THEMA: Karibuni Tansania na Sansibar Mama!
08 Nov 2016 19:08 #451284
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10.10.2016 Unberührtes Uzi Island - Zu Gast bei "Spinner"

Heute geht es für uns auf nach Uzi Island. Ich hatte von diesen Ausflug im Forum gelesen und glücklicherweise konnte dieser Ausflug über die Managerin im Mwezi gebucht werden. Besonders freuen wir uns auf das Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten – allerdings werden wir bei unserer Ankunft dann leider enttäuscht :ohmy: – dieses Projekt wurde auf Uzi Island zwischenzeitlich wieder eingestellt.

Mit dem Auto geht es zunächst ein kurzes Stück in das eher verschlafene Fischerdörfchen Kizimkazi ganz im Süden der Insel.





Ab hier geht es mit einem kleinen lokalen Fischerboot – immerhin mit Motor B) – in Richtung Uzi. Die Insel kann bei Flut ausschließlich mit dem Boot erreicht werden. Bei Ebbe wird ein kleiner unbefestigter Weg von der Insel durch die Mangroven nach Sansibar freigelegt, den wir am Nachmittag zum Teil zu Fuß und das letzte Stück mit dem Auto nehmen werden.

Nach einigen Minuten auf dem herrlich kristallklaren Wasser entdecken wir eine Ansammlung von Booten. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hier um das Angebot „Schwimmen mit Delfinen“ handelt. Unser Captain ist ganz stolz, dass er uns die Delfine präsentieren kann – wir hätten sie aber lieber ohne dieses fürchterliche Spektakel um die armen Tiere herum erlebt :sick: :S!

Mindestens 10 Boote umkreisen die Tiere und die Touristen springen begleitet von lautem Gekreische direkt auf die Delfine ins Wasser :ohmy:! Für uns sieht das mehr nach einer Hetzjagd aus und wir sind froh, dass wir das weder uns noch den Tieren antun werden :evil:. Beruhigend ist nur, dass die Delfine die Möglichkeit haben, abzutauchen und wegzuschwimmen, wenn es ihnen zu viel wird.

Wir wollen nur schnell weg und schon bald geht es für uns absolut einsam immer entlang der Küste Sansibars in Richtung Uzi Island. Außer uns sind noch ein paar Fischerboote unterwegs und wir können unter uns ab und zu Fischschwärme beobachten.

Auf Uzi Island angekommen, werden wir bereits von Abdulla und einigen Fischern erwartet. Abdulla – von allen nur „Spinner“ genannt – begrüßt uns und führt uns einen schmal Weg entlang in Richtung seines Dorfes.



Leider müssen wir jetzt erfahren, dass wir heute keine Meeresschildkröten sehen werden :huh: – das frühere Projekt wurde eingestellt, da die eigentlich zu schützenden Tiere von Tag zu Tag weniger wurden :dry:.

„Spinner“ ist der von unzähligen Ideen getriebene Kopf der Projekte zum Naturschutz auf dem kleinen Eiland. Es sprudelt förmlich aus ihm heraus und er berichtet von einer Biogasanlage, der Rettung der Mangroven, Bienenstöcken in einem Baobab und dem Plan auf der Insel Ökoturismus zu etablieren. Wir sind zunächst leicht überfordert :woohoo:.

Als „Spinner“ erfährt, dass wir aus Deutschland kommen ist er höchst erfreut – haben doch zwei deutsche Freiwillige für ein halbes Jahr bei ihm gewohnt und am damals noch aktiven Meeresschildkröten-Projekt mitgearbeitet. Später wird sich herausstellen, dass es Österreicherinnen waren – aber da macht „Spinner“ keinen Unterschied :silly:.

Wir sind mittlerweile an dem „Hauptquartier“ und Wohnhaus von „Spinner“ angelangt, welches er uns stolz präsentiert. Genauso stolz zeigt er uns seinen Fernseher und eine uralte DVD mit einem Fußballspiel aus 2004 der deutschen Nationalmannschaft.





Nun dürfen wir die Räumlichkeiten zur Unterbringung seiner Gäste bestaunen – alles seehr einfach – ich bewundere die Mädels, die es hier ein halbes Jahr ausgehalten haben :blink: – verglichen damit war unser Nico in Windhuk quasi in einer Luxusbude untergebracht.

Auf Uzi Island leben ca. 6.000 Menschen, es gibt jedoch weder ein Restaurant oder eine Bar. Wir werden durch den Ortskern geführt und es wird uns ausdrücklich erlaubt zu fotografieren. Wir treffen überwiegend Kinder, die sich gerne in Pose stellen.







Ansonsten besteht Uzi aus dichten Wäldern und üppigen Mangroven, Bananenbäumen und riesigen Mangobäumen. Man kann erahnen, dass auch Zanzibar einmal so ausgesehen haben könnte.

Die Menschen auf Uzi haben sich bislang erfolgreich gegen eine touristische Erschließung gewehrt und es dürfen auch keine Guides von „außerhalb“ auf der Insel Führungen anbieten. Die Insel selbst gehört zu einem Schutzgebiet und die Mehrheit der Menschen auf Uzi sind Fischer und Bauern.

