THEMA: Safarihimmel und -hölle in Kenia
18 Sep 2018 21:50 #532943
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Wir wissen ja wo wir uns treffen! In der Tat sehen wir die Löwin samt Nachwuchs-nur wo sind die anderen Touris? Waren wir so langsam? Egal wir meckern nicht. Leider ist die Wolkendecke noch dicker als gestern und wir haben noch weniger Licht. Zunächst spielen die 3 im Gestrüpp,





dann allerdings wechseln alle aufs freie Feld. Wir sind so glücklich sie ein zweites Mal sehen zu dürfen. Einmal ist wunderschön, beim zweiten Mal kann ich es noch viel mehr genießen und meine Mundwinkel reichen vom einen zum anderen Ohrwaschel. Außerdem gibt es heute nur ein weiteres Fahrzeug, dieses steht wie wir auf dem offiziellen Weg und der Motor ist aus. Nur das Klicken unserer Kameras ist von uns allen zu hören.







Die Mutterliebe schien bisher unerschöpflich. Allerdings als einer der drei Rabauken die unmissverständliche Warnung der Mutter ignoriert,







dreht sich diese zu ihrem frechen Nachwuchs um, steht auf, drückt einmal seinen Kopf mit ihrer mächtigen Tatze auf den Boden,





verfolgt den flüchtenden, der Kleine maunzt und purzelt herum.



Die Mutter versucht ihn mit dem Maul zu packen



und lässt dann von ihm ab und leckt ausgiebig eines der Geschwisterchen.



Der Abgestrafte sieht zunächst von der Ferne zu,



und darf bald schon wieder mitkuscheln.





An diesem Abend wird die Weinflasche von Elvira zu einem superleckeren Essen geleert. Schade morgen müssen wir weiter, aber auf den Aberdare NP freue ich mich auch schon sehr.
Letzte Änderung: 18 Sep 2018 22:02 von sphinx.
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23 Sep 2018 21:35 #533445
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Tag 6 letzte Morgenfahrt im Samburu NR

In der Nacht hat einer der Campelefanten mächtig gewütet. Tische, Stühle sind umgeworfen. Da es viel schöner ist direkt am Fluss zu sitzen, wird schnell aufgeräumt. Frühstück ist für mich nicht so wichtig und so tigere ich lieber am Ufer entlang und freue mich über die schöne Morgenstimmung.



Es ist ein phantastischer Morgen und neben der schönen Landschaft,





sehen wir einen langen Kampf zweier Grantantilopen.









Ein mächtiges Warzenschwein im hohen Gras will auch auf ein Foto.





Natürlich versuchen wir die kleinen Löwen noch einmal zu sehen. Die Löwen entdecken wir nicht, dafür eine Elefantenherde, die, als sie plötzlich die Löwen riehen, sehr aufgeregt werden. Die kleinen, etwa einjährigen Elefanten werden sehr schnell zur Seite gedrängt und abgesondert. Ein Trupp von ca 7 Elefanten rast auf das Versteck der Löwchen zu und bleibt trötend davor stehen. Das geht zumindest uns durch „Mark und Bein“, schließlich stehen wir, nur wenige Meter daneben. Das Gebüsch wird mit den Stoßzähnen malträtiert und die große Aufregung legt sich nur sehr langsam. Schließlich zieht dieser Stoßtrupp langsam den anderen Elefanten hinterher. Hoffentlich waren die kleinen Löwen nicht in diesem Busch, was müssen die sich sonst gefürchtet haben.
Später treffen wir noch einmal auf die Herde.





Leider im Gegenlicht, rennt ein neugieriger Jumbo auf uns zu (den Wagen habe ich absichtlich rechts angedeutet gelassen)



er wird schnell wieder „eingefangen“ und abgedrängt.



Wir fahren durch das Buffalo Springs NR und sehen dort diese Blumen.

Ipomoea spathulata Windenart-Danke Elvira


Thematisch passend hier die Pflanzen, die wir zwei Tage vorher im Reserve aufgenommen haben.

Euphorbia magnicapsular-Danke Elvira


Letzte Änderung: 18 Okt 2018 20:26 von sphinx.
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11 Okt 2018 20:55 #535246
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Tag 6 Fahrt zum Aberdare NP

Auf dem Weg fahren wir extra noch einen Umweg, um Witwenvögel zu sehen. Auf fast den letzten Metern entdecken wir noch zwei Männchen (Jackson´s Widowbird) und einem Schwarm Weibchen, leider sehr weit entfernt.



Im Park werden wir von Büffeln „begrüßt“.



