THEMA: Northern Circuit & Zanzibar als Selbstfahrer 08/15
22 Okt 2015 08:30 #404428
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  • Butterblume am 22 Okt 2015 08:30
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Hi Ann-Kathrin,

wir ziehen natürlich alle Register, um eine fantastische Location hinsichtlich Tierbeobachtung zu erwischen. Luxuriöse Unterkünfte und Verpflegung sind für uns in Afrika sekundär! :P

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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22 Okt 2015 09:45 #404439
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  • Sadie am 22 Okt 2015 09:45
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Ja, doch, so war es. Als wir von Lobo losfuhren, hatten wir zwei Pläne: Erstens, fragen wir beim Bologonja Special CS ob wir dort beim mobil Camp übernachten dürften, oder dann, fahren wieder die ganze lange Strecke zurück zum Lobo . Wir hatten Lobo 1 Special campsite gebucht und auch Lobo Public für den nächsten Tag. Als wir am Kogatende ankamen, fühlte sich mein Mann nicht so gut und so beschlossen wir uns den Ranger für eine Lösung zum dort übernachten zu fragen. Ihr könnt euch sicher unsere Riesenfreude vorstellen, als er uns vorschlug einfach beim Fluss zu campen, ohne mehr Kosten, und ein anderer Junge mit Gewehr, zeigte uns genau wo, und zwar nicht im Weg des Hippo Pfades!
Mein Schwager hatte sich fünf Minuten früher kurzum entschlossen ein Tented Camp zu buchen und das hat $840 für eine Nacht gekostet plus $100 mehr Parkeintritt für Camps.
So haben wir kostenlos am Mara Riverfront gecampt und deswegen nachdem wir am Mittag ein kleines Crossing beobachten konnten, und danach ein grosses Crossing sahen, dann noch gleich ein drittes grosses Crossing zu sehen bekamen. Mehr Glück als Verstand!
Ich würde aber niemandem empfehlen sich auf unsere Erfahrung zu verlassen und es so zu planen. Es kann sein, dass eine solche grosszügige Erlaubnis nur bei einem bestimmten Ranger vorkommt.
If life is a journey be sure to take the scenic route


Meine RBs

Expedition Antarktis:
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Island In Herbstfarben
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Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

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Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
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Trip reports in English:

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22 Okt 2015 14:02 #404478
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Hi Katrin

Immer noch unglaublich, du hast Recht - sooo viel Glück!!! Wir hätten doch auch so gerne ein Crossing gesehen :dry:
Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer...
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31 Okt 2015 18:00 #405694
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Donnerstag, 13. August 2015
von Ann-Kathrin

Heute Morgen wachen wir in unserem Luxuszelt auf und lassen uns etwas mehr Zeit als sonst. Um 6.30 Uhr gibt es Frühstück und wir genießen leckeres Brot, Spiegeleier, Kaffee und Kakao in unserem Frühstückszelt. Um 7.30 Uhr fahren wir wieder los zum Mara River. Um Sprit und Kilometer zu sparen und damit alle vom Klappdach profitieren können, fahren wir nur mit unserem silbernen Auto. Unser blaues hat den halben Tag frei, da wir nachmittags sowieso wieder am Camp vorbeikommen.

Und so fahren wir los, auf der inzwischen gut bekannten Straße, vorbei an vielen Antilopen und durch unendliche Gnuherden. Nach 40 Minuten erreichen wir den Kogatende Airstrip und lassen uns wieder sagen, dass die Wahrscheinlichkeit links herum - bei Crossing Points 1 bis 4 am größten ist. Wir stellen uns also wieder zwischen die unzähligen Safarifahrzeuge und warten. Die Herde am Fluss ist wirklich riesig und auch ständig in Bewegung. Immer wieder denkt man, dass sie jetzt aber wirklich reingehen. Doch die Gnus lassen sich Zeit und ziehen gemächlich von einem Crossing Point zum nächsten.







Wir warten bis mittags ab, lesen und relaxen und fahren dann mal hinterher, um die Herde zu umrunden und von westlicher Seite wieder an sie heranzufahren. Wieder sehen wir hunderte Aasvögel, die sich an einer weiteren Kadaverstelle im Fluss die Mägen vollstopfen und darüber in Massen kreisen.