„Spinner“ stellt heute mehrfach voller Stolz fest, dass die Bewohner hier doch im Paradies leben und die Natur um sie herum alles zur Verfügung stellt, was zum täglichen Leben benötigt wird. Die Armut auf Sansibar hat die Menschen allerdings immer wieder dazu gezwungen die Natur überzustrapazieren. Und auch hier auf Uzi war insbesondere die Abholzung der Mangroven ein Problem.

Während des Rundgangs durch das Dorf besuchen wir auch die einzige Schule der Insel- Für die Kinder scheinen wir Mzungus eine willkommene Abwechslung zum Unterricht zu sein, die Lehrerin allerdings schien not amused :P





Die Frauen im Dorf fertigen aus Palmblättern wunderbare Korbwaren, die natürlich auch zum Kauf angepriesen werden.












Wir schlendern weiter durch das Dorf und treffen immer wieder auf Kinder, die uns mal freudig und manchmal auch etwas schüchtern begrüßen.










Bis wir an einem riesigen Baobab ankommen, in dem „Spinner“ Bienenkörbe aufgehängt hat.





Es geht weiter vorbei an einem Waschplatz und dem mittlerweile defekten Dorfbrunnen – die Pumpe (made in China) ist kaputt und es gibt keine Ersatzteile mehr :sick:

Ein Punkt allerdings trübt die Idylle auf dieser Insel – und übrigens auch auf Sansibar – hier haben alle ein großes Plastikmüllproblem. Offensichtlich wird der Müll wo man gerade geht und steht achtlos liegen gelassen :pinch:.

Ich spreche „Spinner“ vorsichtig darauf an, und schlage ihm vor, die Dorfbewohner doch etwas zu sensibilisieren und eventuell ein Projekt daraus zu machen – gerade wo er doch mit Eco-Tourismus für seine Insel werben möchte. Er nimmt diesen Vorschlag dankbar an und vielleicht setzt er ja auch erste Maßnahmen bald um :silly:.

Wir kommen am einzigen Laden auf Uzi an– wo wir ein paar Mangos für unser Mittagessen einkaufen.



Immer wieder trifft man auf Häuser und Bäume, auf denen „CUF“ zu lesen ist. Die CUF (Civic United Front) ist die Oppositionspartei in Tansania und die Hochburgen befinden sich auf den Sansibar-Inseln. Von der Partei werden wir noch einige Male hören und sehen.



Auf dem Rückweg zu „Spinners“ Haus begleiten uns wieder ein paar Kinder.



Dort angekommen beginnt „Spinner“ mit ein paar Freunden die Vorbereitungen für unser Lunch. Wir schauen uns unterdessen etwas um und plaudern mit unserem Guide und einem weiteren jungen Mann (wir haben seinen Namen leider wieder vergessen :blush:), der großes Interesse an der Deutschen Sprache hat und fleißig versucht, sich mit uns in Deutsch zu unterhalten.





Zwischendurch dürfen wir frischgepflückte „Madafuu“ probieren – die unreife Kokosnuss, deren Saft herrlich erfrischend schmeckt. Das wenige Fleisch kratzen wir mit der Schale der Kokosnuss heraus.

Vor dem Essen waschen wir unsere Hände mit ein wenig Spüli und einer Kanne Wasser. Einige Frauen im Dorf haben für uns gekocht und seht nur welche Köstlichkeiten für uns aufgetischt werden :)













Köstlich frischer gegrillter Fisch, Kalamarituben, Gemüse aus eigenem Anbau mit Kartoffeln und Reis und herrlich duftendes, warmes Maisbrot. Das Besteck, eigens für uns in einer Tupperdose hergerichtet, lassen wir links liegen und Essen ebenfalls mit den Händen :whistle:.

Zum Nachtisch gibt es die kleinen süßen Bananen und frisch gepflückte Mangos, die zahlreich auf der Insel wachsen. Und anstelle von Kaffee gibt es nach dem Essen einen starken und würzigen Lemongrastee mit Ingwer.

Während des Essens plaudern wir über Gott und die Welt und die Zeit vergeht wie im Flug –es wird schon wieder Zeit, uns langsam auf den Heimweg zu begeben.





Unser Fahrer wird uns inmitten der Mangroven abholen, sobald die Ebbe ihren Tiefstand erreicht hat.

Eigentlich wollten wir gerne den gesamten Weg laufen, doch dies könnte für meine Mutter in der Hitze etwas zu beschwerlich werden. Daher freut sich „Spinner“ umso mehr, dass jetzt noch sein Ochsenwagen zum Einsatz kommt.



Die Ochsenwagen gehören hier zum alltäglichen Bild und jeder Junge lernt schon in jungen Jahren das Lenken eines solchen Gefährts.



