16.6. Es war eine gute Nacht ohne Frieren. Doch zum Morgenessen ziehe ich mich wieder brav warm an, obwohl es nicht sooo kalt ist. Ich sehe meine Freunde, die angestrengt auf die aufgehende Sonne und den Mount Kenia starren.
Ein gutes Frühstück und los geht es. Den Netzgiraffen wird einiges an Aufmerksamkeit geschenkt. Aber sie beäugen uns auch sorgfältig bevor sie dann über den Weg gehen.
In Nanyuki holt Joseph etwas für den Landcruiser und ich treffe mich mit Richard, der eine meiner kommenden Touren leiten wird und ich ihm einige Sachen geben musste.
Vorbei an Treibhäusern und runter ins trockenere Land des Samburu Gebietes. Die Stadt Isiolo ist immer gleich – verrückte Motorradfahrer wie überall und ein Gemisch von Stämmen und Religionen. Bald sind wir in Archer’s Post und auf der Holperstrasse. Das Einchecken mit den vorbezahlten Tickets geht rasch und ich muss sagen, sie waren wieder sehr nett.
Noch beim Eingang sah ich einen Summervogel – ach die Berner meinen das heisst Schmetterling. Von meinem Schmetterlingsbestimmer auf Facebook habe ich den “Befehl” bekommen, die Lepidoptera (Schmetterlinge) nicht zu vergessen. Und ich bin ja so was von gehorsam

… African Monarch oder African Queen / Kleiner Monarch / Danaus chrisyppus – Familie Nymphalidae / Unterfamilie Danainae und er sitzt auf einer Acacia (Vachellia) senegal senegal. Man beachte die 3 kleinen Widerhaken, also ein Warte ein bisschen Baum. Eine Biene fliegt rechts im Bild weg. Akazien sind so wichtig für Insekten und genau aus denen brennen sie im ganzen Land Kohle. Dann wundern sie sich, warum es weniger Bienen und weniger Ernteertrag gibt.
Schon bald sind wir im Elephant Bedroom Camp und bekommen die Regeln vorgesagt. Wir haben fast die hintersten Zelte. BB und ich haben ein Luxuszelt. Dies war das letzte verfügbare für unsere Daten. Ich bemühe mich, etwas mehr Ordnung zu halten als normal, wenn ich alleine im Zimmer bin. Jedes Zelt hat ein Plantschbecken, das ich nie benutzte.
Auf dem Weg vom Zelt zur Essterrasse begegneten mir die Rotschnabeltokos / Northern Red-billed Hornbill. 2 davon sind noch Jungtiere mit dem kürzeren Schnabel. Deren Kommunikation höre ich noch öfters.
Wir sassen ganz gemütlich beim Mittagessen an den Tischen nahe beim Fluss, als der Ruf kam. Kommt hoch, Obama ist im Anmarsch. Dies einer der ansässigen Elefantenbullen und er trägt ein Senderhalsband. Man sieht auch die Sandsäcke, die das gelegentlich vorkommende Hochwasser blockieren soll. Wenn der Ewaso Nyiro Fluss kommt, dann sollte man recht weit weg sein.
So lecker wie es aussieht, war es auch
Als wir kurz vor unserer Abzweigung zu unserem Zelt waren, zeigte einer der Wächter hoch auf den Baum. Ich traute meinen Augen nicht – ein Pärchen Afrika Zwergohreulen / African Scops-owl. Wir alle waren begeistert und werden sie die Tage noch öfter sehen und am frühen Morgen rufen hören. Für mich eins der Highlights der Tour, da man die so gut gesetzt selten zu sehen bekommt. Im Moment war das Licht nicht ideal und Ihr werdet sehen, ich versuchte immer wieder bei jeder Gelegenheit und anderen Lichtverhältnissen. Zudem war die Position jeweils minim anders. Sie sitzen auf einer Schirmakazie, erkennbar an den langen, dünnen Dornen und den kleinen Wiederhaken. Ein anderer Grund, weshalb Akazien so wichtig sind. Bei einer anderen Gelegenheit sage ich einem Wächter, was für ein Vogel das ist. Sofort geht er im Smartpone nachschauen und ist super happy, dass er dies nun den Gästen richtig sagen kann.