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- Masai Mara 2024 - 10 Jahre Mom&Daughter in Afrika
20 Jun 2024 16:09
#689032
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8. Februar - Ein düsterer Tag
Mittlerweile hat sich unser Morgen ein wenig eingependelt. Petra steht bloß eine halbe Stunde vor mir auf und während ich mich fertig mache, geht sie schonmal vor zum Hauptzelt und trinkt dort noch einen Kaffee. So habe ich nochmal meine Ruhe, die ich manchmal einfach brauche, wenn man rund um die Uhr zusammen hängt, und wir können gut in den Tag starten. Und das ist absolut nichts Negatives oder dass Petra mich nerven würde. Wenn man alleine wohnt und Einsamkeit auch als etwas Gutes ansehen kann, braucht man in solchen Urlauben auch zwischendurch mal kurz seine Ruhe. Heute geht es wieder erst um kurz nach 6 Uhr los und George scheint kein festes Ziel zu haben. Wir finden irgendwann den Rongai Pride, der aber in eine closed area abgewandert ist und da generell gerade nicht viel los ist in der Mara, fahren wir wieder zum Survey Pride mit Cub-Garantie. Wir kommen allerdings ein wenig später dort an und die Kleinen haben wohl schon ihre Hochphase des Spielens beendet. Eine der Löwinnen säugt sie im wunderschönen Morgenlicht auf dem Hügel und nach bereits 15 Minuten verschwinden sie schon wieder in den dichten Büschen. Zu unserem Frühstücksplatz müssen wir noch ein Stück fahren, aber es lohnt sich allemal! Auf dieser Anhöhe hat man einen wunderbaren Blick auf den Sand River und Tansania. Leider ist dies ein sehr beliebter Spot und so bleiben wir nicht lange unter uns. Wir lassen es uns schmecken und trällern auf der Weiterfahrt ein paar unserer Altweiber-Hymnen, die wir mit allerliebsten Grüßen in die Heimat schicken, denn heute ist Altweiberfastnacht und man vermisst uns zu dieser Tradition sehr! George versteht kein Wort - ist wohl auch besser so - steigt aber zumindest rhythmisch mit ein. Wir fahren noch an den beiden Paschas des Survey Prides vorbei, die faul und unfotogen unter einem Baum ruhen. Weiter fahren wir ein bisschen planlos durch die Gegend und begegnen einer Löwin des Lookout Prides. Wir fahren eine große Schleife und genau der Baum, unter dem wir gestern Lunch hatten, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Hier hängt ein Leo-Kill in Form einer Thommy und George freut sich sehr darüber, denn dies ist das Revier von Saba, seiner Lieblings-Leopardin. Sie wurde gestern bereits auf der gegenüberliegenden Flussseite von unserem Camp gesehen. Gerade hält sie sich gut versteckt, aber George wird es schnell erfahren, wenn sie zurückkehren sollte, denn die nahegelegene Straße ist die Straße zum Gate und somit hoch frequentiert. Wobei er aber vermutet, dass sie erst heute Nacht zu Ihrer Beute zurückkehrt. Und er hofft, dass der Adler die Beute nicht so weit anfrisst, dass sie runterfällt. Heute machen wir Mittagspause im Camp und legen ein wenig die Füße hoch. Mein Kamera-Akku von gestern muss noch immer nicht geladen werden, das hatten wir auch noch nie. Aber das gehört eben auch dazu, vor allem wenn natürliche Faktoren wie zu viel Regen zur falschen Zeit und damit viel zu hohes Gras eine Rolle spielen. Am Nachmittag scheint wieder irgendwo was los zu sein, denn bereits kurz nach Verlassen des Camps gibt George Gas und seinem Fahrstil nach zu urteilen, dürfte es wieder was Fleckiges sein. Wir sind gespannt - und werden schnell "ausgebremst". George merkt auf einmal, dass die Bremsen nicht mehr wirklich funktionieren und lässt das Auto ausrollen. Das war's erstmal. Er verrät uns, dass