THEMA: Kenia's Norden - Wuesten, Wildtiere und Staemme
06 Mai 2017 20:16 #474096
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29.3. Klar ganz früh aus dem Bett und versuchen das Morgenlicht für Aufnahmen zu nutzen. Sorry, Baringo geht nicht anders als vogellastig. Doch erst die Sonne begrüssen...







Braundrossling und vorne Heuglinsdrossling



Blauwangenspint



Nicht ein neuer Vogel für mich, doch einer der ich vor über 15 Jahren das letzte Mal in Shaba gesehen habe. Helmstar, angezogen von Früchten an einem Baum - sie waren allerdings nicht die einzigen







Zügelastrild



Jacksonsweber





Der Spiegelstar ist ein ganz neuer Vogel für mich. Quirlig oder von Blättern verdeckt.



Tränenbartvogel



Der Feuerstirnbartvogel ist weitverbreitet, aber immer wieder schön.



Orangebrustwürger

So nun ist alles eingeladen und weiter geht es zum Bogoria See. Nachdem wir bezahlt haben und das mit einem neuen System, das aber gut funktioniert, fahren wir rein. Es hatte geregnet und zwar nicht wenig. Der See hat nach wie vor einen extrem hohen Wasserspiegel und die idyllische Strasse dem See entlang ist unter Wasser. Doch wir kommen dennoch an einigen Orten ans Wasser ran. Hier darf man ja auch aussteigen.





Und dann sind da natürlich die Flamingos und zwar nicht wie meist die Zwerg- sondern die Rosaflamingos.





Man sieht gut, dass es geregnet hat und die feuchte Wärme lässt uns mit Schwitzen nicht aufhören.



Wir fahren nun auf dem Hügel oben entlang und gelangen viel weiter hinten am See zu heissen Quellen wie früher. Auf dem Weg hüpfen Grosse Kudus davon und schauen nur zwischen den Blättern zu uns herüber.



Den gleichen Weg fahren wir auch zurück, denn es gibt halt keinen anderen. Nach dem Auschecken gibt es Mittagessen, doch zuvor muss ich jagen... Und dann sehe ich ihn, den Paradiesfliegenschnäpper und zwar ein weisses Männchen. Konzentrieren und schauen, dass ich auf den Kopf scharf stellen kann. Keine leichte Aufgabe, denn er sitzt ja kaum einen Moment still.



Bald heisst es weiter und es geht hoch zur Hauptstrasse. Vorbei an Kohlesäcken (ist nur offiziell verboten... ) und schwindendem Akazienwald. Grosse nackte Flächen präsentieren sich bereits und Erosion hat schon eingesetzt. Heu wird abgeladen, ob gekauft oder Hilfsgut weiss ich nicht. Ich muss ehrlich gestehen, ich bin nicht begeistert, wie der Akazienwald verschwindet, doch sie werden ja rasch merken, dass sie nun weniger Honig ernten und die Erde bald nirgends mehr sein wird.







Kurz vor Nakuru, schon von Daniel vorgewarnt, kommt der Eselschlachthof ins Blickfeld. Chinesen haben ihn gebaut und schicken das Fleisch in eins der asiatischen Länder. Unweit davon werden sie gezüchtet. Doch Fotos von gestohlenen und gehäuteten Eseln wuseln auch auf Facebook rum. Irgendwer hat erfunden, dass Eselhaut ein Heilmittel ist....



Die Sisalplantage und die Verarbeitungsfabrik werden wohl mit dem geplanten Plastiktütenverbot in Kenia bald mehr Nachfragen bekommen. Kurz vor Nakuru ist nach wie vor die Müllhalde. Man sieht, wie viele Menschen hier beschäftigt sind, egal, ob es gesund ist oder nicht.





