THEMA: Von Samburu, Aberdare, Amboseli, Tsavo bis Watamu
11 Nov 2025 20:02 #715788
  • Bushtruckers
  • Bushtruckerss Avatar
  • Meine Liebe zur Natur brachte mich nach Afrika
  • Beiträge: 1503
  • Dank erhalten: 5341
  • Bushtruckers am 11 Nov 2025 20:02
  • Bushtruckerss Avatar
5.7. Unser letzter Tag zusammen… Es hiess auch vom Ocean Sports Abschied nehmen…. Aber hoffentlich nicht für allzu lange



Nicholas holt und es geht nach Malindi. Das kleinere Auto bringt unser Gepäck an den Flughafen. Das Ziel ist die Vasco da Gama Säule. Erstmal muss der Kassier E-Citizen bearbeiten, so dass ich mit MPESA (Telefon Geld) bezahlen kann. Nochmals, denn ich hatte ihm meinen Ausweis als Mitglied von Nature Kenya nicht gezeigt, der mir gratis Eintritt zu den National Museen erlaubt.

Eine junge Studentin führt uns. Die Wellen schlagen hier bei Flut auf die toten Korallenfelsen und mit der Zeit formt das Wasser die Felsen.





Die Geschichte der Seefahrer nach Afrika ist lange und abenteuerlich. Viele hatten damals ihr Leben verloren, da die Stürme am Kap der Guten Hoffnung und im Kanal zwischen Afrika und Madagaskar tückisch sind. Doch Vasco da Gama schaffte es 1497 in Malindi zu landen. Er war auf dem Weg nach Indien, um Handel zu treiben und eine bessere Route zu finden. Man vergesse nie, sie hatten ganz primitive Geräte, um ihre Position im offenen Meer zu bestimmen. Und hier ist die Säule mit der Inschrift. Piraten war schon damals eine Gefahr für Handelsschiffe und verschiedene Länder wollten auch “ihren” Anteil an Afrika. Lange dominierten die Araber an der Ostküste und auf Sansibar.

Herzige Blümchen wachsen auf dem kargen Gestein



3 meiner Freunde konnten sich noch erinnern, wie ich mich damals in Brasilien benahm, wenn wir eine Spinne sichteten. BW und RZ hielten lange Vogelspinnen und ich musste in dem Raum schlafen…. Ein Grund, warum ich Spinnen fotografiere, ist, um die Spinnenphobie, die ich selber therapierte, nicht wieder aufflackern zu lassen. Spinnen hat es überall…. Aber am schlimmsten waren die dicken, schwarzen Hausspinnen in der Schweiz



Ein kurzes Stück mit dem Auto und wir sind beim Portugiesischen Kapelle Malindi. Die Stadt kenne ich überhaupt nicht. Wahrscheinlich hat es dort auch nicht viel, das mich interessieren würde, vielleicht mal der Sultanspalast. Näher am Strand sind die Hotels und Häuser oft im Besitz von Italienern. Ein Haus neben der Portugiesischen Kapelle. Die Häuser leiden echt unter der salzigen Luft und der Luftfeuchtigkeit. Aber ein bisschen besser könnte man die schon unterhalten.



Die Kapelle wurde um 1502 von den Portugiesen gebaut. Sie ist das erste christliche Gebäude in Ostafrika. Katholische Missionare kamen hin und versuchten sich in der vom Islam geprägten Stadt zu behaupten. 1589 übernahmen Portugiesen und der Sultan von Malindi die Stadt Mombasa und somit verlor die Kapelle an Wichtigkeit. 1593 – 1596 bauten die Portugiesen das Fort Jesus in Mombasa, um den Hafen zu schüten. Heute ist es ein Nationalmuseum und leider vom steigenden Meeresspiegel bedroht.







Die Studentin erzählte uns ganz viel, was so in der Kapelle damals ablief und wofür verschiedene Gegenstände gebraucht wurden. Das konnte ich nicht im Kopf behalten.

Im Garten um die Kapelle sind etliche Gräber





Einfach weil ich sie niedlich finde – Risenschnurfüsser / Archispirostrepus gigas. Man nennt sie auch Mombasa Express. Kleinere habe ich im Garten und die helfen totes Pflanzenmaterial in Humus zu verwandeln.



Nochmals ein kleines Stück mit dem Auto und wir kommen beim Museum an. Klar hat es hier schon Leute, die etwas verkaufen wollen oder betteln. Einfach bestimmt nein sagen. Wir müssen uns etwas beeilen, so dass wir den Flug erwischen. Vorher wollen wir ja noch etwas essen.





