THEMA: Alter Südwester geht in Tansania fremd.
05 Feb 2016 05:40 #417995
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  • Burschi am 05 Feb 2016 05:40
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Wir waren natürlich nicht ganz allein!
Tiere gab es hier auch und zwar welche, die in den Bäumen herumturnten und auch am Boden zu sehen waren:




Meerkatzen besuchten schon mal das Restaurant - haben sich wohl auch von der guten Küche angezogen gefühlt - und auch die Baumhörnchen waren immer irgendwie da.
In der Nähe der Fischteiche hinter dem Camp konnte man kleinere Warane finden, die allerdings recht scheu waren. Auch neben dem Pool tauchten suie gerne mal auf. Zu einem gemeinsamen Bad ließen sie sich aber nicht überreden. :)



Am Abend konnte man vom Aussichtsturm am Rande des Sees mit einem Sundowner in der Hand die Ruhe und Stille eines romantischen Sonnenunterganges genießen.



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Letzte Änderung: 05 Feb 2016 05:43 von Burschi.
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05 Feb 2016 06:00 #417996
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  • Sadie am 05 Feb 2016 06:00
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ich würde mich über jedes Löwen Bild riesig freuen. Nimm bitte nicht an dass uns Katzen Bilder "lästig" sind. Bitte zeige uns jeden Löwen. Leopard, und Gepard die du gesehen hast. Pretty please?
If life is a journey be sure to take the scenic route

www.safaritalk.net/topic/21799-first-time-k

Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1...
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05 Feb 2016 07:15 #417998
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Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“,
Sind das Mto wa Mbu und Karatu?

Das Camp sieht toll aus, das muss ich gleich mal notieren.
Gruß Thorsten :)
Community Wildlife Fund

Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden
" Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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05 Feb 2016 10:32 #418007
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@Sadie
Keine Angst, es kommen noch ein paar Kätzchen. :)

@ THBiker
Moskito Flussdorf = Rote Banan-Dorf = Mto wa Mbu, alles der gleiche Ort.
Zu Karatu komme ich noch. Übrigens einige km nach Karatu geht es links auf die Gravel Richtung Lake Eyasi, dann noch etwa 1 Std Fahrt.

Viele Grüße:
Burschi
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05 Feb 2016 12:59 #418028
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So, nun kommt der nächste Tag, dieses Mal stand kein Gamedrive auf dem Programm, sondern es "menschelte" mal wieder.
Gleich noch ein Hinweis. Etwas "zarter Besaitete" sollten diesen Beitrag vielleicht überspringen, es wird teilweise etwas heftig! ;)
Wir wollten eine Exkursion zu den letzten Buschmännern Tansanias, den Hadzabe, unternehmen. Über eine Stunde Fahrt auf sehr schlechten Wegen lag vor uns und am Morgen mussten wir noch in der Dunkelheit losfahren, denn wir sollten die Hadzabe auf der Jagd begleiten. Ich habe ja auch schon mit den Buschleuten in Namibia „gejagt“ und habe mir eine ähnliche touristische Darbietung wie in den Historical Living Villages dort vorgestellt, doch Dieses Erlebnis sollte doch anders verlaufen.
Genau bei Sonnenaufgang trafen wir in der Siedlung der Hadzabe ein. Wir hatten hier noch einen weiteren Führer bekommen, der die Sprache der Buschleute verstand und übersetzen konnte. Mody hatte uns bereits auf der fahrt auf unser Treffen vorbereitet und uns einiges erzählt. Noch bevor wir auf die Leute trafen, wurden wir von deren Jagdbeute begrüßt.




In einer Felsspalte waren Pavianschädel aufgereiht und in den Ästen hing ein frisch er- und zerlegtes Impala.

Dann begrüßte uns der Clanchef mit seinen Jägern. Sie saßen eingehüllt in die Kleidung ihrer bevorzugten Jagdbeute (Pavianfelle) in einer Höhle um ein Feuer herum und machten sich fit für die Jagd, will heißen, sie pafften Marihuana aus einem Rohr. Sie inhalierten tief, husteten, dass ich glaubte, sie würden umgehend ersticken, verdrehten auch dementsprechend die Augen, überstanden das aber letztendlich doch schadlos. Auch uns boten sie einen Zug an, was wir aber dankend ablehnten. :woohoo: :sick: :evil: Ich wollte ja schließlich noch bei Bewusstsein den Tag erleben.


