THEMA: Reisebericht Nördl.Tansania u.Sansibar Febr. 2010
01 Sep 2010 15:17 #154238
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Die Natur mit ihrer Vielfalt ist so beeindruckend


Auf unseren ausgiebigen, ganztägigen Pirschfahrten sahen wir das vielartige Spektrum aus Flora und Fauna. An großen Säugetieren waren Elefanten, Giraffen, Kaffernbüffel, Hippos in großer Zahl im Retima Pool, Zebras, Gnus, Topis, Elenantilopen, Kongonis, Impalas, Grant- und Thompsongazellen, Dik Diks, Warzenschweine, Hyänen, Schakale, Affen, Löwen, wenige Geparde, und viele kleinere Säuger wie Mangusten und Schliefer zu beobachten. Im Seronera – Valley sahen wir einen Leopard auf einer Akazie. Sehr viele Vogelarten wie Zehntausende von Weißstörchen, Kronenkraniche , Hornraben, Trappen , diverse Storcharten, Bienenfresser, Spinte und Eisvögel, Racken und Nashornvögel, Geier und Marabus in großer Zahl, Sekretäre, Adler, Falken rundeten das Bild ab. Die Serengeti ist ein Paradies für Vögel und Ornithologen. Basis vor allem für den Vogelreichtum sind die vielen Insekten, zu denen auch die wirklich lästigen Tsetsefliegen zählen. Ich möchte nicht vergessen, die vielen Schmetterlingsarten zu erwähnen.

Dieser Tierreichtum verteilte sich über sehr weite Flächen und erst in der Region Ndutu waren die großen Herden der Weidetiere. Von Horizont zu Horizont Hunderttausende von Gnus und Zebras. Es waren erst wenige Gnukälber geboren. Zwischen den Großtieren Tausende Weißstörche, Ibisse und Reiher. Auf den trockenen Flächen des Ndutu Lake Hunderte Marabus. In der Nähe des Sees trafen wir auf ein großes Löwenrudel, 4 Weibchen mit Jungen (insgesamt 14 Tiere), lagen im Schatten an einer windigen Uferkante des zurückgehenden Sees. Ein paar Stunden früher hatten wir bereits ganz in der Nähe eine rollige Löwin mit 2 Löwenmännern gesichtet. Die gehörten sicherlich zum selben Rudel.

Wir hatten mit unserem Termin Glück und waren zum richtigen Zeitpunkt zum Beginn der Migration an der richtigen Stelle. Die Gegend um den Ndutusee war bereits knochentrocken, es staubte gewaltig, die Plains waren kurz gefressen und die Herden wanderten schon in Richtung Nordwesten.

Die Ndutu Lodge hat uns gefallen, sie liegt direkt auf dem Zugweg der Wanderherden. Leider bekamen wir nur für 2 Nächte Quartier, da bereits sehr lange, teilweise 12 Monate im Voraus, einzelne Tage im Januar – Februar dann schon ausgebucht sind. Das Zimmer war in Ordnung (kleines Häuschen), ein Sitzplatz vor dem Haus mit Blick auf den See, das Essen war gut, freundliche Gastgeber und ordentlicher Service.
Im Gebälk des Haupthauses hatte eine Ginsterkatzenfamilie ihr Quartier und ließ sich nach Eintritt der Dunkelheit willig fotografieren.















Fortsetzung in den nächsten Tagen mit dem Kapitel:


Ein Wunder der Natur: Der Ngorongoro Krater
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02 Sep 2010 20:32 #154422
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Hallo Traumreisende Barbara,

Reiseziele von Fomi interessieren mich manchmal schon, denn sie könnten ja auch bei meinen Reiseplanungen von Interesse und Nutzen sein.

Für die voraussichtliche Aufenthaltsgegend der Wanderherden (Migration) würde ich kurz vor Reisebeginn das Internet befragen.

Gegen die nervigen Tsetsefliegen hilft wirksam eine stabile Fliegenklatsche.


Herzliche Grüße

Eto
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04 Sep 2010 21:14 #154619
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Hallo Eto,

wie schön zu sehen, dass es die abendlichen Besuch der Ginsterkatzen in der Ndutu Lodge immer noch gibt. Ich war zuletzt als Kind in den 80ern in der Ndutu Lodge und habe die huschenden Katzen auf den Balken geliebt! Die wievielte gezähmte Generation mag dies wohl sein!? :)

Schöner Bericht!

Grüße
Ruaha
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07 Sep 2010 11:13 #154940
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Hallo und guten Tag Ruaha,


da kann man sehen, dass "Wilde" Tiere und Menschen ganz gut miteinander auskommen können.

Danke für die anerkennenden Worte.


Herzliche Grüße

Eto
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07 Sep 2010 12:08 #154954
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Ein Wunder der Natur: Der Ngorongoro Krater


Nach Ndutu rüttelten wir wieder in Richtung Kraterhochland zum Besuch des Ngorongorokraters. Na, da war vielleicht was los. So gegen 11.00 Uhr fuhr sicherlich ein Dutzend Autos gleichzeitig zum Kraterboden über eine steile, ausgewaschene und ausgefahrene Piste, während im Krater schon etliche Fahrzeuge herumkurvten. Das ist schon arg touristisch. Aufgrund der Fahrerei staubt es gewaltig und es liegt deswegen viel Dunst in der Luft.

Trotzdem findet man auch ruhigere Flecken und ist dort nur mit ein oder zwei Fahrzeugen. Missen möchten wir den Kraterbesuch auf keinen Fall, denn wir haben so viel in so kurzer Zeit gesehen und eine Gnukalbgeburt nur um wenige Minuten verpasst. Das Mini - Gnu stand schon auf seinen stakeligen Beinen und wackelte und wankte, und ab und zu fiel es auch noch um.

