THEMA: Simbabwe 2025 - Ein Reisebericht
09 Apr 2026 14:11 #723567
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Etappe 7 - Von langen Fahrtagen und dem Glück des Ankommens

Es ist gegen 12 Uhr, als wir auf dem Parkplatz von Great Zimbabwe stehen und nicht so recht wissen, wie es genau weitergeht. In unserer ursprünglichen Planung haben wir diesen Tag als Puffer gesetzt, da wir keine Ahnung hatten, wie gut wir vorankommen, wie lange wir Great Zimbabwe besichtigen würden und ob wir danach überhaupt noch Lust haben, weiterzufahren. Das grobe Ziel ist, uns in Richtung Mana Pools vorzuarbeiten. Wir fühlen uns fit und beschließen, einfach mal loszufahren.

Vorab haben wir recherchiert, wo wir die Strecke tendenziell unterbrechen könnten, haben aber auch den kurz vor unserer Reise ziemlich frisch erschienen Zimbabwe Self-Drive Guide dabei. Das Buch hilft uns, auch ohne Internet Routen- und Unterkunftsoptionen zu recherchieren. Heute erweist es sich als besonders nützlich.








Wir wählen die Route über Gweru und Kadoma in Richtung Chinhoyi, da wir Harare gerne umfahren wollen. Die Fahrt ist in erster Linie lang, und nicht besonders ereignisvoll. Mal wieder lernen wir, dass man nie so schnell vorankommt, wie man denkt. In Simbabwe gibt es sehr viel LKW Verkehr - mit sehr langsamen LKW. Hat man so einen auf einer schmalen Straße erstmal vor sich, verliert man spürbar Zeit, und oft ist es wirklich zäh. In den größeren Orten staut es sich ab und zu an der Ortseinfahrt und -Ausfahrt.

Wir passieren auch einige Police Blocks, die aber nie ein Problem sind. Auf der gesamten Reise müssen wir nur zwei Mal unsere Papiere inkl. eTIP vorzeigen. Die restlichen Male werden wir entweder direkt durchgewunken, oder unterhalten uns kurz mit den Polizisten. Viele interessieren sich für unser Ziel und wo wir schon waren, und scheinen sich über Touristen zu freuen.

Ein ganz anderes Bild als in Südafrika. Wir wundern uns noch immer über die Episode am ersten Fahrtag, als wir relativ plötzlich von einem Polizisten angehalten werden. Er springt quasi auf die Straße und winkt uns an den Straßenrand. Angeblich hätten wir die zulässige Geschwindigkeit überschritten. Wir wundern uns, da wir kein Schild mit einer neuen Begrenzung wahrgenommen haben, noch komischer kommt uns aber die Argumentation des Polizisten vor. Da sei ja ein Stadion, und daher wäre die Geschwindigkeit hier begrenzt. Tatsächlich sehen wir in der Ferne das Stadion, was das aber mit dem Tempolimit zu tun hat, erschließt sich uns nicht. Der Polizist legt nach: ja, es gibt ja auch noch eine Schule, daher nur 80. Er nennt uns irgendeinen Betrag in Rand, der uns im Licht der gesamten Situation absurd vorkommt. Wir sehen keine Schule, kein Tempolimit und auch sonst keinen Grund, uns darauf einzulassen. Trotz so viel Kreativität merkt auch er, dass wir nicht zueinander finden. "So you have nothing for me today?" Wir bestätigen und ziehen weiter.

Zum Glück ist uns soetwas in Simbabwe nicht mal annähernd untergekommen. Überhaupt sind die Menschen sehr freundlich. Im Freundlichkeitsranking für das südliche Afrika würden wir Simbabwe glatt auf die 1 setzen.

Wir fahren immer weiter, und gedanklich setzen wir uns Chegutu als potentiellen Zwischenstopp, denn dort habe ich eine Campsite markiert, die in Frage kommt. Als wir nach Chegutu einfahren sind wir jedoch zwiegespalten. Eigentlich ist es noch zu früh, um uns schon niederzulassen, vor allem, wenn es ja nichts sonderlich interessantes gibt. Andererseits ist die nächste mögliche Station Chinhoyi, und das ist noch ein Stück.

Wir beschließen, bis Chinhoyi weiterzufahren, um für den nächsten Tag einen besseren Ausgangspunkt zu haben. Laut Navi mit Tracks4Africa Karte sollten wir noch bei Tageslicht ankommen. Das Navi weiß bloß leider nicht, wie oft man hinter einem LKW rumgurkt. Da wir jetzt ein Ziel haben, mache ich mich daran, eine Campsite zu finden. Ich kontaktiere Chinhoyi Caves über whatsapp, wider Erwarten sind sie aber ausgebucht. In unserem Self-Drive Guide finde ich Romsey Farm als Alternative. Die Beschreibung klingt gut, ich schreibe die beiden Nummern auf Whatsapp an. Hier macht sich bezahlt, dass der Guide noch so neu ist - die Telefonnummern stimmen. Doug, der Besitzer, antwortet uns schnell, dass wir gerne kommen können und schickt eine detaillierte Wegbeschreibung mit. Wir sind froh, dass wir eine Campsite haben, auch wenn Romsey Farm noch ein Stück hinter Chinhoyi liegt.

Die Dämmerung setzt ein, als wir Lion's Den passieren - hier ist es irgendwie wuselig, und wir kommen mit der Wegbeschreibung irgendwie durcheinander und biegen falsch ab. Fälschlicherweise verlassen wir uns auf das Navi - spätestens, als wir auf irgendwelchen Feldwegen landen, kommt uns die Routenführung verdächtig vor. Inzwischen wird es dunkel, und wir zweifeln, ob uns der Feldweg zum Ziel führen wird. Auf Umkehren haben wir wenig Bock, befürchten aber, dass es darauf hinauslaufen wird. Dann sehen wir ein Licht und hoffen, dass es die Campsite ist, und diese auch von unserem Feldweg erreichbar ist.

Wir sind wirklich froh, als wir es dann tatsächlich geschafft haben! Crispin, der Campsite Attendant, erwartet uns schon. Er hat Feuer gemacht, Wasser aufgesetzt und auch sonst alles vorbereitet. Kurz nach unserer Ankunft kommt auch Doug auf seinem Motorrad angefahren - er hatte eigentlich an der Einfahrt zur Farm auf uns gewartet, hat dann aber Scheinwerferlicht in der Ferne gesehen und schon vermutet, dass wir uns verfahren haben. Er begrüßt uns herzlich, und wir quatschen noch ein bisschen.

Wir sind von dem Tag und der langen Fahrt ziemlich erschöpft. Da Crispin das Feuer schon in Gang gebracht hat, machen wir ein schnelles Abendessen. Food Prep scheitert bei uns normalerweise (auch im Alltag) an mangelnder Planung, aber zum Glück hatte ich am Tag zuvor Paneer eingelegt. Wir schmeißen die Paprika-Paneer-Spieße, ein Knoblauch-Baguette und eine Bratwurst auf den Grill und freuen uns über eine richtige Mahlzeit. Wir hatten tatsächlich keine Mittagspause und haben während der Fahrt nur Snacks gegessen. Insgesamt war die Tour wohl ein bisschen zu ambitioniert, aber wir haben es geschafft.






Am nächsten Morgen lassen wir es langsam angehen - immerhin haben wir eine größere Strecke als gedacht zurückgelegt und sind nicht in Eile. Wir frühstücken in Ruhe und beobachten die Vögel auf der Campsite. Die Ruhe am Morgen gibt uns neue Energie, und wir sind wirklich froh, dieses Kleinod entdeckt zu haben.

