THEMA: Nakuru, Bogoria, Naivasha, Masai Mara, Nairobi
13 Dez 2025 18:30 #717607
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  • Bushtruckers am 13 Dez 2025 18:30
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Liebe Foris

Wie versprochen, der nächste Bericht – der 2. letzte im 2025….

Zur Gruppe: Grossmutter war mit mir 2005 auf einer Tour. Der Fahrer war John. Es waren damals 6 Leute und eine der harmonischten Gruppen, die ich je hatte. Da war kein böses Wort, jeder nahm auf die Interessen des anderen Rücksicht. Damals lebt Ihr Mann noch. Nun wollte sie nochmals diese Tour machen. Ich fühlte mich echt gerührt und geehrt, da dies altershalber ihre letzte grosse Tour sein wird.

Dann der beste und einzige Sohn (ihre Wote) mit Frau und den beiden Töchtern, die Anfang 20 sind. Zudem war die Freundin der Grossmutter mit dabei, mit der sie schon einige Reisen gemacht hatte und sie auch in Deutschland regen Kontakt hat.
3.9. Ich holte Sie am späten Abend am Flughafen ab. Mit der Grossmutter gab es natürlich eine herzliche Begrüssung. Netterweise haben sie ein Raucherhäuschen beim Terminal 1E hingebaut. Wir sind nun 3, die das Laster haben.
Mit 2 Taxis geht es ins Tamarind Tree Hotel. Ein Getränk und bald ab ins Bett.

4.9. Ein nicht zu frühes Frühstück und dann holen uns die 2 Taxifahrer ab. Es geht erst ins Karen Blixen Museum, wo wir von einer Führerin alles erklärt bekommen. Da alle Englisch können, brauche ich nicht übersetzen. Danach geht es, um der Geschichte willen, ins Norfolk Hotel. Dort hatte Karen Blixen, als sie Kenia verliess, gebeten, dass man ihre Angestellten auf einem Stück Land ansiedeln soll, das sie ihnen hinterliess. Es waren 405 Hektaren. 2.428 Hektaren ihres Farmlandes wurde an einen Investoren verkauft. Ihre Angestellten stammten von verschiedenen Stämmen.
Eine der Töchter hat Gluten Allergie. Als unser Abendessen im Tamarind Tree Hotel kam, sah der Fisch trotz Anweisung nicht nach Gluten frei aus. Ich sah dem Kellner an, er ist überfordert und versteht den Ernst der Lage nicht. Also nehme ich den Teller und gehe zur Küche. Der Chefkoch kommt auch gleich und versteht blitzartig warum es geht. Der Fisch war nicht glutenfrei. Sofort bereitete er frisch zu und nun war alles wieder gut.

5.9. Joseph holte uns um 8 Uhr ab und es ging hoch auf den Rand des grossen Grabenbruchs. Wir hielten an einem der Aussichtspunkte. Leider war es recht diesig und die Fotos auch von den Vögeln wären nichts geworden. Weiter vorbei am Naivasha und Elementaita See zum Lanet Gate des Nakuru Nationalparkes. Nach dem Einchecken drängte die Zeit etwas, um noch Mittagessen zu bekommen.

Wir gingen auch gleich zum Buffet und danach auf unsere Zimmer. Das Essen war wie immer lecker.

Ich muss immer schauen, ob die Leopardorchidee / Ansellia africana blüht. Sie ist nahe des Empfangs. Und sie tat mir den Gefallen. Die Versuchung einen Teil mitzunehmen ist gross, aber wir haben noch viele Tage vor uns und sie würde kaputt gehen.



