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THEMA: Warum ist das Alles bloß so teuer?!?
30 Okt 2009 18:19 #119199
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  • bayern schorsch am 30 Okt 2009 18:19
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Hallo,
als Neulinge hätten wir mal eine Frage, die uns auf der Seele brennt.
Wir planen für nächstes Jahr Herbst 2010 oder auch für den Sommer 2010 2 Wochen Kenia, davon eine Woche Safari und eine Woche beach.
Beim stöbern im Netz stolpern wir immer wieder über Safari-Anbieter, die eine 7 tägige Safari anbieten, wobei wir aber angesichts des Preises doch etwas ins grübeln kommen.

2 Tage Tsavo Ost
2 Tage Tsavo West
2 Tage Amboseli

das Ganze in Mittelklasse-Lodges, mit Jeep und Fahrer für so rund 1200 bis 1500 Euro pro Person. Ehrlich gesagt kommen wir damit nicht so recht klar weil unserer Meinung nach (die aber bestimmt nicht fundiert ist) solche Preise total überzogen sind. Wirklich beurteilen können wir das aber nicht, es ist lediglich unser Gefühl das uns sagt, dass das mal gedanklich zuerst verarbeitet werden muss.
Frage an Euch: wäre es sinnvoller, eine Safari auf eigene Faust machen? Könnt Ihr uns einen Tipp geben bezüglich Autoverleiher, Lodges ...
Unser Standort wird Mombasa sein bzw. die Küste, und Tsavo Ost+West und Amboseli wäre für uns eigentlich schon in Ordnung.

Kann sein, dass wir mit unserer Meinung falsch liegen, denn "teuer" ist natürlich relativ. Aber wenn uns da jemand "BELEHREN" (ich mein das ERNST !!!) kann wären wir für einen ehrlichen Meinungsaustausch sehr dankbar.
Grüße an Alle,
der bayern schorsch
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30 Okt 2009 18:41 #119200
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  • flip666 am 30 Okt 2009 18:41
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Hallo,

ich habe generell den Eindruck, dass Safaris in Ostafrika deutlich teuerer sind, als im südlichen Teil. Bzw dass die preiswerteren Möglichkeiten, also selbst Fahren und Camping in Ostafrika eher unerwünscht sind.

Interessant finde ich auch den Unterschied zwischen Camping und Lodges. Fürs Campen zahlt man oft nur ein fünftel eines festen Zeltes oder eines Zimmers. Auch wenn Restaurant, Pool, etc. mitgenutzt werden dürfen. Am Gardasee dagegen bekommt man für den doppelten Preis des Campings schon ein Zimmer. Dabei sollten die zusätzlichen Kosten (v.a. Personal) in Afrika deutlich geringer sein...

Wer kann etwas dazu sagen?

Viele Grüße,
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: www.philippschaeufele.de
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31 Okt 2009 19:32 #119288
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  • bilo am 31 Okt 2009 19:32
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Hallo Schorsch und Phil,

ich will mal den Versuch starten, ein paar Antworten auf eure Freagen zu finden.

flipp666 schrieb:
ich habe generell den Eindruck, dass Safaris in Ostafrika deutlich teuerer sind, als im südlichen Teil. Bzw dass die preiswerteren Möglichkeiten, also selbst Fahren und Camping in Ostafrika eher unerwünscht sind.

Als Kenyafahrer haben wir keinen preislichen Vergleich zwischen Ost- und Südafrika. Aber wir können definitiv ausschließen, dass selbst fahren und Camping unerwünscht sind. Wir sind nur als Selbstfahrer unterwegs und wenn man sich mit den unluxuriösen Zuständen auf Kenyas Campingplätzen zufrieden gibt und seine Prioritäten auf Natur-, Tier, Landschaftsbeobachtung und auch auf den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung legt, dann ist man als Selbstfahrer in Kenya sehr gut aufgehoben.
Fragt man allerdings einen Safariunternehmer, wird man natürlich die Antwort erhalten, es sei alles ganz schlecht, unmöglich zu organisieren und vor allem viiieeel zu gefährlich.
Dazu können wir nur laut und deutlich sagen: SO EIN QUATSCH!!!

Zu den Preisen: Für Amboseli zahlt ihr einen Parkeintritt p.P. und Tag von 60 US$, für Tsavo sind es 50 US$, jeweils zzgl. Eintritt für den Fahrer und das Auto (bewegt sich aber für beides im Bereich um die 10€). Dann muss der Fahrer bezahlt werden, ebenso seine Unterkunft im Fahrerlager einer Lodge. Hinzu kommen Anschaffungs-, Reparatur- und Wartungskosten für die Fahrzeuge, sowie Diesel (Preis liegt zwischen 0,80 und 1,10 € pro Liter). Dann will i.d.R. der deutsche Urlauber ja auch eine perfekte Unterkunft, möglichst mit exzellentem Essen, Pool und warmen Duschen (egal ob gerade eine große Dürre das Land und die Menschen in existenzielle Nöte bringt).
Alles muss aber auch irgendwie in die abgelegenste Banda oder Lodge transportiert werden. Straßen (so weit man das in Kenia so nennen kann) und Wege müssen angelegt werden.
Dann braucht es nocvh das gesamte Personal: Automechaniker, Zimmermädchen oder - jungen, Gärtner, Koch, Kellner, Lodgemanager usw., usw.
Und je nachdem wo man hinfährt, erhält die dort wohnende Bevölkerung über die sogen. Communities auch noch Geld, damit eine Lodge überhaupt gebaut werden kann. Ich weiß nicht, wieviel zusätzliche Schmiergelder dazu noch notwendig sind in Kenya.

