THEMA: Kurzbericht Südtansania Juni/Juli 2014
01 Sep 2014 18:28 #352195
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Zahlen, Daten, Fakten



Hallo,

da ich aus dem Forum einige hilfreiche Tipps für unsere Reiseplanung Südtansania erhielt,
möchte ich mich mit einem Kurzbericht „Zahlen, Daten, Fakten“ revanchieren.

Reisedauer und Form:
26 Tage, 3 (4 ab Ruaha NP) Teilnehmer, zwei 4x4 Toyota Landcruiser mit Hatch Roof, zwei Fahrer, ein Koch
Kombination aus Lodge und Camping im Bodenzelt
Inlandsflüge: Auric Air
Tour Operator: Mashoka Tours, Arusha
insgesamt gefahrene km mit dem PKW
: 2075 km


Hier geht´s zur Fotogalerie Best of

Die Tour habe ich individuell nach unseren Wünschen zusammengestellt. Auch Hotelreservierung und Bezahlung wurde von uns übernommen. Wichtig waren uns wenige Destinationen in der Tour, dafür mehr Zeit zum ausführlichen Genießen, Erkunden und Entspannen.

Üblicherweise steht der Beach-Abschnitt einer Ostafrikareise immer am Ende der Safari. Wir haben diesen Part bewusst an den Beginn gelegt, um uns vom beruflichen Stress gründlich zu erholen und eine Steigerung der Highlights in der Route zu haben. Die Reise sollte im ostafrikanischen "Winter" stattfinden, da es speziell im tief gelegenen Selous WR sehr heiß und schwül-warm werden kann. Außerdem war ein Termin in der Trockenzeit wichtig. Auf große Mengen aggressive Tse Tses und Moskitos habe ich nach unseren Erfahrungen der Nordtansaniatour im Februar keinen gesteigerten Wert gelegt.

Tourverlauf


Tourverlauf
  1. Arrival Turkish Air, Dar 2:45, Slipway Hotel BB, Dar
  2. Slipway Hotel BB, Dar, flight with Auric Air to Sumbawanga, shuttle to Kipili
  3. Lake Shore Lodge - Lawn Bandas, FB/Kipili, Lake Tanganjika
  4. Lake Shore Lodge - Lawn Bandas, FB/Kipili, Lake Tanganjika
  5. Lake Shore Lodge - Lawn Bandas, FB/Kipili, Lake Tanganjika
  6. Lake Shore Lodge - Lawn Bandas, FB/Kipili, Lake Tanganjika
  7. Lake Shore Lodge - Lawn Bandas, FB/Kipili, Lake Tanganjika, shuttle to Sumbawanga, flight with Auric Air to Ruaha NP
  8. Public Campsite Ruaha NP
  9. Public Campsite Ruaha NP
  10. Public Campsite Ruaha NP
  11. Public Campsite Ruaha NP
  12. Public Campsite Ruaha NP
  13. Tandala Tented Camp, FB/Ruaha NP
  14. Tandala Tented Camp, FB/Ruaha NP
  15. Tandala Tented Camp, FB/Ruaha NP
  16. Udzungwa Forest Camp - Ensuite Tents, FB/Udzungwa Mountain NP, Hondo Hondo
  17. Udzungwa Forest Camp - Ensuite Tents, FB/Udzungwa Mountain NP, Hondo Hondo
  18. Udzungwa Forest Camp - Ensuite Tents, FB/Udzungwa Mountain NP, Hondo Hondo
  19. Selous Mbega Camp Kisaki Annex, FB/Kisaki/Matambwe Gate, Selous
  20. Lake Tagalala Public Campsite Selous GR
  21. Lake Tagalala Public Campsite Selous GR
  22. Lake Tagalala Public Campsite Selous GR
  23. Lake Tagalala Public Campsite Selous GR
  24. Hippo Camp, FB/Mtemere Gate, Selous GR
  25. Slipway Hotel BB/Dar Es Saalam
  26. Departure 03:45 mit Turkish Air

Inlandsflüge mit Auric Air
Dar - Sumbawanga 370 US$ pp
Sumbawanga - Ruaha NP 250 US pp
Gepäcklimit 20 kg, jedes weitere Kilo kostet 5 US$ (ohne Quittung zahlten wir die Hälfte…)
Die Bezahlung bei Auric Air erfolgte per Kreditkarte.



Parkgebühren Non Residents
Ruaha NP: 30 US$ pp/24h, 20.000 TSh/24h per Tanzanian registered car, (zahlbar mit Visa, Mastercard oder Tanapa Smartcard – aktuell keine Barzahlung möglich)
Udzungwa Mountains NP: 30 US$ pp/24h, 20 US$ ranger fee, (zahlbar mit Visa, Mastercard oder Tanapa Smartcard – aktuell keine Barzahlung möglich)
Mikumi NP: 30 US$ pp/24h, 20.000 TSh/24h per Tanzanian registered car, (zahlbar mit Visa, Mastercard oder Tanapa Smartcard – aktuell keine Barzahlung möglich)
Selous WR: 75 US$ pp/24h, 20.000 TSh/24h per Tanzanian registered car

In den meisten Parks kann man die Gebühren nicht mehr bar begleichen. Visa, Mastercard oder die Tanapa-Smartcard dienen als Zahlungsmittel. Die Tanapa-Smartcard kann in jeder Exim Bank Filiale erworben und aufgeladen werden.


Ruaha NP

Shuttle
Slipway Hotel, Dar Airports: Salon Car 35 US$, Van 60 US$
Sumbawanga - Lake Shore Lodge - Sumbawanga 590 US$ per car

Beschreibung der Unterkünfte/Destinationen - Non Resident Tarif

Slipway Hotel, Dar Es Salaam, BB, 240 US$ double room, 224 US$ BB single
Der Slipway-Komplex (auch das Headquarter von Costal Airlines) liegt im Botschaftsviertel, direkt am Indischen Ozean und besteht aus einem hübschen Einkaufszentrum. Um alle notwendigen touristischen Besorgungen machen zu können, muss man den Hotelbereich und die Msasani Peninsula nicht verlassen. Das Einkaufscenter verfügt neben qualitativ gut sortierten Craft-Shops über eine Apotheke, einen Buchladen, mehrere sehr fundierte Technikshops für SIM-Karten und Elektronikbedarf, Friseur, Massagepraxis, einen sehr gut sortierten Supermarkt (Zahlung per Kreditkarte möglich), ein Reisebüro, mehrere Cafes und Eisdiele, Klamottenläden und einige nette Restaurants. Sehr zu empfehlen ist The Waterfront Sunset Restaurant, welches direkt in erster Reihe am Ozean liegt und neben gutem Essen einen traumhaft schönen Sonnenuntergang garantiert.

Direkt neben dem Hoteleingang gibt es einen zuverlässig funktionierenden ATM, der auch mit normaler Bankkarte Shillingis ausspuckt. Außerdem noch eine Wechselstube. Das Hotel selbst verfügt über Klimaanlage, Wifi und im ersten Stock vor dem Restaurant - mit Blick auf den Ozean - über einen großzügigen Poolbereich. Das Slipway verfügt über einen guten, hauseigenen Shuttleservice (60$ Hotel-Airport mit Van, 35$ mit Salon Car) mit unterschiedlich großen Autos (je nach Bedarf).
Die Entfernung zum International und Domestic Airport beträgt 19 km. Die Fahrtzeiten zwischen Airport und Hotel betrugen in der Nacht (kaum Verkehr) lediglich 25 Minuten.

Bezahlung: vorab mit Kreditkarte


Slipway Komplex, Dar


Supermarkt, Slipway Komplex, Dar


Menü The Waterfront Sunset Restaurant


Route International Airport - Slipway Hotel, Msasani Peninsula, Dar

Lake Shore Lodge, Kipili - Lawn Bandas, FB, 200 US$ double room, 120 US$ single
Die inhabergeführte Lake Shore Lodge mit Campground in Kipili am Lake Tanganjika hält drei verschiedenen Unterkunftsoptionen (Beach Chalets, Lawn Bandas, Campsite) je nach Geldbeutel vor.

Doppelhaus-Lawn-Banda: Die Sanitäranlagen liegen in einem separaten Gebäude hinter den Bandas und man muss sich je zwei Duschen, Toiletten und Waschbecken mit den Bewohnern einer weiteren Doppelhaus-Lawn-Banda teilen. Dies können dann bei voller Belegung 8 Personen sein. Die Bandas selbst sind sehr groß und das ca. drei Meter breite Bett verspricht angenehme Träume. Viele Gäste bleiben aufgrund der langen Anreise mehrere Tage.

Aktivitäten: Motorboottouren, Kayaking, Tauchen, Schnorcheln, Village Walks, Angeltouren, Quad-Bike-Touren, Tagesausflüge in den Katavi NP

Anreisemöglichkeiten: Mit dem PKW, mit dem hoteleigenen Shuttle von der Airfields in Sumbawanga und Kipili, mit der MS Liemba bis Kipili, mit dem Bus bis Kipili

Die Tierbeobachtung zu Land beurteile ich eher negativ. Kaum Vögel im Juni/Juli, keine wilden Säugetiere, keine Kroks. Dafür aber Seeotter, Wasserschlangen und eine fantastische Unterwasserwelt (Buntbarsche).

Verpflegung: Dinner am Seeufer, sehr gut, ausgezeichnet, besondere Diätwünsche werden berücksichtigt

Atmosphäre: familiär und persönlich

Sonstiges: Garantie auf fantastische Sonnenuntergänge! Hier wird der Sundowner zelebriert! Jeden Abend ein schöne Campfire am Strand. Sehr herzliches und freundliches Personal!

Bezahlung: bei Abreise mit Kreditkarte

Im Februar geschlossen!


Kayaking, Lake Shore Lodge, Kipili, Lake Tanganjika


Village Walk Kipili Village, Lake Tanganjika


Village Walk auf Mvuna Island, Lake Tanganjika


Sundowner Tour Lake Tanganjika


Sundowner, Lake Shore Lodge, Kipili, Lake Tanganjika


Lawn Banda 2A, Lake Shore Lodge, Kipili, Lake Tanganjika


Route Sumbawanga - Kipili

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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01 Sep 2014 21:32 #352222
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Public Campsite Ruaha NP, 30 US$ pp

Die Public Campsite liegt direkt am Hochufer des Ruaha River in der Nähe des Park Headquarters. Sie verfügt über je eine Toilette, Dusche und Waschbecken für Männlein und Weiblein. Die linke Hälfte des Küchenhauses wird das Reich unseres Kochs. Die rechte Hälfte gleicht einem Ikea-Spielparadies. Es wird viel erzählt von tollen menschenleeren Gegenden und ultimativen Safarierlebnissen im einsamen Süden Tansanias... Es sind Winterferien in Südafrika und geschätzt sind hier ca. 40 Personen abgestiegen. Nach der zweiten Nacht leert sich das Camp langsam.


Ruaha Public Campsite No.1, Headquarter, New Park Cottages


Ruaha Public Campsite No.1


Ruaha Public Campsite No.1


Ruaha Public Campsite No.1


Ablutions, Ruaha Public Campsite No.1


Ablutions, Ruaha Public Campsite No.1


Ablutions, Ruaha Public Campsite No.1


Küchenhaus - links, Ruaha Public Campsite No.1


Ikea-Spielparadies im Küchenhaus - rechts, Ruaha Public Campsite No.1

Die Wasserversorgung ist mittels Hochtanks geregelt. Der Geschirrabwasch ist an den Ablutions möglich. Es gibt noch eine weitere Zapfstelle Richtung Campauffahrt. Landschaftlich ist diese Campsite ein Traum. Die Lage am grünen Ruaha garantiert fantastische Wildlifebeobachtung und jede Menge tierischen Besuch tagsüber und nachts.


Ablutions, Campsite No.1, Ruaha NP


unser Zelt, Campsite No.1, Ruaha NP


Campsite No.1, Ruaha NP

Die Elis und Hippos knabbern im Camp gerne am Gemüse und direkt hinter dem Küchenhaus befindet sich ein aktuell ausgetrocknetes, aber mineralreiches Wasserloch, wo die Tiere gerne ihre Elektrolyte auffüllen.
Im großen Busch neben unserem Zelt wohnt eine possierliche Zwergmanustenfamilie, die am späten Nachmittag munter wird und ihre Faxen macht, während an den beiden hohen Akazien Skinks und Agamen ihr Zuhause gefunden haben. Unter uns am Ufer liegt das Haus-Hippo in seinem kleinen Tümpel.

Morgens kann man hier traumhaft schöne Sonnenaufgänge beobachten.


Campsite No.1, Ruaha NP


Zelt-Elefant, Campsite No.1, Ruaha NP


Haus-Hippo, Campsite No.1, Ruaha NP


Haus-Krokodile, Campsite No.1, Ruaha NP


Küchen-Elefant, Campsite No.1, Ruaha NP


Hängemattenbaum-Elefant, Campsite No.1, Ruaha NP


Sonnenaufgang, Campsite No.1, Ruaha NP
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01 Sep 2014 21:48 #352225
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Neue Park Bandas/Park Cottages, Ruaha NP
Die neuen Park Bandas (Cottages! - nicht zu verwechseln mit den alten Park Bandas für 20 US$ pP in der Nähe der Campsite und des Headquarters) auf dem Hügel sind eine gute Übernachtungsoption (siehe Karte Public Campsite). Leider findet man im Internet bislang nur eine wenig informative Quelle hierzu. Auf dem Gelände ist ein kleines Nationalpark Office installiert und vom Manager werden wir herzlich begrüßt. Er ist gerne bereit uns mehrere Haustypen zu zeigen. Viele Buchungen sind aktuell eh nicht vorhanden.

Es gibt kleine Doppelcottages mit nur einem Schlafzimmer, aber auch größere mit mehreren Schlafzimmern für Familien, sowie für Selbstversorger sogar mit kleiner Küche. Alles ist sehr sauber und noch neuwertig, aber einfach eingerichtet. Die Schlafzimmer verfügen über Moskitonetze, jedes Cottage hat einen eigenen Kühlschrank, eine kleine Veranda mit Blick zum Ruaha River, Elektrizität und warmes Wasser. Wir sind wirklich erfreut. Vor allem Sikoyo hat für künftige Reise eine preiswerte Alternative für Nichtcamper in der Hinterhand. Die Übernachtung kostet 50US$ pro Person/Nacht. Egal ob man ein Cottage allein oder mit mehreren Personen nutzt. Auf jeden Fall ist man hier sehr nah an den Wildlife-Hotspots und muss nicht lange Anfahrtswege am Morgen und Abend in Kauf nehmen. Wenn man bedenkt, dass die Camping Fee 30 US$ beträgt, sind die Cottages ein absolut luxuriöses Schnäppchen.


Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


mit Blick auf den Ruaha River, Park Cottages, Ruaha NP


Park Cottages, Ruaha NP


solch ein Kühlschrank ist in allen Cottages vorhanden


einfach Küche im Family Cottage

Die Restaurant-Preise sind sehr moderat. So kostet zum Beispiel ein Frühstück nur 5.000 TSh (2,20 €) und das Dinnerbuffet 12.000 TSh (5,30 €). Auch für einen Lunchstopp bietet sich das Restaurant an, denn von der rückwärtigen, schattigen Terrasse hat man einen fantastischen Blick über den Ruaha River. Außerdem ist ein Schwätzchen mit den Nationalparkangestellten immer auch eine wichtige Informationsquelle.


Restaurant neben den neuen Park Cottages


Restaurant neben den neuen Park Cottages


Restaurant neben den neuen Park Cottages

Direkt neben dem Restaurant gibt es einen kleinen Shop, in welchem man kalte Getränke, Zigaretten, Toilettenartikel, Süßigkeiten und Streichhölzer erwerben kann.
Der Shop im Headquarter, wo sich auch die Parkangestellten versorgen, ist besser sortiert.

Reservierungen über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
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Tandala Tented Camp, vor dem Ruaha NP, FB, 280 US$ double, 170 US$ single

Nur knapp 8 km vom Msembe Gate des Ruaha Nationalparks entfernt werden wir im Tandala Tented Camp neben den Besitzern Dionysia und John von Giraffen, Elefanten und Kudus begrüßt.
Das Camp verfügt über ca. 12 große Safarizelte auf Stelzen. Die Ensuite-Bäder sind aus Bruchsteinen gemauert. Im rustikalen, großzügigen Badbereich liefert eine durchdachte Solaranlage 24 Stunden warmes Wasser, das trinkbar ist, da Tandala über ein eigenes, tiefes Bohrloch verfügt.
Jedes Zelt hat eine eigene Veranda mit Schattendach. Das Interieur ist nicht luxuriös, aber absolut ausreichend. Lediglich die Betten sind wohl teilweise etwas kurz geraten!


Tent No. 2, Tandala Tented Camp


Tent No. 3, Tandala Tented Camp


Tent No. 3, Tandala Tented Camp


Ensuite-Bad, Tent No. 3, Tandala Tented Camp


Ensuite-Bad, Tent No. 3, Tandala Tented Camp


Ensuite-Bad, Tent No. 3, Tandala Tented Camp

Da die Zelte nun bereits 10 Jahre alt sind, hat Dionysia in Südafrika neue bestellt, die in den nächsten Wochen hier eintreffen sollen. Dann sollen alle Zelte 1-6 (?) mit Veranda zum Wasserloch ausgerichtet. Ab Zelt No. 7 ist kein direkter Blick auf das Wasserloch möglich, da diese im hinteren Teil des Camps an einem aktuell trockenen Bachlauf liegen.


Zeltplan Tandala, Google Earth

Neben Rezeption und offenem Restaurantbereich ist die große Bar- und Lounge auf Stelzen der Mittelpunkt des Camps. Fantastisch gemütliche Lümmelsofas in ausreichender Zahl mit direktem Blick auf das Wasserloch laden neben dem Pool zum Verweilen während der heißen Tageszeit ein. Bevor es das separate Wasserloch auf der anderen Seite der Bar gab, nutzten vor allem die Elis den Pool gerne als Tränke.
Der Barkeeper kann sogar Rock Shandy in riesengroßen Gläsern mit Eis und echtem Angostura liefern!
Für das Laden der Akkus ist im Loungebreich eine großzügige Docking-Station installiert. Kein Internetzugang, kein Handyempfang mit Airtel. Möglicherweise funktioniert es Vodacom (benutzt John).


Bar-/Loungebereich, Tandala Tented Camp


Bar-/Loungebereich, Tandala Tented Camp


Pool, Tandala Tented Camp


Poolbereich, Tandala Tented Camp


Wasserloch, Tandala Tented Camp


Tandala Tented Camp


Tandala Tented Camp

Verpflegung: Sehr leckeres Dreigang-Dinner (selbstgebackenes Brot!) wird für die Gäste unterm Sternenhimmel direkt neben dem Lagerfeuer serviert. Alle Parteien sitzen an separaten Tischen. Dienstbare Geister stehen immer in der Nähe, erfüllen rasch jegliche Wünsche und strahlen um die Wette. Dionysia und Familie speisen en Familie im Restaurant.
Fantastische Küche mit abwechselungsreicher Lunchbox! Besondere Diätwünsche werden erfüllt.

Nachts patroullieren Masais auf dem Gelände, die die Gäste zum Zelt begleiten. Wir haben sie die Hüter des Campfires getauft.


Tandala Tented Camp

Tierwelt im Camp: Löwen, Leoparden, Elefanten, Hyänen, Giraffen, Kudus, Warzenschweine, Paviane, Buschböcke, Schlangen, wenig Vögel aktuell.


Wasserloch, Tandala Tented Camp


Tandala Tented Camp

Aktivitäten: Für geführte Bush-Walks ist es aktuell zu trocken und nur wenige Tiere halten sich in der Gegend auf (möglicherweise wegen der Buschfeuer in der Nähe). Die Besichtigung eines Masai-Dorfes, aus welchem auch die Camp-Security stammt, ist möglich.

Erweiterung um eine Campsite und Ausbau der Driver-Unterkünfte ist geplant. Um das Projekt Campsite ein wenig zu forcieren, könnte man per Email sein Interesse an einem Campground in Tandala bekunden. Vielleicht klappt´s dann schon nächstes Jahr.

Atmosphäre: familiär, locker, hilfsbereit, kinder- und familienfreundlich, da Dionysias und Johns Kinder ebenfalls hier aufwachsen.


Sonnenaufgang Tandala Tented Camp

Das erste Mal erhalte ich außerhalb Südafrikas unsere Wäsche gebügelt zurück!!! :kiss:

Bezahlung: Anzahlung und Restzahlung der Unterkunft via Auslandsüberweisung auf das tansanische Konto des Camps. Getränkerechnung in bar vor Ort. Keine Kreditkartenzahlung möglich!

Von Tandala empfohlene gute Tour-Operator im Süden:
Tatanca Safari & Tours in Iringa
Gazelle Safaris Ltd. in Mbeya

Nachtrag vom 04.09.2014, Email Dionysia/Tandala:
Our tents are currently on the Zambia border now. The first 6 tents will replace tents 4, 5, 6, 7, 8 and 9 - we are hoping to replace the remaining 5 within the next couple of years too.
New drivers quarters are finished now, and we are re-doing the roofing in the dining room, bar, in-camp toilets and tent 6's verandah between the 12th and the 19th September.
- Longer beds is now the next thing on our list :-D.

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße
Marina
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Letzte Änderung: 04 Sep 2014 18:29 von Butterblume. Begründung: Ergänzung
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Ruaha River Lodge
In der Ruaha River Lodge bitten wir an einem Tag um Besichtigung zwecks zukünftiger Reiseoption und werden vom Management herzlich begrüßt. Im Moment war man mit Bauarbeiten am unteren Restaurant beschäft.

Im Übrigen wurde eines der Chalets gerade nicht vermietet, denn dort lag jeden Tag der Löwe auf der Veranda im Schatten und hält seinen wohlverdienten Schlaf.

Auch hier waren - ebenso wie in Tandala - nicht gerade viele Gäste eingebucht. Der großzügige Schlafraum und die private Veranda mit sensationellem River View sind grandios, die Bäder in Tandala auf jeden Fall besser in Schuss. Die Wege waren weit, denn zu den Mahlzeiten musste man auf den Hügel kraxeln (aktuell nichts für gehbehinderte Reisende).


Tented Chalet No. 12, Ruaha River Lodge, Ruaha NP


Tented Chalet No. 12, Ruaha River Lodge, Ruaha NP


Tented Chalet No. 12, Ruaha River Lodge, Ruaha NP


Tented Chalet No. 12, Ruaha River Lodge, Ruaha NP

Ich fragte an, ob wir oben im Restaurant Erfrischungsgetränke und Kaffee erhalten könnten und unser mitgebrachtes Lunch verspeisen dürften. Eswurde uns gewährt. Wir genossen die sensationelle Aussicht, allerdings ohne nennenswerte Tiersichtung.

Da das Restaurant wie ein Adlerhorst hoch oben über dem Fluss thront, geht hier ein angenehm frischer Wind und die bequemen Lümmelsofas luden zum Verweilen ein.


oberes Restaurant, Ruaha River Lodge, Ruaha NP


Aussicht vom oberen Restaurant, Ruaha River Lodge, Ruaha NP


Aussicht vom oberen Restaurant, Ruaha River Lodge, Ruaha NP

Tierwelt im Camp:
Können wir nicht objektiv beurteilen, da wir nur kurz hier waren. Aufgrund der Lage am Fluss sollte man aber zumindest in der Entfernung gute Beobachtungen machen können.
Hierzu möchte ich auf den Reisebericht von Karsten B hinweisen, der die Lodge im Juli 2013, also genau ein Jahr vor uns besucht hat. Seine Tierbeobachtungen direkt an der Lodge waren sehr gut.
Die hier in früheren Zeiten lebende kleine Roan-Antilopenpopulation ist komplett den Löwen zum Opfer gefallen teilt Karen auf Nachfrage mit.

Atmosphäre:
Aufgrund der Größe wirkt es nicht so familiär. Aber man kann sich wunderbar auf die private Veranda seines Chalets zurückziehen und den Ausblick auf den Ruaha River genießen.

Über die Preise erfahre ich nichts. Die müssen über das zentrale Reservierungs-Formular auf der Homepage der Foxes Lodges angefragt werden. Im Juli 2013 hat KarstenB die Ruaha River Lodge vier Nächte für 220 US$ FB pP/Tag besucht.

Fazit Ruaha NP:
Der zweitgrößte Nationalpark Afrikas mit seinen wunderbar abwechselungsreichen Landschaften ist grandios. Das Höhenprofil variiert zwischen 700 und 1868 Metern. Hier trifft die Sudanesische mit der Sambischen Vegetationszone zusammen. Das Ergebnis sind über 1600 verschiedene Pflanzenarten.

Der Ruaha NP wird von einem Ausläufer des Great Rift Valley zweigeteilt. Entlang des Grabenbruchs verläuft der Great Ruaha River, der aus den südlichen Kipengeri Mountains durch die Usangu Flats fließt und bei Ihefu ein schönes Feuchtgebiet bildet. Die Nordgrenze des Parks ist der Mzombe River, ein großer, saisonaler Fluss, der in der Trockenzeit tiefe Pools in seinem Verlauf hinterlässt.

Niederschlag ist auf eine Saison von Dezember bis April begrenzt. Durchschnittlich fallen zwischen 500 mm im östlichen Teil des Ruaha Valleys und 700 mm in den höheren Regionen.

Die Temperaturspanne bewegt sich der kühlen Jahreszeit im Juni bis August zwischen 4° am Morgen und 27° nachmittags. In der heißesten Jahreszeit zwischen Oktober und Dezember können die Temperaturen auf 19° am Morgen und 42° am Nachmittag klettern.

Es wurde uns an keinem der acht Tage langweilig und das Preis-Leistungsverhältnis ist top. Wer Baobabs liebt, der ist im Ruaha richtig aufgehoben. Uns hat besonders der ausgedehnte Baobabwald zwischen Ruaha River Trail und Mwagusi Sand River begeistert. Zum längeren Verweilen und Beobachten der Tierwelt bieten sich entlang der Flüsse die märchenhaften Galeriewälder mit schattigen Plätzen unter hohen Schirmakazien an.


Tanapa-Karte Ruaha NP

Die große Büffelherde mit über 1000 Tieren nebst Verfolgern hielt sich im Gebiet zwischen ausgetrockneten Mwagusi Sand River, dem Ruaha River und dem Kimilamatonge Hill auf. Im mitunter recht katzenreichen Gebiet am Kimilamatonge Hill hatten wir aufgrund der fortgeschrittenen Trockenheit keine nennenswerten Tierbeobachtungen. Landschaftlich ist der Kimilamatonge mit seinen skurilen Felsformationen sehr schön anzuschauen.

Nordwestlich des Mwagusi bis zum Escarpment war es schon extrem trocken und auch der Mdonya River führt kein Wasser mehr. Dafür war die Gegend sehr intensiv von Tsetses bevölkert.

Roan- und Rappenantilopen hielten sich aktuell nur nordöstlich des Mwagusi den Ruaha River flussabwärts in Richtung Lunda auf. Um dieses Gebiet erreichen zu können, ist mindestens eine stramme Tagestour notwendig. Das Gebiet würde ich im Rahmen einer Special Campsite mit mindestens zwei Nächten Aufenthalt untersuchen. Die in der Nähe der Ruaha River Lodge lebende kleine Roan-Antilopenpopulation ist komplett den Löwen zum Opfer gefallen.

Im Bereich zwischen der Brücke bei den Ruaha Rapids flussaufwärts bis zur Ruaha River Lodge war im Juli 2014 tiermäßig nicht so viel los wie flussabwärts am Ruaha River Trail – siehe Karte. Ab Ruaha River Lodge in Richtung Jongomero beginnt die ausgedehnte Tse-Tse-Fliegen-Region. Auch der Hippo Pool war im Juli komplett verwaist.

Allerdings ist auch im Ruaha NP die Wilderei ein großes Problem. So hat sich der Elefantenbestand von 31.600 Tieren in 2009 auf 20.090 Tiere in 2013 um ein Drittel verringert (Quelle: Elephant Census). In der Nacht vor unserer Ankunft wurde gerade wieder ein Ranger von Wilderern angeschossen und musste ins Hospital nach Iringa gebracht werden. Die Wilderer konnten gestellt werden. Angrenzend an Tandala und gegenüber der Ruaha River Lodge liegt eine Hunting Concession. Dort entfacht man jedes Jahr Buschbrände, um die Tiere besser aufspüren zu können.

Birding:
Bislang wurden im Ruaha Nationalpark 574 verschiedene Vogelarten gezählt.
Eine ähnlich hohe Vielfalt ist mir spontan nur aus dem Queen Elizabeth Nationalpark bekannt. Die Bestimmung des Tansanischen Rotschnabeltokos (Tockus ruahae) und des Ruaha Chats (Pentholaea collaris) geht auf Sue Stolberger und Robert Glen zurück. In Form eines Taschenguides hat Robert eine Checkliste im Eigenverlag über die Arten und die Birding Hotspots im Ruaha herausgebacht, die am Main Gate erworben werden kann.

Die Mehrheit der paläarktischen Zugvögel erreicht den Ruaha NP ab September beim alljährlichen Flug in die Überwinterungsgebiete des südlichen Afrikas. Auf dem Rückflug rasten sie dann etwa im April noch einmal im Ruahagebiet.

Mit der Vogelausbeute war ich trotz der suboptimalen Jahreszeit sehr zufrieden.
Ein besonderes Highlight waren für mich die Schwarzköpfchen/Yellow-collared Lovebird (Agapornis personatus). Beim nächsten Besuch des Parks in der ersten Jahreshälfte muss ich unbedingt rausfinden, wo die hübschen Papageien brüten.
Die Vogelwelt an der Public Campsite No1. ist sehr reichhaltig. Nach einiger Zeit fassen die Gefiederten Zutrauen und ließen mich zum Fotografieren mitunter recht nah herankommen.


Vogel-Hotspots im Ruaha, Karte: Robert Glen aus Ruaha National Park Birds

Ein neues Einfahrtgate in den Park aus Richtung Mbeya ist in Planung!

Da man vor Anreise nie wissen kann, wo aktuell die tierischen Hotspots sind, empfehle ich auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt mit verschiedenen Unterkünften im Park. Ich glaube, dass es sehr gut möglich ist ohne Reservierung eine schöne Unterkunft im/am Ruaha zu erhalten. So kann man die Lage vor Ort erst einmal sondieren und ggfs preislich noch ein Schnäppchen erwarten.

Da wir sowohl gerne campen wie auch in Lodges übernachten und uns Tierbeobachtung am wichtigsten ist: Der beste Platz war absolut die Public Campsite No. 1 direkt am Ruaha River. Mit Beginn der Trockenzeit tobt hier das Leben! Eine Alternative wären ev. noch Special Campsites.


Übersichtskarte der von mir beschriebenen Unterkünfte im Ruaha NP, T4Africa

Falls man über das nötige Kleingeld verfügt, ist meines Erachtens das Mwagusi Safari Camp bestens im Park platziert. Von hier ist es morgens ein Katzensprung an den Ruaha River und man kann mit der Sonne im Rücken den Fluss hinauffahren. Das mögliche Wildlife direkt am Sand River gibt´s umsonst on top! Eine sehr gute Alternative für Nicht-Camper sind die neuen Park Cottages in der Nähe der Campsite/Headquarters.

Tandala versus Ruaha River Lodge:
Zu den Hotspots am nordöstlichen Ruaha River Richtung Mwagusi Sand River wendet man sicherlich von beiden Unterkünften (Tandala und Ruaha River Lodge) ähnlich viel Fahrzeit auf.

Das Tandala Tented Camp würde ich (der Bequemlichkeit wegen) nach einer ausgedehnten Campingtour wieder buchen, einfach weil die Eigentümerfamilie sehr, sehr nett ist und das Camp eine angenehme, familiäre Atmosphäre ausstrahlt. Da das Camp vor dem Nationalpark liegt, wird kein Eintritt fällig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist im Vergleich zu den privaten Lodges im Park sowieso unschlagbar. Außerdem ist es das erste Mal in Afrika (abgesehen von Kapstadt) gewesen, dass wir unsere Wäsche gebügelt zurück erhalten haben. Welch ein Service!

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Transfer Tungamalenga - Iringa – Hondo Hondo/Udzungwa, 343 km


Karte Tandala TC/Ruaha - Udzungwa FC/Hondo Hondo

Die Erdstraße zwischen Tungamalenga und Iringa war in ausgezeichnetem Zustand. Bis Iringa sichteten wir links und rechts der Straße keinerlei Wildlife und der Wind nahm mehr und mehr zu je höher wir kamen.
Bei Kalenga geht die Piste in eine ordentliche Teerstraße über und sofort gab es die erste Polizeikontrolle, die uns gute 30 Minuten und einige Shillingis kostetet. Eigentlich kann ich mich nicht erinnern, in Ostafrika jemals auf einer Erdpiste eine Polizeikontrolle gesehen zu haben. In Tansania jedenfalls wird auch auf Murram Road unverschämt schnell gefahren, aber die blütenweißen Uniformen der Ordnungsmacht, wären dort sicherlich schnell rostrot gefärbt…


zwischen Tungamalenga und Iringa


zwischen Tungamalenga und Iringa


zwischen Tungamalenga und Iringa


zwischen Tungamalenga und Iringa


bei Kalenga endlich wieder Teer unter den Rädern

Für die 101 km bis Iringa benötigten wir 2,5 Stunden. An der Tankstelle mit Reifenreparaturservice im Zentrum Iringas wurden die Wagen betankt, ein Reifen geflickt, ein Ölwechsel durchgeführt und währenddessen gute 400 Meter entfernt in der Exim-Bank 2 x 300.000 TSh mit VISA gezogen und im sehr gut sortierten Supermarkt direkt gegenüber, teilweise sofort wieder ausgegeben. Der Laden verfügte über vakuumiertes, eingefrorenes Fleisch, Obst, Gemüse, Brot, Eier, Soft- und Harddrinks, Batterien, Haushaltswaren, Zigaretten (Marlboro Gold!) Feuerzeuge etc. und sogar allerlei europäische Lebensmittel. Meine absolute Empfehlung zur zeitsparenden Versorgung. Obst und Gemüse würden wir bei den Locals am Straßenrand oder auf dem Markt erwerben.

Leider habe ich die Position der Bank und des Supermarktes nicht getrackt. Hier deshalb eine Karte aus meiner Erinnerung heraus.


Karte Iringa, Tankstelle/Reifenreparatur, EXIM-ATM, Supermarkt, T4Africa

Erst gegen Mittag war alles erledigt und wir fuhren auf abschüssiger Straße aus Iringa hinaus auf den berüchtigten Tan-Zam-Highway, der Dar Es Salaam mit Sambia verbindet und die wichtigste Verkehrsschlagader im Süden bildet.

Wir geraten wieder in eine Polizeikontrolle wegen zu schnellen Fahrens. Diesmal wurdenicht so lange diskutiert, sondern gleich bezahlt.

Auf dem Tan-Zam-Highway waren viele Trucks mit unzureichend gesicherter Ladung unterwegs, die ein wahnsinniges Tempo drauf hatten, auch innerorts mit Tempo 80 oder 90 überholten und die in Deutschland keinen TÜV überstehen würden. Die klapprigen, bunten Überlandbusse toppten das Verkehrsspektakel hinsichtlich der Geschwindigkeit noch. Die Fahrer dieser Busse vertrauen einfach auf die angemalten Bibelverse hinten am Bus!

Landschaftlich gefällt mir diese grüne und bergige Gegend ausgesprochen gut.


Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi

Es ist bereits nach 15:00 Uhr als wir uns den Kitonga Hills mit ihren teilweise bis zu 2100 m hohen Gipfeln näherten. Das Nüvi sagte Serpentinen voraus, die Schildern warnten, dass man vor Beginn der Fahrt seine Bremsen kontrollieren soll und slowly (pole pole) fahren möchte! Scheint aber nicht für Trucks und Busse zu gelten. Wir hatten natürlich mal wieder eine Schildkröte beim Aufstieg vor uns. Der Truck schaffte keine 5 km/Stunde. Überholen unmöglich (ohne sein Leben auf´s Spiel zu setzen). In fast jeder Kurve hatte es einen liegengeblieben Truck. Einem war die Ladung abhanden gekommen, dem nächsten waren die Bremsen überhitzt...

Aber das Panorama in der Kintonga Gorge entschädigte für viele Widrigkeiten. Wir überquerten den Pass auf ca. 1400 m Höhe und dann ging´s wieder hinunter ins Lukosi River Tal. Links und rechts wird auf fruchtbarem Boden viel gefarmt (hauptsächlich rote Zwiebeln).

Bei Mbuyuni (Platz der Baobabs) erreicht man dann wieder den Ruaha River, der in nördlicher Richtung zwischen Ruaha NP und Mbuyuni zwecks Stromgewinnung aufgestaut wurde. Unzählig viele bizarre Baobabs säumen die Straße im Ruaha River Valley.


Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway


Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway


Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway


Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway


Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway


Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway


Lukosi River Valley, Tan-Zam-Highway zwischen Mtandika und Mbuyuni


Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi


Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains


Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains

In Tiefebene und Abendsonne lag Mikumi vor uns. Direkt ab Ortseingang des quriligen Mikumi bogen wir auf sehr guter Teerstraße rechts ab Richtung Ifakara. Zahlreiche Schilder werben für Accommodation in der Nähe des Udzungwa Mountain Nationalparks. Für das Forest Camp sind noch genau 60 km ausgeschrieben.

Auch hier ging´s nur langsam voran, weil viele Trucks unterwegs und die Straßen sehr bevölkert waren.
Kurz hinter Kilombero geht der Teerbelag in eine schlaglöcherige Murram Road über und führt durch dicht besiedeltes Gebiet. Es ist bereits 18:30 Uhr und langsam wird es dunkel.


Mikumi zu unseren Füßen


zwischen Mikumi und Kilombero

Gerade noch bevor es völlig finster wurde, erreichten wir um 19:00 Uhr die ca. 400 Meter lange Zufahrt zum Udzungwa Forest Camp, welches direkt an den gleichnamigen Park grenzt. Die nur knapp 350 km zwischen Ruaha und Udzungwa sollte man hinsichtlich der Fahrzeit mit geplanten und ungeplanten Zwischenstopps nicht unterschätzen.

Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo - Ensuite Tents, FB, 255 US$ double, 152,70 US$ single
Das Udzungwa Forest Camp in Hondo Hondo liegt ca. 400 Meter westlich der viel befahrenen Straße Mikumi - Ifakara.

Wir erhielten die schön in den Wald integrierten Luxery Tents No. 1 bis 3. Diese haben m. E. den Vorteil, dass sie tagsüber mehr Schatten bieten, eine gewisse Privatsphäre garantieren und der Straßenlärm nicht ganz so laut ist wie bei den Luxery Tents ab No. 4, die auf einer offenen Wiese direkt unterhalb des Restaurants platziert wurden. Mit etwas Glück hat man so die Chance direkt über sich die Udzungwa-Red-Colobus Monkeys zu entdecken.

Die Zelte waren recht groß, sauber und zweckmäßig ausgestattet. Vor allem der rustikale Badbereich gefiel uns gut. Warmes Wasser zum Duschen gab´s allerdings nur tagsüber, da die Solaranlage über keinen Speicher verfügte. Akkus und Handys konnten direkt im Zelt während der Generatorzeiten aufgeladen werden.


In den Wald platziertes Luxury Tent, Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo


Tent 2, Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo


Tent 2, Foto: Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo

Als weitere Übernachtungsoption verfügt das Camp über sogenannte Huts. Dies sind einfache, stark renovierungsbedürftige Lehmhütten. Aus unserer Sicht ist das Campen auf dem Campground vorzuziehen. Obwohl dieser am ersten Tag unserer Ankunft auch erst einmal vom rumliegenden Müll im Küchenbereich gesäubert werden musste.


Hut, Udzungwa Forest Camp


Hut, Udzungwa Forest Camp


Küchenhaus Campsite, Udzungwa FC


Ablutions Campsite, Udzungwa FC

Verpflegung:
Die Verpflegung war ganz ordentlich. Das Frühstück für den folgenden Morgen musste am Vorabend gemäß umfangreicher Karte bestellt werden.