Gleich nach dem Ausgang der Lodge, bitte ich Joseph kurz anzuhalten. Das Bild spricht Bände. Für diejenigen, die den Nakuru Nationalpark nicht kennen, sieht alles normal aus. Man sieht das Band im Bild. Das ist der Weg. Von dort aus konnte man fast 1 km weiter zum Seeufer fahren. Der Weg lag im Süsswasser und ist nun mit Sodawasser vermischt. Wo die toten Bäume stehen, war Land und da konnte man toll Tiere finden. Die dicke, dunkle Wolke ist derzeit typisch. Das Gebiet bekommt aussergewöhnlich viel Regen und Ihr werdet noch sehen, wie der Wasserspiegel steigt. Das Grasland wird nun weniger, die Zahl der Tiere ist gleich. Zudem sind sehr viele exotische, eingeführte Pflanzen im Grasland und kaum eine davon wird von Tieren gefressen. Dies diskutiere ich später auch mit dem Besitzer der Nakuru Lodge. Vielleicht kann er Gruppen motivieren, zu jäten.



Früher war der See rosa gefärbt von all den Flamingos. Doch das Wasser ist zu stark verdünnt, was Algen, Krebschen und anderen Getierchen nicht gut tut. Flamingos ernähren sich davon, Rosaflamingo von Krebschen, Zwergflamingos von blau-grünen Algen. Beide Nahrungsmittel enthalten Karotin, welche die rosa Farbe erzeugen.

Zum Vergleich Bilder vom August 2017 und da war der See schon recht angestiegen. Vom Wegweiser aus ging es noch gut 200 m zum Seeufer. Heute sieht man nicht mal mehr ein Steinchen davon. Die Grossmutter hatte den See noch sehr tief erlebt und war echt geschockt.





Joseph biegt rechts ab, also auf die Seite des Hügels weg vom See. Man sieht, es ist recht überweidet und die Häuser stehen am Parkzaun.



Es geht kurz durch den Wald und auf den Weg zur Soysambu Campsite. Joseph nimmt die Herausforderung der nassen Schwarzerde auf sich, um uns den Löwenmann zu zeigen. Das tote Zebra liegt im Gebüsch. Andere Autos kommen und auch die müssen recht zirkeln.





Nein, meine Kamera ist nicht kaputt. Die Streifen kommen vom Regen. Wir waren grade noch rechtzeitig vom Löwen weggekommen, die folgenden Autos werden es schwieriger haben. Nakuru hat einige stattliche Büffelbullen. Diese älteren Herren sind nicht immer freundlich. Hier wollte auch mal einer unserem Auto eine Beule reinhauen.





Rothschildgiraffen Bullen schauen auf 2 ihrer Kollegen, die versuchen, die Rangordnung herzustellen. Der dunklere ist etwas höher und wahrscheinlich auch älter. Das zeigt er nun dem Kürzeren. Giraffen, wie auch andere Tiere, imponieren erst mal durch gross machen und versuchen den andern einzuschüchtern. Falls keiner nachgibt, heisst es halt kämpfen. Doch die gesellen sich bald wieder zu den anderen.











Nasse Anubispaviane sitzen am Wegrand. Der Regen hält das Junge nicht vom Trinken ab



So gross wie der Rheinfall ist er nicht, aber dennoch hat er für seine Verhältnisse sehr viel Wasser. Er heisst Makalia Fall. Das Wasser fliesst in den Nakuru See, der keinen Ausfluss hat.



Die heisse Dusche tat gut, der Regen hat doch die Luft ziemlich abgekühlt. Schon als ich aus dem Zimmer trat und langsam, immer mit der Taschenlampe nach Kleintieren suchend, Richtung bar lief, hörte ich die Nakuru Singer schon. Ganz langsam ging ich die Treppe hoch und die Stimmen verstummten. Ich hatte die Gruppe und vor allen den Leader der Gruppe total überrascht. Um so grösser war deren Freude. Nach dem Abendessen ging ich hin und wir plauderten. Danach durfte ich deren schöne Stimmen geniessen.

