THEMA: Aufregende Erlebnisse
25 Aug 2010 13:48 #153169
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  • Tobias am 25 Aug 2010 13:48
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Hey Fredi,

es gab auch eine heftige Diskussion. Wir waren zu dritt und die zu zweit. Leider hat sich der Guide nach den Engländern gerichtet, da er Ärger befürchtete, weil wir ja all inclusive gebucht hatten. Die Engländer waren zusammen ausserdem schwerer als wir drei (meine Frau, ein Freund und ich)...
Das war übrigens das letzte Mal. Seitdem nur noch private Touren...
Tobias
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25 Aug 2010 22:11 #153259
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  • Butterblume am 25 Aug 2010 22:11
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Hallo,

mein aufregendstes Erlebnis war die Verabschiedung von Belmont, einer Working Citrus Farm im Eastern Cape. Die Angestellten der Farm haben sich auf den Stufen des Farmgebäudes versammelt und ganz exklusiv nur für uns Shosholoza gesungen. Ich habe heulen müssen vor Freude.

Da in den Wintermonaten kaum Einkünfte rein kamen und wir dort einige Tage verbracht hatten, waren wohl alle Mitarbeiter sehr dankbar über die zusätzlichen Einnahmen.

In Europa sind wir noch nie so verabschiedet worden.... Auch nicht in 5 Sterne Hotels oder iregendwelchen Pensionen.

Habe natürlich gleich in Joburg auf dem Airport sämtliche Variationen von Shosholoza auf CD eingekauft.... :)

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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26 Aug 2010 14:52 #153389
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  • Fredi1 am 26 Aug 2010 14:52
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Mir fällt noch eine lustige Begebenheit ein:
als wir auf der Ozombanda Farm in der Nähe von Okahandja übernachteten kamen wir bei einer Farmtour im offenen Landrover zu nahe an den Nistbaum von einem Gaukler-Pärchen. Das Männchen kam sofort im Gleitflug runter und riß mir die Mütze vom Kopf. nach ein paar hundert Meter ließ er sie wieder fallen und so hatte ich meine Mütze wieder.

Gruß

Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
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26 Aug 2010 16:26 #153403
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  • Otjikoko am 26 Aug 2010 16:26
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Wir haben mal einen geführten Game Drive der Mazambala Island Lodge in der Nähe von Kongola im Caprivi gemacht:


Der Drive im Bwawata Park war toll. Unser Guide erklärte uns wahnsinnig viel über Pflanzen, Tiere und die Region. Wir sahen eine riesige Schildkröte, etliche Grüne Meerkatzen, Kudus, Impalas, Lechwe-Antilopen, eine Sable Antilope, Büffel und etliche Elefanten. Die Landschaft war sehr dicht bewaldet. Ein richtiges "Africa-Adventure-Feeling" kam auf.
Vor allem, als wir eine kleine Gruppe Elefanten aus nächster Nähe beobachteten und plötzlich einer davon ohne ersichtlichen Grund laut trompetend auf uns zu stürmte. Der Guide stieg aufs Gas und brauste davon. Der Elefant rannte uns noch ca. 70m hinterher bevor er es aufgab. Es war mit Sicherheit nur ein Scheinangriff um uns zu sagen "Lasst mich in Ruhe und haut ab!", den in dem tiefsandigem Boden konnten wir trotz Vollgas und 4x4 nicht wirklich sehr schnell flüchten. Ich schätze, wenn er gewollt hätte, hätte er uns leicht einholen können bei der kurzen Entfernung! Aber der Schreck saß uns trotzdem in den Knochen....

Am Horse Shoe (einem hufeisenförmigen See) machten wir halt und stiegen aus um ein kühles Windhoek Lager zu geniesen und um uns die Füße zu vertreten. Nur 5 Minuten nachdem wir dort hielten kamen langsam immer mehr Elefanten aus dem Busch. Ohne Übertreibung waren es nach kurzer Zeit ca. 200 Exemplare die in drei Gruppen aufgeteilt am See ihren Durst stillten. Vor allem die vielen kleinen Kälber vergnügten sich im Schutz der Herde ausgiebig im Wasser.

Wir standen staunend nur ca. 60m entfernt und tranken zur Feier des Tages gleich ein zweites Windhoek Lager.

Auch jede Menge Paviane scharrten sich nun um uns.

Dies war wohl der schönste Sundowner in diesem Urlaub!

Wir fuhren durch eine große Büffelherde zurück und traffen abermals auf eine ca. 80köpfige Gruppe von Dickhäutern mit etlichen sehr kleinen Jungtieren. Doch irgendwie war unser Fahrzeug plötzlich komplett umstellt. Rechts von uns war Wasser (der Kwando), in allen anderen Richtungen standen im Umkreis von ca. 6m ungefähr 80 Elefanten darunter ein paar recht stattliche Bullen.

Die Elefanten machten keine Anstanden zu verschwinden oder uns durch zu lassen. Unser Guide sagte nur ständig: "Don't move! Don't shout! Even if they come close - DON'T move! Be quiet!"