wir zu Bahati fahren wollten und wir sind mehr als froh, dass die Bremsen vor dem Crossing durch den Talek hops gegangen sind und nicht im Fluss oder auf der anderen Seite. George macht ein paar Anrufe und wir fahren den Handwerkern in langsamem Tempo Richtung Talek entgegen, denn mittlerweile funktionieren die Bremsen gar nicht mehr. Niemand hat Schuld an diesem Schlamassel. Deswegen richtet sich meine schlechte Laune auch gerade nur gegen die Situation selbst und gegen nichts und niemanden sonst. Es ist ja immerhin erstaunlich, wie schnell hier jemand mal eben raus fährt und Autos repariert. Wir treffen uns mit den Handwerkern unter einem Baum, wo der Untergrund einem Wagenheber standhält. Wenn ich überlege, dass ich mein Auto für Stunden in die Werkstatt bringe, wenn die Bremsen (oder Scheiben oder was auch immer) gewechselt werden und das hier mal eben so in der Wildnis gemacht wird, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Was nun das Problem war, haben wir nicht wirklich verstanden. Ich glaube, die Bremsscheiben (oder Trommeln?) wurden gewechselt und irgendwie war Luft oder Wasser in den Bremsleitungen. Es dauert keine Stunde, da ist der Cruiser bereits wieder fahrtüchtig. George testet die Bremsen natürlich ordentlich aus, sodass er sicher sein kann. Am Rekero Crossing vom Talek Fluss angekommen, beobachten wir ein Auto, das große Probleme hat, hier aus dem Fluss zu kommen, da die Ausfahrt mittlerweile extrem ausgefahren ist. George sucht ein paar Steinplatten, legt diese in die Fahrspuren und das Auto kommt hoch. Er meint dann, es wäre keine gute Idee, jetzt nochmal rüber zu fahren, zumal Bahati sowieso wieder verschwunden sei. Er möchte nicht heute Abend spät hier aus dem Fluss fahren und vielleicht stecken bleiben. Klar, akzeptieren wir definitiv. Also fahren wir zu den Ebenen, wo das Gras nicht allzu hoch ist und ein paar Huftiere anzutreffen sind. Durch die Wolken am Himmel hat es immerhin tolles Licht zum Fotografieren! Irgendwann fahren wir wieder Richtung Camp und entdecken in der Nähe eine große Büffelherde. Wir entscheiden, hier den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Leider möchte sich meine Laune heute nicht mehr heben und ich habe wenig Lust, hier großartig zu fotografieren, also horche ich einfach wie die etwa 800 Büffel friedlich grasen. Um die Herde ziehen ein paar Hyänen, die ich aber gar nicht wirklich wahrnehme, bis George mich aus meinen Gedanken reißt mit den Worten "Oh, they hunt!". Ich starte die Kamera ohne zu wissen, dass uns gleich der schlimmste Moment auf Safari erwartet, den wir jemals erlebt haben. Die Hyänen schnappen sich ein Kalb, das vor etwa zwei Stunden geboren wurde und tragen es weg. Es plökt nach seiner Mutter, die es aber nicht wirklich verteidigt. Büffel haben vor Hyänen mehr Respekt als vor Löwen, denn Hyänen sind furchtloser und lassen sich nicht so einfach einschüchtern. Ich weiß, wie Hyänen "töten" oder eben auch nicht, nämlich dass sie einfach drauf los fressen, aber wir haben noch nie live erlebt, wie Hyänen Beute machen. Genau das spielt sich jetzt vor unseren Augen ab und ich bin das einzige Mal in diesem Urlaub froh, dass das hohe Gras das meiste verdeckt. Sie fangen an zu fressen und das Kalb schreit noch immer. Die Mutter kommt angaloppiert und die Hyänen packen es wieder, um es weiter weg zu schleifen. Die Schreie des Kalbs gehen mir in diesem Moment viel zu nahe und ich bin wie gelähmt. An Filmen oder Fotografieren ist gerade gar nicht zu denken. Der ganze Kampf dauert 7 Minuten, in denen ich mehr als einmal