THEMA: Kenia/Tansania 2013 - "African Savannah"
13 Aug 2013 07:56 #300052
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Tag 10 05.06.2013 Mombasa – Tsavo West NP – Rote Elefanten, „jaja“

Gottseidank, am Morgen des 5. Juni machten wir uns auf den Weg in Richtung Taita Hills zur Salt Lick Lodge. Ich freute mich auf die Salt Lick Lodge, denn ich war vor Jahren schon mal hier und wusste dass die Lage und das Ambiente einfach sensationell waren. Die Fahrt dorthin gestaltete sich lang und ereignislos. :dry:





An der Lodge ankommen bezogen wir alle unsere Zimmer. Die Mitarbeiter unserer Lodge brachten gegen ein Trinkgeld die Koffer auf die Zimmer … etwas das mir immer irgendwie Unbehaglich ist. Warum ich das erwähne? Tja, an dieses Trinkgeld werde ich den ganzen Urlaub noch denken … :evil:

Als wir uns zu unserem Game Drive in der Lobby trafen befanden sich gerade 6 Elefantenbullen auf dem Weg an die Tränke. Nun, für alle diejenigen, die die Salt Lick Lodge nicht kennen sollten … das ist ein einmaliges Erlebnis.



An der Lodge befinden sich zwei … hmm, naja, nennen wir sie mal Wasserlöcher. Ein großes, natürliches Wasserloch, in ca. 40 – 50 Meter Entfernung mit einer über einen unterirdischen Tunnel erreichbaren Aussichtstelle. Und einem künstlichen „Wasserloch“ direkt vor der Rezeption. Man ist dabei nur 5 Meter von den Tieren entfernt … ein wirkliches tolles Erlebnis, wenn die Elefanten so dicht bei einem stehen. :woohoo: :woohoo:



Bei den angekommenen Elefanten handelte es sich um die berühmten Tsavo Elefanten. Unser Guide Daniel erklärte uns warum die Dickhäuter so rote Haut haben, das liegt nämlich daran, dass sie sich im roten Staub des Tsavo wälzen, jaja! ;)



Auf jeden Fall waren es imposante Tiere und wir hätten vor lauter Begeisterung beinahe unseren nachmittäglichen Game Drive in die Taita Hills verpasst. Die Fahrt durch das hügelige Gelände war dann eher ereignislos … wären wir doch nur bei den Elefanten geblieben! :huh: :huh:





Wir sahen verschiedene Pflanzenfresser (Wasserböcke, Kuhantilopen, Grant-Gazellen),
eine Horde Paviane (die treiben sich aber auch überall rum), :laugh:



2 Warane (ich vermute es handelte sich um Steppenwarane),



...und einen Elefanten, der aber überhaupt nicht erfreut war uns zu sehen… :ohmy:




Belohnt wurden wir mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang. Ich frag mich jedes Mal wo die Afrikaner diese Farben herkriegen … die gibt´s doch in keinem Baumarkt! :woohoo:






Am Abend saßen wir beim Essen und unterhielten uns über die vergangenen Tage. Es war ja unser letzter Abend in Kenia, denn morgen würden wir Arusha erreichen. Da ich keine Kenia Schilling mehr hatte, wollte ich meine Rechnung in Dollar bezahlen. Ist ja kein Problem … ich hatte mir extra für Trinkgelder ca. 50 Dollar in 1 Dollar Noten mitgenommen. Zusätzlich jeweils zwei 50 Dollarnoten für die Visas für Kenia und Tansania …

Als ich nun in meinen Geldbeutel sah um die Kohle zu checken, bemerkte ich, dass mein 50 Dollar Visaschein für Tansania fehlte. Ich hatte ihn aus dem Koffer genommen, in dem ich mein nicht benötigtes Geld (Euro und Dollar) aufbewahre und eingesteckt, um morgen an der Grenze nicht rumwühlen zu müssen… Wo war der? :blink:
Ich kontrollierte nochmals die Restdollar in meinem Koffer … der Fuffzger war weg! :ohmy: :ohmy:

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Haaren … ich hatte dem Kofferträger anstatt einem Dollarschein den Fünfziger gegeben … ich Depp! :evil: :evil:

Das diese Mistdollarnoten sich auch so ähneln müssen. Dass der Kofferträger das natürlich nur zu gern übersah versteht sich von selbst … Kurz und gut … ich habe zwar an der Rezeption „reklamiert“, der Kofferträger leugnete jedoch überhaupt Trinkgeld von mir bekommen zu haben. Dieser Schuft :( ! Ärgerlich, aber wer will´s ihm verdenken … war wahrscheinlich ein Viertel seines Monatseinkommen. :unsure:

Und, ich war schließlich selbst schuld … Augen auf beim nächsten Mal. Ich verbuchte den Verlust unter „Entwicklungshilfe“ und machte mich daran wieder 50 Dollar für das Visum aufzutreiben… :huh:

So schlief ich mit einem unguten Gefühl ein…
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13 Aug 2013 08:14 #300054
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Tag 11 06.06.2013 – Salt Lick – Arusha – Gelbfieberimpfung? Nöööö!

Schon früh machten wir uns auf den Weg zur Grenze nach Tansania wo uns die „Tansania Leute“ (Originalton Daniel) abholen sollten. Eine Familie Löffelhunde versüßte uns den Morgen … die sehen schon putzig aus mit ihren großen Ohren.


Kurz vor der Grenze fingen wir uns natürlich noch ein Eisenstück ein. :evil: :evil:
Während Daniel in Rekordzeit (warum arbeiten die eigentlich nicht bei der Formel 1) den Reifen wechselte, verteilte Lisa ihre Süßigkeitenbomben, auch wenn die Kinder es gar nicht wollten … sie wurden zum Hariboessen gezwungen. :P :P



Man merkte deutlich, dass wir in einem nur von wenigen Touristen besuchten Gebiet befanden. Die Menschen waren deutlich distanzierter und verschlossener … aber nicht unfreundlich!



An der Grenze angekommen füllten wir zuerst unsere Ausreisepapiere in Kenia aus um dann zu Fuß nach Tansania zu wechseln und dort unsere Einreiseformulare auszufüllen. Wir verabschiedeten uns von Daniel und wünschten ihm eine gute Heimreise nach Nairobi!
In den Reiseunterlagen wurde explizit auf die dringend notwendige Gelbfieberimpfung bei der Einreise nach Tansania aus Kenia hingewiesen. Sigi und Lilly, meine Berliner Freunde, mit denen ich meist beim Abendessen saß, konnten leider aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung durchführen. Daher waren sie besorgt, ob sie die Reise überhaupt weiterführen konnten… Komischerweise interessierte sich kein Mensch für die Impfpässe … nur die 50 Dollar die waren immens wichtig! Also viel Rauch um nichts … drauf anlegen würde ich es allerdings nicht.
Von unseren Guides wurden wir wieder auf unsere Fahrzeuge verteilt. Die Zusammensetzung blieb die Gleiche … unser neuer Guide hieß Michael … und wurde fortan von uns, auf eigenen Wunsch, mit Schumi gerufen. Diesem Spitznamen machte er auch alle Ehre … was bei Lisa nicht gerade den Wunsch entstehen ließ ein Gridgirl zu sein.
Die Strecke nach Arusha brachten wir humorlos hinter uns … kam es mir nur so vor oder war Tansania sauberer wie Kenia? Die Häuser nicht so zerfallen, die Straßen nicht so verdreckt! Keine Ahnung … so was kann ja schon mal täuschen.
Wir kamen gegen 14 Uhr in unserem Hotel Impala in Arusha an.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, traf ich mich mit Siggi, Lilly, Martina und Dariusz, um in die Stadt zu laufen … ich hatte keine Lust am Pool rumzuhängen.
Unterwegs wollten wir auch noch Geld tauschen … so machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt von Arusha…

Natürlich hatten wir sehr schnell alle möglichen Verkäufer im Schlepptau aber wir schritten unbeirrt unseres Weges … bloß auf kein Gespräch einlassen, denn dann hat man verloren! Diesen Vorsatz ließ ich einmal außer Acht und prompt hatten wir einen an der Backe, der uns bis zu unserem Hotel nicht mehr verlassen sollte. Er betätigte sich als Reiseführer und im Nachhinein war es gar nicht schlecht, da er uns so quasi die anderen „Möchtegernreiseführer“ vom Hals hielt. Ich habe keine Ahnung mehr wie der Typ hieß aber er machte seine Sache im Rahmen seiner Möglichkeiten gut und war sympathisch. So besuchten wir ein Fest einer katholischen Kirche, bei der eine Unzahl Kinder katholischen und muslimischen Glaubens miteinander sangen und Aufführungen machten. Wir lernten sogar den Priester kennen, der uns freudig willkommen hieß und einige Worte Deutsch sprach. Wir waren dort die einzigen Muzungus und wurden daher begafft und bekichert.