So verbrachten wir tatsächlich ca. 40 Minuten regungslos und ruhig mitten in der Herde! Vor uns wälzten sich die Elefantenkälber im Sand, neben uns kam uns ein Bulle immer näher und begutachtete uns argwöhnisch. Zwei große Bullen starteten kamen so nahe und stellten dabei die Ohren auf, dass eine junge Frau, die mit uns im Fahrzeug war, so große Angst bekam, dass sie nur noch auf den Boden schauen konnte. Sie meinte hinterher, dass sie dieses Erlebnis nie verhgessen würde...

Einige Elefantenkühe gingen neben uns ins Wasser und badeten in Seelenruhe!

Ein mehr als mulmiges Gefühl, doch trotzdem irgendwie großartig, wenn auch sehr aufregend!

Nach einer dreiviertel Stunde machten die grauen Riesen endlich Platz und wir konnten sehr langsam und vorsichtig weiter fahren.

Dann hieß es bei Sonnenuntergang (herrlich!) mit dem Aluboot zurück zur Mazambala Lodge und die Lodge-Gäste abliefern bevor der Guide uns mit dem Boot noch einige Kilometer weiter zurück zum Campsite bzw. unserem Auto brachte.

Lg, Otji!
Letzte Änderung: 26 Aug 2010 19:13 von Otjikoko.
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26 Aug 2010 21:10 #153462
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  • eggitom am 26 Aug 2010 21:10
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10. April 2002 im Krüger: Auf einem schmalen, ungeteerten Loop abseits der Hauptstrasse werden wir von entgegenkommenden Autos auf fünf direkt neben der Strasse im Graben dösende fünf Löwen aufmerksam gemacht. Fotografieren geht wegen des engen Winkels nicht durch die geschlossene Scheibe. Als ich sie runterfahren will, hebt eine der Damen den Kopf und faucht; also lasse ich es doch lieber bleiben. Aber obwohl es schon Nachmittag ist und wir um 18:00h zurück in Pretoriuskop sein müssen, weil die das Gate gnadenlos schliessen, nehmen wir uns noch etwas Zeit; der Rückweg ist ja nicht so lang...

Auf der Weiterfahrt stehen dann aber ein paar Büffel mitten auf der Strasse und lassen sich erst mal nicht stören. Wir warten geduldig, bis die Zeit langsam knapp wird. Als ich den Motor anlasse und versuche, sie von der Strasse zu vertreiben, hebt der grösste von ihnen den Kopf und schaut mich unter seinem gefühlt 10m breiten Hörnerpaar hervor böse an. Tja, was jetzt?

Als uns schon langsam bange wird, kommt ein Büssli voller Leute (könnte rückblickend Chrigu gewesen sein, aber den kannte ich damals ja noch nicht). Ich fahre seitwärts ins hohe Gras soweit es geht und lasse ihn vorbei, damit er mit seiner weissen Front protzen und die Büffel vertreiben kann - was glücklicherweise auch gelingt. Wir schleichen im Windschatten hintennach.

Zurück auf der Hauptstrasse - es wird schon langsam dunkel - fahren wir mit den erlaubten 40kmh - vielleicht auch etwas schneller ;) - zurück zum Camp. Es ist wohl tatsächlich etwas schneller, denn als ich in der Dämmerung um eine Kurve wetze, überfahre ich beinahe einen Leoparden oder Geparden, der dort die Strasse abseits des Fussgängerstreifens überquert...

Die Elefanten, denen wir auch noch begegnen, stehen glücklicherweise neben und nicht auf der Strasse!!

Es hat dann doch gereicht: um 17:50h fahren wir durch das Tor ins Camp.

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)

Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
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27 Aug 2010 08:49 #153506
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  • SASOWEWI am 27 Aug 2010 08:49
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Da haben sich so viele Ereignisse angesammelt, ich fang mal vorn an:

Meine erste Reise nach Namibia 2002, mit einer Gruppe von 25 Ärzten als Tourguide. Ankunft in Okaukuejo mit dem Flugzeug (unser Bus war die Nacht über von WDH gefahren und wir sind morgens hinterhergeflogen mit 5 Maschinen).

Am nächsten Morgen vor dem Frühstück noch kurz zum Wasserloch um mal zu schauen, auf dem Weg dorthin kamen uns Leute entgegen die meinten da wäre überhaupt nichts los, das könne man sich sparen. Wir sind aber trotzdem hin und bekamen auch den Grund für das tierlose Wasserloch geliefert, eine einzelne Löwin die sich in sicherer Entfernung vom Wasser auf die Lauer gelegt hatte.

Und eine einzelne Impala hatte das wohl nicht mitbekommen, nach knapp 10 Minuten Wartezeit hat der Löwe dann direkt am Wasser das Impala gerissen, die Filmaufnahmen sind zwar etwas verwackelt aber immer noch gut erhalten und Teil des Films über die Reise. Hat sich also gelohnt, und so nah hab ich bisher nie wieder einen Riss beobachten können.

SASOWEWI
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