Nun in den neuen Nakumatt in Nakuru zum Einkaufen. Ich habe nun einfach Lust auf Leberwurstpaste und siehe da, es hat welche. Danach durch die Stadt Nakuru und auf einer kaum auffindbaren Strasse zum Punda Milias Camp. Sieht echt heimelig aus. Meine Begleiter wählen in einem der Häuschen zu schlafen, ich will ins Zelt - letzte Gelegenheit wohl für längere Zeit. Es nieselt und ist für uns an Hitze gewohnten richtig kühl. Der Koch hat eine Küche mit Licht und Dach.
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06 Mai 2017 21:31 #474105
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30.3. Unser letzter Tag im Busch - sniff - und den verbringen wir im Nakuru Nationalpark. Hier macht uns das neue System zu schaffen, da Daniel nicht weiss, dass man auch an Seitentoren mit Cheque bezahlen kann. Da ich noch Geld auf der Karte habe, will ich das benutzen und den Rest von dem einbezahlten Betrag abziehen. Wird nun für die Armen kompliziert und dauert auch dementsprechend. Mal sehen, ob sie nicht bald zu einem besseren System aufrüsten.

Wir fahren am alt neuen Eingang vorbei. Auf dem letzten Bild, das ich von meinem Fahrer bekam, stand das Wasser noch bei den Gebäuden. Nun ist es dank der Dürre niedriger.



Wir fahren entlang dem Zaun. Dieser Weg war früher den Rangern vorbehalten, doch nun geht es nicht mehr anders. Etwas kann man noch Richtung See, doch ist es dank dem gestrigen Regen matschig.



Die Büffel haben ganz kleine Kälber bei sich. Niedlich.



Es geht auf das Baboon Kliff. Die Bäume haben wir schon nach Leoparden abgesucht, aber leider vergeblich. Man sieht, wo das Seeufer mal war.



Klippschliefer und Einsiedleragamen kann man auf dem Baboon Cliff kaum verpassen...



Das Schild zur Toilette ist neu. Doch die Toiletten sind noch die alten, stinkenden Löcher mit halbverfallenen Türen. Am besten lässt man die Türe auf, wenn man keine Gasmaske mit dabei hat. Schade, es ginge auch anders...



Giraffen sind immer wieder schön anzusehen und diese finden wir oben auf dem Hügelzug. Auch Büffel halten sich hier oben auf, jedoch mehr die alten Bullen wie die Herden mit den Kleinen. Katzen können sich hier sehr gut verstecken.





Ein guter Guide sieht auch kleine Tiere und das tut Daniel echt - Pantherschildkröte



Wir sind unterwegs Richtung Makalia Falls. Man sieht auf den Bildern wie ausgetrocknet das Gras ist.



Büffelbullen, die so unterm Baum liegen, sind mit Vorsicht zu geniessen. Ich begegne diesen lieber im sichern Auto sitzend.



Wir kommen am Makalia Fall ein, doch da ist kein Wasserfall, nur noch unten eine Pfütze. Eine Gruppe von Lehrern ist am Team Bilden und hüpfen herum. Zum Glück hören sie gleich auf, als wir aussteigen. Scheint sie haben keinen Respekt für die Natur und auch keine Augen dafür. Doch ein Highlight für mich, eine Schwarzente. Die findet man nur an wenigen Orten.



Wir essen unseren Picknicklunch gleich hier. Danach geht es Richtung See, doch nicht ohne vorher noch Giraffen genauer anzusehen.



Von weit sehen wir Breitmaulsnashörner, doch kein Weg hin. Die Luft flimmert und das kommt auch auf dem Bild deutlich raus.



Da es unserem Patienten trotz gestern gekaufter Medikamente nicht besser geht, machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Lanet Gate. Doch halt, da sind junge Schabrackenschakale und die sind so neugierig, dass sie ganz nahe ans Auto kommen.



Daniel zeigt uns eine weitere Schildkröte und ich spotte den Isabellschmätzer - es ist ja noch Zugvogelzeit



Bald sind wir am Tor und checken aus. Vom Lanet Gate ist es nicht mehr so weit bis zum Camp. Es gibt ein feines Abendessen und die letzte Nacht im Zelt.

