THEMA: Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2011
05 Jun 2011 10:28 #189706
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  • picco am 05 Jun 2011 10:28
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In der Serengeti stand uns die erste Nacht ohne eingezäunten Zeltplatz bevor...ich gebs zu, nach dem Eindunkeln bin ich nur noch was notwendig war rumgelaufen, immer wieder mit der Stirnlampe in die Steppe leuchtend und nach reflektierenden Augen suchend...zumindest am Beginn des ersten Abends...
Ist schon ein tolles, aber auch eigenartiges Gefühl, die Löwen und Hyänen (bei den Autos 10m entfernt) zu hören und zu wissen, das sie von mir nur durch ein dünnes Tüchlein getrennt sind...
Aber Schlafmanko sei Dank hat mich das nicht vom Schlafen abgehalten...

Uschi hatte in dieser Nacht ein Hörerlebniss der besonderen Art, denn direkt neben ihrem Zelt stiess irgend so ein Vieh die erstaunlichsten Töne aus...
Was wars?
Eine Hyäne, ein Leopard oder ein Löwe?
Nichts dergleichen...
Das Vieh stellte sich am Morgen als amerikanische Touristin mit Brech-Durchfall heraus...
Nach dem Frühstück, lecker wie immer, machten wir uns auf den Gamedrive:









Schon bald wurden wir auf eine Autoansammlung aufmerksam...ein Leopard lag im hohen Gras und zeigte sich kaum...trotz langem Warten...Nummer 3...



Nachdem uns der letzte Leopard nicht wirklich vor die Linse sprang haben wir diesen sebst entdeckt...Nummer 4...

Dass dann noch ein geeignetes Frühstück vor seiner Nase rumstolzierte hat unsere Hoffnungen auf eine Jagt vor unsern Augen nicht verringert...

Aber offensichtlich war er nicht hungrig...was Leopard Nummer 5 auch nicht war...

Aber auch die Löwen in der Wiese...

...oder im Baum machten uns diese Freude nicht...











Bei dieser Zebra- sowie der auch anwesenden Elefantenherde konnten wir perfekt zuschauen, wie sich Safari-Fahrer nicht verhalten sollten...

Da wurde den Tieren der Weg zum Wasser abgeschnitten, mitten in die Herde (egal ob Zebra- oder Elefantenherde) reingefahren...

...ein Zebra vom Rest der Herde getrennt usw... ...unglaublich!!!











Bei Leopard Nummer sechs haben die faulen Sprüche wie 'Was? Hat's hier denn keine Zebra's, nur Leoparden?' begonnen...


Letzte Änderung: 18 Jul 2013 06:35 von picco.
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05 Jun 2011 10:31 #189707
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Nach dem morgendlichen Gamedrive mit den Leoparden 3 bis 6 gings erst mal in die Kantine, wo unser Koch schon wieder ein leckeres Menue servieren wollte...was wir schleunigst nach draussen unter einen Sonnenschirm verfrachteten...
Um Drei gings dann wieder auf einen Gamedrive...

...wo natürlich wieder Leoparden angeschaut werden mussten...Nummer 7 und...

...ihr Junges, Leopardensichtung Nummer 8...



















Leopardensichtung Nummer 9 und 10 dürften wieder die selben 2 wie vorhin gewesen sein, aber doch erstaunlich weit vom vorherigen Beobachtungsort entfernt...aber somit warens zehn Leopardensichtungen innert 24 Stunden!



















Und mit einer Rasur a la Gilette-Werbung geht dieser Tag unserer Reise zu Ende...
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05 Jun 2011 10:32 #189708
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Am nächsten Morgen gings richtig früh los...noch im Dunkeln

Dikdik's wie auch Flusspferde haben wir zwar einige gesehen, für Fotos wars aber noch zu dunkel, deshalb hier die einzig scharfe Dikdik-Aufname...mit Blitz wärs natürlich gelungen, aber das tu zumindest ich den Tieren nicht an...

durch ein seltsam tiefes Geräusch, welches wir zuerst einer Eule zuordneten wurden wir auf diesen mir unbekannten Vogel aufmerksam:

Die Baby's hiengen noch an der Mutter rum...

...oder wurden eben erst hergestellt...

...oder waren eigentlich schon zu gross um getragen zu werden...