erleichtert denke, das Kalb wäre endlich tot. Doch es plökt erneut, während die Hyänen es gefühlt schon halb aufgefressen haben. Das ist zu viel. Mir laufen Tränen übers Gesicht und ich bete, dass es endlich erlöst wird. Als es einige Sekunden ruhig bleibt und man weiterhin das Knacken der Knochen hört, kann ich erleichtert aufatmen. So schlimm dieses Ereignis auch war, es ist auch wichtig, diese Seite der Natur kennenzulernen und ich habe nicht einmal dran gedacht, einfach weg zu fahren. Es passiert jeden Tag. Einer stirbt, damit ein anderer weiterleben kann. Als ich mich wieder halbwegs gefangen habe, filme ich mit dem Handy die Hyänen und George sagt in diesem Moment gerade passenderweise "She killed for her babies" und er hat einfach Recht. Als er mich fragt, ob alles okay ist, antworte ich nur "yes, just too much nature right now" und er versteht, was ich meine. Immer noch betroffen kehren wir ins Camp zurück und ich verarbeite diesen Moment erstmal irgendwie. Das erfordert unter anderem einen doppelten Gin Tonic. Als ich an diesem Abend im Bett die Hyänenrufe in der Ferne höre, habe ich erstmal kein Lächeln auf dem Gesicht, wie sonst. Allerdings haben Hyänen bei mir trotzdem nicht an Sympathie verloren. Die Natur hat sich dabei schon irgendwas gedacht. Lala Salama! |
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Letzte Änderung: 26 Jun 2024 10:05 von Flash2010.
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23 Jun 2024 10:53
#689199
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9. Februar - Twice in a lifetime
Obwohl unser heutiges Ziel bloß 20 Minuten Fahrtzeit in Anspruch nimmt, brechen wir noch vor 6 Uhr auf, denn wir können uns denken, dass sich da einiges herum gesprochen hat. Noch dazu ist es vom Gate aus nicht weit zu dem Baum, in dem Leopardin Saba gestern ihre Beute versteckt hat und es wird nicht lange dauern, bis der Trubel los geht. Wir erreichen den Baum und George ist ganz aus dem Häuschen. Saba liegt tatsächlich in der Baumkrone und er hat sie seit über einem Jahr nicht mehr gesehen, da sie sich meist in einem recht unzugänglichen Gebiet aufhält. Sie ist übrigens die Schwester von Bahati. Man kann ihre Silhouette nur erahnen, denn noch ist es sehr dunkel. Aber ein bellender Schakal bestätigt uns, dass sie dort oben liegt. Wir sind die ersten und so positioniert George uns exakt Richtung Sonnenaufgang. Nach und nach finden sich bereits jetzt weitere Autos ein und die Morgendämmerung setzt langsam ein. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beginnt Saba langsam, sich zu putzen - hier passiert gleich was! Noch dazu streift eine hungrige Hyäne um ihren Baum, was sie zusätzlich nervös macht. Was dann passiert, können wir kaum glauben. Im schönsten Gegenlicht verlässt sie - zugegeben wenig elegant - ihren Baum. Allerdings nur um sich kurz mit der Hyäne anzulegen und dann doch wieder die sichere Baumkrone aufzusuchen. Somit berschehrt sie uns unseren zweiten Once-in-a-lifetime-Moment des Urlaubs und schwingt sich gekonnt zurück in Sicherheit. Bilder sind keine entstanden, das wäre nichts geworden in dem schwachen Licht, aber die Bildausschnitte der Videos will ich euch nicht vorenthalten. Seht ihr ihren Baby-Bauch? Wow - wir sind absolut gefesselt von diesem wundervollen Moment und vergessen die fast vierzig Autos um uns herum. George ist sich sehr sicher, dass sie den Baum früher oder später wieder verlassen wird und so warten wir natürlich geduldig. Als die Sonne langsam am Horizont aufgeht, gelingen mir zumindest mal Beweisbilder, nur für den Fall. Dann, gerade