THEMA: März 2013 - 2x Big Five in Kenia/Tansania
29 Mai 2013 20:21 #290214
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  • KarstenB am 29 Mai 2013 20:21
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Hallo Sven,

zum Ende des Kenia-Abschnitts muss ich schon mal dringend meinen Dank loswerden für Deinen interessanten RB und die schönen Fotos. Hotel Boulevard kennen wir noch, als es in Schweizer Hand war. Später fanden wir es dann etwas verbesserungswürdig, was den Service betraf.
Aber eine ganz andere Frage: Wie seid Ihr von Nakuru in die Masai Mara gefahren. Die direkte Route über das Mau Escarpment? Ich tippe mal, dass nicht, da Du die Strecke nicht erwähnst :whistle: . (Die Strecke war Gegenstand einer Nachfrage hier im Forum.)

LG aus Hamburg,

Karsten
RB Kenia 2020 www.namibia-forum.ch...pt-2020.html?start=0
Reisebericht Südtanzania 2013 www.namibia-forum.ch...lft-nicht-immer.html
Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 www.namibia-forum.ch...wochen-nam-bots.html
Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis www.namibia-forum.ch...tage-gefaengnis.html
Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha www.namibia-forum.ch...e-bush-ha-ha-ha.html

Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB www.namibia-forum.ch...imitstart=0&start=12]
Walking Safari Zimbabwe 97 www.namibia-forum.ch...ri.html?limitstart=0
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29 Mai 2013 21:42 #290219
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Hoi Sven

So wie's ausschaut hab ich bisher Glück gehabt und werd von Dir nicht zu sehr bedrängt was die Leo-Parade angeht...phu!!! :evil: :whistle: B)

Und endlich hab ich's geschaft Deinen Reisebericht auch in die Zusammenfassung Reiseberichte Kenya einzubauen...manchmal dauerts etwas länger bis ich's realisiere... :unsure:

Tante Edit meint: Und nun auch in der Zusammenfassung Reiseberichte Tansania, da es da ja bald losgeht...
Letzte Änderung: 29 Mai 2013 21:45 von picco.
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30 Mai 2013 09:22 #290229
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Hoi Conny
Ich denke, das Warten hat sich gelohnt. :cheer: Hopp Lozärn!
War schon lange nicht mehr in der Swisspor-Allmend, jetzt wo die Meisterschaft fertig ist, lohnt es sich wieder, den Herren in Blau zuzuschauen. Manchmal waren mir die 3.50 Fr. im Teleclub schon zuviel für das Gebotene... :evil:

Hallo Karsten
Danke für dein Feedback. Wusste gar nicht, dass das Hotel in Schweizer Hand war. Ich fand's trotzdem i.O., auch über den Service kann ich mich nicht beklagen. Ok, wir waren ja nur kurze Zeit vor Ort und mussten nichts organisieren oder dergleichen.
Wegen der Route: gebe ich dir noch Bescheid, muss ich zu Hause nochmals nachschauen.

Edit: Karsten, Hier ist der Weg, den wir gefahren sind. So direkt sieht der nicht aus...