An der neuen Stelle sind wir eigentlich in einer sehr guten Position, wieder zusammen mit den Safariautos, an denen wir uns immer orientieren. Wieder sieht es so aus, als wären die Gnus kurz davor, den Abhang zum Fluss hinunterzulaufen und wieder tun sie uns den Gefallen nicht. Wer weiß, wann sie es mal wagen. Da es bereits Nachmittag ist und wir noch eine weite Reise vor uns haben, verabschieden wir uns schweren Herzens von der Herde. Länger können wir einfach nicht warten. Wir fahren also zurück und passieren ein letztes Mal viele große Herden bis zu unserem Camp. Dort nehmen wir unser blaues Auto wieder in Empfang und machen uns auf die weite Reise nach Lobo.

Es geht zügig voran, ein weiterer kräftiger Regen verfolgt uns und wir passieren einige Brände unmittelbar am Wegesrand. Irgendwann holt uns der Regen ein und ganz plötzlich schliddert mein Auto von der Fahrspur in die Wiese - zum Glück passiert nichts weiter, aber ich habe einen ordentlichen Schrecken bekommen und lasse es danach etwas ruhiger angehen. Man kann sich vorstellen, wie glitschig das hier in der Regenzeit sein muss.

Irgendwo unterwegs verpassen wir eine Abbiegung und fahren dadurch ein Stück in Richtung Bologonja, sodass wir schon früher auf die "Hauptstraße" treffen. Es sind ein paar Kilometer mehr, aber dadurch sparen wir uns die zwei Matschlöcher, worüber wir aufgrund des starken Regens der letzten Nacht sehr froh sind.

Als wir ein paar Berge passieren haben wir nach Westen noch mal eine grandiose Aussicht auf die weiten Flächen, die mit Gnus übersät sind, so weit das Auge reicht. Man kann diese Massen nicht schätzen, aber wir hätten auf mehrere Zehntausend geschätzt. Dieser wunderschöne Anblick im stimmungsvollen Abendlicht macht uns einfach sprachlos. Leider können die Kameras diesen Eindruck nicht annähernd einfangen.





Die letzten Kilometer bis Lobo meistern wir auch noch und bauen im Sonnenuntergang unser Camp an der versteckten Lobo Hill Special Campsite auf. Leider gibt es hier derzeit nicht mehr so viele Tiere und da die Campsite mitten zwischen Bäumen liegt, hat man leider auch keine besondere Aussicht.
Wir machen ein Feuer, genehmigen uns einen Sundowner und grillen ein Stück Fleisch. Außerdem gibt es noch die Reste der Reispfanne. Wir bleiben noch etwas am Feuer sitzen und gehen dann wie immer zeitig ins Bett. Morgen wollen wir ja wieder früh aufstehen.





Fazit Unterkunft: Lobo Hill Special Campsite

GPS-Koordinaten: S1° 59.347' E35° 11.392'
Sehr versteckt gelegen, nur ca. 3 km von der Lobo Public Campsite gelegen. Zu unserer Zeit - Mitte August - leider ziemlich leergefegt und auch ansonsten ohne Ausblick. Durch die umliegenden Bäume gibt es einigen Schatten und es ist ein bisschen windgeschützt.
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Letzte Änderung: 31 Okt 2015 18:02 von aku1986.
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31 Okt 2015 18:24 #405696
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Freitag, 14. August 2015
von Zissi

Wie schon am Lake Natron ist auch die Nacht auf dieser Campsite sehr stürmisch, so dass mit mehreren lauten "Boin-n-n-n-ng" die Stangen von den Vordächern der Zelte abspringen und das ganze Auto heftig wackelt. Moa und ich bereiten uns innerlich schon auf das Schlimmste vor (kann das Auto vom Wind umkippen?), während Ann-Kathrin und Dirk einfach nur in Ruhe schlafen wollen. Zum Glück lässt der Wind im Laufe der Nacht nach und schließlich können alle bis 6 schlafen, bis der Wecker klingelt.
Die gesetzten 30 Minuten bis zur Abfahrt halten wir wiederholt nicht ein und so ist es kurz vor 7, ehe wir mit Kaffee in Thermobechern und Tee in der Thermoskanne mit unserem silbernen Fahrzeug die Campsite verlassen. Da der Weg das Ziel ist, ist unser Ziel der Grumeti Circuit. Dieser Rundweg führt - wie der Name schon sagt - am Grumeti River entlang und um ihn zu erreichen, müssen wie an der Public Campsite vorbei, wo auch gerade ein Safariautos aufbricht. Der Fahrer stoppt uns und alle Insassen zeigen aufgeregt nach oben zu einem Felsen. Auch wir richten unsere Blicke dorthin. Und dann sehen wir ihn: unseren zweiten Leoparden! Kurz schaut er sich um, dann verschwindet er im Dickicht. Juhuu!