Immer werden wir von den Kindern interessiert beobachtet:



Damit meine Mutter nicht so alleine auf dem doch recht unbequemen und wackeligen Gefährt unterwegs ist – muss ich auch mit auf den Bock :woohoo:



Es geht ziemlich rumpelig und unbequem durch den Ort - ich wäre lieber gelaufen :unsure:







Kurz vor Ortsausgang treffen wir sogar noch den Chief, der uns freundlich begrüßt. Es geht wieder ein Stückchen durch das Dorf bis wir den Weg durch den Wald erreichen – hier streikt unser kleiner Ochse kurzzeitig – den Weg kennt er nämlich noch nicht :whistle:



Dieser Wagen beladen mit Öl kommt von Sansibar und der Fahrer bittet ausdrücklich um ein Foto B)





Nach einer doch ziemlich langen und unterhaltsamen Fahrt heißt es für uns wieder aussteigen – ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter.







Diesen Baum nennen die Inselbewohner den Champagner/Fanta-Baum erzählt uns "Spinner" kichernd :silly:



Die Ebbe hat zwischenzeitlich eingesetzt und auf der rumpeligen Straße durch die Mangroven herrscht daher Berufsverkehr:



Nun spazieren wir gemächlich mitten durch die Mangrovenwälder, wo am Vormittag noch das Meer die Straße bedeckt hat.
„Spinner“ zeigt uns immer wieder neue Spezies der Pflanzen (insgesamt gibt es hier zehn verschiedene Mangrovenarten, die sich durch die Blattform und Form der Blütenkelche unterscheiden) und es tun sich immer wieder schöne Einblicke auf.







Auch hier gibt es kleinere Seegrasfarmen.





Mitten im Nichts hat sich „Spinner“ ein Office inmitten der Mangroven gebaut :lol:. Sein ganzer Stolz, er liebäugelt aktuell damit ein zweites Stockwerk aufzubauen und eine Aussichtsplattform über den Mangrovenwald zu errichten.







Nico und ich kraxeln gemeinsam mit „Spinner“ auf einer wackeligen Leiter aufs Dach und kommen oben angelangt aus dem Staunen nicht mehr heraus – uns bietet sich eine fantastische Aussicht.












Nach einer kurzen Showeinlage verabschieden wir uns nun von Spinner und unseren restlichen Begleitern.






„Spinner“ bittet uns noch um kräftige Bewerbung von Uzi Island und seinen Projekten. Derzeit dringend benötigt wird ein funktionierender Computer und über freiwillige Helfer freut er sich ebenfalls jederzeit. Eine Freundin von mir hat auch bereits Kontakt mit ihm aufgenommen, da er großes Interesse an einem von ihr initiierten Solarkocherprojekt hat. Unserem anderen Begleiter geben wir noch einen kleinen Betrag Shillinge, damit er sich in der Stadt Bücher zum Deutschlernen besorgen kann.

Schon bald kommt auch unser Auto, das uns nun wieder zurück nach Jambiani bringt. Nach diesem Ausflug tut eine Erfrischung im schönen Pool richtig gut.

Insgesamt hatten wir sehr viel Freude an dem Besuch auf Uzi Island – auch ohne die Meeresschildkröten – ein wenig enttäuschend war es dennoch, zumal damit geworben wird. „Spinner“ ist ein absolut liebenswerter und unterhaltsamer Gastgeber :)! Wir denken gerne an diesen Tag zu Gast auf Uzi Island zurück!

Lala Salama! Gute Nacht!

Weiter geht es morgen mit der Jambiani Eco Tour :)
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10 Nov 2016 15:01 #451506
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11.10.2016 - Jambiani Eco Tour – Rama zeigt uns sein zu Hause

Jambiani ist ein kleines Dorf, das zwar sehr lang aber sehr schmal direkt am schönen Strand gelegen ist. Die Dorfbewohner leben überwiegend vom Fischfang, Seegrasfarmen und langsam auch immer mehr vom Tourismus.

Wer die Einheimischen des Dorfes unterstützen möchte und gleichzeitig einen Einblick in das Leben erhalten möchte, ist bei der Jambiani Eco Tour mit Rama genau richtig.

Nico und ich werden heute alleine losziehen, da meine Mama eine kleine Ruhepause benötigt und mein Mann ihr Gesellschaft leisten möchte.

Wir werden am späteren Vormittag von Rama unserem Guide abgeholt. Einen Teil der Tour werden wir immer wieder mit dem Auto fahren, da das Dorf in der Tat sehr langgezogen ist.

Unser erster Weg führt uns vorbei an dem heiligen Dorfplatz zu dem ältesten, erst seit kurzer Zeit nicht mehr bewohnten Haus im Dorf.



Traditionell nur aus Palmblättern und Holz gebaut, hatte es dennoch bereits eine Dusche und Toilette in einem.



Dieses Haus ist bereits aus Korallensteinen gebaut – die 2. Generation der Architektur:



Zu Fuß geht es weiter, vorbei am „Mzungu-Baum“ zu dem Brunnen und Waschplatz im Dorf:



Auf dem „Waschtisch“ gibt es zwei getrennte Abteile – ein Abteil für die Wäsche der Männer und ein Abteil für die Wäsche der Frauen :ohmy:



Auf dem Weg durch den Busch kommen wir auch an diesem Korallenhaufen vorbei. Hier werden die Korallen zu Ziegeln gebrannt, aus denen die Häuser auch heute noch gebaut werden.