The Ark im Aberdare NP erreichen wir am späten Nachmittag. Leider gibt es kein Briefing in der Unterkunft. So erfahren wir erst am nächsten Abend von den Ranger Talks, dem Hide, der Vogelfütterung und den Buschbabys (kleine haben wir noch nie gesehen), die man versucht anzulocken. Die Zimmer selber sind klein und ziemlich hellhörig.
In den Büschen vor unserem Zimmer fliegen und hüpfen hübsche Vögel herum.
white eyed slaty Flycatcher



Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich mousebirds liebe? :unsure: :laugh:



und am Wasserloch ist jede Menge los. Schlammverkrustete und kämpfende Büffel (durch die Glasscheibe fotografiert)









Kronenkraniche mit Küken



viele Elefanten, Wasserböcke, Buschböckchen und abends kommen insgesamt acht Riesenwaldschweine.



Da bleibt keine Zeit für Tagebuchschreiben. Nachts kommen auch Rhinos. Der Buzzer vom Nachbarzimmer, bei uns ist er ausgeschaltet, durchdringt die Wand, man könnte meinen es ist der eigene und das Geklapper der Türen zeigt das Interesse einiger Übernachtungsgäste. Mich könnte höchsten ein Bongo oder ein schwarzer Leopard zum Aufstehen bewegen, aber ein vierfaches Buzzern (besondere Sichtung) hören wir in den zwei Nächten nicht.
Das Abendessen in Buffetform ist o.k. bei der Vielzahl von Gerichten findet man schon etwas. Der Nachtisch allerdings lohnt in unseren Augen die Kalorien nicht. Das Frühstück ist ebenfalls o.k., eine Waffel zu bekommen nimmt allerdings Zeit in Anspruch. Die Picknickboxen an den nächsten zwei Tagen sind gar nicht nach unserem Geschmack. Geschmacklose Sandwiches, hart gekochte Eier (die waren gut), ein völlig trockenes Hühnerbein, süße Schokoriegel, ein Saft und Wasser. Dies alles in viel Papier, zusätzlich in jede Menge Plastik eingewickelt und zur Krönung die drei Pakete in einen großen Plastiksack gesteckt. Auf dies alles würde ich beim nächsten Mal definitiv verzichten.
Letzte Änderung: 13 Okt 2018 11:47 von sphinx.
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12 Okt 2018 19:56 #535373
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Tag 7 Tagesausfahrt im Aberdare NP
Wir fahren durch drei Vegetationszonen (Wald, Bambus, Moorgebiet) - so wunderschön.





Cape Chestnut (Danke Elvira)








Auch Tiere lassen sich blicken.







Im dichten dunklen Grün sehen wir „rote“ Waldelefanten- welch toller Kontrast.
Eine Hyäne sonnt sich genüsslich.





Immer weiter bergauf können wir auf die höheren Berge sehen.
Während wir bei den Colobusaffen stehen



fliegt plötzlich ein Hartlaub´s Turako in den Baum und verschwindet sofort im dichtesten Blätterbereich. Mein Mann schafft es gerade noch ein Dokufoto aufzunehmen.



Die Jackson´s Francolin (Bambusfrankolin) finde ich ganz besonders hübsch.



Die Syke Affen in der Bambuswaldzone sind neu für uns. Und nicht immer rasen Affen nur „durch den Wald“, sondern auch über die Straße. Leider so schnell, dass einem weder Fotos noch ein Film gelingt.



Zum Glück bleiben auch welche im Bambus und in den Bäumen sitzen.





Später sehen wir noch einen beim Futtern.





Gegen Mittag bewölkt es sich und in der Ferne sehen wir Regen und Blitze. Der Wasserfall haut uns nicht um,



Wasserfälle gehören generell nicht zu meinen besonderen Interessen, allerdings das Stückchen laufen genießen wir und die Vegetation ist einfach toll.



Alpine poker (Danke Elvira)


Ein Windenschwärmer (Agrius convolvuli) will auf ein Foto (Danke Matthias und Elvira)



Uns läuft ein Buschböckchen übern Weg



Und wir sehen ein Moschusböckchen, leider ist in diesem Augenblick der Akku leer, die kleine Antilope hatte mich noch so nett angesehen. Joseph schlägt vor zurückzufahren. Die steilen Passagen bei Regen oder kurz nach einem Regen zu fahren kann keinen Spaß machen. Und so haben wir viel Zeit in The Arch, was nicht schlecht ist. Am Wasserloch wird es einem nie langweilig





dazu gibt es nachmittags Kaffee/Tee und leckere salzige und süße Kleinigkeiten.
Auch an diesem Abend kommen die Riesenwaldschweine an die Lehmlecke. Da ich an diesem Abend den Hide durch Zufall finde (aus lauter Frust die Tiere nur hinter Glas zu sehen, versuche ich einfach alle Türen zu öffnen), gibt es auch Fotos davon.





Die roten Elefanten verwandeln sich am angestrahlten Wasserloch in weiße „Geisterelefanten“.



