THEMA: Simbabwe 2025
31 Mär 2026 17:02 #723190
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Unsere Simbabwe-Reise liegt nun schon mehrere Monate zurück, und wie so oft fehlte im Alltag nach Reiseende die Zeit, die Eindrücke (und Fotos) der Reise zu verarbeiten. Das versuchen wir nun mit unserem ersten Reisebericht nachzuholen und festzuhalten.

Wir sind Martin und Natascha aus München. Afrika haben wir erst in unseren frühen Corona-Jahren für uns entdeckt. Aus Mangel an anderen Reise-Alternativen ging es klassisch mit einer Namibia-Reise los, gefolgt von Südafrika, Uganda/Tansania, Botswana und nun Simbabwe in den Folgejahren. Wir sind gerne als Selbstfahrer und Camper unterwegs, haben wegen FOMO meist etwas zu viel im Programm, und schmeißen in der Planung auch gerne mal was um. Martin ist bei uns der designierte Fahrer und Foto-Verantwortliche, ich schaue gern aus dem Fenster, kümmere mich aber auch um die Planung.

Nun aber zu Simbabwe!

Es ist Januar 2025, und wir sind frisch zurück von unserer China-Reise, als wir auf Youtube bei einem Video vom Safari Expert über Simbabwe hängen bleiben. Relativ schnell formt sich der Gedanke, den nächsten Afrika Urlaub dort verbringen zu wollen. Wir beginnen mit der Recherche und planen eine ca. 3-wöchige Reise für September 2025. Einige Wochen später haben wir Flüge und ein Fahrzeug gebucht, eine Route erstellt und die Unterkünfte für die großen Stops gebucht.


Nach einigen Abwägungen beschließen wir, von München nach Johannesburg und Retour zu fliegen. Eine Woche vor Abflug wird unsere planmäßige Umstiegszeit in Paris CDG auf unter 1 Stunde gekürzt, was wir zum Anlass nehmen, den Flug kurzerhand zu stornieren und stattdessen mit Qatar Airways über Doha zu fliegen. Rückblickend ein Glücksfall, da Paris CDG genau an unserem Abreisetag vom Cyberangriff auf einen IT Dienstleister betroffen war.

Unterwegs waren wir mit dem HilCAM von Bushlore. Den HilCAM hätten wir eigentlich nicht ausgesucht, da er auf 4 Personen ausgelegt ist, es ist jedoch der einzige Bushcamper, der für unsere Daten verfügbar ist. Das Fahrzeug erweist sich als perfekt für uns - das Raumgefühl mit ausgeklappten Zelten ist großartig, und die Perspektive aus dem Seitenzelt erlaubt es, quasi auf Augenhöhe mit den Tieren zu sein.

Unsere geplante Route haben wir größtenteils beibehalten, aber es gab die ein oder andere Verschiebung an einigen Tagen. Mit Ausnahme der ersten Nacht in Johannesburg und dem Serolo Safari Camp am Ende der Reise sind wir komplett als Camper und Selbstversorger unterwegs, und würden das genau so wieder machen!

Zum Start ein Überblick über unsere Route. Vic Falls ist nennenswerterweise kein Bestandteil der Reise - dort waren wir im Vorjahr als Tagesausflug von Kasane.

Tag 0Anreise München - Johannesburg
Tag 1Ankunft Johannesburg
Tag 2Übernahme Mietwagen und Fahrt zur Zvakanaka Campsite
Tag 3Grenzübertritt Beitbridge, Fahrt nach Gonarezhou oder Stop in Chiredzi
Tag 4Gonarezhou Chipinda Pools
Tag 5Gonarezhou Chilojo Cliffs
Tag 6Gonarezhou Chilojo Cliffs
Tag 7Gonarezhou Hlaro
Tag 8Transit Tag Gonarezhou - Great Zimbabwe. Übernachtung Clevers Lakeside Resort and Conference
Tag 9Great Zimbabwe, Weiterfahrt Richtung Mana Pools. Übernachtung bei Chinhoyi
Tag 10Mana Pools Nyamepi
Tag 11Mana Pools Old BBC
Tag 12Mana Pools Old BBC
Tag 13Mana Pools Nyamepi
Tag 14Chitake Springs Baobab Campsite
Tag 15Chitake Springs Chitake 2 Campsite
Tag 16Chitake Springs Chitake 2 Campsite
Tag 17Transit Tag Mana Pools in Richtung Matopos. Übernachtung im Antelope Park
Tag 18Matopos NP
Tag 19The Farmhouse Matopos World's view
Tag 20Grenzübertritt nach Botswana. Übernachtung Limpopo River Lodge
Tag 21Serolo Safari Camp
Tag 22Serolo Safari Camp
Tag 23Grenzübertritt Südafrika, Übernachtung Matamba Bushcamp
Tag 24Rückfahrt nach Johannesburg, Mietwagenübergabe und Heimflug nach München
Letzte Änderung: 31 Mär 2026 17:03 von Akane.
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31 Mär 2026 18:05 #723199
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Etappe 1: Ankunft in Johannesburg, Fahrzeugübernahme und Fahrt in Richtung Grenze

Wir landen morgens in Johannesburg und haben einen freien Tag zur Verfügung, weil unser Fahrzeug erst am nächsten Tag verfügbar ist. Wir haben für den Tag kein Programm geplant und verbringen den Tag im Hotel und der angrenzenden Mall.

Am nächsten Morgen werden wir von Bushlore abgeholt und sind die ersten Kunden für die Fahrzeugübernahme. Die Übernahme ist leider so la la. Die Elektronik des Fahrzeugs wird uns falsch erklärt, das Auto ist nicht vollgetankt, und wie wir später feststellen, ist die zweite Batterie leergefressen, weil der Kühlschrank auf -17 Grad eingestellt war und die Batterie das nicht gut verkraftet hat. