THEMA: Auf bekannten + unbekannten Pfaden durch Tansania
25 Mai 2014 15:49 #338447
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Vorwort zum Reisebericht
Seit vielen Jahren verbringen wir den Winter in Afrika. Ich stelle jeweils eine ungefähre Wunschtour zusammen, studiere diverse Reiseführer und Strassenkarten, bespreche mit meinem Mann Toni, ob er damit einverstanden ist (was er eigentlich immer ist :cheer: ) und dann kann’s los gehen. Da wir immer ca. vier Monate unterwegs sind, ist es nicht möglich, nach genauem Plan zu fahren, sondern wir lassen uns einfach treiben. Geplant waren dieses Mal Tansania, Kenia, Uganda und Ruanda, aber schlussendlich sind nur zwei Monate Tansania und zwei Monate Kenia daraus geworden.

Mein innigstes Wunschziel ist dieses Mal Tabora. Nicht die Serengeti oder einer der zahlreichen Nationalparks in Tansania, sondern einfach Tabora mitten im Nirgendwo :woohoo: .

Unser Fahrzeug ist ein Puch/Mercedes G, Jahrgang 1982 welcher zu Beginn unserer diesjährigen Reise 645’000 km auf dem Tacho hatte. Viel mehr schreib ich nicht über ihn, sonst komm ich endlos ins Schwärmen und das könnte dauern.





Innenausbau unseres Fahrzeuges:








Unsere Reiseroute vom 1. Dezember 2013 bis 29. Januar 2014 in Tansania





1. Dezember 2013
Tonis Schwester, welche wie ich auch Erika heisst, bringt uns bei minus 2 Grad nach Zürich/Kloten zum Flughafen. Die Fahrt dauert nur 45 Minuten.

Beim Einchecken des Gepäcks verkündigt uns die Dame am Schalter, dass wir 2 kg Übergewicht haben (nicht wir, sondern die Reisetasche). Schweren Herzens und zerknirscht geben wir Erika 4 Päckli Fertig-Rösti in ihr Handtäschli und fragen uns besorgt, ob wir nun für unseren Trip genügend Notnahrung dabeihaben. Da wir pro Person nur 23 kg mitnehmen dürfen und ja fast nichts mehr ins Handgepäck darf, auch keine Rösti und auch kein Fertigfondue wegen der Flüssigkeit, die auslaufen könnte, wissen wir, dass es mit dem Gewicht eventuell knapp werden würde, da wir nebst unseren persönlichen Sachen für unser Fahrzeug einen Stossdämpfer, ein Blech und sonst noch ein paar Kleinigkeiten dabei haben. Überhaupt sind die in Kloten wahnsinnig pingelig. Das ganze Handgepäck wird auseinander genommen.

Pünktlich um 21 Uhr startet der fast neue Airbus von Edelweiss in Richtung Arusha/Kilimanjaro Airport. Das Personal ist freundlich, das Essen o.k., aber die Sitze sind irgendwie hart und unbequem, obwohl genügend Beinfreiheit vorhanden ist.
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
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2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
www.namibia-forum.ch...-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
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26 Mai 2014 13:21 #338541
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Arusha, 2. Dezember 2013
Nach ziemlich genau 8 Stunden Flugzeit landen wir auf dem Kilimanjaro Airport. Eine knappe halbe Stunde später verlassen wir bereits ohne kontrolliert worden zu sein mit dem Visum im Pass und unserem Gepäck auf dem Wägelchen das Flughafengebäude. So zügig sind wir noch nie durch einen afrikanischen Flughafenzoll gekommen :) . Die Temperatur ist mit 20 Grad sehr angenehm.





Hamsa, unser Taxifahrer erwartet uns bereits und fährt uns durch den Morgenverkehr nach Arusha zum Shoprite, damit wir das Nötigste einkaufen können. Um die Fleischabteilung zu finden, muss man nur dem penetranten Aasgeruch nachlaufen :sick: , was einem die Lust auf ein Steak leider verdirbt. Überhaupt finden wir den Shoprite irgendwie ein wenig schmuddelig.