Die Campsite ist super ausgestattet, es gibt richtiges Geschirr und Besteck, einen mit Gas betriebenen Eisschrank mit Eis, und einem wirklich herzlichen Service! Romsey Farm bekommt von uns eine absolute Empfehlung! Crispin kümmert sich wirklich um alles. Morgens geht schon wieder ein kleines Feuer, heißes Wasser ist aufgesetzt, und dann putzt er auch noch unser Auto :blink:

Doug kommt beim Frühstück auch nochmal vorbei, und wir unterhalten uns länger über die Farm. Wir zeigen ihm den Zimbabwe Guide mit seinem Eintrag, den er noch gar nicht kannte. Es ist ein schöner Moment, weil er sich aufrichtig freut, gelistet zu sein und dass wir seine Campsite darüber gefunden haben. Als wir zum Abschied - diesmal auf dem richtigen Weg - noch am Eingang zur Farm vorbeifahren, leiht er sich das Buch sogar noch kurz aus, um es seinen Kollegen zu zeigen.









Letzte Änderung: 09 Apr 2026 14:12 von Akane.
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10 Apr 2026 14:50 #723598
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Die Campsite ist super ausgestattet, es gibt richtiges Geschirr und Besteck, einen mit Gas betriebenen Eisschrank mit Eis, und einem wirklich herzlichen Service! Romsey Farm bekommt von uns eine absolute Empfehlung! Crispin kümmert sich wirklich um alles. Morgens geht schon wieder ein kleines Feuer, heißes Wasser ist aufgesetzt, und dann putzt er auch noch unser Auto :blink:

Doug kommt beim Frühstück auch nochmal vorbei, und wir unterhalten uns länger über die Farm. Wir zeigen ihm den Zimbabwe Guide mit seinem Eintrag, den er noch gar nicht kannte. Es ist ein schöner Moment, weil er sich aufrichtig freut, gelistet zu sein und dass wir seine Campsite darüber gefunden haben.

Über solche Begebenheiten freut man sich besonders! Bitte stelle hier die Kontaktdaten ein damit wir uns diese merken oder notieren können.

Vielen Dank für deine Mühe mit deinem ausführlichen Bericht, ich lese gerne und interessiert mit! Liebe Grüsse
Gruss Leona
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10 Apr 2026 16:23 #723606
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Etappe 8 - Endlich Mana Pools

Nach dem entspannten Morgen auf Doug's Campsite fühlen wir uns wieder ziemlich erholt. Durch die lange Etappe am Vortag haben wir einen Tag gewonnen und werden früher in Mana Pools ankommen.
Zuvor legen wir noch einen Stopp bei Lion's Den an, um unsere Vorräte aufzufrischen und Saucey Sue's bekannte Rolls zu probieren. Was direkt auffällt, ist wie viel touristischer es hier schon zugeht - wir sehen deutlich mehr andere Touristen und auch die ersten Camper-Mietfahrzeuge, aber im Vergleich zu Namibia oder Botwana sind dennoch wirklich wenige Touristen unterwegs.






Und dann sind wir unterwegs nach Mana Pools. Wir sind super gespannt, und die Erwartungen sind natürlich hoch - schließlich ist das neben VicFalls DIE Tourist Destination des Landes, und für uns der Hauptimpuls, diese Reise zu machen.

Wir haben vorab Schlimmes über den Straßenzustand zwischen Karoi und Mana Pools gehört, finden die Fahrt aber ziemlich okay - da hatten wir anderswo schon schlimmere Straßen. Wir kommen gut durch, registrieren uns im Marongora Parks Office und steuern dann den Nationalpark an. Am ersten Gate bittet uns der Ranger, eine Tüte Toastbrot für die "Polizei" mit nach Nyampei zu nehmen. Wir packen das Brot ein und wundern uns. Bei der Ausfahrt aus dem Park lassen wir die Aktion Revue passieren und können uns noch immer keinen Reim darauf machen. :silly:

Als erstes machen wir uns bei der Rezeption vorstellig. Wir haben (unnötigerweise) unsere Campsites vorgebucht, da wir aber einen Tag früher dran sind, brauchen wir eine zusätzliche Nacht.