Im Krater die gleiche Artenvielfalt wie in der Serengeti. Das Ganze aber auf 260 qkm.
Hier sahen wir auch die einzigen Nashörner unserer Safari, insgesamt einmal zwei und einmal ein Nashorn, allerdings auf große Entfernung. Am Rastplatz die bekannten Angriffe der Milane auf die picknickenden Touristen. Manche sind so dumm, sie füttern die Diebe auch noch.

Die Herausfahrt am Spätnachmittag war eine abenteuerliche Angelegenheit. Die Straße windet sich irre steil am Kraterhang hoch zur Kante des Kraters, Höhendifferenz in etwa 600 Meter. Da wir bei der Ausfahrt zum Ngorongoro Gate ziemlich spät waren, verliefen die letzten Kilometer über die Buckelpiste am Kraterrand recht unruhig.

Bei der Abmeldung musste sich unser guter Edwin wegen der späten Ausfahrt noch eine Ermahnung der Parkwächter anhören, ehe wir zum nahe gelegenen Ngorongoro Farmhouse abbiegen konnten. Die Unterkunft war recht großzügig, sehr schön gelegen mit gutem Service und schmackhaftem Essen. Wir waren dort rundum zufrieden.

Am nächsten Morgen ging unsere Tour auf neuer Teerpiste zügig weiter, nur unterbrochen von einem Stopp am Aussichtspunkt der Abbruchkante zum Lake Manyara und einem weiteren, um nach Mitbringseln zu schauen. Dabei blieb es auch, denn dort wollte man uns das Fell über die Ohren ziehen und anschließend wohl auf die Trommeln nageln.







Fortsetzung bald mit dem Kapitel:


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Letzte Änderung: 07 Sep 2010 15:44 von Eto. Begründung: Ergänzung
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08 Sep 2010 16:02 #155175
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Sansibar


Pünktlich um 13.30 Uhr waren wir nach einer ausgedehnten Picknickpause am Flugplatz Arusha, und checkten in einer chaotischen Organisation unser Gepäck ein. Ich konnte den Weg der beiden Koffer, nachdem ich noch einmal durch den Sicherheitsbogen zurückgegangen bin, verfolgen, bis sie an das Flugzeug gerollt und verladen wurden. Dass sie dann auf Sansibar nicht ausgeladen wurden und erst zwei bzw. drei Tage später ankamen, hat uns schon gewaltig angekratzt. Mehr als die Hälfte der ungefähr 70 Fluggäste nach Sansibar musste wie wir Gepäck – Nachforschungsformulare mit Sansibaris ausfüllen.

Jedenfalls kamen wir dann verspätet bei unserem kleinen Familienhotel Blue Oyster an, aber das schöne Zimmer mit Terrasse und Meerblick, direkt am weißen Sandstrand und türkisfarbenen Wasser, hat unsere Gemüter wieder besänftigt. Eine Postkartenidylle mit Palmen am Jambiani Beach, rechts und links von Häusern der einheimischen Swahili eingerahmt.

Uns hat es dort gut gefallen, das Hotel hat nur 15 Zimmer, war ausgebucht, der kleine Strand wurde jeden Tag gepflegt. Es gab genug Liegegelegenheiten unter Sonnenschirmen und den brauchte man auch, denn außer ziemlicher Hitze war es auch noch sehr luftfeucht. Das Meer hatte gefühlte Badewannentemperatur und zum leichten Abkühlen badeten wir auch wegen der starken Gezeiten morgens um 7.00 und auch nachmittags um 17.00 Uhr. Dann war das Wasser allerdings arg warm. Es folgten mehrere Tage relaxen, baden, lesen, aufs Meer schauen, Katamaran segeln, schnorcheln , spazieren gehen am Strand , gut essen und trinken und was man sonst noch macht, um sich auszuruhen.

Am 26.02. ging unsere erlebnisreiche Reisezeit zu Ende. Pünktlich holte uns ein Taxi am Hotel ab und brachte uns nach einstündiger Fahrt quer über die Insel zum Flughafen.
Ethiopian Airline führte das Einchecken selbst durch und das klappte auch vorzüglich. Nachdem wir am Flughafen Kisauni richtig durchgeschwitzt waren, ging es mit dem Flieger recht pünktlich erst nach Daressalam, danach weiter nach Addis Abeba. Dort hatten wir einen längeren Aufenthalt, ehe wir nachts um 24.00 Uhr nach Frankfurt abhoben und nach ruhigem Flug pünktlich morgens um 6.00 Uhr ankamen.

Unser Schwiegersohn erwartete uns bereits, und wir blieben noch eine Nacht bei unseren Kindern und Enkelkindern im Odenwald. Der Wetterumschwung zwischen Urlaub und Heimat war gravierend, über 30°C dort und hier 5°C und Schneereste.


Resümee unserer Reise: Wir haben Einblicke in ein scheinbares Paradies bekommen, freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt und zwei der großen Naturwunder dieser Erde gesehen und erleben dürfen. Der Blick in den Krater am frühen Morgen war total beeindruckend und die Weiten der Serengeti mit der Gesamtheit einer großartigen Natur in ihrer ganzen Vielfalt ebenfalls.

Gefühle hierfür muss man aber schon selbst entwickeln können.

Obwohl wir schon öfter in Ostafrika und dem südwestlichen Afrika waren, ist diese Reise für uns noch einmal eine Steigerung unseres Erlebnishorizonts.



Kwaheri und herzliche Grüße an alle Leser

Eto


NS.: Zur Reise beantworte ich gerne weitere Fragen hier im Forum oder per PM.





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Letzte Änderung: 24 Okt 2010 19:55 von Eto. Begründung: Korrektur
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