als das Licht endlich für gute Bilder gereicht hätte, parkt George uns um, nämlich dass die Morgensonne hinter uns ist und den Baum anstrahlt. Jetzt sehen wir Saba leider nicht mehr wirklich von dieser Seite aus, aber George hat sich wie immer etwas dabei gedacht. Nochmal fast eine Stunde geduldiges Warten wird mehr als belohnt. Sie fängt wieder an, sich zu putzen und gähnt. Ich habe mich dazu entschieden, nicht zu filmen, sondern auch mal die Serienaufnahme zu versuchen. Die Einstellungen sind gesetzt, Saba erhebt sich und tut uns den Gefallen, noch etwa eine Minute lang im wunderschönen goldenen Licht zu posieren, bevor sie zum Sprung ansetzt. Die Bilder vom Sprung stammen von Petra und mir, daher die unterschiedlichen Aufnahmewinkel. George hat einmal mehr bewiesen, dass er genau weiß, was passiert, wo es passiert und wie es passiert. Als ich schnell die Bildvorschau sichte, fällt mir ein Stein vom Herzen, denn unsere Einstellungen waren absolut richtig! Derweil ist George (und die anderen natürlich ebenfalls) bereits wieder im Verfolgungsmodus. Saba rennt ein Stück Richtung Büsche und wir haben zuerst ein richtig ungutes Gefühl, sie könnte wegen der Autos so gestresst sein. George meint aber, die freie Fläche wäre der Grund und dass Hyänen in der Nähe sind. Er behält Recht, denn sobald sie die Büsche erreicht, entspannt sie sich und lässt sich von den Autos nicht weiter stören. Ich bin über ihre Größe sehr überrascht. Die meisten weiblichen Leoparden sind ja recht zierlich, aber sie ist definitiv die größte Leopardin, die wir je gesehen haben. Nach wenigen Minuten ist die Show auch schon vorbei und Saba wird sich den Rest des Tages wahrscheinlich zurückziehen. Ich frage George, ob sie trächtig ist und er bejaht dies. Der Babybauch fällt uns nämlich bei der ganzen Aufregung erst beim Sichten der Bilder auf. Zeit zum Durchatmen bleibt keine - auch nicht für eine Toilettenpause, denn schon bahnt sich das nächste Highlight an und wir müssen einiges an Strecke gutmachen. Der Rongai Pride ist wieder im Jagdmodus und hat sich weit von seinem Revier entfernt. Die Löwen sind in das Revier des Maja fisi Prides eingedrungen, den die beiden anderen Black Rockers Olobor und Oloshipa kürzlich übernommen hatten. Wir erreichen schließlich das Rudel mit Blick auf eine riesige Büffelherde. Die Herde an sich ist aber uninteressant, denn die Löwen haben ihr Ziel bereits ausgemacht. Zwei Bullen liegen weit abseits der Herde im Gras und haben das Rudel bis jetzt noch nicht wahrgenommen. Erfreulicherweise entdecken wir nicht nur Lorkulop, sondern auch endlich seinen Bruder Oloimina, der nun eine Woche lang verschwunden war. Ist ja klar, dass er pünktlich zum Essen zurückkehrt. Er ist ein unheimlich schlechter Jäger und beteiligt sich meist gar nicht erst an der Jagd. Oloimina Mein Lieblingsbild entsteht als wir die Perspektive wechseln - fast alle Junglöwen verschaffen sich einen Überblick, was ihre Mamas weiter unten so treiben und ob es endlich - nach über einer Woche nun - etwas zu fressen gibt. Jetzt aber volle Konzentration auf die beiden immer noch nichts ahnenden Büffel und die Löwinnen, die sich mehr und mehr formieren und sie umkreisen. Es ist unheimlich faszinierend zu beobachten, wie jede ihre Postion kennt. Kurz vor einem möglichen Angriff jedoch bemerkt einer der Büffel eine Löwin und die Deckung fliegt auf. Er springt auf und rennt zur Herde, der zweite tut es ihm gleich. Die Löwinnen versuchen es noch nicht einmal, an einen der beiden noch ranzukommen. Schade! Mittlerweile hat sich gefühlt der komplette Fuhrpark