THEMA: Wilderei in Kenia -Zahl der Elefanten sinkt rapide
15 Aug 2013 21:17 #300464
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Hoi zämä

Nachdem im Nairobi National Park ein trächtiges Breitmaulnashorn von Wilderern geschossen wurde, wobei die Wilderer das Horn dem zwar schwer verletzten aber zu jenem Zeitpunkt noch lebenden Tier abhackten, kam Kritik am Fotoversand per Whatsapp, Facebook usw auf.
Um den Wilderern nicht durch aktuelle Fotos den Standort der Tiere bekannt zu geben wurde per Facebook dazu aufgerufen keine aktuellen Fotos von Nashörnern mehr ins Internet zu stellen oder zu versenden.
Hoffen wir mal dass der Aufruf Früchte trägt...

Nachdenkliche Grüsse
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30 Sep 2013 18:17 #306422
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Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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30 Sep 2013 21:47 #306459
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07 Jan 2014 08:41 #319723
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Vielleicht endlich mal ein Anfang gegen den Elfenbeinhandel

Viele Grüße, Strelitzie
Letzte Änderung: 07 Jan 2014 08:41 von Strelitzie.
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23 Jan 2014 10:28 #322618
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Hallo Miteinander

das Thema Wilderei ist leider eines der tragischsten.....

Alle Laender verlieren taeglich Elefanten, Nashoerner, Grosskatzen, aber auch sehr viele kleinere Tiere und Antilopen, Zebras, Bueffel etc. sei es durch Strassenunfaelle, Bushmeat Trade (dies nicht zu unterschaetzen!) und dann die Wilderei fuer Elfenbein und Nashornhorn.

Kenia hat neu lebenslaenglich Gefaengnis fuer Wilderer oder enorm hohe Geldstrafe eingefuehrt. Wie weit es umgesetzt werden wird, wird sich zeigen.

Vor wenigen Tagen wurden im Meru Nashornsanctuary 2 Wilderer erschossen, bevor sie Nashoerner auch nur verletzen konnten. 3 sind auf der Flucht. Fast gleichzeitig erlagen 2 Wilderer in Solio, die ebenfalls Nashoerner wollten, den Kugeln der Ranger. Einer davon war ein Polizist, der in Nyeri arbeitete.

Petititonen schaden auf keinen Fall. Der kenianische Praesident Uhuru Kenyatta ist im Tourismus involviert (Intrepids).

Was durch kleinere, lokale Gruppen mehr und mehr versucht und auch getan wird, ist die lokale Bevoelkerung auf die Wichtigkeit der Wildtiere aufmerksam zu machen. Es ist auch schon gelungen Wilderer zu Naturschuetzern zu konvertieren, doch dies sicherlich die kleinere Zahl. Kinder haben schon Elfenbeinfunde oder tote Elefanten gemeldet und sind belohnt worden.

Auch duerfen die Mensch-Tierkonflikte nicht unterschaetzt werden! Toetet ein Elefant Menschen, wird er meist erschossen. Soeben im Kruegernationalpark passiert, nachdem Touris einem Elefantenbullen in Musth zu nahe kamen, seine Warnungen missachteten. Die Menschen leben, der Elefant wurde von den Rangern erschossen, was grosse Aufschreie unter Tierliebhabern hervorrief, denn das Fehlverhalten der Menschen war Schuld an der Attacke.

Toeten Loewen, Hyaenen, Leoparden oder Geparden Vieh, dann werden sie meist verfolgt und getoetet. Hierzu helfen Kompensationsprogramme, ueber die ich bald mal mehr berichten werde. Ich verschwinde am Samstag fuer ein paar Tage in ein junges Maasai Schutzgebiet.. und werde dann darueber berichten.

Etliches ist auch politisch bedingt, dass Tiere aus Rache gegen das nicht Helfen von Wildtierorganisationen, getoetet werden.

