THEMA: Von Elefanten zu Zistensängern - 3.5 Wochen
19 Mär 2022 17:32 #639911
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12.2. Solio Conservancy
Wir packen und essen unser Frühstück. Dann fährt uns Joseph aus dem Park raus und zur Rhino Watch Lodge. Dort lassen wir unser Gepäck und fassen unsere Lunchboxen. Danach eine kurze Strecke zum Eingang zu Solio. Das Bezahlen dauert etwas und ich kaufe auch eine Karte, die uns zwar dann nicht allzu viel hilft. Also noch die tolle Cussonia holstii aufnehmen. Der übersetzte Name ist Kohlbaum oder auch Elefantenzahnbürste



Und nun fängt der Nashorntag an… die Rasenmäher in Aktion. Da ich schon so viele Nashornbilder habe, halte ich mich etwas zurück. Ich muss sie ja immer selber verlesen und bearbeiten….



Was man am besten tut, wenn es heiss ist…



Was bestechend ist in Solio, sind die vielen Gelbrindenakazien



Defassa Wasserböcke und Impalas im Sumpfgebiet



Wir müssen auf Toilette und es ist auch Mittagszeit. Wo? Drin darf man nirgends mehr aussteigen. Also zum Eingang, aber nicht so weit wie zu dem wo wir bezahlt hatten. Ein Schild weisst uns auf die Toilette hin und da werde ich gleich von einem Schwarm Bienen empfangen, die sich da häuslich einrichten wollen. Nichts wie weg, ich kenne die kenianischen Bienen, da welche gleich ausserhalb meines Gartens nisten. Also hinter den Busch und R sagen, dass er M warnt. M kommt an und sagt, dass sie grade von einer Biene gestochen wurde – hast Du die Warnung nicht bekommen, doch… aber…. Aha, man/Frau glaubte mir nicht. Zum Glück ist sie nicht allergisch und es tut einfach eine Zeitlang weh, auch nicht toll.

Dieser schwarze, nicht kastrierte Kater, miaut und miaut. Na ja, zu gut gefüttert sieht er nicht aus und wir geben ihm die Hühnerbeinknochen und was wir sonst noch übrig haben, was Katzen fressen können. Da wird er etwas ruhiger.



Danach fahren wir wieder los und gleich geht die Nashorntour weiter. Solio ist bekannt für die grosse Anzahl an Spitz- und Breitmaulnashörnern. 2020 + 2021 hat Kenia kein Nashorn durch Wilderei verloren! Hut ab und weiter so. Nicht in die Fusstapfen von Südafrika und Botswana reintreteten.



Ich hoffte, die beiden Böcke liefern sich einen Kampf, aber dem war nicht so



Sogar Netzgiraffen finden wir in Solio und seht warum sie so lange Hälse haben





Dieses junge Südliche Breitmaulnashorn wurde dann aktiv, so süss…



Junges Breitmaulnashorn

Sogar eine Gruppe Beisa Oryx Antilopen zeigt sich. Das hätte ich nicht erwartet.



Wir beobachten noch ein paar Vögel, aber das Licht ist nach wie vor recht grell. Für den Sekretär / Secretary bird geht es grade



So langsam machen wir uns auf den Weg zur Rhino Watch Lodge, bestellen unser Abendessen und machen es uns in unseren Behausungen bequem. Es dauerte bis sie sich organisierten und wussten, wo wir hinkommen sollen und wo unser Gepäck gelagert ist. Meine Gäste bekommen ein Haus ganz oben mit schöner Aussicht und ich mache das Fitnessprogramm den Hang hoch auch gleich mit. Mein Zelt ist unweit des Restaurants und sehr nett eingerichtet. Das Abendessen schmeckt und der Speisesaal ist geschmackvoll eingerichtet.