Nyamepi ist das Hauptcamp in Mana Pools, hier gibt es Waterfront Campsites und normale Campsites, die Waterfront Sites sind etwas teurer, natürlich ist die Lage aber viel besser. Nicht alle Stellplätze sind gleich gut, einige verfügen über kaum Schatten. Wir hatten uns vorab die #21, eine der hinteren Sites ausgesucht, und für später die #27 (nicht empfehlenswert). Die Vorabbuchung ist für Nyamepi außerhalb des Annual Game Counts nicht notwendig, und wir würden das auch nicht wieder buchen. An der Rezeption bekommen wir auf Nachfrage eine Walk-In Rate und dürfen uns einfach eine Campsite aussuchen, die uns gefällt. Camping in Mana Pools ist sehr teuer, da die Preise auf Basis von 6 Personen berechnet werden, für 2 schlägt das natürlich sehr ins Gewicht. Mit Walk-Ins kann man zumindest ein bisschen sparen.

Die Bezahlung ist ein kleiner Akt - wir haben Bargeld (USD in kleinen Scheinen) angeschleppt, weil auf dem Buchungsformular von Mana Pools als Zahlungsmittel nur Bank Transfer (zu teuer) oder EcoNet (hab ich nicht) aufgeführt waren. Vor Ort fragt uns der Ranger, ob wir nicht lieber mit Kreditkarte zahlen wollen, aber irgendwo muss das Bargeld ja hin, und so müssen wir eben ein paar Scheine zählen.

Auf dem Weg begegnen uns die ersten Tiere, und ich bin aufgeregt. Wir fahren die Campsite an, suchen uns einen Platz aus, und warum auch immer will Martin dann unbedingt erst Feuerholz, Stühle, Tisch, etc. rausholen und aufbauen, während ich im Nachmittagslicht eigentlich direkt los will, um die Gegend zu erkunden. Wir kommen nicht auf einen Nenner, und ich bin ganz schön sauer, weil wir die beste Zeit des Tages verpassen. Als wir dann endlich losfahren, wissen wir eigentlich nicht so recht wohin und irren ein bisschen umher. Zu allem Überfluss haben wir hinten die Tür unseres Campers nicht richtig geschlossen und fahren ein Stück mit offener Tür. Verloren haben wir wohl nichts, jedenfalls vermissen wir bis heute nichts, aber alles ist natürlich total verstaubt. Ich reibe Martin unter die Nase, dass das wohl nicht passiert wäre, wenn wir einfach direkt losgefahren wären. Ein irgendwie unnötig blöder Start.

Wir, also eher ich, reißen uns zusammen, und finden dann doch noch Freude an den Sichtungen, auch wenn die Zeit wirklich schnell vorbeigeht und wir uns dann wieder im Camp einfinden.

Mana Pools hat irgendwie ein sehr spezielles Flair. Das Licht ist besonders, die großen Bäume bieten eine tolle Kulisse, und überhaupt ist alles so mehrschichtig. Irgendetwas passiert im Vordergrund, während im Hintergrund etwas ganz anderes los ist. Es ist gar nicht so einfach, das zu beschreiben, oder auf Bildern einzufangen, aber die nächsten Beiträge werden dennoch sehr fotolastig. :laugh:

























Letzte Änderung: 15 Apr 2026 08:29 von Akane.
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10 Apr 2026 16:53 #723607
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Mana Pools - Meet Boswell

Am nächsten Morgen sind wir wie immer früh wach und machen uns auf den Weg auf den Morning Drive. In Mana Pools scheint jedes Tier besonders fotogen zu sein. Wir erfahren, dass in Richtung von Mana Mouth Löwen gesichtet wurden, finden sie aber nicht. Nach dem Morning Drive steuern wir die Rezeption an und quatschen mit dem Ranger. Er erzählt uns, wie wir die berühmten Elefanten Fred Astaire (hängt gerne an der Rezeption ab) und Boswell (Long Tusker mit einer Entourage) erkennen können. Wir sprechen noch über die besten Campsites, und er schlägt uns vor, dass wir uns Mucheni 2 anschauen können, diese Exclusive Site sei heute noch frei, falls wir gegen Nyamepi upgraden möchten. In den nächsten Tagen werden wir noch öfter mit dem Ranger quatschen - er macht wirklich einen super Job, einige seiner Kollegen sind leider deutlich weniger kompetent.

















