THEMA: Leona in Tanzania und Zanzibar - Kurzbericht
06 Apr 2014 19:42 #332854
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  • La Leona am 06 Apr 2014 19:42
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Warum Reisemonat Februar? Die Landschaft ist in Tanzania's Norden im Februar nach der kleinen Regenzeit grün. Landschaftsfotografen wissen dies zu schätzen (Tierfotografen wollen lieber kein hohes Gras, weil man darin die Tiere schlecht sehen kann). Regen in Tanzania bedeutet unweigerlich auch Schlammschlachten auf Naturstrassen. Dazu gibt es ganze Reiseberichte.

Die Hauptachse Arusha-Manyara-Serengeti ist nun fast fertig asfaltiert. Somit sind in Zukunft sowohl der Tarangire NP als auch der Manyara NP ab Arusha ganzjährig schnell und bequem erreichbar. Vorläufig aber ist der Ngorongoro-Serengeti highway immer noch eine Ruppelstrecke und den Niederschlägen entsprechend befahrbar. Von einem Fomi habe ich gehört dass es dieses Jahr im Februar Touristen gab welche 24 Std auf dem Dach ihres Fahrzeuges in der Ndutu Region ausharren mussten bevor sie im Schlamm weiterfahren konnten.

Wir waren alle froh dass unsere beiden driver-guides nicht nur technisch korrekt, sondern auch fürsorglich gefahren sind. Auf der Strecke Ngorongoro - Ndutu konnten sie ihre Fähigkeiten im Schlamm beweisen. Wie sie die Fahrzeuge am nächsten Tag wieder sauber vorführen konnten bleibt mir ein Rätsel und gehört zu den vielen kleinen Details für die ich als Selbstfahrer im eigenen Urlaub gar keine Zeit habe. Leider konnte ich persönlich die enorme Gnu-Konzentration in Ndutu nicht miterleben. Es soll aber fantastisch gewesen sein, hunderte, tausende von schwarzen Punkten in der grünen Ebene.



im Tarangire


Blick von der Serena Serengeti Lodge
Gruss Leona
Letzte Änderung: 06 Apr 2014 19:44 von La Leona.
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06 Apr 2014 19:48 #332855
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Danke Marina, ja es war schade dass wir uns verpasst haben!
Hatari und Shumata kommen erst am Ende des Berichts insofern ich chronologisch weiterschreibe, aber schon vorneweg möchte ich mich solidarisch im Kampf gegen die Tse Tse mit dir verbünden. Habe deine Fotos gesehen. Die Viecher haben uns wie verrückt attackiert im Tarangire, im Manyara und in der Zentral-Serengeti. Ich dachte ich hätte das Schlimmste in Zamiba erlebt, oh nein, Tanzania war noch eine Stufe mieser. :sick:
Gruss Leona
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06 Apr 2014 19:55 #332856
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hallo Christa
danke, du erinnerst mich grad daran dass ich deinen Bericht weiterlesen sollte...
Bin sicher ihr werdet den Norden ebenso geniessen. Ich bin total weg von den Landschaften Nordtansanias, so unterschiedlich auf relativ kleinem Raum, verlglichen mit dem riesigen Süden.
Gruss Leona
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07 Apr 2014 15:49 #332934
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Angefangen haben wir die Reise also in Arusha. Wer eine organisierte und geführte Safari macht muss nicht zwingend hier übernachten, sondern könnte gleich am Ankunftstag an die erste Etappe fahren. Wir wohnten in der Arusha Safari Lodge, seit kurzem ist sie Mitglied der Moivaro Lodges Gruppe. Es gibt nur 8 Zimmer, alle in freistehenden Bungalows. Das junge Besitzerpaar Rebecca und Alex kümmert sich persönlich um die Gäste. Alex kochte uns ein hervorragendes 4-Gang Menu, der red snapper war auf den Punkt zubereitet. Leider war es zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes relativ kalt und es regnete. Ich kann diese Lodge uneingeschränkt weiterempfehlen: Lage, Preis-Leistung, Charme, Ruhe.






In Arusha Stadt besorgten wir uns Geld am Barclays Automaten (mit MC nur Tsh. 400'000 pro Bezug = ca. 250 usd), wahrscheinlich der sicherste Ort um Geld abzuheben im Zentrum, da der ATM innerhalb des geschützten Parkingareals steht. Für Tsh 32'000 kaufte ich mir bei Airtel eine micro-sim card mit 2GB fürs Internet. Papierkram war in unter 5 Minuten erledigt. Gesprächsguthaben kauft man separat an jedem beliebigen Kiosk als "airtime".