Die Lebensmittelpreise sind in Kenya seit Januar 2008 rasant angestiegen. 1 kg Zucker (und davon brauchen die Kenyaner viel!) kostet ca. 1,€ - ist also teurer als bei uns.

Campingsafaris als Selbstfahrer kann man sicher einiges preiswerter fahren. Wir haben ein eigenes Auto dort und sparen da ja schon mal an der Miete. Andererseits tragen wir natürlich auch alle Kosten für Wartung und Reparatur selbst - von den Anschaffungskosten mal ganz abgesehen.

Wenn wir also jemandem anbieten mit uns gemeinsam zu fahren, dann kostet das ca. 100 € pro Tag /Person ( incl. Parkeintritte, Lebensmittel, Zelt, Diesel, Fahrzeugbeteiligung, Campinggebühren). Allerdings bieten wir nur Abenteuerurlaub statt Luxusurlaub. :)

bayern schorsch schrieb:
Frage an Euch: wäre es sinnvoller, eine Safari auf eigene Faust machen? Könnt Ihr uns einen Tipp geben bezüglich Autoverleiher, Lodges ...
Unser Standort wird Mombasa sein bzw. die Küste, und Tsavo Ost+West und Amboseli wäre für uns eigentlich schon in Ordnung.

Also aus unserer Sicht macht es auf jeden Fall Sinn, eine Safari auf eigene Faust zu machen.

In Mombasa gibt es Kedev Cars. Inhaber ist der Schweizer Hans Blaser, den wir persönlich kennen und empfehlen können. Ob er auch Campingausrüstungen vermietet, wissen wir allerdings nicht. Aber Hans ist schon so lange in Kenya, er kennt jeden und jeder kennt ihn. Daher wird er sicher auch wissen, wo ihr das mieten könnt.

www.bushdrums.com/ne...dex.php?shownews=130

Da unser Standort immer Nairobi ist, können wir noch einige Autovermieter (auch mit Campingausrüstung) von dort empfehlen. Aber sicher ist eine Überführung nach Mombasa möglich. Schaut doch mal hier:
www.106812.forums.motigo.com/?action=index

Wir hoffen, dass diese Infos schon mal ein wenig weiter helfen. Wenn ihr weitere Hilfe braucht, Fragen habt oder einfach nur den Meinungsaustausch sucht, meldet euch gerne ( per mail, Telefon, Forum ...- wie immer ihr wollt.)

Liebe Grüße
Birgitt & Joachim
Letzte Änderung: 31 Okt 2009 19:33 von bilo.
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01 Nov 2009 11:05 #119334
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Hallo zusammen,

vielleicht sollte ich noch die Campinggebühren in den Nationalparks nachtragen: 25 US$ p.P.N.
Und hier noch mal 2 Links zur weiteren Information:

1. Kenya Wildlife Service: www.kws.org/

2. Mara Conservancy: www.maratriangle.org/

Schönen Sonntag wünscht
Birgitt
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02 Nov 2009 14:54 #119470
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Hallo Birgitt,
vielen Dank für Deine Ausführungen. Jetzt sehen wir die Sache doch ein wenig anders. Wir wussten z.B. gar nicht, dass die Eintrittsgebühren so hoch liegen.
Wenn man das mal zusammenrechnet, kommt da schon so einiges zusammen. Wahnsinn.
Für uns käme aber eine Camper-Safari auf keinen Fall in Frage. Ich hab zwei "linke" Hände, und ein wenig Luxus sollte es schon sein. Wir dachten eben daran, zwar selber zu fahren, aber trotzdem entsprechende Unterkünfte vorzubuchen.

Deine Idee, bei Euch mitzufahren, die lehnen wir mal lieber ab. Stell Dir mal vor, Du hast zwei so ältere Semester zum campen dabei. Nee nee, da würdet Ihr Euch nur etwas antun.Aber dass so eine Safari mit Euch bestimmt klasse sein musss, das glaub ich gerne.

In jedem Fall aber ist für uns jetzt schon eher nachvollziehbar, warum das Alles eben so "teuer" ist.

Vielen Dank nochmals,
der bayern schorsch
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02 Nov 2009 17:38 #119483
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  • Miss Ellie am 02 Nov 2009 17:38
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@bilo

sorry, ich wende mich hier mal oeffentlich an dich leider etwas off-topic.. scheinbar seid ihr echte kenya experten... da profitiere ich doch gleich mal ..

also ich bin grad dabei eventuelle eine reise nach kenya zu planen. weniger um safari zu machen (jajaja ich weiss was uns entgeht, ich war schon mal vor vielen vielen jahren in kenya!!) sondern mehr um einen intensiven kite-surf kurs zu belegen.

Jetzt hab ich allerdings ein kleines problem : wir fliegen in Nairobi ein und die lodge / surfschule liegt in der naehe von mombasa.

nun gibts verschiedene moeglichkeiten von nairobi nach mombasa zu kommen denke ich mir. ich hab vom train gelesen, der ist aber zeitlich gar nicht guenstig fuer uns, dann gibts die moeglichkeit zu fliegen... waere mehr oder weniger das einfachste, oder ein auto zu mieten, was aber letztlich viel rumstehen wuerde...

nun meine frage : kennst du jemand, der uns guenstig mit einem jeep von nairobi in die lodge fahren kann und eventuell zuverlaessig auch wieder abholen wuerde ?

Der vorteil hiervon waere : man wuerde zumindest ein bisschen von afrika mitbekommen, anders als nur im flieger...

hast du eine vorstellung, wenn ueberhaupt moeglich, von den zu erwartenden kosten ?

die lodge ist in der naehe von Mwazaro ...

Wenn du einen tip fuer mich haettest waere das fein ...

vielen dank im voraus und viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss [/b]
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