der Masai Mara hier versammelt und wir zählen großräumig verteilt um die 70 Autos. Wir folgen dem Rudel trotzdem noch ein wenig und können sie nochm schön beobachten. Die Büffelherde ist immer mal wieder in Aufruhr und mir gelingen dadurch ein paar schöne Videoaufnahmen. Als das Rudel keine Anstalten mehr macht, sich den Büffeln zu nähern, entscheiden wir uns für eine Frühstückspause. Seit ich extra Obst und Cornflakes fürs Frühstück bestelle, kann ich auch wieder mit mehr Appetit essen. Das Frühstück vom Bella Camp ist zwar lecker, aber trotzdem wenig abwechslungsreich, wenn man sich nichts extra bestellt. Fortsetzung folgt! |
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24 Jun 2024 04:43
#689236
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Liebe Laura und Petra,
Eure Leo Bilder beim Sonnenaufgang sind wirklich der Hammer! Auch die andern Sichtungen gefallen mir sehr gut, außer die von dem grausamen Tod des Kalbes. Hätte ich auch kaum vertragen, auch wenn es “nur” ein Kalb ist. Auch Wahnsinn, wie George so einen guten Riecher hat für gute Sichtungen und Positionen. Ich danke euch dass ihr eure spannende Reise in die Mara mit uns teilt. Liebe Grüsse von Katrin |
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Expedition Antarktis: www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben www.namibia-forum.ch...-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 www.namibia-forum.ch...e-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: safaritalk.net/topic...ca-and-namibiab/page
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25 Jun 2024 20:09
#689301
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Liebe Katrin,
wart ab, bis du die Szenen im Video siehst, es ist einfach nur wunderschön! Wir sind so dankbar dafür. Es war das Härtest, was wir je erlebt haben. Natürlich war es nochmal emotionaler, weil es ein kleines, wehrloses Kalb war, das nach seiner Mutter schrie. Keine Ahnung, ob es bei einem ausgewachsenen Tier genauso emotional gewesen wären. Schlimm wäre es in jedem Fall auch gewesen. Schön, dass du uns weiterhin begleitest Liebe Grüße Laura & Petra |
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27 Jun 2024 21:14
#689448
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9. Februar - Twice in a lifetime Fortsetzung
Nach einer Stunde erreichen wir einen Baum, unter dem zwei Geparde im Schatten liegen und es handelt sich tatsächlich um die beiden M'Bili Bora. Die letzten zwei verbliebenen der legendären fünf Musketiere. Einer der beiden soll wohl aber wohl gesundheitlich angeschlagen sein, sonst würden sie jetzt herumwandern und nach Beute Ausschau halten. Einer der beiden läuft schon bald mal ein Stück und sucht bei verschiedenen Autos Schatten. Bei Geparden ist dies wohl erlaubt, von ihnen geht weniger Gefahr aus als von Löwen. Dann aber kehrt er zu seinem Bruder zurück und als sich beide flach auf den Boden legen, entscheiden wir uns, weiter zu fahren. Wir treffen zwei sehr kooperative Kronenkraniche. Die nächste Sichtung ist schon mächtig spektakulär, denn wir finden tatsächlich Zebras! Wenn auch nur vier Stück. Aber hey, wenn das nicht die Sichtung des Tages ist Nebenher tobt ein Kampf zwischen zwei Topis, der aber recht schnell auch wieder ausdiskutiert ist. Unser Weg führt uns nun wieder ans Rekero Crossing vom Talek, wo jemand wieder verzweifelt versucht, aus dem Fluss auf unserer Seite herauszukommen. Zum Glück befinden sich keine Touristen im Auto, denn das gerät in extreme Schieflage. Ein Guide, der vor uns ist, hat keine Lust zu warten