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19 Mär 2022 17:52 #639913
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13.2. Mweiga – Baringo See
Frühstück und auf geht es. Entlang des Aequators, wo wir auch mal kurz für Toilette bei einem Souvenirshop halten und am Menengai Krater vorbei (der brennt jetzt leider grade… und ich hoffe, sie können das Feuer rasch löschen) nach Nakuru Stadt. Dort gehen wir in den Supermarkt im grossen Einkaufszentrum am Ende der Stadt. Obwohl der Parkplatz bewacht ist, bleibt immer einer beim Auto. Heute ist es Joseph und ich kaufe für ihn ein.

Richtung Norden, durch die Sisalplantagen und wieder über den Aequator. Wir halten unsere Gehirn jedesmal fest, damit es durch die andere Drehungsrichtung nicht jedesmal einen Schock bekommt. Die Strasse ist gut, aber Schock – durch die Landaufteilung in kleine Parzellen sind noch mehr Akazienbäume verschwunden und Erosion setzt arg ein. Eine Frage der Zeit, bis es hier zu Nahrungsmangel kommt und zwar noch heftiger, als in den vergangen Jahren.

Die Strecke von der Abzweigung zum Bogoria See nach Marigat war immer wieder von reissenden Flüssen und weggeschwemmten oder überspülten Brücken heimgesucht. Nun haben sie wirklich was solides hingebaut. Eine ist noch nicht befahrbar.







Der Weg zum Tumbili Cliff Camp ist wieder befahrbar. Eine Zeitlang kam man nur mit dem Boot hin. Sie mussten umleiten und es ist etwas holprig. Wir beziehen unsere tollen Zelte mit Blick auf den Baringo See und das Mittagessen ist auch schon fertig. Das herzliche Willkommen von den Angestellten lässt uns gleich wieder wie zuhause fühlen. Aber es ist heiss!



Dennoch am Nachmittag auf Vogelpirsch im Grundstück. Leider sind die Webervögel in der Mauser, zeigen also nicht ihr tolles Brutkleid. Zwergweber / Little Weaver – er hat sein südlichstes Verbreitungsgebiet in Kenia am Baringo See



Nach einem leckeren Abendessen, das der Koch auf unseren Wunsch zugeschnitten zubereitet, heisst es ab ins Bett. Morgen wird früh Tagwach sein.

Es sind noch 4 weitere Gäste hier, Franzosen. Lustig sich in Französisch, Deutsch und Englisch zu unterhalten, halt mit den Worten, die einem einfallen und der andere versteht. Mein Schulfranzösisch hat sich halt recht verflüchtigt, aber verstehen kann ich immer noch einiges. Sehr nette Leute und wir geniessen die Zeit mit denen.

14.2. Wir haben uns mit Moses, unserem hiesigen Guide um 07.30 Uhr zur Bootstour verabredet. Dann sind auch schon alle von uns wach, da genügend Kaffee in den Magen gekommen ist.

So sieht es um 07.06 Uhr aus



Und um 07.30 Uhr ab ins Boot und brav Schwimmweste anziehen, obwohl es jetzt schon toll warm ist.
Ein Fischadler / Osprey fliegt vorbei, schade, dass er nicht sitzt, dafür tut es der Blauwangenspint / Blue-cheeked Bee-eater umso schöner. Auch der Graufischer / Pied Kingfisher spielt mit. Er sitzt auf einem Zweig eines wegen Hochwassers abgestorbenen Mesquite Busches. Diese wurden vor zig Jahren aus Südamerika eingeführt und bekamen ein echtes Disaster. Sie wieder wegzubringen bräuchte Bagger, denn die Pfahlwurzeln gehen tief in den Boden.





Von diesem Fischer kauft Moses Fisch, um später den Schreiseeadler zu füttern



Frau Schlangenhalsvogel / Darter präsentiert sich



Hier schon mal einen Einblick, wie hoch das Wasser war / ist. Die Soi Lodge war mal über 100 m vom Wasser entfernt. Leider ist das tolle Robert's Camp, wo man immer viele Vogelarten fand, ganz unter Wasser



Rauchschwalben / Barn Swallows kommen während dem Nordwinter immer in grossen Zahlen hier vor. Eine Weissbrauen-Uferschwalbe hat sich in den Schwarm gemischt – Banded Martin / Riparia cincta suahelica



Der Helmstar / Bristle-crowned Starling ist eine Art des nördlicheren Kenias. Man findet ihn auch in Shaba z.B.