Unterwegs zeigt uns Rama viele Pflanzen, zum Teil auch Heilpflanzen. Er gibt uns eine ziemliche saure Art Sternfrucht zum Probieren – wirklich sehr sauer! Sie soll gegen Seekrankheit und Übelkeit helfen. Außerdem einige Minzearten, deren zerriebene Blätter bei Erkältung und der weiße Saft aus dem Stiel bei Insektenstichen helfen sollen.

Weiter geht es in die Mitte des Dorfes, wo wir einer Frau bei der Herstellung von Seilen aus Kokosfasern zuschauen. Die Kokosfasern sollten möglichst trocken und vor allem sauber sein. Daher werden sie gewaschen und danach zum Trocknen in die Sonne gehängt. Danach werden die getrockneten Fasern ausgeklopft und sortiert. Der Abfall wird als Dünger verwendet.



Nun werden kleine Büschel der Fasern gebündelt und mit der Handfläche gedreht und gedreht. Je nach gewünschter Dicke kann man die geflochtenen Kokosfasern dann erneut zu einem dickeren Seil flechten.





Anschließend können aus den Kokosfasern sehr haltbare Seile und Schiffstaue gedreht und beispielsweise Fischernetze geknüpft werden. Wir kennen sie zum Beispiel als Fußmatte vor der Haustüre. Im Mwezi wurden zum Beispiel die Lampenschirme daraus gefertigt. Ein vielfältig einsetzbares Naturmaterial. Das handwerkliche Geschick bei der Herstellung ist erstaunlich.



Aber die Kokosnüsse taugen noch zu viel mehr. Die 3 Monate alten haben wir bei „Spinner“ schon verkostet – es wird überwiegend der Saft verwendet. Wenn die Kokosnuss 7 Monate alt ist, ist das Fleisch fest und süß und hat weniger Saft. In diesem Stadium wird aus der Nuss die begehrte Kokosmilch für allerlei weitere Verwendung gewonnen. Die älteren Kokosnüsse werden überwiegend zur Herstellung von Öl verwendet.

Zunächst wird die Nuss mit 3 festen Schlägen mit einer Eisenstange in zwei Hälften geteilt. Nun kommt ein spezieller Hocker mit einem seitlich befestigten sehr scharfen Schaber zum Einsatz - von dem Hocker ist leider nicht so viel zu sehen B)



Dann wird dem Fruchtfleisch etwas Wasser zugegeben, gut vermischt und fest ausgedrückt.



So entsteht die wertvolle Kokosmilch. Das ausgedrückte Fruchtfleisch wird als Seife, als Körpercreme oder für die Kosmetikindustrie genutzt. Die übrig gebliebene Schale der Kokosnuss wird zum Beispiel als Schöpfkelle weiterverwendet.

Weiter geht es für uns zu einem der berühmtesten „Herbal Specialist“ auf Sansibar. Mr. Suleiman erwartet uns bereits vor seinem Haus. Er beschreibt die vielen Kräuter in seinem Korb, die genaue Einnahme der Kräuter und zeigt uns sein Interview in einem uralten Reiseführer, auf das er ganz besonders stolz ist.





Mr. Suleiman ist Spezialist für Frauen- und Kinderkrankheiten und wir lernen Pflanzen, Wurzeln und Kräuter kennen, unter anderem eine bestimmte Methode zum Schwangerschaftstest oder Kräuter, die „schwachen“ Männern wieder auf die „Beine“ helfen….. :laugh:







Besonders hellhörig wurde mein Nicolino als Mr. Suleiman von einer getrockneten Trompetenblüte erzählt, die man auch inhalieren kann :silly: Eigentlich als Arznei bei Atemwegserkrankungen gedacht, führt eine Überdosierung dann zu einem extremen Rauschzustand mit wilden Träumen bis hin zu Halluzinationen erzählt Mr. Suleiman kichernd :whistle:

Zum Abschied besteht der liebenswerte, mittlerweile sehr betagte Kräuterarzt noch auf ein Foto von ihm mit dem mittlerweile antiquierten Reiseführer.



Mr. Suleiman hat sein umfassendes Wissen ganz der Tradition entsprechend inzwischen an seinen Sohn weitergegeben und scheint in diesen Tagen viel Freude an den wenigen Besuchen von Touristen zu haben.

Weiter geht es für uns im Auto, vorbei an der unscheinbaren Moschee im Dorf zur Schule einer kleinen privaten Initiative, die auch durch die Einnahmen dieser Tour finanziert wird.



Hier gibt es drei gemischte Klassen, nach Altersgruppen unterteilt. Wir besuchen jede Klasse, wo wir sehr freundlich empfangen werden und die Kinder uns Tänze, Lieder, Gedichte oder ihre Englischkenntnisse stolz präsentieren.









Diese Kleine – ein absoluter Wirbelwind - wird vom Anfang bis zum Ende an mir kleben und mich nicht mehr loslassen :kiss:



Überhaupt sind die Kinder zuckersüß, total anhänglich und haben überhaupt keine Berührungsängste.









Die Weiterfahrt fällt uns richtig schwer. Aber Rama drängt zum Aufbruch.