Salüü Picco
Vielen Dank für den Service betr. den Reiseberichten. Ist wirklich toll von dir die zusammenzufassen.
picco schrieb:
So wie's ausschaut hab ich bisher Glück gehabt und werd von Dir nicht zu sehr bedrängt was die Leo-Parade angeht...phu!!! :evil: :whistle: B)
Freu dich nicht zu früh, noch habe ich Tansania vor mir....! :woohoo: "spannungaufrechthalten*
Letzte Änderung: 30 Mai 2013 19:35 von Seven.
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02 Jun 2013 13:24 #290602
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11.03., Nairobi – Arusha
Heute beginnt der 2. Teil der Reise. Sie startet mit der Überlandfahrt von Nairobi nach Arusha. Ebenso wechselt die Gruppe, neue Reisegefährten, Gruppenführer und –helfer stossen dazu. Bill haben wir gestern schon gesehen. Als weitere Teilnehmerin lernen Diane und ich Alyson kennen, sie ist 28 und kommt aus England. In Arusha wird noch ein viertes Mitglied zu uns stossen und dann sind wir komplett. Also eine sehr kleine Reisegruppe, schon fast Privatreise. Ich hoffe, wir passen alle gut zusammen und haben eine tolle Woche. Alyson jedenfalls ist mir sympathisch und aufgeschlossen, das stimmt mich schon mal zuversichtlich. :)
Wir fahren ohne Unterbrechung (abgesehen von der Pinkelpause unseres Taxifahrers an den nächstbesten Baum) Richtung Grenze zu. Die Passformalitäten sind bei allen beidseitig der Grenze schnell erledigt. Sehr viel ist aber auch nicht los. Einzelne Lastwagen warten auf ihre Weiterfahrt und wir sind nebst einer Grossgruppe die einzigen Touristen.
Nach ca. 5 Minuten Fahrzeit kommen wir in eine Polizeikontrolle. Was die genau wollen, weiss ich nicht. Sie diskutieren mit unserem Fahrer und der muss schliesslich aussteigen und zum Polizeiwagen gehen. Nach ca. 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wir können weiterfahren. Aber nicht lange und es hält uns eine weitere Kontrolle auf. In diesem Land gibt es mehr Polizisten als Einwohner… :huh: Dieses Mal geht es aber ziemlich schnell und auch überaus freundlich. Ein Beamter schaut zu uns auf die Rücksitze, begrüsst uns mit einem Lachen in „seinem wunderschönen Land“ und „wünscht uns eine gute Reise“. Sehr nett.
In der Rushhour so gegen Mittag kommen wir in Arusha an. Es herrscht ein Durcheinander, so richtig vorwärts kommen wir nicht. Die Mädels müssen noch Geld wechseln und so nehmen wir nicht den direkten Weg zur Lodge, sondern fahren, wie mir scheint, einfach der Blechlawine nach.
Geschätzte zwei Stunden, nachdem wir in Arusha eingefahren sind, erreichen wir die Outpost-Lodge. Nach dem Zimmerbezug sitzen wir zusammen im hoteleigenen Restaurant, um eine Kleinigkeit zu essen. Hier stösst nun auch unser viertes und letztes Mitglied zu unseren Reihen: Hank aus Amerika. Und ich denke, ich habe es ziemlich gut mit der Gruppe erwischt. Wir sind alle als Singles unterwegs, wer uns aber von aussen her betrachtet, müsste meinen, wir seien eine Familie: da sind mit Diane und Hank zwei der älteren Generation, während Alyson und ich als ihre Kinder durchgehen könnten. :cheer:
Während Hank und Diane im Hotel bleiben, unternehmen Alyson und ich zusammen mit Bill und Peter (Freund von Bill) am späteren Nachmittag eine Stadtbesichtigung. Wer in Arusha alt werden will, braucht Nerven und Gasmaske. Der Verkehr ist chaotisch und stinkig (aus Sicht des Europäers).
Peter führt uns von einer Sehenswürdigkeit zur anderen, während Bill sich zurückhält. Der Höhepunkt ist sicherlich der einheimische Markt, wo wir bestaunt werden. Offenbar verirren sich nicht so viele Weisse oder Touristen hierhin. Der Markt ist sehr lebendig und bunt. Teilweise riecht es herrlich (bei den Gewürzen), an anderen Stellen sollte man die Nase zuhalten (bei den dörren Bachforellen) und manchmal staune ich einfach, wie die Ware verkauft wird (z.B. beim Fleisch).