Steine und Maschendraht wurden angebracht, um das Land vor noch mehr Erosion zu schützen. Die Baringo Krokodile sind bekannt, nicht aggressiv zu sein, doch mit dem Hochwasser haben sie ihr Verhalten leicht verändert und es kam zu wenigen Zwischenfällen. Zum Glück sind es hier keine riesigen Krokodile.



Silberreiher mit tollen Seidenfedern. Die Blätter sind von einem Mesquite Baum



Mit 1.40 m der grösste Reiher – Goliath Reiher / Goliath Heron



Mit doppeltem Band – männlicher Graufischer / Pied Kingfisher / Ceryle r. rudis



Da waren mal Felder und Häuser



Wenn der Ruf des Schreiseeadler / Fish Eagle hallt, dann hüpft mein Herz. Das ist die Stimme Afrika’s und die darf nie verstummen



Eine weitere Gattung, die drastisch anders aussieht, wenn sie im Brutkleid sind. Weissfleissflügel Seeschwalbe / White-winged black tern. Der Englische Name gibt an, dass ein Grossteil des Vogels im Brutkleid schwarz ist



Und nun eine totale Ueberraschung. Wie Moses die entdeckt hat…. Eine junge Felsenpython. Wer mich kennt, weiss, dass ich Schlangen liebe…. Toll ist es, mit Leuten unterwegs zu sein, die sich auch für alles begeistern können. Die Franzosen gesellen sich eine Weile später auch dazu und freuen sich.



Den schönen Karminspint / Northern Carmine Bee-eater können wir doch nicht unfotografiert lassen



Für ein gutes Bild, wenn der Schreiseeadler / Fish Eagle seinen Fisch von der Wasseroberfläche fischt sind ich und meine Kamera einfach zu langsam



Nach 3 Stunden geht es zurück zur Lodge. Das Licht wird nun auch zu grell.
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21 Mär 2022 18:23 #640036
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Vor dem Mittagessen etwas Vögel beobachten. Ein Pärchen Hemprichtoko / Hemprich’s Hornbill ist grade zu Besuch und ach, das Licht kommt steil von oben. Das Männchen hat einen kleinen Schnabelaufsatz.





Ich habe mein Internet Modem mitgebracht und interessanterweise funktioniert es. Ich wollte die Verbindung gerne mit meinen Gästen teilen, doch das Passwort kam mir nicht in den Sinn. Irgendwas hatte ich verstellt, als es am Tag vor meiner Safari tot war….

Ein geruhsamer Nachmittag und etwas rumstrolchen als die grösste Hitze vorbei war. Aber viel kam mir nicht ins Blickfeld.

15.2. Moses hatte uns überzeugt schon um 06.30 Uhr mit dem loszufahren. Aber das nicht ohne Frühstück im Bauch und meiner Tasse heisser Schockolade (Energie) und einer Tasse Kaffee (Wachmacher)

06.46



07.01



Ein noch nicht voll ausgewachsener Purpurreiher / Purple Heron



07.09 – Morgenstund hat Gold im Mund und wiederum haben wir Glück der See ist sehr ruhig



Riedscharben / Reed or Long-tailed Cormorant



Auf dem Weg zur Insel begegnet uns diese Gruppe noch unausgefärbter, also junger Rötelpelikane / Pink-backed Pelicans





Leider finden wir auf der Insel nicht die gesuchten Vogelarten. Pech gehabt.

