THEMA: Cats, Kills ... und Corona - Massai Mara März 2021
06 Jun 2021 22:15 #617875
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  • Bebbl am 06 Jun 2021 22:15
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Hallo Annick,

vielen Dank!

Ich meinte mit alles gut gegangen, das es eben keine Schwierigkeiten hab. Man weiß ja in diesen Zeiten nie. Man muss ja nur leicht erhöhte Temperatur haben und schon darfst du nicht einreisen.

Du musst dir einen Account bei Panabios anlegen. Dann kannst du dort drüben PCR Test hochladen und bekommst einen QR Code, der bei der Einreise überprüft wird. Zusätzlich auf jeden Fall deinen Test ausdrucken, den der wird auch kontrolliert.
Eigentlich ist es ziemlich simpel. Wenn dein Labor nicht in der Liste steht, dann nimmst du die Variante mit Labor nicht in der Liste. Dann musst du das Testergebnis hochladen.

Bei weiteren Fragen einfach melden.

VG
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10 Jun 2021 07:38 #618163
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  • Bebbl am 06 Jun 2021 22:15
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Tag 6

Am frühen Morgen fuhren natürlich zuerst wieder zu den Löwen. Heute würde ein sonniger Tag werden und wir konnten auch schon die Ballonfahrer entdecken, die ihre Utensilien vorbereiteten.
Vom Büffel am Riss war nicht mehr viel übrig und die übliche Schaulistigen waren auch schon da. Aber noch immer war das gesamte Rudel anwesend, so dass sich keiner an den kläglichen Rest des riesigen Büffels herantraute.



















In weiter Ferne sahen wir die ersten Ballons näher kommen. Ich wollte versuchen, die Löwen mit einem Ballon zu fotografieren und hoffte, dass der Wind sie genau in unsere Richtung trieb. Wahrscheinlich hofften die Insassen des Ballons dasselbe ... ohne zu wissen, dass die Löwen sich hier befanden.







Der Ballon kam immer näher. Die Löwen schien das nicht zu interessieren aber William hatte mich schon vorgewarnt. Falls die Löwen den Ballon erkennen können oder das Zischen des Brenners zu hören wäre, würden die Katzen flüchten.
Währenddessen kamen immer mehr Hyänen und Geier an den Riss.



Als der Ballon direkt über uns war zündete der Kapitän den Brenner. Erschrocken fuhren die Löwen am Büffelkadaver herum und rannten davon. Als einer zu rennen begann, folgten ihm die anderen sofort. Wir konnten sie noch weit rennen sehen...
Das war natürlich das Zeichen für die, die vorher um den Kadaver herumschlichen. Plötzlich kamen von überall aus dem Gras die vermeintlichen Resteverwehrter.

















Einzelne Hyänen trauten dem "Braten" nicht und machten sich mit ihrem Anteil aus dem Staub.



Auch wir enschieden uns weiterzufahren um zu sehen was der Tag noch so bringen würde.
Letzte Änderung: 10 Jun 2021 07:45 von Bebbl.
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10 Jun 2021 11:51 #618175
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  • KarstenB am 10 Jun 2021 11:51
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Hallo Bebbl,
das besonders schöne Foto mit den Löwen am Riss bei Sonnenaufgang hat mich dazu motiviert, meinen Dank für Deinen RB nicht nur durch den Button, sondern durch diesen Post auszudrücken.
LG aus dem sonnigen und warmen HH,
Karsten
RB Kenia 2020 www.namibia-forum.ch...pt-2020.html?start=0
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
Walking Safari Zimbabwe 97 www.namibia-forum.ch...ri.html?limitstart=0
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14 Jun 2021 08:55 #618386
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Wir fuhren etwas südlicher in die Mara. Teilweise war sie wie ausgestorben. Man sah wirklich kaum Tiere.
Dann entdeckten wir eine Löwin mit ihrem bereits ziemlich ausgewachsenen Nachwuchs. William konnte nicht sagen zu welchem Rudel die beiden gehörten. Und sie waren völlig alleine unterwegs.


Die beiden sahen sehr hungrig aus und so beschlossen wir uns an die Beiden dranzuhängen um zu sehen was sie so den Tag treiben. Irgendwann machten sie sich auf den Weg. Sie durchstreiften die Savanne im Zickzackkurs während das Weibchen immer wieder die Umgebung kontrollierte. Sie waren auf Futtersuche. Das war eindeutig zu erkennen. Aber die Savanne war wie leergefegt.
Immer wieder positionierte sich die Löwin auf einem kleinen Hügel und scannte die Umgebung.