Für uns geht es weiter ziemlich an den Rand des Dorfes. Hier besuchen wir eine wahre Künstlerin in ihrem zu Hause.
Sie stellt wunderbare Korbwaren her. Solche Fingerfertigkeit sieht man bei uns zu Hause vermutlich nur noch selten.







Aus diesen einzelnen Streifen werden Taschen, Matten, Obstkörbe und vieles mehr zusammengenäht. Es gibt die unterschiedlichsten Farben.



Die Korbflechterin versucht mir ein einfaches Muster beizubringen aber das ist so kompliziert, dass ich ganz schnell wieder aufgebe :S :S . Hier ist Konzentration und Geschick gefragt:



Ich bin total begeistert und würde gerne eine kleine Tasche oder irgendetwas bei ihr kaufen. Leider arbeitet sie nur auf Bestellung für Hotels oder zum Beispiel junge Paare, die zur Hochzeit allerlei Hausrat bestellen.

Anschließend verabschieden wir uns von dem wirklich sehr sympathischen Rama und verbringen den restlichen Tag mit einem weiteren ausgedehnten Strandspaziergang. Morgen werden wir Gelegenheit haben, die Seegrasernte zu beobachten.

Fortsetzung folgt!
Letzte Änderung: 10 Nov 2016 15:14 von Applegreen.
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12.10.2016 – Seegrasernte und eine Segelfahrt mit Captain „Human Shark“

Wenn sich das Meer bei Ebbe über hundert Meter zurückzieht, kommen die einheimischen Frauen und kümmern sich um ihr Seegras.








Draußen auf dem Wasser sind die Fischer bei Ihrer Arbeit zu sehen.





Weit im Meer stehen einheimische Frauen in bunten Kleidern. Auch weit weg vom Strand reicht ihnen das Wasser nur bis zur Hüfte, denn Sansibar liegt auf einem Riff.







Die schweren Seegras-Säcke tragen sie mit Leichtigkeit auf ihrem Kopf.







Oder schleppen die Säcke einfach hinter sich her.





Die Sonne ist zwischenzeitlich hoch über den Horizont gewandert und zaubert prächtige Südseefarben - türkisblaues Wasser und zuckerweisser Sandstrand.

Die Riffkante weit draußen ist meistens gut zu sehen, da sich die hohen Wellen dort brechen.



Es empfiehlt sich, die ausgetretenen Pfade der Einheimischen zu benutzen, denn im seichten Wasser lauern nicht nur Krebse sondern auch Baby-Muränen:







(schwer zu erkennen - aber Nico hat es als eine Muräne identifiziert)

Das Seegras wird überwiegend für die Kosmetik- und die Lebensmittelindustrie angebaut. Die mühsame Ernte verschafft den Einheimischen ein bescheidenes Einkommen.

Auch hier treffen wir auf einen Graureiher :whistle:



Am Nachmittag sind Nico und ich zu einer Schnorchel- und Segeltour mit „Captain Human Shark“ verabredet. Den Captain haben wir am Strand kennengelernt – er war uns so sympathisch, dass ich für Nico und mich direkt eine Tour mit ihm gebucht habe :).

Pünktlichst werden wir von ihm und seinem Freund in der Dhow abgeholt.



Direkt beim Start merken wir schon, wie beschwerlich und anstrengend die Arbeit der Fischer mit diesen kleinen Booten sein muss. Es ist eine riesige Kraftanstrengung den Mast mit den groben Seilen nach oben zu hieven. Der Captain klettert in waghalsigen Aktionen je nach Fahrtrichtung auf den Seitenausleger um von dort aus das kleine Boot zu stabilisieren.



Schon bald erreichen wir den ersten Platz zum Schnorcheln. Leider ist die See heute etwas unruhig und durch den aufgewirbelten feinen Sand ist da unten kaum etwas zu sehen – dennoch treffen wir ab und an auf größere und farbenfrohe Fischschwärme in den Korallenriffs am Grund.



An einer zweiten Stelle taucht der Captain nach Seesternen, die er nach oben holt. Die Seesterne fühlen sich tatsächlich an wie Hartplastik und natürlich entlassen wir sie nach sehr kurzer Zeit wieder in ihren Lebensraum.








Später segeln wir fast bis an die Riffkante hinaus und zurück zum Hotel immer dem langen Strand entlang.













Ein herrlich entspannter Tag am Meer....

Fortsetzung folgt!

Morgen folgen wir dann dem Ruf der Gewürze und Geschichten aus 1001 Nacht!
Letzte Änderung: 11 Nov 2016 15:51 von Applegreen.
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13.10.2016 Sansibar Spice Tour – den Gewürzen auf der Spur

Die Insel Sansibar ist auch unter dem Namen „Gewürzinsel“ bekannt und daher war die sogenannte „Spice-Tour“ für uns ein absolutes Muss. Auch wenn der Tourismus für Sansibar die Haupteinnahmequelle ist, so spielen Gewürze nach wie vor eine sehr große Rolle.

Nach dem Frühstück werden wir von unserem Fahrer abgeholt und es geht zunächst in die grobe Richtung Sansibar Stadt. Irgendwann direkt an der Landstraße gelegen biegen wir rechts ab auf die Anlage der JAMBO-Spice Farm.