Die Fahrt dauerte wiederum 3 Stunden und heute hatten wir Kissen mitgenommen, um unsere Hintern ein bisschen weicher sitzen zu lassen
Wo Vögel gefüttert werden, ist es natürlich einfacher zu fotografieren Textorweber / Village or Black-headed Weaver - Ploceus cucullatus paroptus



Die Brillentauben / African Mourning Dove - Streptopelia decipiens perspicillata haben einen sehr charakteristischen Ruf und man hört sie immer



Ein Textorweber in der Mauser. Manchmal sehen sie so gescheckt aus, dass man kaum mehr weiss, wen man vor sich hat



Was für eine nette Überraschung, sie servieren das Essen draussen unter der grossen Schirmakazie



Die Welse wissen, dass gelegentlich was zu essen runterfällt…



Der Schweifglanzstar / Rüppel’s (glossy) Starling muss wie andere schillernde Vögel genau im richtigen Winkel erwischt werden, damit die Farben voll zur Geltung kommen. Manchmal hat man/Frau Glück



Als es nicht mehr so heiss ist, spaziere ich und aus dem Grundstück raus. Da liegt Wasser und das nutzen einige Wasservögel. Fotografieren ist unmöglich, da totales Gegenlicht. Durch den Matsch zu waten ohne zu sehen was da unten ist, habe ich echt keine Lust. Man sieht warum wir auf Generatorstrom sind. Stromleitungen sind umgefallen.







Beim Zurückspazieren schaue ich einem Pärchen Brubruwürger / Brubru zu, wie sie Inekten / Raupen suchen.



Und schon ist wieder ein Tag vorbei….
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21 Mär 2022 18:43 #640038
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16.2. Cliffwanderung und Überraschungen

Um 7 sind wir Startklar und Joseph holt uns mit dem Auto ab. Und das der erste Eindruck vom tollen Kliff



Einer der gesuchten Vogelarten – Schwarzkopf-Bartvogel / Black-throated Barbet / Tricholaema melanocephala stigmatothorax. Man beachte die kleinen, aber fiesen Dornen der Acacia (Vachellia) mellifera. Doch diese Akazie hat Blüten, die von den Honigbienen heiss geliebt werden.



Leider kein scharfes, aber interessantes Bild wie ein Lannerfalke / Lanner Falcon einen Klippenadler (früher Kaffernadler) / Verreaux’s Eagle mobbed



Es ist bekannt, dass Klippenadler hier vorkommen und die Klippschliefer jagen. Ein Nest ist auf einem Vorsprung und wird jeweils benutzt. Es ist ein wunderschöner Anblick sie dem Kliff entlang segeln zu sehen



Ein Pärchen Somalirussmeisen / Somali or Acacia Tit / Melaniparus thruppi barakae. Oft sind sie echt wuselig. Und wie sie von vorne aussehen





Wir beenden unsere Suchaktion beim Kliff und fahren unserem Spotter, der mit dem Motorrad vorgesucht hat, nach. Am Strassenrand hält er, wir steigen aus und was nun? Ein recht stattlicher, dunkler Skorpion (Pandinurus exitialis) möchte eigentlich nicht gestört werden, denn Tageslicht mögen sie nicht. Aber für die Fotosession muss er nun kurz hinhalten. Wenn Zangen gross sind und der Schwanz dünn, dann ist der Stich nicht gefährlich, tut nur weh, ausser man hat eine Allergie. Sind die Zangen klein und der Schwanz dick, dann heisst es aufpassen. Grösse und Farbe sein kein Kriterium, um die Gefährlichkeit zu erkennen. Das ausgeprägte Organ ist die Hauptwaffe, um Beute zu erbeuten.



Wieder ein kurzes Stück mit dem Auto und dann zu Fuss durch den Wirrwarr der leider eingeführten Opuntien. Aufpassen, dass man keinen Stachel erwischt… Dafür aber die grosse Belohnung – Grauuhu / Greyish Eagle-Owl. Mit Verrenken und vorsichtig an eine gute Position sich stellen, gelingen ganz anständige Fotos



Nun muss man ja auch wieder auf diesen Rattenpfaden aus dem Kakteengewirr raus. Ich verpasse den Anschluss und echt, keine Ahnung mehr welche der kleinen Lücken die richtige ist. Moses kommt und rettet mich. Dafür kommt gleich eine interessante Beobachtung mit den Ohrfleck-Bartvögeln / D’Arnaud’s Barbet / Trachyphonus d. darnaudii. Das Männchen mit schwarz an der Brust, rechts das Weibchen. Der Schnabel ist von den Opuntien Früchten rot gefärbt.