Lovebirds... ...Acapornis... ...oder... ...Unzertrennliche...

Gäste im Hippo-Pool...

Und ein unglaublich scheusslich stinkendes Hippo...wahrscheinlich ab dem eigenen Gestank gestorben...bestialisch!

Dieser etwas reinlichere Zeitgenosse beweist dass Flusspferde nicht am eigenen Gestank zu sterben brauchen! :-)











Und dann endlich eine Premiere:

Ein einsamer Gepardenkopf!

Noch besser: ein kompletter Gepard! :-)

Bzw. zwei, inkl. potentiellem Frühstück!

Aber nein, zwei reichen uns noch nicht, drei müssens schon sein...

Aber es sind nicht die berühmten drei Brüder, nein... es ist eine Mutter mit zwei beinahe ausgewachsenen Jungen!

Etwas weiter hinten befand sich ein Rudel Hyänen...die Geparden schlenderten in Richtung der Gazelle, immer wieder völliges Desinteresse anzeigend, während die Gazelle die Geparden genau beobachtete und ihnen auswich, indem sie die Drei beinahe umkreiste...bis sie mitten zwwischen den Hyänen und den Geparden stand...

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Geparden schon aufgegeben und so trotteten sie weiter, und... ...die Gazelle verfolgte sie!







Am Nachmittag hiess es dann : Auf zum Ngorongoro!

Auf dem Weg begegnete uns die Migration, zumindest die Vorhut, die hauptsächlich aus Zebras bestand.



Kaum im Simba-Camp auf dem Kraterrand angekommen hiess es Zelte aufbauen...

Leider haben wir beim Bezug der Zelte die bewährte Schnarchodnung nicht eingehalten, was dann in der Nacht zu einer geschlechterspezifisch anderen Wahrnehmung der Ereignisse führte...
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05 Jun 2011 10:33 #189709
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Da dieses Camp berühmt für die beiden aus dem Wassertank trinkenden Elefanten und die auch Zelte aufschlitzenden Buschschweine ist muss man hier etwas vorsichtig sein und sicher nicht irgendwelche riechenden Dinge wie Esswaren, Seifen, Lederkleider/-Schuhe usw. im Zelt haben...
Darauf waren wir vorbereitet...

Aber nicht auf das was dann wirklich kam...
Nachts um etwa 01:00Uhr, ausser Uschi schliefen wir ale, gellte plötzlich ein Schrei eines Mannes durch das Camp, zuerst deutsch, dann englisch: 'Hilfe! Help!'
Steffi war sofort hellwach, und schon hörte sie das typische Schnaufen eines Büffels direkt neben ihrem Zelt!
Für die, dies nicht wissen sollten: Der Büffel ist das afrikanische Tier, das am meisten Menschen tötet...und wenn man mal einen Büffel gehört hat erkennt man ihn wieder!
Die arme Steffi konnte nun natürlich nicht mehr an Schlaf denken und sass den Rest der Nacht mit aufgeklapptem schweizer Taschenmesser in der Mitte ihres Zeltes, in panischer Angst vor den Büffeln...
Natürlich war das Messer nicht für den Büffel bestimmt, sondern um das Zelt aufzuschneiden wenn nötig...
Uschi und wir zwei Männer, die beide gerne Steffi's Held gewesen wären, schliefen derweil friedlich in unseren Zelten...

Am Morgen stellte sich heraus dass eine ganze Herde Büffel zwischen den Zelten graste...und unser Koch sogar einem in nur 1,5m Entfernung im Küchenbau begegnete...

Und am Morgen gings runter in den Ngorongoro-Krater:







































Im Busch sollte man(n)/frau sich nicht zu weit vom Auto entfernen...auch nicht um Geschäfte zu tätigen... ;-)





















Nach sechs Stunden mussten wir wieder raus aus dem Ngorongoro...

...und am Abend auf einen wunderschönen Campingplatz in Karatu...mit sauberen Duschen (inkl. Warmwasser!!!) und Toileten, letztere sogar aus Keramik und zum draufsitzen!
Welch Luxus! :-)
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 06:37 von picco.
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05 Jun 2011 10:34 #189711
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Von Karatu aus gings wieder ins Ngorongoro-Hochland, diesmal aber nicht in den Hauptkrater sondern zum Empakai-Krater, wo unsere dreitägige Wanderung zum Lake Natron begann.