Wir besuchten dann noch den ortsansässigen Massaimarkt, kauften ein Trikot der tansanischen Fußballnationalmannschaft, testeten einen gekochten Maiskolben und spazierten dann zurück zum Hotel. Arusha ist eine laute, quirrlige, typisch afrikanische Stadt. Muss man nicht gesehen haben … aber für einen Nachmittag war es ganz interessant!



Ich ging früh zu Bett, denn am nächsten Morgen sollte es in den Ngorongoro Krater gehen … dieses Fleckchen Erde schwirrt schon seit mich der Afrikavirus gepackt hat in meinem Kopf herum und ich war gespannt ob der Dinge, die wir sehen werden…
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13 Aug 2013 08:27 #300056
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Tag 12 07.06.2013 Arusha – Ngorongoro Krater – Ein Platz für wilde Tiere (Achtung viele Bilder!)

Bernhard Grzimek hatte mich schon als kleiner Junge fasziniert. Seine unvergessenen Filme holten mich ab und brachten mich in eine mir unbekannte Welt, die ich so noch nie zuvor gesehen hatte. Genau deswegen war ich so gespannt auf den Ngorongoro Krater … :) :)

Die Strecke zum Lake Manyara durch das Rift Valley wird gerade gebaut/renoviert, so dass wir nicht sehr schnell voran kamen. Wir fuhren mehr neben als auf der Strecke. Es ging vorbei am Lake Manyara, die Abrißkante des Rift Valley hoch durch hügeliges Gelände bis zum Ngorongoro Krater. Am Gate zur Ngorongoro Conservation Area wurden wir von unzähligen Pavianen belustigt :laugh: und wir bekamen eine kurze Einweisung in die Entstehung des Kraters und seine Tierwelt.







Dann ging es den Krater hoch über schmale, staubige Straßen. War hier ein Verkehr! Immer wieder kamen uns Lastwagen entgegen und die Fahrzeuge quetschen sich aneinander vorbei. Die Landschaft war fantastisch … subtropisch … links steil abfallend und rechts steil aufragend, dicht bewachsen mit Bananenpflanzen, Palmen und anderen tropischen Pflanzen. Unser Jeep kämpfte sich Meter für Meter den Krater hinauf … so wirklich wohl war mir nicht in meiner Haut, denn die „Straße“ war in keinster Weise gesichert und die Guides fuhren, getrieben von der ständigen Zeitnot, tatsächlich wie die Henker :evil: … wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass das noch Folgen haben wird. :woohoo: :woohoo:

Am Kraterrand angekommen hatte man einen unglaublichen Blick in das Innere. Ich konnte Grzimek verstehen und die Vorfreude wuchs mit jedem Meter den wir zurücklegten. Bei genauem Hinsehen konnte man sogar die Tiere im Kraterinneren als kleine schwarze Punkte erkennen… :woohoo: :woohoo:



Da der Krater nur einen Zugang und einen Ausgang hatte, mussten wir den Rand bis zur Hälfte einmal umrunden … immer wieder mit herrlichen Ausblicken ins Kraterinnere. Wir machten den obligatorischen Fotostopp am Grabstein von Bernhard Grzimek und enterten dann dieses Weltwunder.



Die Abfahrt in den Krater war steil. Unten angekommen fuhren wir in einen kleinen Wald und machten erstmal eine Frühstückspause … die Guides wussten, wie sie die Spannung hochhalten. Mich hat das eher genervt, da man sich ja sowieso nur eine begrenzte Zeit im Krater aufhalten darf, wollte ich keine Zeit mit so „sinnlosen und banalen“ Dingen wie Essen verschwenden. ;) :ohmy:

Dann fuhren wir endlich los … die Weite des Kraters ist unglaublich. Und der Tierreichtum sucht seinesgleichen. Wir fuhren an unendlichen vielen Gnus, Zebras, Thompson- und Grantgazellen vorbei. Elefanten mit riesigen Stoßzähnen.







