THEMA: Staub & Schlamm (Reisebericht Kenia 2021/2022)
29 Jul 2022 07:53 #648098
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  • Daxiang am 29 Jul 2022 07:53
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Hi Thomas,

das mit dem nackten Mann war ja wirklich sehr strange und hat euch bestimmt einen gehörigen Schreck eingejagt! Ich finde klasse, dass ihr so besonnen reagiert habt und zur Lodge gefahren seid.

Liebe Grüße und vielen Dank für den interessanten Bericht
Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html
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29 Jul 2022 18:38 #648132
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  • Sadie am 29 Jul 2022 18:38
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Ach du liebes Glockenspiel! :silly: :woohoo: :S
So einen stunt von diesem Mann ist Ja wirklich der Gipfel! Ich bin überzeugt da kann er wahrscheinlich nichts dafür…
Aber ihr zwei seit ja wirklich coole Menschen und habt euch genau richtig verhalten. Was machten denn die Leute für Gesichter als ihr mit dem nackten Mann an der Tür angeklebt erscheinen seit?
Überhaupt vermisse ich da einige Bilder von dieser Szene… ;) haha nicht wirklich…
Zeigt sich wieder mal wie der Spruch “Wenn einer eine Reise tut, da kann er was erzählen, “ immer wahr bleibt.
Eines ist mir völlig klar, den Meru Park darf man ruhig weglassen, da er so vernachlässigt ist.
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route


Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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29 Jul 2022 23:56 #648149
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Die meisten Kenianer mit denen wir über den Vorfall gesprochen haben gehen davon aus, dass es sich um eine psychisch gestörte Person gehandelt hat. In Kenia gibt es kaum Einrichtungen für solche Menschen und Sie leben deshalb weiterhin in Ihren Dörfern. Die Familien können sich natürlich nicht permanent um diese Personen kümmern. Dadurch kommt es immer mal wieder zu merkwürdigen Zwischenfällen mit diesen Personen.
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29 Jul 2022 23:57 #648150
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Nächste Woche bin ich zum Klettern in Frankreich.

Übernächste Woche geht es im Bericht weiter nach Samburu.
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10 Aug 2022 11:49 #648967
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21.Tag (07.01.2022)
Meru National Park – Samburu National Reserve
205km


Wir frühstücken gleich nach dem Aufstehen auf unserer Campsite und brechen direkt im Anschluss unser Camp hier ab.

Mein Fazit zum Meru National Park fällt nicht sehr positiv aus. Das Einzige, was uns wirklich überzeugt hat, ist die Campsite. Da kann man schöne Tage verbringen und sieht auch nicht viel weniger Tiere als auf den Gamedrives. Die sind auch der Grund, weshalb das Fazit so schlecht ausfällt. Die Möglichkeiten sind im Meru National Park derzeit extrem limitiert. Für die dichte Vegetation kann niemand etwas und das sieht in der Trockenzeit sicher auch ganz anders aus. Die zahlreichen unpassierbaren Wege sind aber extrem störend. Das habe ich in dem Ausmaß noch in keinem anderen Nationalpark in Afrika erlebt. Wir werden den Meru National Park erst wieder besuchen, wenn die Wegeinfrastruktur wieder in Ordnung gebracht wurde.



Das Wetter zeigt sich an diesem Morgen nicht von seiner besten Seite. Es ist bedeckt und als wir losfahren fängt es an zu nieseln. Am Gate informieren wir die Ranger noch über unser Erlebnis mit dem nackten Mann am Vortag.

In den Bergen bis Meru hängen dichte Wolken und die Sichtweite beträgt teilweise unter 50m. Als wir die Berge verlassen, verschwinden auch die Wolken und wir fahren bei strahlendem Sonnenschein nach Meru hinein.

Als erstes kaufen wir in einem Agrarhandel Rattengift. Heute Nacht geht es unserem Mitfahrer an den Kragen.

Dann geht es weiter in das kleine Einkaufszentrum in Stadtmitte. In dem dortigen Supermarkt bekommen wir alles, was wir für die 4 Nächte im Samburu National Reserve brauchen.