Ohrfleckbartvogel

Wiederum ein kleines Stück mit dem Auto dem Motorradfahrer hinterher. Er führt uns zu einem anderen Stein und nun hüpft mein Herz! Meine erste Ägyptische oder Nordafrikanische Sandrasselotter / North East African Carpet Viper oder Egyptian Saw-scal Viper / Echis pyramidum leakeyi – so benannt nach Jonathan Leakey (aus der Fossilienausgrabungsfamilie Leakey), der lange am Baringo See lebt und Schlangen erforschte.



Wir beobachten die Schlange einen Moment und sie möchte eigentlich nicht dem Tageslicht und unserem Anblick ausgesetzt sein.
Mit Matej und Zuzana Molinay war ich ja kurz im letzten August in der Masai Mara. Sie gehören zu den besten Schlangenfilmern und haben Filme von Schlangen weltweit gedreht. Ich sehe mir diese Filme mit grosser Faszination an. Unter anderem haben sie auch die Sandrasselotter am Baringo See gefilmt. In einem Land wo es Schlangen gibt, nach deren Biss man sterben kann, ist es immer gut zu wissen, wo kommen sie vor, wie verhalten sie sich. Das kann schon etliche Unfälle vermeiden.

Nordafrikanische Sandrasselotter

Am Baringo See leben viele Leute in Hütten mit Löchern, da kommen halt Schlangen rein, um Ratten und Wasser zu holen. Nachts gehen die Leute mit Schlappen und ohne Taschenlampe. Und diese kleine Viper ist enorm gut getarnt! Warnt aber durch ein rasselndes Geräusch, indem sie Schuppen aneinander reibt.
Unter dem gleichen Stein haust auch noch ein kleiner, bräunlicher Skorpion – Hottentotta eminii. Diese gehören in die Familie Buthidae, mit 919 Arten die grösste Skorpionfamilie. Diese haben nun den dicken Schwanz und die kleinen Scheren – also hohes Giftpotential. Dieser Kleine kann nicht so viel anrichten, tut aber laut Aussage von lokalen Leuten, mehr weh als der Stich von dem schwarzen Skorpion.



Warum schreibe ich das so genau. Viele, die hier lesen, fahren auf Safari und können mit den Kleintieren in Kontakt kommen. Dann ist es wichtig zu wissen, mit wem man es zu tun hat, wie man sich verhalten muss, um Schmerz und mehr zu vermeiden.

3 Bindenbandrennvögel / Heuglin’s Courser / Rhinoptilus c. cinctus stehen unter einem Busch. Es dauert eine Weile, bis wir die gut getarnten, nachtaktiven Vögel ausmachen können. Ich schiesse nur ein Bild aus der Ferne und lasse R üben…. Dennoch toll, sie zu sehen



Unser letzter Stop dient der Kurz-Schleppen Nachtschwalbe / Slender-tailed Nightjar. Leider ist sie ganz schlecht sichtbar, also hier ein Bild von einer anderen Exkursion nach Baringo



Wir sind wieder zurück in der Lodge nach dem tollen und abwechslungsreichen Spaziergang. R sagt mir, da ist eine Kröte an der Bar. Garmankröte wegen den winzigen, schwarzen Punkten an den Warzen. Am Abend hören wir sie auch rufen.



Man sieht es nicht alle Tage, wenn neue Jacksontokos produziert werden. Hoffen wir, dass sie alle Jungen, dann hochbringen



Unser letzter Abend an diesem traumhaften, wenn auch recht heissen Ort (im Moment ist es wohl noch heisser, da wir grade eine Hitzephase haben)
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17.2. wieder einmal heisst es packen. Heute geht es nach Naivasha. Aber die Alektoweber / White-billed Buffalo Weber lassen wir uns nicht entgehen. Wir bekommen den Tip von Moses, dass sie in Marigat Nester haben. Also hat Joseph keine Wahl und hält für uns an. Ich brauche ein Bild von denen für die neue Webseite.