Da es letzte Nacht zum ersten Mal seit sieben Monaten so richtig stark geregnet hatte, steigen wir für die letzten paar Kilometer in einen Mercedes G um, da Hamsas Taxi für die Piste bis zur Farm, wo unser Fahrzeug steht, wohl überfordert gewesen wäre.




Gästehäuschen

Nachdem wir von unseren lieben Gastgebern herzlich begrüsst wurden, beziehen wir das gemütliche Gästehäuschen und da wir vom Flug noch ein wenig benebelt sind, setzen wir uns erst mal auf die Veranda um auf den Beginn unseres Urlaubs anzustoßen und zudem muss ich jetzt mal endlich in Ruhe eine rauchen.

Toni holt dann unser Fahrzeug aus der Garage und stellt es vors Häuschen. Das kann nämlich nicht bis morgen warten, weil der Gute ja auch gebührend begrüsst werden will.



Blume im Gästehäuschen-Garten



Baumwolle



Gemeiner Käfer, welcher die ganzen Hibiskusblüten auffrisst.

Am Abend essen wir nur ein wenig Brot mit Zutaten, zum Kochen sind wir zu faul. Und dann geht’s bereits um 20 Uhr ab ins Körbchen.
Meine Reiseberichte:
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26 Mai 2014 17:36 #338580
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Arusha, 3. Dezember 2013
Nach dem gemütlichen Frühstück auf der Veranda geht Toni an die Arbeit. Der Anlasser wird ausgebaut, mit einem neuen von daheim mitgebrachten Bestandteil versehen, und wieder eingebaut. Zudem werden die Handbremsseile erneuert und ein hinterer Stossdämpfer ersetzt, sodass der damals in Zimbabwe auf einer Rumpelstrecke zerbrochene und dann in Kariba wieder fachmännisch zusammen geschweisste Stossdämpfer als Reserve dient.

Nach getaner Arbeit fahren wir nach Arusha um Geld zu besorgen und um in verschiedenen Geschäften Lebensmittel etc. einzukaufen.

Auf dem Rückweg wird dann schlussendlich noch in der Werkstatt unseres Einstellplatzvermieters an unserem Auto eine neue Frontscheibe eingebaut. Die alte Scheibe hatte auf der Beifahrerseite einen immer größer werdenden Riss, welchen wir einem kleinen steinewerfenden Schnösel in Zimbabwe zu verdanken haben :sick: .
Kosten: 407 Euro :( .

ICH KÖNNTE DIR JETZT NOCH EINEN SATZ HEISSE OHREN VERPASSEN, DU ROTZBENGEL, DU VERFLIXTER! :evil:

Am Abend grillen wir ein prima Rindsfilet, als Beilage gibt es Salat.
Temperatur: 25 Grad, bewölkt.

Arusha, 4. Dezember 2013
Nach 10 Stunden Schlaf gibt’s wieder Frühstück auf der Veranda. Leider wird’s dem Toni kurz darauf schlecht. Er muss sich übergeben und leidet unter Durchfall. Trotzdem entfernt er bei unserem Auto hinten rechts ein ziemlich angerostete Blech, welches er morgen durch ein neues, von daheim mitgebrachtes ersetzen möchte. Die Arbeit fällt dem Armen ziemlich schwer, aber er beisst (scheisst) :blush: sich tapfer durch.