Der Clanchef


Dann ging es tatsächlich auf die Jagd. Nur mit Mühe konnten wir den drei Jägern folgen, was für diese wahrscheinlich gut war, denn wir hätten mit unserem Getrampel die Beute wohl doch nur verscheucht. Dann legte einer der Jäger mit dem Bogen an und kurz darauf zappelte eine Taube auf seinem Pfeil. Ich hatte nicht gedacht, dass sie tatsächlich echte Beute machen. Doch es sollte noch besser kommen, denn ein etwas weiter enteilter Jäger kam freudestrahlend mit einem frisch erlegten Dikdik zurück.


Die arme Taube zappelte noch als schon der Spieß in ihr steckte. :(




So, jetzt habt ihr noch die Chance auszusteigen. Die Zubereitung und der Verzehr des Dikdiks folgt sogleich!
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05 Feb 2016 13:14 #418034
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Ich weiß, die Belichtung der Bilder ist nicht ideal, aber die Jagd fand am frühen Morgen bei nebeligem Wetter statt.
Nun wurden wir zum Frühstück eingeladen. Die Jäger entfachten unter einem Felsen ein Feuer und legten das Dikdik komplett hinein. Erst wurde also das Fell abgebrannt.





Dann wurde das Tier aufgebrochen und zerlegt. Stück für Stück wurden die Innereien herausgenommen und ins Feuer gelegt. Na hoffentlich muss ich da nichts davon essen! Musste ich auch nicht, denn die Innereien und auch der Magen waren Delikatessen und enthalten wichtige Vitamine, welche die Jäger selbst verspeisten. Erst als eine Keule gebraten war, durften wir auch ein Stückchen vom Dikdik kosten.




Hier liegt der Magen des Dikdik im Feuer. Die Galle wurde vorher vorsichtig entfernt und weggeworfen. Der Magen mit gesamten Inhalt - schließlich hatte das Dikdik ja vitaminreiche Grünkost gegessen! - wurde nach dem Anrösten verzehrt.
Alle anderen Innereien stellten besondre Leckerbissen dfar.


Das ganze Zeremoniell hatte etwa eine Stunde gedauert. Natürlich war auch das Feuer mit den entsprechenden Holzstöckchen entzündet worden. Gegessen wurde auch nur die Hälfte des Tieres, die andere Hälfte wurde mit zurück ins Dorf genommen. Auch die beiden humpelnden Jagdhunde - sie helfen beim Aufspüren verletzter Beute - bekamen ein paar Brocken ab.
Dann ging es zurück ins Dorf wo wir nun den Frauen, die gerade dabei waren einige Perlenstickereien zu basteln und die Kinder beaufsichtigten, begegneten. Eindeutig dominant war die Erstfrau des Clanchefs. Mit einer Tanzvorführung wurden wir verabschiedet.




Fast hätte ich es vergessen. Wir sollten auch noch an einem Bogenschießen teilnehmen. Es erfolgte eine kurze Einführung in die Schießtechnik, dann führten uns die Jäger vor, wie man aus ca. 25 Metern auf einen kleinen Baumstumpf schießt. Auch ich sollte mein Geschick be-weisen und siehe da unter einem Aufschrei der Bewunderung der Jäger – der erste Schuss saß!
Tja, da hat es sich eben ausgezahlt, dass ich als kleiner Junge mit Pfeil und Bogen durch die Felsen und Büsche gestreunt bin – allerdings nicht im Affenfell! – und nicht mit dem Smartphone gespielt habe. Ich wurde eingeladen als Jäger hier zu bleiben, doch ich lehnte dankend ab. Schließlich habe ich erst vor kurzem ein Smartphone bekommen! Bin also erst seit kurzem der Steinzeit entronnen. :) ;) :P
Wie ist das Ganze nun zu beurteilen? Gut, es war natürlich eine gemeinsame Jagd mit Touristen und dass die Hadzabe hier an Touristengruppen gewöhnt sind, ist auch klar. Nur, die "normalen" Touris haben ja nicht so lange Zeit, bekommen das Dorf vorgeführt, eine Schießvorführung, die Entfachung des Feuers und das war´s dann. Eine komplette Jagd mit anschließendem Frühstück ist nur sehr selten zu sehen, wie uns unser Führer Mody auch bestätigte. Eine etwas größere Tourigruppe, die nach uns angekommen war, verließ die Hadzabe auch schon wieder vor uns.
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