THEMA: Kenia - "Vögel im Regen"
24 Jan 2020 04:35 #578319
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Ich muss noch einmal kurz auf das Abendessen zu sprechen kommen. Anhand einer Karte konnte man sich das Menü zusammenstellen, das dann individuell und super nett angerichtet in mehr als ausreichenden Portionen serviert wurde. Dafür mal ein Beispiel:
Vorspeise (es fehlt auf dem Bild Brötchen und Butter)

Hauptspeise

Nachtisch

Ich kann jetzt schon mal feststellen, dass wir in dieser Lodge am besten gegessen haben. Doch auch die meisten anderen Lodges waren diesbezüglich sehr gut.
7.00 Uhr Start des nächsten „Regen-Gamedrives“. Viele Pisten sind schlammig. Es hat schon länger geregnet, so auch in dieser Nacht und noch immer tröpfelt es.

Einige Male geht es auch überhaupt nicht weiter. :(

Dann endlich die ersten Tiere und dann auch noch die, auf die ich mich besonders gefreut habe: Rotschildgiraffen! :woohoo:
Aber was für Foto!!! :evil: Giraffen im Nebel! :evil:

Ich könnte dann auch noch Büffel im Nebel hinzufügen und

aber lassen wir es dabei, ihr könnt euch jedenfalls meine Stimmung damit vorstellen. :angry: :angry:
Eine kleine Pause gibt es beim Makali-Wasserfall, bei dem eine braune Brühe etwa 10 Meter hinunterstürzt.

Trotz allem aber gelingt es einige Vögelchen abzulichten:
ein Gelbkehlpieper

Azurblauer Schmetterlingsfink

und ein Ameisenschmätzer, der sich mit einer größeren Raupe herumschlägt. Hat schon eine Weile gedauert, bis die schnabelgerecht war. :laugh:

Um 9.00 Uhr hört es zu regnen auf, aber der Himmel bleibt bedeckt.
Endlich aber hat sich auch der Nebel verzogen und wir kommen noch einmal in die Nähe von Rotschildgiraffen (auch Ugandagiraffen genannt). Erkennungsmerkmal dieser Giraffen sind die "weißen Strümpfe". :laugh:



Damit wurde wenigstens - ihr erinnert euch an meine Wunschziele vom Anfang!? - ein weiterer "Kenia-Wunsch" erfüllt.
10.15 bis 10.45 Uhr halten wir an einem Aussichtspunkt “Baboon Cliff“, wo sich viele Klippschliefer tummeln, die teilweise eng aneinandergekuschelt sind. Von hier hätte man bei schönem Wetter einen guten Blick auf den Nakuru-See und die Stadt.
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Letzte Änderung: 24 Jan 2020 04:38 von Burschi.
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24 Jan 2020 04:57 #578320
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Um 16.00 Uhr will Elvira noch eine Stunde Gamedrive machen. Meine Frau bleibt in der Lodge zum Entspannen. Eigentlich bin ich auch ziemlich kaputt und habe Kopfschmerzen, doch eine Stunde halte ich schon aus. Vor der Abfahrt kann ich noch einen Brillenschnäpper mit Jungen mit dem Foto einfangen.

Es hat etwas abgetrocknet und am Himmel sind sogar ein paar „blaue Störungen“ :laugh: zu finden und später kommt sogar noch etwas die Sonne raus.
Jetzt zeigen sich einige Greife, die auf Ästen oder Bäumen sitzen.
ein Raubadler

ein Schopfadler

und ein Augurbussard.

Bei einer Nashornkuh mit einem Jungen und einigen weiteren Breitmaulnashörnern halten wir etwas länger.

Dann fahren wir noch einmal zum See, weil das Licht besser geworden ist. Dort ist ein Fahrzeugspektakel versammelt und lautes Getratsche. Wir schauen auf die Flamingos und die Limikolen, doch die sind zu weit entfernt. In gleicher Entfernung ist eine Büffelherde, der sich auch ein paar Nashörner angeschlossen haben. Durch diese Gruppe marschiert unbehelligt und scheinbar desinteressiert eine Hyäne hindurch.