Wir sind zunächst etwas erstaunt, dass wir nicht auf einer richtigen Plantage landen :huh:. Hier werden wir direkt von unserem etwas Deutsch sprechenden Guide nebst Assistenten erwartet.

Unser Führer erklärt uns, dass dies nur quasi der „Show-Room“ der eigentlichen Plantage ist und wir werden in den nächsten Stunden erfahren, auf welch kleinem Raum eine große Anzahl von Früchten und Gewürzen zu finden ist. Bei der etwa 2-stündigen Tour durch die Spice Farm lernen wir viele Früchte und Gewürze kennen und lernen wie sie angebaut werden bzw. wachsen.





Wir bestaunen Pfeffer, Vanille, Zimt, Nelken, Ingwer, Safran, Muskat, Kakao, Kaffee, Kardamon und vieles mehr.









Wo und wie der Pfeffer wächst, haben wir so noch nie gesehen. Er wächst am Baum und lebt mit ihm in einer einvernehmlichen Symbiose. Schwarze, grüne oder rote Pfefferkörner stammen alle von einer einzigen Pflanze und unterscheiden sich lediglich durch die Reife.



Wusstet Ihr, dass die Nelken auf der Insel als „King Of The Spices“ gelten und die Ananas nicht auf einem Baum wächst?





Interessant ist auch die „Lippenstift-Frucht“, die tatsächlich für die Herstellung dieser Kosmetik Verwendung findet.





Überall werden die Blüten oder Früchte abgepflückt und wir Damen werden mit Kettchen und Körbchen aus geflochtenen Palmblättern für die Aufbewahrung des Ernteguts beschenkt.



Zwischendurch dürfen wir immer wieder schnuppern oder auch verkosten.













Auch hier sehen wir wieder, wie die Kokosnuss verarbeitet wird und die Produkte, zum Beispiel Körpercremes in verschiedenen Duftrichtungen aus unterschiedlichen Kräutern, können käuflich erworben werden. Natürlich werden hier auch alle Gewürze zum Kauf angeboten - allerdings sind diese in Stone Town auf dem Markt wesentlich günstiger ;)

Wir lernen den Sansibar-Apfel kennen und sehen wo die Sternfrucht wächst - sie wird extra vom Baum gepflückt und schmeckt köstlich erfrischend:







Gegen Ende der Tour dürfen wir noch alle Produkte, die hier angebaut werden verkosten. Manches schmeckt köstlich – manches wiederum ist etwas gewöhnungsbedürftig :P.

Der junge Mann in roter Kriegsbemalung hat während der Tour fleißig Palmblätter gesammelt und beschenkt zum Abschied jeden von uns mit einer Krone. The Kings and Queens of Sansibar ;-)





Und zu guter Letzt steigt noch ein Palmenkletterer hoch hinauf, um mit lautem Trällern des Lieds „Jambo Bwana“ eine Kokosnuss für jeden von uns vom Baum zu holen.





Die „Spice-Tour“ gehört sicherlich zu den touristischsten Standard-Ausflügen auf der Insel. Dies war auch die erste Aktivität dieser Reise auf der wir ausnahmsweise nicht alleine waren B) Es waren noch geschätzte 6 weitere Besucher anwesend :huh: Dennoch fanden wir den kurzen Exkurs in die Welt der Gewürze sehr interessant!

Fortsetzung folgt!

Den Nachmittag verbringen wir in Stone Town mit Geschichten aus 1001 Nacht.
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13.10.2016 Stone Town - Geschichten aus 1001 Nacht

Für uns steht nun Stone Town als weiteres „Must See“ steht auf dem Programm. Unser Fahrer sammelt uns ein und es geht weiter in das geschäftige Treiben von Sansibar Stadt. Hier ist wieder was los :woohoo:!

Während der Fahrt fragt unser Fahrer nach, ob wir gerne mit einem deutschsprachigen Guide die Führung durch die Altstadt machen möchten – eine zunächst gute Idee – da versteht die Oma wenigstens auch ohne unsere Übersetzung :). Allerdings wird sich später herausstellen, dass der Guide ziemlich bocklos mit uns durch die Stadt laufen wird :evil: :evil: :evil: :sick:

Der bekannteste Stadtteil der Hauptstadt der Insel ist das historische Stonetown, das seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert galt Sansibar unter der Herrschaft des Sultans von Oman als größter Umschlagplatz für Sklavenhandel, Elfenbeinverkauf sowie dem Export von Nelken.

Irgendwo inmitten des Gewusels werden wir ausgeladen und unser einheimischer Guide für den Rundgang durch Stone Town erwartet uns schon.

Zunächst gibt es von unserem Guide die ganz klare Ansage, dass ungefragtes Fotografieren von Menschen unbedingt zu vermeiden ist, da es in diesem Zusammenhang wohl schon zu tätlichen Angriffen gekommen ist. Fotografiert werden dürfte nur das weitläufige Geschehen. Daran werde ich mich auch halten - so gut es eben geht – manchmal lässt sich beim besten Willen nicht vermeiden, eine Person mit abzulichten :huh:. Ich werde später einen Händler fragen, ob ich sein Gemüse fotografieren darf und schroff abgewiesen werden. Das scheint hier tatsächlich ein eher heikles Thema zu sein :whistle: :pinch:

Zielsicher steuert unser Guide zunächst die Markthallen mit den Abteilungen Fisch und Fleisch an.