:blink: :dry: :(

Da ich in meinem letzten Tansania-Reisebericht beschrieben hatte, wie wir bei Uvinza den geheimnisvollen Malagarasi River überquert haben, gab mir unsere Butterblume/Marina den Tipp, Richard Grant’s Buch “Meine Bar in Sansibar” zu lesen, welches von einem durchgeknallten Abenteurer handelt, der vor nicht allzu langer Zeit unter grossen Strapazen als Erster diesen weitgehend unerforschten Fluss per Gummifloss bis zur Mündung in den Lake Tanganyika befahren hat. Da wir ja planen, in einer anderen Gegend diesen Malagarasi abermals zu überqueren, beginne ich zur Einstimmung und um die Vorfreude zu steigern und um Tonis Gesundheitsschlaf nicht zu stören, das spannende Buch zu lesen.
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27 Mai 2014 16:22 #338720
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Arusha, 5. Dezember 2013
Toni hat 12 Stunden geschlafen, nun fühlt er sich wieder besser. Sogleich macht er sich nach dem Frühstück daran, unserem Puch das neue Blech zu verpassen. Die Arbeit hat einige Stunden in Anspruch genommen, aber es hat sich gelohnt. Nun sieht er wieder toll aus (der Puch). ;)

Es ist bereits dunkel, als zwei Land Rover mit je einer Person ankommen. Es sind Hänsel* und Gretel* aus Oesterreich. Sie ziehen ins zweite Schlafzimmer des Gästehäuschens ein und beschlagnahmen auch gleich die Veranda und einen grossen Teil der Gemeinschaftsküche :dry: . Überhaupt sind die Zwei nicht unbedingt das, was man sympathisch findet, zumal das Gretel dominamässig andauernd an dem Hänsel rumnörgelt, welcher ein wenig einen abwesenden Eindruck macht und hin und wieder ob der vielen Massregelungen schmerzvoll jammert und die Augen verdreht :pinch: .

Aber auch der Hänsel hat zeitweise etwas komische Ansichten, er würde, wie er uns sagt, wegen der Baumameisen und Baumschlangen niemals in einem Dachzelt schlafen :ohmy: .

Da wir ja nun dank Gretel und Hänsel nur noch eine eingeschränkte Sitzgelegenheit auf der Veranda haben, verziehen wir uns bald in unser Schlafgemach und lassen die Beiden allein rumwursteln.

Arusha, 6. Dezember 2013
Am Morgen regnet es sehr stark und lange. Wir holen unseren eigenen Campingtisch und die Stühle aus unserem Fahrzeug und machen’s uns auf der anderen Seite der Veranda bequem. Toni setzt für den Morgenkaffee Wasser auf und bringt es zum Sieden, was sogleich von der Gretel gerüffelt wird, da scheints das Wasser für den Kaffee niemals ganz kochen darf :ohmy: Entschuldigung :huh: .

Nach dem Mittag scheint endlich wieder die Sonne, sodass wir kurz entschlossen nochmals nach Arusha fahren. Durchs übliche Verkehrschaos kämpfen wir uns zu Meat King, welcher wunderbares Fleisch im Angebot hat. Ausserdem ergattere ich dort eine Portion frische Himbeeren, welche ich gleich verdrücke :P .






Als wir wenig später ins Shoprite-Areal reinfahren, winkt uns eine Frau zu. Sie spricht mich mit meinem Namen an und sagt auch zu unserer Verwunderung “hallo Mister Toni” :woohoo: . Es sind Ulli und Helli ( helliulli aus dem Namibia-Forum). Welch eine Freude, da erkennt uns jemand aufgrund der Fahrzeug-Bilder meines Reiseberichtes :woohoo: ! Wir gehen sogleich zusammen eins trinken und haben uns natürlich viel zu erzählen. Die Beiden hinken ihrem Zeitplan bereits ein wenig hinterher, da ihr Autovermieter erst mal nach ihrer Ankunft Campingutensilien einkaufen musste, weil ihm entgangen war, dass sie campen möchten. Nachdem wir viel Zeit verplaudert haben, verabschieden wir uns herzlich von Ulli und Helli und hoffen heimlich, dass wir die beiden netten Leute irgendwann auf der Strecke wiedersehen werden.