Die Wildtiere werden von allen Seiten bedroht und die Liste ist lang. Strassen, Ueberweidung, Zerstoerung des Lebensraums, enorm wachsende Bevoelkerung (4% = 1.6 Mio pro Jahr in Kenia), Wilderei fuer Fleisch und andere Produkte, Tier-Menschkonflikte, verfehlte Landpolitik, Grossprojekte mit entsprechender Umzaeunung.... etc.

Viele Gruesse
Elvira
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28 Mär 2014 18:50 #331971
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Liebe Foris

Wir alle wissen, dass die Wilderei wieder auf dem Höchststand angelangt ist. Dies vor allem seit die Chinesen in Afrika eingelassen wurden. Doch, Elfenbein und Nashornhorn finanziert auch Terrorismus.

Kenia hat dieses Jahr bereits etliche Nashörner und Elefanten verloren. Vor knapp 2 Wochen wurde ein Nashorn unweit des Nashornsanctuary in Nakuru erschossen, die Wilderer entkamen mit dem Horn. Nakuru gilt als einer der best bewachen Parks. Auch im Nashornsanctuary im Tsavo West wurde eins getötet und gerade dann, als die Ranger Feierabend hatten. Einen Spitzmaulnashornbullen wurde in der Mara erschossen, mit einem Schuss! Die Ohren wurden abgeschnitten, da da werden meist die Chips implantiert. Und gestern um 10 Uhr nachts wurde ein weiteres Nashorn in Nakuru ermordet. Die Ranger reagierten auf die Schuesse und das Horn blieb am Nashorn - doch es hilft ihm nichts mehr.

Elefanten haben wir im Tsavo-Taita Gebiet verloren, dann etwas nördlich von Kenia und einen in den Aberdares.

Die Wilderer sind mit sehr guten Waffen und Nachtsichtgeräten ausgestattet. Dies ist, was den Rangern fehlt. Mittlerweile werden auch Suchhunde eingesetzt. Wind und Regen erschweren gelegentlich aber die Spur ueber weite Distanzen zu verfolgen.

Naturschützer mit Einfluss, wie Dr. Richard Leakey (er hatte für Moi mit der Wilderei aufgeräumt und durch einen Anschlag beide Beine verloren) und Dr. Paula Kahumbu (Direktorin von Friends of Nairobi Nationalpark) hatten letzte Woche eine Pressekonferenz in Nairobi, Serena Hotel. Somit kamen schon mal ernsthaftere Berichte in der Zeitung. Vorgestern kam ein sehr aufklärender Film, wie die ganze Wilderei abläuft im Fernsehen. Es wurden keine Namen genannt, doch klar gesagt, dass die Drahtzieher der Regierung wie auch dem KWS bekannt sind. Danach kam ein Interview mit Dr. Richard Leakey und Jeff Koinange (bekannter Interviewer in Kenia). Leakey sagte klar, es ist ein Problem, doch es kann gelöst werden. Korruption muss verschwinden und der Präsident muss klar durchgeben, genug ist genug.

Gestern hat dann der Präsident auch gesagt, dass der Wilderei ein Ende gesetzt werden muss.
Und heute sind nun folgende Artikel erschienen. Mary Wambui ist schon des öfteren in den Schlagzeilen gewesen und es gehen Gerüchte um, dass sie die 2. Frau von Kibaki ist, was er natürlich auf Druck von seiner jetzigen Gemahlin Lucy öffentlich verneinen musste.

Der Druck muss nun weitergehen und dann besteht Hoffnung! Es steht ja nicht nur das Einkommen von vielen im Tourismus auf dem Spiel, sondern auch die Staatssicherheit und das Naturerbe. Viele möchten ja ihren Kindern nicht die Nashörner und Elefanten nur im Buch zeigen können.

http://m.news24.com/kenya/National/News/Top-government-officials-linked-to-poaching-20130814

http://www.thekenyantimes.com/2013/07/the-woman-behind-ivory-trade-in-kenya.html

Viele hoffnungsvolle Gruesse aus dem warmen, wolkigen und gelegentlich regnerischen Juja
Elvira
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