Weiter geht es in die Freiluft-Gemüseabteilung und zu den Hühnern in einer dunklen und stickigen Halle – tot oder lebendig, gerupft und ungerupft :ohmy:







Weiter geht es nun durch enge Gassen und vorbei an mehr oder weniger morbiden Gebäuden. Ständig müssen wir Mopeds ausweichen, die durch die Gassen düsen. Überwiegend sind hier Einheimische anzutreffen - Touristen sind eher selten zu sehen.







Auffällig und berühmt sind die aufwändig gearbeiteten und überwiegend noch original erhaltenen Türen.
Die riesigen Holztüren sind ein schmückender Blickfang. Je nach Herkunft sind diese eher indisch oder arabisch geprägt. Die indischen Türen bilden am oberen Ende einen Halbkreis. Die arabischen Türen sind am oberen Ende rechtwinklig.

















Viele der Häuser bestehen aus Korallenstein, ein sehr fragiles Baumaterial. Das könnte auch die Erklärung sein, warum viele der Häuser heute in einem doch sehr morbiden Zustand sind.



Unser erster Stopp ist das Zanzibar Coffee House – ein Treffpunkt der ausländischen Touristen – allerdings haben wir hier köstlich leckeres Gebäck und einen hervorragenden Kaffee genossen :)



Die wilden Stromleitungskonstruktionen machen keinen wirklich zuverlässigen Eindruck :whistle:





In den vergangenen Jahren sollen angeblich zahlreiche Renovierungen an den zum Teil sehr stark verfallenen Gebäuden vorgenommen worden sein. Teils wurden einige Gebäude und überwiegend Hotels bereits saniert, die meisten allerdings sind wohl in absehbarer Zeit eher dem Verfall geweiht.



Überall in den Gassen gibt es versteckte kleine Läden – hier hat Nico eine kleine Holzschatulle erstanden.



Bald erreichen wir den alten Hammam des Sultans, den wir für 1 Dollar Eintritt besichtigen können. Mehr ist der Besuch auch nicht wert – auch hier wird wenig bis gar nichts für den Erhalt getan :pinch:





Natürlich sind auch an jeder Ecke Moscheen zu finden, die meisten sind klein und eher unscheinbar - da sticht diese hier natürlich heraus.



Immer wieder sind die prachtvollen Türen zu finden – und dieser Geschäftsmann schließt die wirklich ausnehmend schön und aufwändig gearbeitet Tür bereitwillig und ungefragt für ein Foto :kiss:



Schon bald erreichen wir „Jaws Corner“. Der kleine Platz an dem sich zwei Altstadtgassen kreuzen ist DER Versammlungsplatz der Einheimischen – für ein ruhiges Brettspiel oder eine angeregte Diskussion. Die Männer sitzen auf den hohen Stufen um den Platz, schlürfen Kaffee und tauschen Nachrichten aus. Am liebsten diskutieren sie wohl über Politik.

Das hier ist nämlich der Treffpunkt der Opposition CUF, was an den vielen Fahnen und Plakaten unschwer zu erkennen ist. Die Mitte des Platzes markiert eine Palme an der ein altes Telefon hängt. Ein Plakat offeriert: 'make free international calls please' :lol:





In der Nähe der Altstadt befindet sich der Hafen der Stadt, von dem aus Fähren auf das Festland verkehren und eine interessante Bar auf dem Wasser zu finden ist.



Hier befindet sich auch der ehemalige Palast, das sogenannte „House of Wonders“.





Der berühmte Palast wurde 1883 als „Zeremoniepalast“ des Sultans Barghash bin Said fertig gestellt. Es war das erste Gebäude in ganz Ostafrika mit Elektrizität und fließendem Wasser in Stahlrohren - daher der Name „House of Wonders“. Der Palast wird angeblich seit Jahren renoviert und ist daher geschlossen. Doch unser Guide und auch wir bezweifeln, dass hier überhaupt irgendetwas gearbeitet wird :ohmy: :S. Vermutlich werden sich die Türen für die Öffentlichkeit gar nicht mehr öffnen :pinch:.



Weiter geht es für uns in das Arabische Fort direkt hinter den Forodhani Gardens. Hier tummeln sich zahlreiche Touristengruppen und kleinere Stände mit Souvenirs sind zu finden. Einige Damen bieten Henna-Bemalungen oder das Flechten von Rastas an.





Das Fort wurde in den Jahren 1698-1701 errichtet. Im Lauf der Jahrhunderte änderte es häufig seine Bestimmung und wurde als Gefängnis, Marktplatz und sogar als Tennisplatz genutzt :woohoo:.







Natürlich kommen wir auch am Freddy Mercury Haus vorbei.



In dieser Ecke der Stadt scheinen die Häuser teilweise besser erhalten und zum Teil schon renoviert.