Immer wieder werden wir von Fremden auf unser „fantastic car“ angesprochen. Häufig in den Nationalparks, aber auch heute auf dem Supermarktparkplatz. Wir haben auch auf der gesamten Reise kein vergleichbar gut ausgestattetes Safarifahrzeug gesehen. Inzwischen habe ich auch festgestellt, dass der Wagen ein verstellbares Fahrwerk hat, mit dem man den Wagen an die Straßenverhältnisse anpassen kann.

Als wir von den Hängen des Mount Kenia in die Ebene fahren, haben wir einen weiten Blick nach Norden auf unser Ziel für den heutigen Tag.

Um 15:00Uhr sind wir am Gate ins Samburu National Reserve. Hier gelten mal ganz andere Preise. 800US$ müssen wir bar auf den Tisch legen, denn Kreditkarten werden hier nicht akzeptiert.

Aber schon die ersten Meter im Park zeigen, dass sich der Preis lohnt. Die Landschaft ist herrlich. Eine Katastrophe ist dagegen das Wellblech auf der Hauptpiste. Die werden wir in den nächsten Tagen so weit wie nur möglich meiden.

Wir fahren direkt zur Public Campsite, um uns einen schönen Platz für die 4 Nächte im Park auszusuchen. Wir sind begeistert von der Campsite. Direkt am Ewaso Ngiro unter großen Bäumen gelegen, bietet die Campsite einen schönen Blick über den Fluss und ausreichend Schatten. Es ist bereits eine große Gruppe anwesend, aber wir finden einen schönen ruhigen Stellplatz am östlichen Ende der Campsite.

Am Abend machen wir noch einen kurzen Gamedrive am Fluss entlang. Als wir auf dem Weg zur Campsite waren, sahen wir jede Menge Elefanten am Fluss stehen, hielten aber nicht an. Wir wollten das lieber ganz in Ruhe auf dem Gamedrive genießen. Jetzt beim Gamedrive zeigt sich nur leider kein einziger Elefant. Wo sind die denn alle geblieben? Aber so ist die Natur, da kann man nichts planen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir in den nächsten Tagen noch reichlich Elefanten sehen werden. Schön ist die kleine Tour trotzdem.













Noch weit vor Sonnenuntergang sind wir zurück auf der Campsite. Ich kaufe Feuerholz für die nächsten Abende. Mit dem Kochen warte ich aber noch, da es von grünen Meerkatzen wimmelt. Erst als alle Affen auf den Bäumen sind, packen wir unsere Lebensmittel aus, um mit dem Kochen zu beginnen. Es gibt scharfes Kokos-Curry mit Blumenkohl und Brokkoli.

Es ist schon dunkel, als eine weitere Gruppe auf der Campsite eintrifft. Die haben offensichtlich keine große Campingerfahrung und tun sich schwer Ihr Camp zu errichten. So haben wir beim essen auch noch ein Unterhaltungsprogramm. Später trifft dann sogar noch ein Overlander ein, der aber auf eine benachbarte Campsite ausweichen muss, da bei und alles voll ist. Wobei voll hier relativ zu sehen ist. Die nächsten Zelte stehen immerhin ca. 30m von uns entfernt. Dennoch ist es nach den 4 einsamen Nächte im Meru National Park schon fast ein Kulturschock.
Letzte Änderung: 10 Aug 2022 11:57 von Topobär.
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24 Aug 2022 11:04 #649963
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22.Tag (Sa. 08.01.2022)
Samburu National Reserve
56km


Heute wollen wir den Tag ganz dem Samburu National Reserve widmen. Wir starten früh und fahren zunächst durch die Berge im Hinterland des Parks. Wir umrundeten den zentralen Gebirgsstock. Weite Strecken lagen noch im Schatten der Berge. Hier leben vor allem Tiere, die etwas besser an die Trockenheit angepasst sind und deshalb nicht so sehr auf die Nähe des Flusses angewiesen sind. Dabei konnten wir auch schon die Tierarten entdecken, für die das Samburu National Reserve berühmt ist; die typischen Halbwüstenbewohner des nördlichen Kenia. Wir sahen Baisa-Oryx, Grevy-Zebra, Gerenuk und Somali-Strauß.