Im Gästehäuschen angekommen, sehen wir auf dem Parkplatz eine riesen Auslegeordnung und der Hänsel liegt schraubend unter dem einen Land Rover. Unser wirklich bescheiden kleines Auto hat kaum mehr Platz und um zum Häuschen zu gelangen, müssen wir über alle möglichen Werkzeugkisten und sonstigen Utensilien steigen :angry: . Die zwei Land Rover von Hänsel und Gretel sehen schlimm aus und machen den Eindruck als ob sie nächstens auseinanderfallen würden :cheer: . Gretels Fahrzeug weigert sich, anzuspringen und Hänsels Auto verliert eine Menge Oel. Mit diesen Klapperkisten hätte ich nicht mal den Nerv, bis Arusha zu fahren. Da nützt es auch nicht viel, wenn die zusammen im Konvoi fahren, da ja beide Fahrzeuge nahezu Schrott sind.

Als sie uns dann noch fragen, wie unsere Pläne aussehen und ob man eventuell ein Stück zusammen fahren könne, übertreiben wir masslos und erzählen ihnen was von einem Höllenritt quer durch Tansania, und einem geplanten Vorstoss bis ins Herz der Finsternis B) . Das wollen sie dann doch lieber nicht.

Am Abend grillen wir super zarte Schweinesteaks vom Hals und als Beilage gib es Karottensalat. Leider sind heute die Mücken ganz besonders aggressiv, was vermutlich mit dem Regen zusammenhängt.

*Namen wurden geändert
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Arusha, Masai Camp, 7. Dezember 2013
So, heute packen wir endlich unsere Sachen zusammen. Es ist Zeit, zu gehen, da ja nun eh alles an unserem Auto gemacht ist.
Wir möchten endlich wieder mal im Dachzelt schlafen :) .

Tagesziel wäre eigentlich Mto Wa Mbu gewesen, aber auf dem Shoprite-Parkplatz treffen wir wieder zufällig Ulli und Helli und gehen mit ihnen natürlich eins trinken B) . In der Zwischenzeit ist es vor lauter Geplapper zu spät geworden, um nach Mto Wa Mbu zu fahren, sodass wir das Masai Camp etwas außerhalb von Arusha ansteuern. Der Platz ist sehr schön und wir wissen vom letzten Mal, dass die nebst grossen Unterständen prima neue Duschen und Toiletten haben. Allerdings konnten wir damals wegen der nahen Disco kaum schlafen. Die Disco gibt es immer noch, aber sie wurde, wie man uns beteuerte, schalldicht gemacht :cheer: . Man höre von aussen wirklich keinen Ton mehr :) , versprach man uns hoch und heilig. Gut, wir geben dem an sich schönen Platz nochmals ne Chance und bleiben. Wir wundern uns nur, dass wir seit drei Tagen die ersten Gäste sind, zumal dieser Platz früher ein sehr beliebter Treffpunkt der Afrikafahrer war. Hier war immer viel los.






Masai Camp, Arusha

So ab ca. 22 Uhr hören wir ganz gedämpfte Musik aus der Disco. Es ist wirklich absolut erträglich und wir sagen uns noch, dass wir damit überhaupt kein Problem haben :cheer: .

Der Lärmpegel im Masai Camp ändert sich um Mitternacht schlagartig :evil: . Dann werden nämlich alle Türen aufgerissen und es dringt ein unbeschreibliches Gedröhne zu uns herüber. Mir tun mit der Zeit die Ohren weh und ich suche verzweifelt nach einem Papiertaschentuch, um damit meine gequälten Ohren zu stopfen :sick: . Toni und ich stülpen uns die Kopfkissen über die Köpfe und dann noch die Bettdecke, aber alles nützt nichts. Wir sind diesen Presslufthammergeräuschen gnadenlos ausgeliefert :evil: . An Schlaf ist nicht zu denken. Erst um ca. 4.30 Uhr wird in der Disco Feierabend gemacht, aber aus der heiss ersehnten Ruhe wird nichts, da nun verschiedene Muezzins rufen, zahllose Hähne krähen und etwa 700 Hunde bellen :evil: :sick: :evil: :sick: :evil: :sick: .