So und eigentlichen wollen wir unbedingt noch zu dem Sklavendenkmal, doch unserer Guide scheint dazu trotz mehrmaliger Nachfrage irgendwie keine Lust zu haben :evil: :evil: – angeblich wäre es zu weit für meine Mutter zu laufen :S.

Wir finden das sehr schade – besser gesagt ärgerlich- aber es ist heute tatsächlich ziemlich heiß und die Oma ist doch recht froh, kurz darauf wieder im kühlen Auto Richtung Jambiani zu sitzen. Daher verzichte ich auch auf eine Diskussion.

Von Stown Town sind wir ehrlich gesagt alle ein wenig enttäuscht – vielleicht hatten wir zu große Erwartungen – vielleicht kann man aber den Charme und die Mythen von 1001 Nacht eher in einem mehrtätigen Aufenthalt in der Altstadt mit Übernachtung einfangen :unsure:?! Vielleicht hatten wir einfach auch nur den falschen Guide :angry: ?!

Für uns geht es nun also vorbei an den alten Plattenbauten, die in den 70er Jahren mit Hilfe der DDR erbaut wurden, wieder Richtung der Landstraße und nach gut einer Stunde sind wir wieder zurück in unserem Resort.

Dort angekommen reihen wir die hübschen Handarbeiten von der Spice Tour für ein Erinnerungsfoto auf. Nach Hause mitnehmen können wir sie ja leider nicht :(










14.10.- 16.10.2016 Chillen

Die restlichen Tage verbringen wir gemütlich spazierend, schwimmend oder chillend am Strand, zum Lunch gehen wir zur Abwechslung in das benachbarte „Sharazād Boutique Hotel“. Das „Sharazād“ ist auch ein erst kürzlich eröffnetes kleines aber feines Hotel und Restaurant, das insgesamt einen hervorragenden Eindruck macht. Man speist quasi direkt am Meer und die Gerichte waren allesamt vorzüglich.

Ganz unspektakulär und im Kreise meiner Lieben feiern wir ohne großes Aufsehen meinen runden Geburtstag und an unserem letzten Abend zaubert der Vollmond noch eine ganz besondere Stimmung!

Auf dieser Seite der Insel kann man nämlich zwar keinen Sonnenuntergang erleben, dafür aber den Mond aufgehen sehen!





Und nun sind wir auch am Ende unserer 3-Generationen-Reise angelangt. Am nächsten Tag geht es für uns bedauerlicherweise schon wieder nach Hause!

Der Rückflug verläuft unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse. Der Kilimanjaro zeigt sich uns kurz nach dem Start dann doch noch wolkenlos – ein schöner Gruß zum Abschied von Tansania B)

Kwa heri Tansania – wir kommen eines Tages ganz sicher wieder!

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Liebe Mitfahrer,

das war sie nun, unsere 3-Generationen-Familienreise nach Tansania und Sansibar!

Für mich persönlich war es ein ganz besonderes Highlight, nach gut 2 Jahrzehnten endlich wieder einmal Ostafrika bereisen zu können – habe ich mich doch damals anlässlich mehrerer Aufenthalte in Kenya unheilbar mit dem Afrika-Virus infiziert.

Wir folgten dem Ruf der dichten Wälder, tiefen Krater und endlosen Savannen bis zu den weißen Stränden und dem Rauschen des Indischen Ozeans!

Tansania, ein Land der Extreme – vom grünen Garten Eden bis hin zum ewigen Eis des Kilimanjaro – ein Land der Savannen und Lavawüsten, Berge und Vulkanlandschaften, Regenwälder und tropischer Strände. Selten haben wir die Tierwelt so artenreich, entspannt und nah erleben können!

Auch wenn wir auf dieser Reise in der Kürze der Zeit sicherlich nur einen kleinen Einblick in dieses faszinierende Land gewinnen konnten, haben wir wieder einmal unendlich viele wunderschöne, eindrucksvolle und einzigartige Eindrücke mit nach Hause genommen.

Wir haben es nun zum zweiten Mal als ein ganz besonderes Privileg empfunden, mit unseren 3-Generationen ein weiteres Mal Richtung Afrika reisen zu können und auch diese Reise wird uns unvergesslich in Erinnerung bleiben und war in vielerlei Hinsicht ein großartiges Geschenk :)

Für meinen Mann und mich beginnt nun die Vorfreude auf unsere nächste Afrika-Reise :) Für uns sind es gleich zwei Premieren: Botswana und zumindest zeitweise als Camper :woohoo: - von der ich gerne im nächsten Jahr wieder berichten werde.

Aber vorher werde ich noch meine beste Freundin auf einen Mini-Kurztrip nach Südafrika entführen :silly:

Ein großes Dankeschön an alle, die mit uns gereist sind, ob still und leise oder als "Danke-Button-Drücker" und für die netten Kommentare :) :kiss:!

Ich wünsche Euch allen viel Freude bei Euren zukünftigen Reisen und Planungen - wohin auch immer sie Euch führen werden!

Bis zum nächsten Mal grüßt Euch ganz herzlich

Sabine
Letzte Änderung: 15 Nov 2016 11:15 von Applegreen.
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