Ausgerechnet als wir am Lowa Mara Viewpoint sind zieht eine Wolkenschicht über den Himmel. Ansonsten herrscht den ganzen Tag über Sonnenschein.



Im Osten des Parks treffen wir dann auf den Fluss und fahren an ihm entlang zurück in Richtung Campsite. Dabei sehen wir zunächst überwiegend Vögel.























Kurz vor den Campsite sehen wir in einiger Entfernung eine Elefantenherde beim Crossing des Flusses. Ein älteres Tier erkundet zunächst den Weg und erst dann folgt der Rest der Herde.















Zurück auf der Campsite wurde erst einmal gegessen. Danach hatten wir dann reichlich Zeit bis zum Abendgamedrive. Die Campsite ist perfekt dazu geeignet den Tag dort zu verbringen. Viele große Schattenbäume und der Blick auf den Fluss werden nie langweilig. Ich nehme mir den E-Reader und einen Campingstuhl und setze mich direkt ans Ufer. Hin und wieder sehr ich am anderen Ufer Elefanten entlangwandern. Dort liegt das Buffalo Springs National Reserve. Über mir kann ich einen Specht bei der Arbeit hören, bin aber nicht in der Lage ihn zu entdecken. Affen sind heute nicht auf der Campsite, so dass es ein in jeder Hinsicht stressfreier Tag ist.









Ein Blick auf den Giftköder zeigt Biss-Spuren.

Der Abendgamedrive wird von Elefanten dominiert. Nicht weit von der Campsite entfernt müssen wir uns einen Weg durch eine weit in den dichten Büschen verstreute Herde bahnen. Dicht verbuschte Gebiete mit Elefanten sind immer sehr spannend, da die grauen Riesen in solcher Umgebung erstaunlich gut getarnt sind und wir sie häufig erst deutlich später entdecken, als uns lieb ist. Immer wieder spannend, wenn man nicht weiß, ob man nach der nächsten Kurve plötzlich einem Elefanten Auge in Auge gegenübersteht. Zum Glück sind die Tiere hier sehr relaxt.

Dann kommen wir zum Fluss und sehen eine große Elefantenherde beim Crossing.



Kurze Zeit später entdecken wir eine weitere große Herde am Ufer auf unserer Seite des Flusses. Wir finden einen guten Beobachtungsposten ganz in ihrer Nähe, wo wir mehr als eine Stunde lang die Tiere beobachten können. Bei Elefanten wird es nie langweilig. So gehören um Beispiel drei Babys zur Herde. Während zwei von ihnen die ganze Zeit miteinander am Toben sind, weicht das das dritte nie von der Seite seiner Mutter. So unterschiedlich sind die Charaktere der einzelnen Tiere. Als krönenden Abschluss sehen wir dann auch diese Herde den Fluss in Richtung Buffalo Springs überqueren. Uns fällt auf, dass alle Herden die wir bislang zum trinken am Fluss beobachtet haben, diesen im Anschluss auch überquert haben. Unabhängig davon, auf welcher Seite die Elefanten zum Fluss gekommen sind.





















Als die Elefanten am anderen Ufer verschwunden sind, fahren wir zurück zur Campsite. Unterwegs noch ein paar Stopps für andere Tiere. Nicht dass Ihr denkt, im Samburu gibt es nur Elefanten.









Zurück auf der Campsite schaue ich im Wagen nach der Ratte und kann sie tot hinter dem Schubladensystem entdecken. Selbst im Tod verursacht das Mistvieh noch Arbeit. Noch ein letztes Mal alles aufbauen und diese Episode hat endlich ein Ende.



Heute Abend bleibt die Küche kalt. Ich mache einen russischen Salat.

Sehr angenehm ist hier im Samburu National Reserve auch, dass es aufgrund des trockenen Klimas selbst nach Einbruch der Dunkelheit kaum Insekten gibt, die sich zum Licht der Lampen hingezogen fühlen.
Letzte Änderung: 24 Aug 2022 11:30 von Topobär.
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