THEMA: Tansania 2012
11 Nov 2012 15:20 #262545
  • globetrotter1965
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  • globetrotter1965 am 11 Nov 2012 15:20
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Reisebericht Tansania 2012
Seit Anfang des Jahres haben wir das für und wider des selbst Fahrens ab gewägt und uns für eine Safari mit Fahrer entschieden. Das haben wir auf der ganzen Tour kein einziges Mal bereut, da wir beide jeden Tag genießen konnten, ohne das einer durchs Fahren abgelenkt wurde und weniger sah. Da wir den Fahrer nur durch e – Mails kannten, wussten wir nicht was uns erwartet und wir sind noch jetzt total begeistert. Er erwartete uns am Ankuftstag am Flughafen und brachte uns in unser Hotel. Hier besprachen wir noch einmal die Einzelheiten über den Ablauf der Safari, die wir schon mit ihm im Voraus geplant hatten. Sikoyo erkundigte sich noch ob wir alles essen würden, damit er auf dem Markt die Verpflegung einkaufen konnte. Die Abfahrt wurde auf den nächsten Tag 8:00 Uhr festgelegt und es hat alles geklappt. Unterwegs konnten mussten wir uns noch mit Trinkwasser versorgen und unser Guide nahm noch zu unserem Erstaunen einen eigenen Koch mit.
Unsere Safari startete im Arusha Nationalpark. Dort gab es jede Menge Giraffen, Zebras, Affen, Gnus, Büffel und die Momella Seen waren Rosa gefärbt von Flamingos. Es war ein toller Einstieg mit Lunch im Park und Abendessen das unser Koch Pius mit einfachen Mitteln als 3 – Gänge Menü zauberte. Am nächsten Tag sind wir dann in den Tarangiere NP gestartet, haben den Koch und das Gepäck im Camp abgesetzt und sind gleich mit der Pirschfahrt gestartet. Es gab wesentlich mehr Tiere zu sehen, jede Menge Elefanten, die auch ganz nah am Auto waren. Wir haben unsere ersten Löwen gesichtet und noch jede Menge von verschiedenen Gazellen. Zurzeit ist es sehr trocken und es sind sehr wenige Touristen unterwegs. Da wir alleine waren, konnten wir an allen Beobachtungspunkten halten so lange wir wollten auch wenn uns nur ein kleiner Vogel interessierte. Zum Lunch waren wir zurück im Camp und Pius hatte Spagetti gekocht, die Zelte aufgebaut und unsere Sachen verstaut. Es erwies sich als besonders angenehm mit Koch zu reisen, denn wir brauchten uns weder um das Essen zu kümmern noch um den Auf und Abbau der Zelte. Außerdem waren unsere Sachen immer gut bewacht, so dass wir uns um deren Sicherheit keine Gedanken machen brauchten. Nach einer kurzen Pause ging es wieder auf die Pirsch. Wir sind zum Fluss und konnten beobachten wie viele Tiere zum Abkühlen kamen. Im Camp wartete Pius wieder mit seinem 3 – Gänge Menü. Er erklärte jeden Tag was er uns gekocht hat und servierte zum Nachtisch selbstgebackenen Kuchen, frittiertes Obst und vieles mehr. Der nächste Tag verging komplett mit Pirschfahrten und wir haben wieder viele Tiere und eindrucksvolle Baobab – Bäume gesehen. Am nächsten Tag checkten wir im Lake Manyara Camp ein. Mitten Auf dem Zeltplatz steht ein Baum auf dem mehrere Paare Marabus brüteten. Wieder luden wir Gepäck und Koch ab und starteten mit unserem Gamedrive. Da es noch sehr zeitig war, konnten wir eine Flusspferdfamilie außerhalb des Hippopools beim Relaxen beobachten. Überall Zebras und Gnus und am Nachmittag jede Menge riesiger Horn Bills. Das Zelt war zum Glück nicht unter dem Baum der Marabus ( diese Vögel verbreiten nämlich einen sehr guten Duft ), stand aber so, dass wir sie vom Zelt aus beobachten konnten. In der Nacht waren sie alle leise und legten erst am frühen Morgen mit dem Schnabelklappern los. Nach dem Frühstück mit Pius leckeren Eierpfannkuchen ging es auf zur Serengeti. Der weg war sehr staubig, da sie gerade eine neue Straße bauen, alles angehäuft haben und auf den Regen warten. Wir waren im Seronera – Gebiet im Ngiri Camp, zu den schönsten 3 Tagen unserer Tour. Da schon einige Zelte standen, stellte uns unser Koch, das Zelt etwas abseits auf. Später bemerkten wir dass wir Mungos als direkte Nachbarn hatten. Es ging gleich auf Pirschfahrt und wir sehen unseren ersten Leoparden faul auf einem Baum liegen. Wir haben eine Löwin bei ihrer leider erfolglosen Jagt auf eine Gazelle gefilmt und ein Rudel Löwen bei der Mahlzeit beobachtet. Serviert wurde ein Büffel. In der ersten Nacht ertönte hinter unserem Zelt Löwengebrüll, die Mongos waren aber still. Unser Guide beruhigte meine Frau, alle Tiere akzeptieren das Zelt als Hindernis und keiner kommt in das Zelt. Im Hippopool haben wir beobachtet wie ein riesiger Bulle ein Hippo – Baby tötete und mit der Mutter des kleinen