Die ersten Kilometer sind eher unspektakulär und ohne landschaftliche und animalische Highlights, wobei wir immer wieder Warzenschweine oder auch "Pumbaas" sehen, die mit ihren Antennenschwänzen meist in einer Reihe durch die Gegend laufen. Dann erreichen wir aber den Fluss, der zwar nicht sonderlich breit, dafür aber fast paradiesisch ist mit vielen großen Felsen und grünen Bäumen. Hier tummeln sich einige Meerkatzen.





Für Moa steht schließlich die Feuerprobe bevor: sie darf nun auch endlich mal Defender fahren und tut dies auch sehr souverän. Sie lenkt uns an Gnus, Giraffen, Antilopen und Warzenschweinen vorbei, bis wir eine Pause an einer vermeintlichen Wasserstelle machen, an der - wie wir glauben - ein paar Gnus trinken wollen aber sich nicht trauen. Vielleicht ist ja doch ein Löwe da...? Wir packen den Tee aus und es sind keine fünf Minuten vergangen, da sehen wir auf der anderen Flusseite einen Geparden vorbeilaufen. Wir können es nicht fassen und freuen uns sehr, auch wenn wir ihn kein zweites Mal sichten. Leider hat er auch keine Manieren und hält nicht mal für ein Foto still.



Die Fahrt mit Moa am Steuer endet bei einer Horde Elefanten, die uns unmissverständlich klar machen, dass wir besser nicht näher kommen. Das ganze läuft ganz ruhig und nicht aggressiv ab, dennoch möchte Moa im Falle eines Angriffs nicht am Steuer sitzen. Ich übernehme und lenke uns den zeitweise nicht mehr vorhandenen Weg entlang. Das Fluchtfahren muss ich dann tatsächlich noch einmal anwenden, als ein Büffel der Meinung ist, wir kämen ihm zu nahe. Zum Glück ist es bloß ein Scheinangriff und mit etwas Adrenalin im Blut entkommen wir der Situation. Es folgen weitere Elefanten-, Gnu-, Zebra-, Büffel-, Giraffensichtungen etc. ehe wir um die frühe Mittagszeit an der Campsite ankommen.







Siesta! Wir duschen, essen, schlafen, lesen, spielen, räumen auf, kochen ... und genießen die Ruhe.





Erst gegen halb 3 (?) sind wir wieder abreisebereit und gehen wieder mit unserem silbernen Safari-Auto auf die nächste Pirschfahrt, den Ngare Naironya Loop. Unsere Suche nach Löwen wird jedoch immer heftiger von Tsetse-Fliegen unterbrochen, sodass wir irgendwann nur noch wie wild um uns schlagend und fluchend dasitzen. Es wird wohl doch langsam mal Zeit, die Fliegennetze auszupacken... Außergewöhnliche Tiersichtungen sind einige interessante Eidechsen, bunte Vögel, Mangusten und eine Art Murmeltiere. Die Raubtiere lassen sich nicht blicken, wir können sie aber immer öfter riechen.







Wir beenden die Rundtour mit unserem Lobo Game Drive und kehren dann zum anderen Auto auf der Campsite und zu Joe zurück. Joe ist das Chamäleon, dass schon die stürmische Nacht über uns im Baum gesessen hat und nicht abhaut. Wir richten uns wie immer gemütlich ein, ein Lagerfeuer wird entzündet und dann gibt es Gulasch mit von Ann-Kathrin kreierter Soße und zum Nachtisch Brotpudding - wie schmeißen eben nichts weg. Vor acht Uhr sind wir dann in unseren Zelten und erwarten die nächste stürmische Nacht.





By the way - an diesem Tag habe ich gemerkt, dass ich einen besch*** Filter auf meinem Teleobjektiv habe, der alle Bilder unscharf gemacht hat. Das kommt davon, wenn man nicht jeden Tag die Bilder auf dem Laptop gegencheckt. Ende vom Lied: den Grossteil der Tele-Bilder bis zu diesem Tag konnte ich wegschmeissen, ab jetzt gibt's dann ein paar mehr. :evil:
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Letzte Änderung: 31 Okt 2015 18:29 von aku1986.
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Super tolle Beschreibung was wichtig ist und toller Bericht.
Frage: Camping-Dusche - nehmt Ihr die von zu Hause mit? Wie schaut den so etwas aus? Oder mietet ihr die vor Ort dazu?
Wenn ihr die Dusche an den special Campsites benützt habt müsst ihr ja viel Brauchwasser mitnehmen. Wo füllt man den Brauchwasser in Tansania wieder auf? (ohne Bilharziose oder ähnlichen)

Viele Grüße Sabine
Letzte Änderung: 03 Jul 2017 22:46 von Russell.
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