Gerädert und übernächtigt stehen wir auf, packen zusammen und beschweren uns wutentbrannt an der Rezeption. Die Dame kann zwar nichts dafür, aber irgendwer muss nun einfach für diese qualvolle Nacht den Kopf hinhalten.

Camping Masai Camp Arusha: 8 U$ pro Person inkl. Strom und Lärm

Tipp für Camper-Selbstfahrer:



Aussicht vom Campingplatz auf den Lake Duluti

Einige Kilometer außerhalb Arusha in Richtung Moshi liegt am kleinen, romantischen Lake Duluti ein netter, einfacher Campingplatz mit Strom und heissen Duschen. Haben uns dort im Jahr zuvor sehr wohl gefühlt.
Achtung, Zufahrt schlecht beschildert!
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01 Jun 2014 14:08 #339403
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Panorama Camp, Mto Wa Mbu, 8. Dezember 2013
Nun kann unsere Safari endlich beginnen, es wurde auch Zeit. Das ist halt das Schicksal der Fahrzeugbesitzer, dass die ersten Tage nach Ankunft immer etwas am Auto rumgebastelt werden muss.

Die Reise geht weiter nach Westen in Richtung Mto Wa Mbu. Einige Kilometer außerhalb Arusha geraten wir in eine Polizeikontrolle, aber als die Politesse unsere Gummischlange auf dem Armaturenbrett erblickt, stösst sie einen Schrei aus :ohmy: , rennt auf die Fahrbahn und wäre fast überfahren worden :blush: .

Die einst miese Strasse ist nun abgesehen von einigen Baustellenumfahrungen ganz gut. Die Firma Strabag hat hier wirklich schnell vorwärts gemacht.

Anfangs März 2013 sah es nämlich über viele Kilometer noch so aus:




Irgendwann unterwegs fängt es wie aus Kübeln an zu pissen. Die Sicht ist mies und Wasser läuft über die Strasse.







In Mto Wa Mbu suchen wir als Erstes die Twiga Lodge auf, aber da wurde umgebaut, sodass es für unsereins mit Dachzelt nicht mehr möglich ist, auf die Campingwiese zu fahren :S . Wir hätten auf dem Parkplatz übernachten müssen. Also den Hügel hinauf zum Panorama Camp. Dort war es letztes Mal ein wenig ungemütlich, da gerade gebaut wurde. Nun ist alles fertig und wir sind mehr als zufrieden. Die Frauenduschen sind ganz neu und geräumig. Prima, so gefällt es uns :cheer: .




Panorama Campsite



Restaurant der Panorama Lodge und Campsite

Die Aussicht vom Panorama Camp auf den Lake Manyara ist einfach wunderschön. Ausserdem gibt es weniger Mücken als unten in der Ebene. Wir fühlen uns hier sehr wohl.












Für uns ist das Panorama Camp schon wegen der tollen Lage der schönste Campingplatz in der Umgebung Mto Wa Mbu/Lake Manyara.


Später trudeln dann noch zu unserer grossen Freude Ulli und Helli ein. Helli zerdrückt mit dem Land Rover beim Einparkieren einige wenige Blümchen :blink: , aber dass die Wege so eng angelegt wurden, ist ja nicht seine Schuld.

Am Abend gesellen sich nebst Ulli und Helli noch zwei junge Deutsche zu uns, sodass unsere Miniparty ganz ungewollt in einen mittleren Absturz ausartet ;) .

Panorama Campsite: 10 U$ pro Pers. inkl. Strom und WIFI
Gefahrene Kilometer: 128
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