Das Museum Gebäude wurde 1890 von den Britischen Kolonialisten gebaut. 1991 wurde es als National Monument deklariert und als Museum der Öffentlichkeit am 24.12.2013 zugänglich gemacht. Die Hauptthemen im Museum sind die Küstenstämme und ihre Traditionen, wie auch anderes geschichtliches.

Als erstes sehen wir eine Afrika Karte aus dem Jahr 1554. Ich staune, was die damals schon konnten!



Dann ein Tuch mit einem alten Dampfschiff. An der Küste tragen viele Tücher in den buntesten Farben. Man nennt sie Kikoy und sie sind aus Baumwolle gewoben. Die andere Variante heisst Kanga und sind bedruckte Tücher 1 m x 1.5 m. Meist ist auch noch eine Lebensweisheit drauf geschrieben.



Musikinstrumente, Gegenstände aus dem Haushalt







Die Mijikenda ist eine Gruppe der 9 Bantu sprechenden Stämme an der Küste. Jeder Stamm hat seinen eigenen Stil, Häuser zu bauen. Bantus ist eine Sprachgruppe, der ungefähr 400 Stämme / Gruppen angehören, darunter auch der grösste Stamm in Kenia, die Kikuyu und die bekannten Zulu in Südafrika. Ursprünglich stammen sie aus West- und Zentralafrika und sind von dort nach Ost-, südliches Afrika gewandert. Deren Ausbreitung fand ca. zwischen 4.000 – 500 AD (vor Christus Geburt) statt.



Die Tafeln im Museum geben gute Erklärungen über Clans und Stämme. Jeder Stamm oder Stammesgruppe hat ihre eigene Schöpfungsgeschichte, ihren eigenen Glauben, wo Gott ist. Sie sind auch nicht alle gleich sozial aufgebaut.







Ein Gemälde, wie es mal in Malindi aussah



Die Führung ist zu Ende und es geht durch einen Stadtteil. Man sieht den starken Islamischen Eindruck. Drum nie ein Hotel in Moschee Nähe… zig mal am Tag rufen sie zu Gebeten und das auch nachts



Nicholas zeigt mir das Restaurant, wo eine gemeinsame Bekannte von uns, die in einem Wald lebt, den sie beschützt, zeitweise isst, wenn sie in Malindi ist





Wir essen in einem Italienischen Restaurant zu Mittag. Na die Lasagne hätte besser schmecken können. Dann ab an den Flughafen, wo unser Gepäck auf uns wartet. Wir verabschieden uns von Nicholas, der uns wieder sicher und pünktlich an alle Orte brachte. Hier ist es immer einfach einzuchecken. Wir warten noch eine Zeitlang, bis der Jambojet Flieger kommt und wir einsteigen können.



Noch ein letzter, sehnsüchtiger Blick auf den Indischen Ozean



Nach 1 Stunde landen wir am JKIA Flughafen in Nairobi und werden von einem Fahrer vom Four Points by Sheraton empfangen und ins Hotel gebracht. Nach Duschen und etwas wärmer anziehen, sitzen wir noch gemütlich zusammen und essen etwas kleines. Dann heisst es zum Terminal fahren. Klar der Abschied ist nie der schönste Moment, wenn man eine so tolle Gruppe um sich hatte.
Ich weiss sie lesen hier! Und somit danke an Euch alle 5, die so toll mitgewirkt haben und auch oft mit mir Geduld hatten, wenn ich einen Vogel oder so fotografieren wollte. So viel gelacht hatte ich noch kaum auf einer Safari.

Dann gingen sie ins Terminal hinein und plötzlich war es so still um mich. Ich schlief im Four Points und fuhr erst morgen mit Einkaufen unterwegs nach hause. Auch zuhause musste ich mich erst mal wieder dran gewöhen, dass da kaum jemand redet und lacht…. wir haben ja alle zu arbeiten :laugh:

Liebe Gruesse
Elvira

PS der nächste Bericht wird Nairobi Nationalpark und Shompole Wilderness Hide sein
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer

Zubucher- und individuelle Safaris
Letzte Änderung: 11 Nov 2025 20:15 von Bushtruckers. Begründung: Bild vergessen
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Fluchtmann, ANNICK, picco, THBiker, Beatnick
Powered by Kunena Forum