit dir, denn ich weiß ja, wie uns beiden das komische Wetter letztes Jahr zu schaffen gemacht hat :sick: . Von daher bin ich fast ein bisschen froh, dass du - wie wir die Tage ja festgestellt haben - zusammen mit deinem sonderbaren Wetter-Karma B) :whistle: :laugh: Botswana bereits wieder verlassen haben wirst, wenn wir dann dort nächsten August aufschlagen werden :P !

Aber zurück nach Tansania: super Pelikan-Fotos, diese Viecher finde ich ja auch echt klasse, vorallem wenn sie in Kombination mit Säugetieren zu sehen sind (und nicht nur irgendwo im nassen kalten grauen Meer dümpelnd).

Danke für's Berichten! :kiss:

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 26 Okt 2016 18:29 von Champagner.
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27 Okt 2016 15:16 #449799
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Champagner schrieb:

Ohh..ohhh.... Sabine :woohoo: - ich lese schon die ganze Zeit mit und leide mit dir, denn ich weiß ja, wie uns beiden das komische Wetter letztes Jahr zu schaffen gemacht hat :sick: . Von daher bin ich fast ein bisschen froh, dass du - wie wir die Tage ja festgestellt haben - zusammen mit deinem sonderbaren Wetter-Karma B) :whistle: :laugh: Botswana bereits wieder verlassen haben wirst, wenn wir dann dort nächsten August aufschlagen werden :P !

Aber zurück nach Tansania: super Pelikan-Fotos, diese Viecher finde ich ja auch echt klasse, vorallem wenn sie in Kombination mit Säugetieren zu sehen sind (und nicht nur irgendwo im nassen kalten grauen Meer dümpelnd).

Danke für's Berichten! :kiss:

Liebe Grüße von Bele

Liebe Bele,

ich freue mich, dass Du uns begleitest und Dir die Pelikan-Fotos gut gefallen B) Wir fanden das Spektakel klasse und haben auch eine ziemliche Weile dort verbracht :cheer:

Aber jetzt mal zu meinem Wetter-Karma :sick: :blush: :pinch:

Ich glaube auch fast schon, dass es an meiner Person liegt :evil: :S

Deshalb werde ich die verbleibenden Monate auch damit verbringen, dieses böse Karma zu vertreiben :whistle: Sowohl mit positiven Gedanken und wenn's sein muss mit Voodoo :woohoo: Außerdem hoffe ich auf das mit Sicherheit mega-positive Wetterkarma unserer mitreisenden Freunde :P Schade übrigens, dass wir uns nicht in Botswana zu einem kleinen Forumstreffen begegnen :( :( Aber wir sehen uns ja schon bald in Büsnau!

Liebe Grüße
Sabine
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