Auch von den Termitenhügeln mit Kamin brauche ich ein neues Bild. Also schaue ich weit voraus, dass Joseph Zeit hat, auf der Hauptstrasse anzuhalten.



In Nakuru halten wir nochmals beim Einkaufszentrum und dann schnurstracks zur Sopa Naivasha Lodge. Einiges hat sich hier verändert. Man kann nicht mehr frei auf die Wiese, da ist ein Zaun. Das wegen einem selbtstverschuldeten Tod durch eine Nilpferdmutter.



R + M müssen umziehen, denn die haben nicht wie ich gebucht habe, ein Zimmer mit 2 Betten, sondern eins mit einem Bett bekommen. Nun haben sie mal den kürzeren Weg als ich. Mein Zimmer oben mit Aussicht gefällt mir. Das Mittagessen bei dem man vom Speiseplan auslesen kann ist fertig.

Wir haben einen freien Nachmittag und so nach 14.00 strolchen wir, auch nehmen wir wie vorgeschrieben, einen Hotelangestellten mit, um bis zum nun viel näher gekommenen See zu spazieren.

Giraffen fressen alles – auch die eingeführten Kakteen



18.2. Bootsfahrt beim Elsamere
Um 07.30 Uhr nach dem Frühstück und dem Kaffee sind wir beim Elsamere. Die Bootsfahrt beginnt auch gleich und nun wird es wirklich vogellastig…..
Gut an seinen gelben Füssen zu erkennen, der Seidenreiher / Little Egret



Den Edel- oder Mittelreiher / Intermediate or Yellow-billed Egret / Ardea intermedia brachyrhuncha erkennt man am Schwarz, das nicht bis hinters Auge reicht wie beim Silberreiher. Er ist auch bedeutend kleiner und sein Hals macht nicht ein so scharfes S. Hier hat er grade einen kleinen Wels erwischt



Der Riesenfischer / Giant Kingfisher / Megaceryle m. maxima ist immer ein gesuchtes Fotoobjekt und heute präsentieren sie sich einfach toll. Immer wachsam blickt er sich um. Ein Weibchen haben wir nur schlecht erwischt.





Weissbrustkormorane / White-breasted Cormorants / Phalocrocorax l. lucidus. Oft sind sie in grossen Scharen anzutreffen. Sieht er nicht schön aus im Detail?





Unser Bootsführer fährt wirklich sehr gut. Langsam und stoppt, wo wir wollen. Den Schreiseeadlern müssen wir einen Moment zuschauen. Sie sind einfach ein toller Anblick



Nun sieht man die Linie, die bis hinters Auge reicht – Silberreiher / Great White Egret mit was immer das an Beute ist



Und schon sind wieder 3 Stunden um…. Es gibt Kaffee und ein kühles Getränk im Elsamere. Der Garten ist einfach nach wie vor toll! Das Auto von George Adamson in dem auch die Löwin Elsa mitfahren durfte – ich hätte ihn sehr gerne kennengelernt

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Kikuyu Colobus (Colobus guereza kikuyuensis) gehören zu meinen Lieblingsaffen. Die Unterart kommt in Zentralkenia vor. Sie leben in Familiengruppen mit einem dominierenden Männchen. Früh am Morgen schallen ihre Rufe durch die Luft, damit das Territorium für den Tag festgelegt ist. Sie leben von Pflanzenmaterial, das teils schwer verdaulich ist. Wie Kühe haben sie einen Magen mit 4 Kammern. Eine davon enthält Bakterien. Diese werden zum Teil mitverdaut und somit bekommen sie auch proteinhaltige Nahrung.