Dann entdeckten wir schon nach wenigen gefahrenen Metern 2 Löwinnen, die sich ausruhten…während wir die Löwinnen beobachteten bewegte sich auf der anderen Straßenseite ein Nashorn zwischen den Antilopenherden. Leider sehr sehr weit weg… es sollte das Einzige Nashorn bleiben, das wir auf unserer Reise sehen würden.







Wir fuhren im Krater entlang, entdeckten Büffel, Warzenschweine, Flusspferde, Strauße und Flamingos.





Als wir uns bereits auf der Fahrt Richtung Ausgang befanden hatte der Krater noch ein absolutes Highlight für uns parat. :woohoo: :woohoo:





Der Serval trottete langsam vor uns auf der Straße entlang. Bog immer mal wieder ab und stellte die Ohren im Gras. Er war auf der Jagd! Leider konnten wir die sensationellen Sprünge eines jagenden Servals nicht sehen. Dafür legte sich die Raubkatze, gemütlich neben unserem Fahrzeug in den Schatten. Wow … ich hatte so ein Tier vorher noch nie in freier Wildbahn gesehen. Viel zu früh mussten wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit von dieser Schönheit losreißen.





Auf dem Weg zum Ausgang, bereits berauf fahrend querte noch eine Löwin unseren Weg. Es hatte den Anschein, sie wollte auch zum Ausgang weil ihre Zeit abgelaufen war. Sie war anscheinend nicht besonders gut auf uns zu sprechen und verzog sich schnell in die Büsche, von wo sie uns anfauchte! :woohoo:



Auf dem Weg zu unserer Lodge hatte eines unserer Fahrzeuge einen Unfall und stieß auf der engen Straße mit einem entgegenkommenden Truck zusammen. :angry: Wie in Afrika Schuld und Unschuld geregelt wird konnten wir dann live erleben … der Fahrer des Trucks sprang mit einer Machete bewaffnet aus seinem Fahrzeug und stürzte auf das Safariauto zu. Erst als er erkannte, dass in dem Fahrzeug 8 Personen saßen, hielt er inne und versteckte seine Waffe. Wer schlussendlich Schuld war, wusste ich nicht … war mir im Endeffekt auch egal. Das Safariauto jedenfalls war kaputt und so nahmen wir die anderen aus unserer Reisegruppe in unserem Auto mit zur Lodge… uff … 14 Mann in einem Auto. Das war extrem lustig! :P :P


Die Highview Lodge lag etwas unterhalb des Berges mit einem wunderschönen garten und tollem Ausblick auf das Tal. :)





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13 Aug 2013 09:32 #300065
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Tag 13 08.06.2013 Ngorongoro – Serengeti – Gib Gummi, Schumi!

Der Weg zur Serengeti führte erneut über den Krater. Wir fuhren als früh morgens wieder bis zum Gate ließen uns von den Pavianen unterhalten während die Guides die Permission für die Serengeti holten. Dann galt es die gesamte Strecke vor Vortag erneut hinter uns zu bringen … Zwischendurch hielten wir noch bei der am Kraterrand ansässigen Polizeistation um letzte Schuldfragen zu klären. Was zuerst nur 15 Minuten dauern sollte … zog sich auf über 1 Stunde. Wir waren also spät dran. :evil: :evil:



Beim Hinabfahren des Kraters in Richtung Ngorongoro Conservation Area entdeckten wir einen nächtlichen Löwenriß auf den sich bereits die Geier gestürzt hatten. Ansich nichts Besonderes … aaaaaaber, der Kadaver lag genau zwischen 2 kleinen Massai Dörfern, die jeweils nur ca. 100 – 200 Meter entfernt lagen. Das hat mich dann doch etwas gewundert, zumal wir außerhalb des Kraters waren. Man kann sehen wie die Massai mit den Löwen leben und was machen wir….??? Kaum kommt mal ein Bär über die Grenze wird er über den Haufen geballert. Hellste Aufregung wegen Wölfen in der Lausitz oder Luchsen im bayrischen Wald … wir Europäer können noch ne Menge lernen, denk ich so bei mir! :blush: :blush:





Die Fahrt bis zur Serengeti ging über staubtrockene, zerfurchte Pisten. Massai Massage … Lisa sah inzwischen aus wie ein Bankräuber. Der Rest von uns ergab sich seinem Schicksal und hoffte, dass wir bald ankommen würden. Die Ausläufer der Serengeti waren flache, unendlich bis zum Horizont reichende Kurzgrasebenen. Immer wieder sah man Massaihirten mit ihren Herden in der flimmernden Hitze über die Ebenen ziehen oder am Straßenrand sitzen. So spulten wir in einem Affenzahn Kilometer um Kilometer ab und standen plötzlich am Eingangstor zur Serengeti. Schnell Bilder gemacht und weiter gings. :woohoo: :woohoo:


Maskara-Werbemodell

An einem Rastplatz machten wir nochmals eine kleine Pause. Wir erklommen einen kleinen Hügel von dem man eine tolle Aussicht in die weiten Ebenen hatte…




Herr und Frau Wasseragame





Die unendliche Weite der Serengeti

Dann gings weiter zu unserer Lodge … und wir waren noch keinen Kilometer gefahren, sahen wir schon den ersten Löwen, der sich im Gras versteckte.



Wiederum nur 500 Meter weiter lagen 3 junge Männchen und 1 Weibchen direkt am Straßenrand unter einem Baum. Weitere 2 Kilometer lag das nächste Rudel am Straßenrand. Wir zählten 15 Stück, die regungslos im Schatten einer Akazie dösten.







Zwei der Löwinnen hatten sich etwas abgesondert und lagen ca. 20 Meter entfernt vom Rudeln im Gras.



Plötzlich starrten beide Löwinnen in die gleiche Richtung … und fixierten einen Punkt.



Eine Herde Zebras kam in einer Reihe des Weges und erregte die Aufmerksamkeit der Raubkatzen. Und die Jagd begann … die Katzen verschwanden im hohe Gras und die Zebras trotteten unaufhörlich näher. Keiner sah mehr wo sich die Löwen befanden … wir konnten es nur vermuten. Alle hielten den Atem an … und plötzlich sprang eine der Löwinen aus dem Gras hervor. Leider zu früh. Die Zebras erkannten die Gefahr und preschten auseinander … dann tauchte auch der zweite Löwenkopf auf. An einem Punkt wo wir sie nie vermutet hätten … auch wenn die Jagd erfolglos blieb, war es doch aufregend zu erleben, wie systematisch die Katzen vorgingen.



Auf der Weiterfahrt sahen wir einige Giraffen die ständig einen Punkt auf dem Boden fixierten. Einige andere Fahrzeuge standen schon eine Weile hier und meinten eine Leopard würde dort im Gras sitzen … das Verhalten der Giraffen ließ auf diese Vermutung schließen. Sehen konnte man allerdings nichts … bis, ja bis es dem Leopard wohl doch zu bunt wurde und er sich auf einen Baum verzog.



Leider war dieser Baum auf der anderen Flußseite und die einbrechende Dämmerung tat ihr Übriges … Lichtschalter und so (jaja)…

Es war unglaublich, wie hatten nur auf der Fahrt zu unserer Seronera Serengeti Lodge 3x Löwen und 1 Leoparden gesehen. An der Lodge angekommen wurden wir von unzähligen Klippschliefern empfangen. Die sind einfach total süß... :blush: :blush:





Am Abend freuten wir uns über einen sensationellen Sonnenuntergang und auf den nächsten Tag, der uns unglaubliche Begegnungen bescheren sollte…



Letzte Änderung: 13 Aug 2013 09:51 von Bebbl.
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Tag 14 09.06.2013 Serengeti – Darf ich bitten, Herr Löwe

Vorsicht viel Bilder, wenig Text ;)

Nach einer kurzen Nacht, mit grasenden Flusspferden vor der Terasse :woohoo: :woohoo: starteten wir um 8:00 Uhr zu unserer Morgenpirsch.
Hmmm, ganz schön spät dachte ich … gehen doch die Pirschfahrten eigentlich schon im Morgengrauen los. Da wir uns aber bereits mitten im Park befanden und uns daher die Anreise ersparten meinten die Guides, wir könnten etwas später losfahren. ;) ;)
Bereits kurz hinter der Lodge trafen wir auf Wasserböcke, Büffel, Elefanten und riesige Zebraherden …auch unser obligatorischer Löwe war wieder dabei … diesesmal jedoch faul auf einem Stein liegend, deshalb ohne Foto!