Wir kehren zum Frühstück und Duschen zurück ins Nyamepi Camp - bei dem Ablutionsblock für Damen bin ich positiv überrascht. Die erste Dusche hat einen Duschvorhang mit Monstera-Muster und einen schönen cobble stone Boden, das hat schon fast Spa-Character :laugh: Martin kann das nicht so recht glauben, denn die Männerduschen sind wohl ziemlich rough.

Wir beschließen, uns Mucheni 2 tatsächlich anzusehen und verbringen den ganzen Nachmittag dort. Wir klappen die Zelte auf, ruhen uns aus und lesen ein bisschen. Mucheni 1 ist nur für Tour Operator Gruppen, und Mucheni 3 ist eine der besten Sites in Mana Pools, die jedoch schon besetzt war. Etwas später werden wir auch erfahren von wem.

Nach ein paar Stunden nähert sich ein anderes Fahrzeug. Simon (@brousinafrica) ist mit seinem Landrover unterwegs und hat Eugenie mit dabei. Wir werden den beiden noch häufig über den Weg laufen. Sie sind auf der Suche nach jemandem, der sich eine Campsite mit ihnen teilt. Das ist in Mana Pools offiziell erlaubt, und wohl auch ziemlich gängig und natürlich kostenmäßig attraktiv. Leider haben wir Mucheni ja selbst nicht gemietet, wir verbleiben aber so, dass wir uns nachher in Nyamepi wiedertreffen können. Dann gibts noch eine Roomtour unserer jeweiligen Fahrzeuge, und die beiden machen sich wieder auf den Weg.

Als wir wieder alleine sind, werde ich auf eine Gruppe Elefanten im Fluss aufmerksam. Einer davon ist ein Long Tusker mit Sender, und ich erinnere mich, dass der Ranger erklärt hat, dass Boswell oft eine Gruppe junger Bullen um sich hat, die sich freuen, wenn er leckere Snacks von den Bäumen pflückt und sie auch etwas abbekommen. Es ist natürlich ein Long Shot, aber ich beobachte den Elefanten in der Ferne und verfolge seine Route.

Dann kommt er tatsächlich kurz hinter unserer Campsite aus dem Wasser und zieht in Richtung Mucheni 1. Ich beschließe, ihm zu folgen, weil ich irgendwie im Gefühl habe, dass das der berühmteste Elefant Mana Pools sein könnte. Mein Gefühl basiert natürlich viel mehr auf Hoffnung als auf Ahnung.

Dann passiert alles ganz plötzlich. Er richtet sich auf, steht auf zwei Beinen und rupft Äste vom Baum. Ich kreische vor Überraschung oder Verzückung. Dann renne ich ein Stück Richtung Camper und rufe Martin zu, dass er schnell kommen soll. Mit Kamera natürlich.
Und dann haben wir wieder Glück - mindestens 5 Mal stellt sich Boswell immer wieder auf seine Hinterbeine und liefert eine Show für uns. Was für eine Sichtung, und das am ersten richtigen Tag!

Später erfahren wir zurück in Nyamepi, dass Simon und Eugenie bei einer Familie aus Zimbabwe untergekommen sind, und dass rund um Mucheni wohl den ganzen Tag Löwen rumlagen, wahrscheinlich direkt vor unserer Nase.

In diesem Beitrag hier ein kleiner Teaser. Boswell bekommt aber seine eigene Fotostrecke im nächsten Beitrag.
Letzte Änderung: 15 Apr 2026 08:31 von Akane.
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10 Apr 2026 17:17 #723608
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Boswell :woohoo: wenn man ganz schnell durch die Bilder flippt, kann man sich den Bewegungsablauf fast vorstellen.





































Letzte Änderung: 10 Apr 2026 17:18 von Akane.
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10 Apr 2026 17:22 #723609
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Eindrücke aus dem Afternoon Drive

Wir fahren wieder in Richtung Mana Mouth und treffen Elefanten, Büffel, Hyänen und Carmine Bee Eater, sowie jede Menge Elands. In keinem anderen Park haben wir bisher so große Eland Herden gesehen, wenn überhaupt, sind sie uns sonst nur vereinzelt begegnet.



























Letzte Änderung: 10 Apr 2026 17:24 von Akane.
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