An einem etwas größeren Tümpel ist ein Schwarm Seeschwalben. Elvira will sie immer wieder fotografieren und identifizieren, doch die sind sehr agil und tun uns nicht den Gefallen mal ein paar Sekunden ruhig sitzen zu bleiben.
Um 18.15 Uhr kehren wir von dem „einstündigen“ Gamedrive bei Sonnenuntergang zurück. Meine Frau ist entspannt. Ich weniger, denn das lange Stehen im Auto hat meinem Rücken ziemlich zugesetzt. :evil:
Am Abend bekommen wir ein hervorragendes Menü mit einem toll gebratenen Lamm von Chefkoch „Peter“, der an den Tisch kommt und den wir ausdrücklich loben. Da bin ich dann auch wieder versöhnt! :laugh: Den schmerzenden Rücken betäube ich mit Tusker. :laugh:
LG Burschi
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24 Jan 2020 06:28 #578323
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Da ich noch etwas Zeit habe, kann ich den Aufenthalt im Nakuru NP noch abschließen.
Am nächsten Morgen um 7.00 Uhr sind wir mit Frühstück und Packen fertig, zahlen die Getränke und verladen.
Da die Fahrt heute nicht so lang ist, können wir ab 7.20 Uhr nochmals einen Gamedrive im Nakuru Nationalpark machen.
Wir fahren einige bekannte Routen und sehen doch eine Anzahl von Tieren. In der Ferne ziehen mal zwei Spitzmaulnashörner vorbei und um 9.00 Uhr stehen wir mitten in einer Herde von ca. 300 Büffeln, die aber recht friedlich sind.





Die ganze Szenerie erinnert uns eher an eine große Kuhherde, als an wilde Büffel. Keine Spur von Aggressivität. Auch die Kuhreiher profitieren davon.
Daneben laufen auch Zebras und Grantgazellen.
Von 9.15 bis 9.55 halten wir uns auf der Campsite des Makali-Wasserfalls auf, wo wir Colobusaffen mit Jungen beobachten.

Natürlich fliegen auch ein paar Vögel vor die Linse:
Graukopfliest

Weißkopfbartvogel

Am meisten freue ich mich aber über die Europäischen Bienenfresser, die in größerer Zahl von einem Busch aus Insekten jagen.



Fahlschnäpper

Die Wege sind etwas abgetrocknet und der Sonnenschein lockt viele Schmetterlinge an die großen Pfützen, hier einen Papilio demodocus (Zitrusschwalbenschwanz)

Und dann doch noch einmal Rotschildgiraffen:

Ab 11.00 Uhr fahren wir auf den Parkausgang zu, doch wir unterbrechen noch ein paarmal, weil es immer was zu sehen gibt. Etliche Vögel sind gerade beim Frühstück:
Der Grünschenkel sucht Nahrung im flachen wasser.

Der Schwarzhalsreiher würgt gerade seine Beute hinunter.

Der Mäusebussard ist schon fertig mit dem Frühstück.

Und dem Schlangenhalsvogel ist sie scheinbar im Hals stecken geblieben. :laugh:

Auch der Pelikan fischt und die Riedscharbe schaut zu, ob was abfällt.

Um 12.00 Uhr erreichen wir das Gate des Nationalparks und steuern auf unser letztes Ziel, den Lake Elementaita, zu.
Davon morgen mehr!
LG Burschi
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24 Jan 2020 07:55 #578326
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Hallko Burschi,

Komme gerade aus Kenia zurück und da entdecke ich deinen Reisebericht. :cheer:

Super, kaum ist man Zuhause ist man wieder in Kenia! :laugh:

Lese sehr gerne mit.