"Darf's ein bisschen mehr sein?" "Jo, ich nehm die ganze Sau..." :P

Gegen Abend bedeckt sich der Himmel mit Wolken, ein Zeichen, langsam zur Lodge zurückzugehen. Wir verabschieden uns von Peter; es bleibt gerade noch Zeit für eine Dusche vor dem Meeting für die morgen startende Tour. Alle sind pünktlich versammelt, nur eine fehlt natürlich wieder. Ich frage mich, ob es hier einen Souvenirstand gibt? :ohmy: Aber dann trifft Diane doch noch ein und Bill beginnt mit dem Briefing. Dieses ist schnell erledigt und bald kann es zum gemütlichen Teil übergehen. Vorher muss ich aber noch meinen offiziellen Auftrag erfüllen: das Paket von Foumskollege Picco an der Rezeption abgeben. Nun habe ich noch mehr Platz für Souvenirs im Koffer. So ein Platzhalter ist praktisch, wenn ich nächstes Mal nach Afrika gehe, biete ich gerne meinen Paket-Service wieder an… :laugh:
Das Nachtessen nehmen wir im hoteleigenen Restaurant ein. Mein Chicken-Medaillon auf Gemüsebett mit Pommes ist sehr lecker. Auch den anderen schmecken ihre Gerichte. Da haben wir eine gute Wahl getroffen. Die Nacht ist laut, aber diesmal ist es nicht der Verkehr, sondern Hunde, die das Viertel unterhalten.
Letzte Änderung: 02 Jun 2013 13:25 von Seven.
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02 Jun 2013 15:37 #290616
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Hoi Sven

Jaja, die Hunde (und der Muhezin)...irgendwoher kenn ich das doch!!! ;-)

Danke nochmals ganz offiziell für das Überbringen der Bibel und des Wörterbuches für unseren Koch!!!
Hier seine Bestätigung (Der Kerl war nur 2 Wochen in Deutschland und bringt sich deutsch bei indem er mit Touristen redet!!! ): hallow claudio,es freur mich deine e-mail zu bekomen,ja,ich habe schon die bibel bekomen im aut post lodge,auch ich nam die stefi e-mail aus achmed und schreibe eine e-mail zu ihn danken viel mall fur das geschenk,auch ich wieder schauwen in deiner reisenberichte.html.kan ich meine deutsch ubung,also wir weader cominicetiren zwish und du,GOTT say mit ihre alle.
Ich wär froh hät ich so ein Suaheli wir er ein Deutsch hat!!! :)
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04 Jun 2013 20:48 #290890
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Salü Picco

Nichts zu danken. Schön, dass es geklappt hat. :)

Weiter geht die Reise...

12.03., Arusha – Lake Manyara
Heute Morgen treffen wir uns nach dem Frühstück um 8:00 Uhr auf dem Parkplatz – es geht los in die Wildnis von Tansania. Unser Fahrer ist bereits eingetroffen; er heisst Godfrey und ist ca. 1.9 Meter gross, also ein Hüne, vor dem auch ein ausgewachsener Löwe Respekt entgegenbringen darf. :whistle: Da wir nur zu viert sind, haben wir im hinteren Teil viel Platz zur Verfügung, der auch ausgiebig genossen wird. Der Weg führt uns zuerst Richtung Lake Manyara. Kurz bevor wir Arusha hinter uns lassen, kaufen wir in einem Supermarkt Getränke, Snacks und Schreibmaterial (dieses werden wir bei einem Besuch einem Waisenhaus schenken). Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und verläuft sehr ruhig (abgesehen vom Baustellenabschnitt, wo es doch ordentlich rumpelt). Unterwegs erzählt uns Godfrey das Leben der Masai’s. Wir treffen in Mto Wa Mbu ein und beziehen unser Camp mitten in der Ortschaft. Zeit zum relaxen bleibt uns heute aber nicht, das Programm ist für afrikanische Verhältnisse dicht gedrängt. Nach dem Gepäckauslad und Zeltbezug geht es sogleich auf einen Rundgang durch das Dorf. Nebst Bill begleiten uns zwei einheimische Führer.
Als erstes schauen wir den Reisbauern bei der Arbeit zu. Die Setzlinge sind jetzt schon im Boden, die Bauern jäten Unkraut. Als nächstes steht der Besuch bei einer Holzschnitzerei auf dem Programm. Diese stellen die bekannten Souvenirs her. Produktion, Ausstellung und Verkauf sind hier unter einem Dach.