31.3. Wir nehmen es gemütlich mit dem Frühstücken und auch mit dem Heimfahren. Es geht vorbei am Elementaita und Naivasha See und hoch aus dem Grossen Grabenbruch raus. Oben angelangt, kaufe ich Gemüse ein, auf dem selben Markt wie dies jeweils Expräsident Moi tat. Na ja, benehmen tun die Verkäufer sich nicht grandios, denn ich hasse ein belagertes Auto und aufdringliches Verkaufen. Weiter durch Nairobi und zum Hotel Troy ohne Verkehrsstau. Beim Hotel wartet mein Fahrer Joseph schon auf uns und wir laden meine Sachen in sein Auto. Die Gäste checke ich ein und das sie nicht mehr ins Carnivore Restaurant möchten, verabschiede ich mich von ihnen. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen! Joseph wählt unglücklicherweise die Umfahrungsstrasse und schrittweise kommen wir vorwärts. 2 Stunden bis nach Juja, wo ich natürlich von Hunden und Katzen heftig begrüsst wurde.... zurück zum Hotel Troy nimmt erdann einen anderen Weg, so dass die beiden rechtzeitig am Flughafen ankamen.

Regen hat vor ein paar Tagen grossflächig eingesetzt. Die Masai Mara bekam einmal so heftigen Regen, dass dass die Brücke am Talek Tor überspült wurde. In Maralal brach eine Mauer zusammen, da sie diese an eine Stelle hinstellten, wo das Wasser durchläuft. Der Ewaso Nyiro Fluss ist voll und auch in Marsabit füllen sich die Wasserlöcher wieder. Wie lange der Regen nun anhält steht in den Sternen. Jedenfalls hatten viele gepflanzt und der Mais vertrocknete. Abwarten, wie sich dies entwickelt, denn die Preise sind schon drastisch in die Höhe gesaust, was die ärmere Bevölkerung hart trifft. Doch wenigstens waechst Gras nach und das hilft vielen schon weiter.

Liebe Grüsse
Elvira
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06 Mai 2017 23:34 #474110
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  • KarstenB am 06 Mai 2017 23:34
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Hallo Elvira,

vielen Dank für Deinen interessanten RB mt den schönen Fotos, vor allem der Vögel. Deine Kenntnis des Landes und Deine Liebe zu diesem ergeben eine beeindruckende Reisebeschreibung. Für mich war besonders interessant, wie viel sich seit 2003 (mein Gott, das sind auch schon fast 14 Jahre her) verändert hat. Gerade an den Lakes Baringo und Bogoria - am Lake Baringo waren wir in einer Lodge auf der Insel (gibt es die noch?), und am Lake Bogoria haben wir die erste Nacht an der Picnicsite übernachtet. Die Ranger, dia uns am Abend noch Feuerholz verkauft hatten, haben uns am nächsten Morgen darüber aufgeklärt, dass man dort nicht campen dürfe und zur Figtree-CS geschickt - hatten wir unvergessliche Momente.

LG aus Puerto de la Cruz,

Karsten
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
Walking Safari Zimbabwe 97 www.namibia-forum.ch...ri.html?limitstart=0
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07 Mai 2017 06:04 #474112
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Hallo Elvira

Danke für den letzten Teil.

So, nun kommt für mich die spannende Frage. Hast Du es bereut oder bist Du happy diese Tour mitgemacht zu haben. Ich war ja wohl ein wenig der Schubs für Dich, den Lake Turkana mal selbst erleben zu wollen. Mir persönlich sind halt die vorgefertigten Routen zu kurz, weil man für rechts und links ab vom Hauptweg keine Zeit hat.

LG
Christa
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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07 Mai 2017 07:17 #474115
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Liebe Elvira,

vielen Dank für die sehr informative Beschreibung und die wunderbaren Fotos. Ich gratuliere dir von herzen zu den grandiosen Vogelsichtungen.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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07 Mai 2017 09:12 #474117
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Thorsten - ja die Seen haben sich gewaltig veraendert. Die Lodge auf der Insel existiert noch. Ich habe in all den Jahren die Hot Springs in etlichen Stadien gesehen. Eigentlich auch interessant zu beobachten, wie sich die Natur staendig aendert.

Christa - bereut? NEIN, im Gegenteil. Ich wollte eigentlich schon sehr lange mal zum Turkana See, es hatte sich nur nie eine gute Gelegenheit geboten. Was mich zoegern liess, war die Duerre, denn mit Gruen haette alles noch viel toller ausgesehen und es waeren zu den Vogelbildern etliche Pflanzenbilder dazu gekommen :ohmy:

Marina - herzlichen Dank fuers Kompliment.
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