Mehrere Hyänen schleichen im Gebüsch herum und die Ginsterkatze schleckt den Teller für das Buschbaby, das nicht auftaucht, sauber und kommt direkt an die Scheibe. So nah hatte ich diese Tierart noch nie, von der Kamera trennt sie nun nur noch das Glas.



Meine Begeisterung für diesen Park ist bei den gezeigten Fotos vielleicht nicht so ganz nachzuvollziehen. Aber erstens kann ich generell schwer solche Landschaften aufnehmen, zweitens konnten wir aufgrund der schlammigen Wege oft nicht dort halten, wo sich ein Foto gelohnt hätte und drittens können Fotos nicht die Ruhe, die klare Luft und den frischen, erdigen Geruch einfangen.
Letzte Änderung: 18 Okt 2018 20:25 von sphinx.
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13 Okt 2018 13:22 #535425
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Tag 8 Lake Nakuru

Am Morgen sind noch einmal viele Elefanten und Buschböckchen am Wasserloch der The ARk Lodge und so fällt unser Frühstück sehr, sehr kurz aus. Leider heißt es nun schon wieder Abschied nehmen von dieser tollen Landschaft. Fällt mir sehr schwer. Im dichten Gebüsch sehen/erahnen wir noch Riesenwaldschweine.

Am Lake Nakuru entdecken wir verschiedene Wydah- und Widow-Arten. Immer viel zu weit entfernt für ein gutes Fotos.



eine Alibilöwin in weiter Ferne



und viele schlafende oder im Gegenlicht stehende Nashörner. (Dank lightroom sieht man trotzdem was)



Begeistert sind wir von den vielen Zebras, die haben wir bisher doch etwas vermisst.









Giraffen sind auch immer schön.



Federn- und Schuppenträger sind auch willkommen.

Blue-eard Glossy starling-Danke Elvira


Siedleragame -Danke Elvira



Die Flamingos und Pelikane, weit weg und ebenfalls im Gegenlicht sind nicht der Brüller. Die Ausblicke von den Hügeln dagegen schon. Wieder ist es stark bewölkt, der Blick bei schönem Licht muss traumhaft sein. Nicht umsonst wurde hier eine Szene für „Jenseits von Afrika“ gedreht, damals noch mit vielen Flamingos.







Da wir noch ein Stück zur Unterkunft Sentrim Lake Elementaita Lodge haben, fahren wir bereits am frühen Nachmittag aus dem Park raus.
Das Abendessen und Frühstück als Buffet mit großen Reisegruppen war gut. Das Personal unglaublich nett und zum Scherzen aufgelegt. Das Zimmer sehr groß, hätte allerdings mal wieder geputzt werden können, die vielen Mäusehinterlassenschaften, auch auf dem Beistelltischen, machten mich nicht glücklich.
Letzte Änderung: 18 Okt 2018 20:27 von sphinx.
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14 Okt 2018 10:39 #535499
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Tag 9 Lake Naivasha und viele Vögel

Leider war auch am Morgen der Blick auf die Vulkane durch das schlechte Wetter getrübt. Eine tolle Landschaft. Wer genau hinsieht, erkennt drei fliegende Flamingos.



Lake Naivasha Bootsfahrt vom Elsamere Guest House. Die Sonne kommt leider nur einmal ganz kurz hinter den Wolken hervor. Schade erstens haben wir kaum schönes Licht für Fotos und zweitens sinken die Chancen eine Python zu sehen, die sieht man am Bestens, wenn sie sich sonnen. Und wir werden auch keine entdecken, obwohl sich unser Bootsfahrer/ Guide alle Mühe gibt. Vögel gucken macht uns ja aber auch viel Spaß und so genießen wir die Tour sehr. Bei den Fotos kann ich mich gerade nicht entscheiden und so bleibt es weiter bilderlastig.
Spectacled Weaver
















Baglafecht Weaver


































Zwischendurch mal ein Säugetier





Anfütterung von Tieren ist nicht so das unsere, aber so kann Christian mit unserer relativ neuen Kamera "trainieren".









Da wir nicht wissen wie weit es noch in die Masai Mara ist, schlendern wir anschließend gemütlich über das Gelände von Elsamere, entdecken die dort „wohnenden“ Colobusaffen (Danke Matthias),









schauen neugierig in eines der Cottages und können uns gut eine Übernachtung dort vorstellen. Auf dem Gelände steht das Auto, indem George Adamson erschossen wurde.
Das Lunchbag der Sentrim Lake Elementaita Lodge ist lecker (leider auch wieder viel mehr Verpackung als Nahrung) und wird während der Fahrt vertilgt.
Letzte Änderung: 18 Okt 2018 07:57 von sphinx.
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