und fährt bereits in den Fluss ohne zu wissen, was überhaupt unter ihm ist, denn er befindet sich neben der normalen "Fahrspur" im Wasser, die alle anderen nehmen. Prompt bleibt er stecken. Jetzt darf George wieder Hand anlegen. Zuerst wird Nummer 1 von uns die Böschung hoch gezogen. Dann sollen wir aussteigen, aber bei diesem Auto stehen bleiben, denn bis eben waren nicht nur auf der anderen Flussseite Elefanten, sondern auch bei uns. Jetzt fährt George in den Fluss um Nummer 2 aus der Misere ziehen. Er schleppt ihn ein Stück zurück und der Cruiser bewegt sich wieder. Die Männer am Ufer signalisieren uns, wir sollen runter kommen und bei George einsteigen. Petra würde es wohl vorziehen, hier alleine bei den Elefanten zurückgelassen zu werden als nach diesem Anblicke nochmal durch den Talek zu fahren - aber nützt ja alles nichts - Augen zu und durch (bei Petra im wahrsten Sinne des Wortes). Übrigens waren alle fotografierten Personen mit den Bildern einverstanden - außer Petra weiter unten... Auf der anderen Seite aber werden wir mehr als belohnt, denn Bahati erwartet uns. Auch sie sieht extrem "hungry" aus und sucht vergebens nach Beute. Die Autos drumherum sind nicht hilfreich, denn sie verjagen die kleineren Beutetiere wie Hasen oder Eidechsen, die Leoparden durchaus auch fressen. Die Hitze ist kaum auszuhalten, da bleibt Bahati auch lieber im Schatten und zieht sich irgendwann tiefer und tiefer in die Büsche zurück. George möchte auch nicht allzu spät zurück durchs Crossing, falls wir steckenbleiben. Wir reißen uns los, George bringt uns gekonnt und locker pfeifend durch den Talek und die Böschung hinauf als wäre es ein "shit of a fly". Petra sieht man ihre Angst nur dezent an. Es ist bloß noch eine Stunde bis Sonnenuntergang und wir könnten heute Glück haben, dass die Sonne zu unseren Gunsten untergeht. Wir finden eine Elefantenherde und bleiben den Rest der Zeit bei ihnen. Vielleicht ergibt sich hier ein schönes Sonnenuntergangsmotiv. Dank der tief stehenden Sonne entstehen aber vorher bereits einige meiner Lieblingsschnappschüsse. Wir sind die einzigen hier und alles, was wir um uns herum hören, ist das Zupfen des Grases und ein gelegentliches Brummeln. Elefanten geben dir das Gefühl innerer Ruhe. Hätte ich dies noch nicht vor Jahren schon festgestellt, so spätestens zu diesem Zeitpunkt jetzt. Diese friedlichen Momente sind nur schwer zu übertreffen. Leider stellt es sich als nicht so einfach heraus, die Silhouetten im Gegenlicht einzufangen, da Elefanten oft nur als schwarze, dicke Punkte wahrzunehmen sind, wenn man sie nicht von der Seite her kriegt. Ein paar vorzeigbare Bilder sind dabei, aber für die untergehende Sonne wählen wir dann doch lieber einen Baum. Es ist fast dunkel als wir das Camp erreichen, aber kurz vorher müssen wir zuerst noch einer anderen Elefantenherde Vorfahrt gewähren. Ich glaube, manchmal müssen wir in Momenten wie diesen einfach wieder daran erinnert werden, dass wir uns mitten in der Wildnis befinden und WIR hier die Besucher sind. Im Camp hat schon alles seinen Sinn, dass man sich bei Dunkelheit nicht alleine bewegen darf. Lala Salama! |
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Letzte Änderung: 27 Jun 2024 21:34 von Flash2010.
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27 Jun 2024 22:12
#689451
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Wow Laura, ganz großes Kino, wunderschöne Bilder. Und ich meine nicht nur den Sonnenuntergang.
So viel habt ihr erlebt an einem Tag! Es grüßt Claudia |
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