Gute Nacht
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Elvira Wolfer

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Letzte Änderung: 13 Dez 2025 18:32 von Bushtruckers.
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13 Dez 2025 23:48 #717614
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  • KarstenB am 13 Dez 2025 23:48
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Hallo Elvira,
da kommen Erinnerungen hoch. 2003 waren wir auf dem 2. Flug, der nach der Sperrung des Airports wegen des Bin Laden Attentats wieder dort landete. Das Land war praktisch touristenfrei. Wir hatten eine traumhafte, abenteuerliche 6-wöchige Rundreise Nairobi - Naivasha - Baringo - Bogoria - Nakuru - Masai Mara - Amboseli - Tsavo Ost - Tsavo West - Nairobi.
Wir hatten einen Suzuki Jimny gemietet (ich habe diese Schlaglochsuchmaschine häufig verflucht) und unser Bodenzelt dabei. Letzteres mussten wir nicht über Gebühr strapazieren, da wir häufig Angebote für tolle Lodges bekamen, die man einfach nicht ablehnen konnte (z.B. für Finch Hatton's).
Wenn ich es recht erinnere, war damals schon der Wasserstand am Lake Naivasha höher als normal, so dass ein Camp (Fisherman's Camp?) aufgegeben werden musste. Die Seen Nakuru und v. a. Bogoria hatten sehr, sehr viele Flamingos. Meine Erinnerung ist leider nicht mehr die beste und meine Unterlagen sind in Hamburg - da komme ich erst Ende März wieder hin.
(Meine Frau erinnert mich gerade daran, dass dort, wo wir schließlich gezeltet haben, einige Monate vorher ein Paar ermordet worden sein soll. Wir hatten eine schlaflose Nacht.)
LG aus Puerto
Karsten

PS: Ich hoffe, du nimmst mir mein Reingätschen in deinen Bericht nicht übel.
Infos NordTZ 22 www.namibia-forum.ch...juli-22.html?start=0
RB Kenia 2020 www.namibia-forum.ch...pt-2020.html?start=0
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
Walking Safari Zimbabwe 97 www.namibia-forum.ch...ri.html?limitstart=0
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  • Bushtruckers am 13 Dez 2025 18:30
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Hallo Karsten

Warum hattet Ihr eine schlaflose Nacht?

Es braucht viel mehr, bis ich etwas übel nehme.

2003/4 hatten wir arge Dürre (Meine verstorbene Mutter war 2004 zu Besuch) und es kann sein, dass von da die Seespiegel sanken. Der See war damals tief. 2012 konnte man noch gut am Seeufer spazieren und die vielen Flamingos sehen. 2017 war die Strasse am See entlang blockiert, die Geysire waren nur noch etwas Bewegung im Wasser, doch man konnte noch am Ufer gehen.

Wann die Campsite geschlossen wurde, kann ich nicht sagen.

Ich poste ein paar alte Bilder, teils noch von Papierbildern eingescannt.



2017



Blick auf die nun unter Wasser Geysire





In den letzten Tausenden von Jahren hat der Wasserspiegel sich oft geändert. Es scheint, die Seen sind untereinander verbunden, denn es gehen all rauf oder runter. Im Moment ist es der viele Regen und klar die menschlichen Taetigkeiten, die Wasser nicht mehr versickern lassen.

Von dem ermordeten Paar weiss ich nichts. Nur dass Joan Root 2006 ermordet wurde, weil sie sich für einen Stop der Überfischerei einsetzte.

Gestern hat es auch bei mir entlang des Thika Highway gut geregnet. Dafuer war November ziemlich trocken.

Liebe Gruesse
Elvira
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14 Dez 2025 10:10 #717621
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Hoi Elvira

Bin gespannt und dabei! Schönen Gruss auch von Sabine und auch an Joseph
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14 Dez 2025 10:25 #717622
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Hi Elvira,

da fahre ich doch gerne mit!

Liebe Grüße
Konni
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14 Dez 2025 12:53 #717633
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Grüss Dich Elvira,
das mit Deiner Oma finde ich richtig gut. Supergut, denn grad für die "alten" Leute ist es das schönste Geschenk, wenn die Jugend mit ihnen auf Reisen geht. Da freut sich jeder Senior! :)


Viele Grüße!
der bayern schorsch
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