Weiter führte der Weg durch unwegsames Gelände. Aber es waren keine Tiere zu entdecken. Das einzige Tier, das wir sahen war ein Elefantenbulle der am Fluß seinen Durst stillte. Aber der war natürlich für die beiden eine zu große Herausforderung.
Ich kann gar nicht sagen wo wir unterwegs waren, denn wir folgten den Beiden nun schon seit über einer Stunde... und die Hitze des Tages verlangte auch immer wieder von den Beiden ihr Tribut.
Die Suche ging weiter...



Wir kamen jetzt von offener Savanne mehr und mehr in Buschland. Seit 2 Stunden folgten wir alleine den beiden Katzen. Wir überholten sie, blieben stehen und ließen sie uns wieder überholen. An uns hatten sie sich längst gewöhnt ... jedoch immer noch keine Beute entdeckt.
Als wir uns hinter einem Busch zufuhren, stoppte die Löwin plötzlich und fixierte eben diesen Busch. Ich konnte nichts entdecken sah aber, während William hinter den Busch fuhr, wie sie begann sich anzuschleichen.
Wir standen also hinter dem Busch als wir plötzlich ein lautes Quicken hörten als die Löwin zum Sprint ansetzte. Seitlich von uns sprang ein junges Warzenschwein aus dem Busch und die Löwin mit einem großen Satz auf eben dieses. Sie wirbelte das Schwein durch die Luft, während sie es mit beiden Tatzen festhielt. Leider konnte ich nicht fotografieren. Das ging alles in Sekundenbruchteilen und ich war in diesem Moment nicht bereit.
Die Katze hatte das Warzenschwein gefangen und sofort kam der Sohnemann um seinen Anteil abzugreifen. Die beiden zogen das noch lebende Schweinchen in den Busch.





Während das Tier noch zappelte begann der Junior zu fressen während sich die erfolgreiche Jägerin vornehm zurückhielt.











Viel war an dem noch jungen Schwein nicht dran. Ich bezweifelte, dass das für beide Katzen ausreichen würde. Aber zuerst einmal ließ der Nachwuchs den Pascha heraushängen und beanspruchte die Beute komplett für sich.





Das war jetzt bereits der 6. erfolgreiche Kill (mit denen die wir nicht Live erlebten und zählt man den vom Serval mit :) ) innerhalb von 6 Tagen. Eine ziemlich krasse Quote. Bedenkt man jetzt noch die ganzen erfolglosen Versuche (Löwen und Geparden) war das ein sehr jagdintensiver Urlaub.

Wir blieben natürlich bei den Beiden, die sich die Beute jetzt teilten, wobei der Nachwuchs noch immer den Hut aufhatte.
Mittlerweile waren zwei andere Fahrzeuge eingetroffen.









Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell so ein Schweinchen verputzt werden kann. Die Beiden waren wirklich sehr hungrig.





Man denkt manchmal darüber nach wie schnell so ein Leben in der afrikanischen Savanne vorbei sein kann. Eben noch sitzt man in einem Busch um sich vor der Sonne zu schützen und 5 Minuten später bist du tot. Schon irgendwie krass wenn man darüber nachdenkt.









Wir hatten zwar viel Zeit bei den Löwen verbracht aber dafür auch eine exklusiven Einblick in ihr Jagdverhalten erhalten. Zwar gab die Jagd fototechnisch nicht so viel her, weil ich einfach schlafmützig war aber trotzdem habe ich die Szene wie die Löwin das Warzenschwein regelrecht durch die Luft schleuderte in meinem Kopfkino. Wir blieben noch eine Weile bei den Jägern und verabschiedeten uns als die Löwen sich immer weiter in den Busch zurückzogen.



Letzte Änderung: 14 Jun 2021 10:41 von Bebbl.
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14 Jun 2021 09:55 #618393
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  • chamäleon2011 am 14 Jun 2021 09:55
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Hallo,

ich habe gerade "hinterhergelesen" und bin beeindruckt von Deinem Sichtungsglück und den aufregenden Schilderungen. Vor allem der Kill der Hyänen hat mich beeindruckt, ich kann verstehen, dass Du danach nicht gut schlafen konntest. Bei aller Faszination wäre das für mich auch nichts. Deine Bilder gefallen mir sehr, tolle Farben und wunderschöne Tiere, danke.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

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14 Jun 2021 19:29 #618416
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  • Gabi-Muc am 14 Jun 2021 19:29
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Hallo Bebbi,

danke, dass es diesmal keinen Cliffhänger gab. :P Du siehst, ich bin noch dabei.

LG

Gabi
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