Wir laufen weiter durchs Dorf, meist in den "Hintergassen" und nicht auf der Hauptstrasse. Immer wieder werden wir von Kindern aufgehalten, die ein Foto machen wollen. Sehr angetan sind sie von Diane’s iPad, denn wer hat schon mal einen so grossen Bldschirm gesehen? Und so wird das Ding regelrecht in Beschlag genommen. Irgendwo mitten im Dorf halten wir in einem Hinterhof. Hier sind gerade drei Frauen daran, den Mais von den Kolben zu trennen. Wir sind aber nicht ihretwegen hier, sondern einer unserer Führer erzählt etwas von einem Bananenbier. Ausführlich erklärt er die Braukunst und die verbundene Tradition damit, dass das Bananenbier den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärkt. Nett wie er ist, hat er dafür gesorgt, dass ein grosser Kelch mit dem Gebräu auf dem Tisch steht. Wir geben das Bier in der Reihe nach durch und jeder nimmt zwei bis drei Schluck. Der Geschmack ist ziemlich holzig, von Banane merke ich nichts. Auch sonst ist das nichts für meinem Gaumen und ich hoffe, der Magen protestiert nicht. :huh: Diane ist jedoch hin und weg, richtig begeistert (was sie aber in den meisten Fällen ist - political corectness eben... ;) ).
Nach diesem kurzen Apero folgt nun als letzter Höhepunkt ein Lunch bei einer einheimischen Familie. Die Wanderung geht weiter Richtung Aussendorf. Wir laufen aber noch ein ziemliches Stück und praktisch beim letzten Haus am Dorfrand erreichen wir unser Ziel. Wir sind alle ein wenig fertig, da kommt ein kühles Bier gerade recht. Und dann wird aufgetischt: weisser und brauner Reis, Chabis, Salat, gekochte Bananen, Spinat, Auberginen, Maisbrei, usw. Am Schluss stehen 13 Töpfe auf dem Tisch. Wer soll das alles essen?



Der Lunch schmeckt ausgezeichnet und pappsatt möchte ich mich jetzt unter eine Palme legen und schlafen. Aber unsere Guides Bill und Godfrey haben anderes mit uns vor: es geht auf Pirschfahrt in den Lake Manyara Park. Für unsere zwei Frischlinge Alyson und Hank ist natürlich jedes Freiwild eine Attraktion, aber die zuerst gesehenen Paviane und Affen hauen mich nicht wirklich vom Hocker. Elefanten, Giraffen und Zebras kreuzen unseren Weg.







Godfrey fährt wie besessen durch den Park, denn offenbar plärrt es aus dem Funkgerät tolle Neuigkeiten. Und tatsächlich: auf einem Baum (jedoch in weiter Entfernung) dösen drei Löwinnen. Eine davon beschäftigt sich an und ab mit Bewegungstherapie, ansonsten herrscht Ruhe. Aber dennoch speziell anzusehen.









Auf dem Rückweg sehen wir noch zwei Dikdik’s, die sich bekämpfen, wobei das eine danach umher humpelt. Da hat’s ihn offenbar ziemlich erwischt. Godfrey erzählt von diesen Tieren, dass sie (Mann und Frau) ein Leben lang zusammenbleiben. Wenn eines der beiden stirbt, wählt das andere den Freitod. Ich stelle mir vor, wie der aussehen mag. Hüpft der Überlebende dann vor dem Löwen auf und ab, bis dieser zuschlägt?
Auf einer Grasebene nahe dem See können wir aussteigen und die Beine vertreten. Am Ufer tummeln sich Giraffen, Impalas, Zebras und Gnus.





Der Park ist landschaftlich abwechslungsreich, teilweise fast schon dschungelmässig (oder wie in Jurassic Parc, wie Hank meinte).
Um 18:30 Uhr sind wir wieder zurück im Camp, verschwitzt und müde. Es war heute ein intensiver Tag. Vor dem Nachtessen bleibt noch Zeit für eine Dusche. Nach dem Essen gehen Diane und Hank in eine nahegelegene Bar, dort soll es für die beiden nochmals ein letztes kühles Bier geben, bevor wir dann die weiteren Tage ohne Strom auskommen müssen.
Alyson und ich bleiben im Camp zurück. Ich bin auf die Nacht gespannt, schliesslich heisst der Ort nicht umsonst Moskitofluss. Die Biester fliegen zur Hochform auf, einer hat mich schon erwischt :evil: , aber der lebt jetzt nicht mehr...
Letzte Änderung: 04 Jun 2013 20:50 von Seven.
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