Soll auch mal erwähnt werden: 25 Dollar die sich lohnen!

Kleiner Tänzer am Stadtrand von Karatu... :-)

Blick in den Ngorongoro...

Typisch afrikanische Toilete aus Sicht der Benutzerin...ich war froh, hatte ich mein eigenes Porta Potti dabei!

Unser Wanderweg...

Der Kratersee des Empakai am Nachmittag

Steffi und ich sind nach erreichen des ersten Special-Camps noch mit unserem Guide Elias, einem Massai mit gelben Socken und Wanderschuhen, die etwa 300 Höhenmeter zum See runter...

...wo es richtig schöne Natur zu bestaunen gab...und wo wir wegen des einsetzenden Regens schnell wieder rauf mussten, damit wir noch bevor der Weg eine einzige Schlammrutsche war oben waren...die erste Probe für meine Kondition...die trotz anfangs etwas zu hoher Geschwindigkeit erstaunlich gut war...für einen kaum Sport treibenden Menschen wie mich zumindest... :-)

Am Abend haben uns unser Koch und der Guide eine schön grosse Decke als 'Tisch' hingelegt, die Stühle darum positioniert und den 'Tisch' mit dem wie immer sehr guten Abendessen gedeckt...Selbst sind die drei Eseltreiber und unser Koch Joachim ans Lagerfeuer gesessen, nur unser Guide Elias hat sich zu uns gesellt...
...Zweiklassengesellschaft...
Das hat uns natürlich nicht gepasst, so dass wir recht schnell auch ums Feuer sassen.
Als ich Elias fragte, ob er oder die Eseltreiber auch Wein wollen hat er mich erst gross angeschaut und dann dankend die Becher gefüllt.

Offenbar war das eine neue Erfahrung für ihn, Europäer, die die Eseltreiber nicht nur als Arbeitskräfte, sondern als vollwertige Mitglieder unseres Teams betrachteten.
Als ich mich dann zu Elias, der als einziger der Massai verständtlich englisch sprach, setzte und ihn auf den Serengeti-Highway ansprach brach endlich der Damm!
Da hatte ich wohl voll ins Schwarze getroffen!
Er redete und redete und schweifte über von hier zu da...und ich staunte je länger je mehr, wie modern doch dieser Typ, der in einem traditionellen Massai-Dorf lebt, war!!!
Bis zu diesem Gespräch war er anständig, korrekt und einfach ein guter Guide, wie es viele andere sicher auch sind...nach diesem Gespräch war er völlig offen, sprach auch von sich aus und wurde uns allen immer sympatischer!
Was so ein kleines Gespräch am Lagerfeuer in der Wildniss bei Vollmod so alles bewirken kann...
Toll!!!
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05 Jun 2011 10:35 #189712
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Joachim hat uns in seinem kleinen Zelt Porridge zubereitet...
Na ja...ich werds mir niemals wünschen, aber Steffi meinte es wäre gut...na ja...
Nebst der Tatsache dass die Wiese abschüssig war und ich deshalb dauernd wieder auf die Matrazze klettern musste haben wir ohne Vorkommnisse wie Wildtierbesuch oder so geschlafen und auch die Esel waren noch volzählig...

...Elias' Kleiderständer stand auch noch da...

...der Lake Empakai sah einfach nur toll aus...und wir hatten auch schon wieder einiges zu lachen.
Dann hiess es Zelte abbrechen, Esel bepacken (wobei ein grosser, kräftiger Europäer gerne zur Hilfe gebeten wird...Ihr dürft drei mal raten wen ich meine...)

Und weiter ging die Wanderung...
Nach kurzer Zeit sahen wir den Ol Doinyo Lengai, den Steffi unbedingt besteigen wollte und zu dem ich am Vorabend auch 'Ja, ich geh mit rauf' gesagt habe...in der irigen Meinung, es handle sich lediglich um eine steile Wanderung...

Die Landschaft war grandios! Das kommt wie auch der Rest der Ferien auf den Fotos niemals so rüber wie wir es erleben durften!















Und nach alldem sind wir irgendwann auch mal im schon aufgebauten Camp im Akazienwald angekommen: Wunderschön!!!!!!!!








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