Service und Ambiente:
Sämtliche Getränke und Nebenkosten wurden ohne zu vorher zu fragen auf ein Zelt geschrieben. Rechnungsbegleichung am Vorabend der Abreise war nicht möglich. Unseren Drivern wollte man für Unterkunft und Verpflegung 300 US$ abknöpfen. Pole pole wurde im Camp zelebriert. So fanden wir ausgerechnet an dem Tag, wo eine frühe Abreise bevorstand und auch angekündigt war, noch die Reste des Dinners vom Vorabend auf dem Tisch vor (leere Gläser, dreckige Servietten etc.). Auf das bestellte Frühstück samt Kaffee und Tee mussten wir gut 45 Minuten warten.
Das Auseinanderrechnen dauerte und kostete uns einiges an Zeit. Der weiße Campmanager hat sich in den drei Tagen unseres Aufenthaltes nicht einmal blicken lassen. Erst 30 Minuten vor Abreise bekamen wir ihn zum ersten Mal zu Gesicht. Natürlich war die Rechnung immer noch nicht aufgeteilt. Der auf mich etwas ungepflegt wirkende Manager jammerte, dass er doch erst einige Monate hier das Kommando (welches?) übernommen hätte. Die Kosten für die Fahrer wurden erlassen und wir bezahlten lediglich für Getränke Wäsche. Die reinen Übernachtungskosten für drei Personen hatten wir schon von Deutschland aus auf ein britisches Konto überwiesen. Dort konnte man den Zahlungseingang nicht finden. So mussten wir vor der Reise für 50 € noch einen Nachforschungsauftrag stellen. Wenige Tage später fand man das Geld dann doch!?!

In dieser überteuerten Unterkunft fehlt eindeutig eine ordnende und kontrollierende Hand. Leider gab es in dieser Kategorie keine Alternative. Die Tented Chalets waren sauber und das Personal am Restaurant sehr nett. Im Übrigen steht zur Diskussion, dass jegliche Bebauung westlich der Verbindungsstraße Kilombero - Kiberege angrenzend an den Nationalpark entfernt werden muss. Dies Gebiet soll dem Park zugeschlagen werden und als Pufferzone dienen. Damit hat sich das Camp möglicherweise eh in Zukunft als Übernachtungsoption erledigt. Mittlerweile (Stand September 2015) ist das Management tatsächlich in weibliche Hände gewechselt. Sharon Moore hat die Leitung übernommen: The purpose of this letter is to briefly introduce myself as Hondo Hondo, Udzungwa Forest Camp’s new camp manager. I have recently joined the company and I have take over from Derek (Jock) Wilson who has moved on in the industry.

I have previously worked in the Selous, Tanzania and have just moved up from a lodge in the Kruger National Park, South Africa. I have been in the hospitality industry for 15 years, and I am very fortunate to be a part of the Hondo Hondo Team.

As the camp manager, I’ll be overseeing all reservations and the running of the camp. Please feel free to contact me if there are any inquires I can assist you with in making your clients travels a memorable one.


Aktivitäten:
An der Bar lagen laminierte, sehr ausführliche Broschüren zu möglichen Aktivitäten aus. Das sehr freundliche Personal war gerne bei der Organisation behilflich. Für eine Aufstockung unserer Lebensmittel hatte ich eigentlich einen Tagesausflug nach Ifakara in Erwägung gezogen. Das Personal empfahl als bessere Alternative Mikumi und da kamen wir sowieso auf dem Weg in den Selous durch.
Das Udzungwa Forest Camp verfügt über einen kleinen Nature Trail (kostenfrei), der direkt an den Nationalpark grenzt.
Wandertouren im Nationalpark und den umliegenden Dörfern und Waldgebieten (gegen geringe Gebühr) können organisiert werden.
Tagesausflüge in den Mikumi NP, nach Ifakara in das Kilombero Valley werden ebenfalls gegen Gebühr angeboten.
Das Camp vermittelt auf Anfrage gut ausgebildete Guides für Birder.


Karte Udzungwa und Umgebung, Udzungwa Forest Camp

Ein Besuch des nahen Magombera Forest (Lage siehe o.a. Karte) am frühen Morgen ist sicherlich eine lohnenswerte Unternehmung. Wir waren am späten Vormittag unterwegs. Die Vögel sichtet man besser am Waldrand und es ist dann noch nicht so schwül-warm. Aufgrund des dichten und hohen Laubdachs ist es schwierig die Affen zu entdecken.
Der Magombera Forest beherbergt die höchste Konzentration der Udzungwa Red-Colobus (Piliocolobus gordonorum) und ist in der Trockenzeit ein wichtiges Refugium für die Elefanten des Selous Game Reserves. Das erst kürzlich entdeckte Magombera Chamäleon (Kinyongia magomberae) kommt nur hier und in den Wäldern des Udzwungwa Mountains Nationalparks vor. Wir zahlten für den Besuch mit Guide im Magombera Forest 10.000 TSh pro Person.


Hinweisschild in Sanje Village


TAZARA zwischen Sanje und Magombera Village


Magombera Forest


Magombera Forest


Buffalo Spider, Magombera Forest

Besonders gut hat uns der Besuch von Magombera Village mit seinen freundlichen und offenen Bewohnern gefallen. Bettelei etc. war absolut nicht angesagt.


Magombera Village


Magombera Village


Magombera Village


Magombera Village


Magombera Village

Der Udzungwa Mountain Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Verschieden lange Trails je nach Belieben zu diversen Wasserfällen bieten sich mit Guide an (siehe Reisebericht Picco).
Auch hier war wohl nicht die geeignete Saison für die Vogelbeobachtung, aber die Schmetterlingsausbeute war enorm. Die Fotoausbeute war aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse eher mager. Vögel und Affen waren kaum zu hören, geschweige denn zu sehen.

Tierwelt:
Hinsichtlich Flora und Fauna hat uns das Camp zu dieser Jahreszeit enttäuscht. Insektenfreunde kommen aber sicherlich voll auf ihre Kosten. So hatte es jede Menge bunter Schmetterlinge.
Mit Glück entern die Yellow Baboons das Camp und man kann aus der Entfernung Silberwangen Hornvögel und verschiedene Affenarten in den hohen Bäumen beobachten.

Bezahlung:
Überweisung der Anzahlung und Abschlussrate auf ein britisches Konto.

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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Letzte Änderung: 27 Sep 2015 08:20 von Butterblume. Begründung: Ergänzung
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