Trotz der Tse Tse Plage habe ich es keine Minute bereut den Tarangire Nationalpark zu besuchen. Für die Anfahrt ab Arusha inkl. durchqueren der sehr verstopften Stadt zu Stosszeiten benötigten wir 3 Stunden bis zum Main Gate.







Noch nie habe ich eine solche Konzentration von Elefanten gesehen, nicht einmal im Chobe. In Gruppen bis zu 100 Tieren fanden wir sie auf den sattgrünen Ebenen währenddem sie genüsslich das hochstehende Gras frassen. Es hat mich erstaunt wie friedlich die Tiere sind, obwohl die Jungbullen eindeutige Zeichen von "Must" an den Seiten der Köpfe zeigten. Es gab auch viele kleine Elefanten-Babies.



Ursprünlgich wollten wir in die Tarangire River Lodge, die war aber ausgebucht. Hab sie mir angeschaut, einmalige Lage, wäre hier sehr gerne gewesen. Anstelle bekamen wir das Tarangire River Camp. Doch kurzfristig wurden wir dort (Fehler der Agentur) für die erste Übernachtung umgebucht in die Tarangire Sopa Lodge. Einerseits war das sehr gut, denn die Sopa Lodge befindet sich im Zentrum des Parks und wir fanden die grössten Elefantenherden erst etwa nach zwei Stunden Fahrt ab Main Gate Richtung Süden. Mir hat die Lodge aber überhaupt nicht gefallen, dieser grosse Kasten vermittelt keinerlei Safari-Feeling, obwohl die Zimmer alle überdimensional gross sind und alle Annehmlichkeiten wie Kaffeekocher, Fridge, Sitzecke innen und auf dem Balkon, grosse Betten und grosses Bad bieten, stimmte es trotzdem für mich nicht. Vier von uns haben hier einen Käfer aufgelesen und verbrachten die halbe Nacht auf dem Klo. Wie es sich dann am nächsten Morgen herausstellte waren wir nicht die einzigen. Etliche US-Touristen einer grossen Gruppe hatten dasselbe nächtliche Programm wie wir. Den zweiten Tag genossen die "Gesunden" ausgiebig im Park und nahmen einen box-lunch mit den sie an einem offiziellen pic-nic spot verzehrten. Sie sahen Leoparden, zweimal Löwen und wiederum viele Elefanten. Wir vier "Geschwächten" fuhren auf der östlichen Route nach Norden retour aus dem Park, dafür benötigten wir im gemütlichen Tierbeobachtungstempo gute 3 Stunden. Das Tarangire River Camp liegt ausserhalb des Nationalparks, aber an einer wunderschönen Lage erhöht mit Blick in die Steppe. Auch wenn dieses Camp nicht innerhlab des Parks ist, kann ich es ebenfalls sehr empfehlen. Wir hörten nachts Löwen und Hyänen. Das Essen war gut bürgerlich und sehr lecker.




Gruss Leona
Letzte Änderung: 07 Apr 2014 16:09 von La Leona.
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  • picco am 07 Apr 2014 16:13
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Hoi Leona

Danke für den Bericht, endlich mal jemand der auch mit Driverguide unterwegs ist! :woohoo:
Aber schon zu Beginn ein Verdauungsproblem... :sick: Unnötig!!!
Mach das beim nächsten Mal bitte besser... ;) :P B)
...und lass Spitalbesuche in Zukunft auf die Zeit ausserhalb der Afrikareisen legen, ok? B)

Hab Deinen Bericht natürlich in die Reiseberichtsüberschau eingearbeitet.
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07 Apr 2014 16:58 #332939
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  • Topobär am 07 Apr 2014 16:58
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La Leona schrieb:
In Arusha Stadt besorgten wir uns Geld am Barclays Automaten (mit MC nur Tsh. 400'000 pro Bezug = ca. 250 usd)
Was heiß hier "nur"? Bei den anderen Banken gibt's noch weniger. Barclays war bei uns die einzige Bank, die wenigstens 400.000,-TSH ausspuckte. Bei den anderen gab es nur 200.000 oder gar nur 100.000
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