Es grüsst
Annick
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24 Jan 2020 09:42 #578345
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Hallo Annick,
schön, dass ihr wieder gut zurück seid. ich hoffe, ihr hattet etwas mehr Glück mit dem Wetter. Es soll ja noch länger in Kenia geregnet haben.
Viele Grüße:
Burschi
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25 Jan 2020 04:42 #578441
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Guten Morgen,
zu gestern muss ich noch einen kleinen Nachtrag machen. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Nakuru NP sehen wir einige Büffel im Wasser liegen. Sie machen im seichten Wasser Mittagspause und kühlen sich ab. Es handelt sich aber keineswegs um "Wasserbüffel" (Diese gibt es freilebend in Afrika nicht!), sondern um den Afrikanischen Büffel. ("Kaffernbüffel" darf man ja nicht mehr sagen. :woohoo: :laugh: )




Heute kommen wir also auf der letzten Lodge an. Hier hatte ich - zum Ausruhen, Entspannen und einfach ein wenig Relaxen oder wie man heute sagt Chillen, mir eine schöne ruhige Lodge gewünscht. Da diese Lodge auch Tagungen durchführt, hatte ich wegen der Größe Bedenken, doch Elvira zersteute diese, da es keine bessere Lodge hier gebe.
In der „Sentrim Elementaita Lodge“ am Elementaita See, werden wir also die letzen Tage verbringen. Wir erhalten Häuschen Nr. 3 mit direktem Blick auf den See. Es ist sehr groß und geräumig und von der Terrasse aus kann man gut Vögel beobachten, die am Ufer entlangspazieren.

Nach dem Mittagessen am Nachmittag erkunde ich das Lodgegelände und das Seeufer und versuche ein paar Vögel vor die Linse zu bekommen. Von unserer Terrasse aus kann ich schon ein paar nette Szenen beobachten.
Es scheinen hier etliche europäische Limikolen zu überwintern, z.B. Kampfläufer

Ein Nimmersatt und zwei Kapenten.

Am nächsten Tag sind wir um 6.15 Uhr beim Frühstücksbüfett. Eine lärmende amerikanische Zickengruppe ist schon da und hin-terlässt einen total versauten Tisch. :evil:
Um 7.00 Uhr ist Abfahrt mit Guide Josef Kodonjo zum Vogel-Gamedrive auf die andere Seite des Sees.
Den Blauen Steinrötel sehen wir noch vor der Abfahrt.

Auch die Braundrosslinge lärmen bereits.

Um 7.40 Uhr sind wir über eine sehr holprige Piste am Parkeingang angelangt und steigen aus und gehen zu Fuß weiter. In größerem Abstand zum Ufer, um die vielen Vögel nicht zu stören, wandern wir entlang. Hunderte von Flamingos haben sich hier niedergelassen.

Aber auch viele Nimmersatts (Gelbschnabelstörche) und Silberreiher,

sowie Afrikanische Löffler und Kronenkraniche

und wieder viele Limikolen, wie Kampfläufer und viele andere.

Wir gehen in gebührendem Abstand am See entlang, sodass wir keine Vögel aufscheuchen, ganz im Gegensatz zu später ankommenden Touris, die die Vögel vor sich hertreiben, sodass sie nur noch aus der Ferne zu beobachten sind.
Um 9.40 Uhr machen wir eine Pause im Kikpey Bush Camp und trinken Kaffee. Auch hier nutzen wir die Gelegenheit um weitere Vögel zu beobachten.
Der Rotbrustnektarvogel ist nur ganz kurz zu erhaschen.

Aber auch Schmetterlinge sind zu beachten, wie dieser Monarchfalter.

Um 11.05 Uhr, es ist heiß geworden, sind wir wieder beim Auto und um 11.40 Uhr in der Lodge.
Dort kann ich noch am Vormittag zwei Mohrenköpfchen und einen Braunflügelmausvogel fotografieren.


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