Weiß jemand wie die heißen?








Dann kamen wir zu einem Hippopool, indem sich zwei besonders lieb hatten.



Highlight des Morgens war ein im Baum sitzender Leopard mit erbeuteter Impala bei dem wir uns lange aufhielten.





Was iss´n das für einer?

Der Morgen ging viel zu schnell vorbei und so fanden wir uns viel zu schnell wieder in der Lodge wieder. Wir genossen die Pause bis zur Nachmittagspirsch im Pool bei angenehmen 28°C.

Die Nachmittagspirsch startete um 15:30 Uhr und offenbarte uns gleich nach Tor eine Schlange, ich nehme an es war eine Gabunviper, bin mir aber nicht sicher. Es gibt hier sicher Profis, die das auf den ersten Blick erkennen können.

Auf der weiteren Pirsch viele Zebras (wo war eigentlicvh die Migration?)





Eine Gabelrake setzte sich auch in Pose!




Und ihn hier kenn ich leider auch net ... Vögel, net grade mein Spezialgebiet. Wer weiß es?

Dann war plötzlich wieder Formel 1 angesagt :evil: … in einem Höllentempo rasten wir auf einen einzel stehenden Baum zu. Dort lag … mal wieder … ein Rudel Löwen. Mehrere Damen und ein großes Männchen



… plötzlich erhob sich das Männchen träge und ich ahnte was jetzt kommen sollte … genau die gleiche Situation hatte ich bereits vor 23 Jahren in der Massai Mara erlebt … Lion Honeymoon!





Ohne sich von zig umstehenden Autos stören zu lassen, machte sich der Prachtbursche daran seine Nachkommen zu zeugen … binnen weniger Sekunden (!) war das ganze dann auch schon wieder vorbei … und der Herr total ermattet. Geschafft sank er wieder nieder und streckte alle 4 Tatzen von sich.



Wir konnten diesen Moment kaum genießen, als Schumi schon wieder wie von der Tarantel gestochen losdüste … Wir überquerten einen Fluß und sahen … einen Leoparden!



Nein, es waren zwei …
nein, tatsächlich waren es drei!!!!
Eine Leopardenmutter mit ihren beiden Jungen schlich durch das Gras. Sofort sammelte sich eine riesige Autokarawane, die das Dreigestirn verfolgten. :unsure: :unsure:
Dann kletterte die Mutter auf einen Baum um das Umfeld zu erkunden. Das Löwenrudel befand sich keine 200 Meter entfernt … die Leopardin sondierte das Gelände.



Währenddessen warteten die beiden Jungtiere unter dem Baum. Plötzlich wurde es einem der Cups zu heiß und setzte sich in Bewegung … und zwar genau in unsere Richtung. Langsam trottete er auf unser Fahrzeug zu...





...und legte sich genau unter unserem Auto in den Schatten … dort blieb er einige Minuten bis Schumi kurz den Motor startete und ihn so wieder zu seiner Mutter trieb.



Diese kletterte vom Baum und alle drei machten sich auf den weiteren Weg …



leider habe ich kein Bild machen können, wo alle drei Leoparden drauf sind, weil eines der Jungtiere immer ganz hinterherschliech. Ich habe nur ein Bild, wo die Mutter mit einem Jungtier nach dem zweiten Jungen rief. Ein wunderbares Erlebnis und wunderschöne Tiere!







Bei schon einsetzender Dunkelheit lachte uns noch eine Hyäne aus … und dann gab´s noch Ärger mit enem Ranger weil wir tatsächlich so spät dran waren und es schon dunkel wurde. Aber für nen tollen Sonnenuntergang hat´s noch gereicht.





Ein toller tag in der Serengeti geht zu Ende … wir fielen in die Betten, nicht ahnend, dass wir am nächsten Tag Todesängste ausstehen werden müssen…
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13 Aug 2013 11:45 #300082
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Super!

Immer diese Cliffhanger - schlimm. ;)
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