Kikuyu Colobus

Wir geniessen ein wie immer sehr leckeres Mittagessen. Danach zieht der Himmel zu und wir fahren zurück zur Sopa Lodge. Es wird noch dunkler und Regen fällt…
19.2. Zur Crescent Island
Heute ist nicht grade unser Tag… Wir hatten verabredet, dass der Bootsführer von Elsamere uns am Sopa Steg abholt. Nein, ginge nicht, das koste KSH 10.000 – US$ 95. Wir sagen der am Empfang wir sind hier für 4 Nächte und dann das? Sie könne nicht entscheiden, das müsse an höherer Stelle entschieden werden. Die Antwort bleibt die gleiche. Also kommuniziere ich und wir verabreden, dass er uns beim YMCA Club abholt. Er hätte sowieso ein Problem mit dem Motor und wechsle ihn aus. Joseph hole ich von seinem Frühstück weg, das war ja nicht geplant, dass er fahren muss. Er bringt uns zum YMCA und wir laufen ein Stück zum Wasser. Da kommt unser Boot mit Bootsführer. Also los….

Nach einem guten Stück zügiger Fahrt über das offene Wasser stoppt der Motor. Mmhhhh. Er versucht mit allen Mitteln ihn zum Laufen zu bringen, aber er will nicht. Letzte Lösung einen Motor von einer anderen Lodge kommen lassen. Das dauert nun natürlich. Es ist frisch, doch zum Glück ist der See sehr ruhig und ich werde nicht seekrank. Denn das passierte mir mal auf dem Bielersee in der Schweiz. Als der Motor dann endlich kam, ging der Austausch rasch und wir konnten weiter zur Crescent Island.



Hier die ersten Begrüsser – Zwergtaucher / Little Grebe



Wir legen an und bezahlen. Dem Bootsführer sage ich 2x, warte HIER auf uns… und wir spazieren los. Das erste was ins Auge sticht sind die Feuerball-Lilien



R + M erinnern sich, wie es hier mal aussah, bevor das Hochwasser kam. Die vielen toten Bäume stimmen traurig



Vögel sind nicht kooperativ, dafür erwische ich ein Naivasha Dikdik



Und da war mal ein Weg…. Nun kommt man nur noch per Boot zur Crescent Island.



Wir spazieren zurück zum Anlegeplatz. Unser Bootsführer ist nicht zu sehen…. Uns wurde gesagt, jemand hätte ihm gesagt, er solle an einem anderen Ort auf uns warten. Mmmhhh. Ich rufe ihn auch noch auf dem Handy an und wir müssen einen Moment warten. Blöd, denn das Licht wird immer greller. Er entschuldigte sich, aber ich sagte ihm nur, warum er auf andere hört und nicht mich. Zudem hätte er meine Handy Nummer…. Aber das war der letzte Patzer für heute

Ich wundere mich immer wieder, da stellen sie mit viel Geld eine riesige Kirche hin und die Leute leben in Blechhütten ohne Toilette und fliessendem Wasser. Müllabfuhr kann man ganz vergessen, es wir leider oft in den See geschwemmt….



Einer Gruppe Weissbrustkormorane schauen wir einen Moment zu, als wir um die Insel fuhren. Leider sind wir halt nun etwas spät und das gute Licht ist schon weg

Weissbrustkormorane

Und nun die Rosapelikane auf die wir uns schon gefreut haben

Rosapelikane

Es ist Zeit zum YMCA Steg zurückzufahren, wo Joseph uns erwartet. Wäre ein guter Punkt für Wasservögel – Rötelpelikan / Pink-backed Pelican



Das Mittagessen ist Buffet in der Sopa Lodge. Dann mal wieder ein Regenschauer und später mache ich mich mit der Kamera, die sowieso mein ständiger Begleiter ist, auf die Socken.

Hildebrandtfrankolin / Hildebrandt’s Spurfowl / Pternistes hildebrandti altumi



Weissbrauenrötel / White-browded Robin-Chat sind die typischen Rötel im Grossen Grabenbruch. Man hört sie früh am Morgen singen und Duettieren. Sie haben ein sehr vielseitiges Angebot an Gesängen.



Zum toll dekorierten Abendbuffet und ins Bett.
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