Hippo´s an ihm zerrten. Dann kam uns eine Pavian – Horde entgegen eine Mutter schleppte ihr totes Junges mit. Überall junge Gazellen, Warzenschweine Giraffen….. Von Unserem Guide bekamen wir die Namen der Tiere auf Swahili beigebracht. Auch an diesem Tag konnten wir wieder einen Leoparden beobachten sowie Löwen, Hyänen, Elefanten, Giraffen und co. An diesem Abend beehrten uns erst die Mungos, sie rannten emsig ums Zelt und fiepten dabei. Mitten in der Nacht musste Maik das Zelt verlassen und es schnaubte sehr laut rundherum, da er weg war, saß ich aufrecht im Zelt und harrte der Dinge. Man hörte rundherum gras abreißen und Zähne malen, sowie ein ständiges schnauben, dahinter brüllte ein Löwe ganz in unserer Nähe. Plötzlich trampelten Hufe und eine Herde rannte davon, im Eingang erschien mein erstaunter Mann, der mit seiner Stirnlampe gerade eine Herde Büffel erschreckt hatte. Nach einer kurzen Schlafpause rumpelte es wieder und das Camp hatte Hyänen besuch, die auf der Suche nach Fressbaren, in den Kübeln wühlten, sie waren dabei nicht gerade leise. Am frühen Morgen ging es wieder auf die Pirsch. Wir hatten das riesen Glück ein Geparden - Pärchen zu beobachten, welches von einer Horde Paviane gejagt wurde. Das Weibchen blieb am Wegrand sitzen und rief nach dem Männchen. Mitten in der Weite lief eine Geparden Mutter mit ihren drei Jungen. Zwischen den Felsen trafen wir einen Leoparden der darin sehr geschmeidig rumkletterte. Natürlich trafen wir auch immer wieder auf Gazellen, Antilopen, Elefanten, Gnus, Großtrappen, Sekretäre und andere farbenfrohe Vögel. Leider war die Zeit in der Serengeti am Nachmittag vorbei und wir brachen zum Ngorogorokrater auf. Dort war das Camp wirklich voll und trotz der vielen Zelte grasten dazwischen in den Morgenstunden Zebras. Nach dem Frühstück ging es in den Krater. Auch hier sahen wir viele Tiere, doch das Highlight war ein Seval, der hinter einer Maus her war, sowie Kraniche die wir bis dahin noch nie gesehen hatten. Obwohl viele im Camp waren, verlief sich alles im Krater. Am Nachmittag brachen wir zum Lake Eyasi auf. Dort wollten wir die Hazabe – Buschmänner besuchen. Auf dem Campingplatz waren wir alleine. Unser Guide lernte die Tiernamen auf Deutsch und wir auf Swahili. Es war ein wunderschöner Abend. Am nächsten Tag brachen wir zu den Hazabe auf, die wir nach langer Fahrt im Busch erreichten. Wir besuchten eine Familie und ein Krieger zeigte uns die Jagt Techniken der Hazabe. Über mein Taschenmesser freute er sich sehr und probierte die Schere gleich an einem kleinen Jungen aus. Ihr Leben ist sehr einfach und es ist erstaunlich mit wie wenig sie auskommen. Zurück im Camp, fuhren wir nach einem kleinen Lunch zum Lake Eyasi, der leider absolut trocken war. Man konnte erkennen wie groß er ist, wenn er mit Wasser gefüllt ist, trotzdem war der Sonnenuntergang dort atemberaubend. Da alles sehr trocken war, zogen wir am nächsten Morgen nach Karatu um vom dortigen Camp zu einer Wanderung im Ngorogoro – Gebiet aufzubrechen. Im Wald sahen wir einen Buschbock und die Spuren der Tiere die durch das Gebiet gezogen waren. Viele Bunte Vögel ließen sich blicken. Leider war dies das Ende unserer Safari und wir mussten nach Arusha zurück.
Asante san Sikoyo und Pius für die unvergessliche Zeit.
Die Bilder zur Safari könnt ihr unter folgendem Link ansehen, viel Spaß dabei

www.pixum.de/meine-f.../slide/album/6463347
Letzte Änderung: 21 Mär 2013 06:27 von globetrotter1965. Begründung: link funktioniert jetzt
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12 Nov 2012 08:48 #262665
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  • Topobär am 12 Nov 2012 08:48
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Vielen Dank für den Reisebericht. Das erhöht die Vorfreude auf die anstehende Tansania-Reise.

Leider funktioniert es mit den Fotos nicht. Die verlinkte Seite zeigt ewig an, die Fotos zu lagen - es passiert aber nichts.

In der Serengeti nachts das Zelt zu verlassen ist aber schon sehr wagemutig und eigentlich nur etwas für Menschen mit Todessehnsucht. Das mit den Büffeln hätte auch schief gehen können und es schleichen dort gerne auch noch gefährlichere Tiere um das Zelt.
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12 Nov 2012 08:50 #262666
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  • globetrotter1965 am 11 Nov 2012 15:20
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Hi!
gebt den link im explorer ein und es wird funktionieren
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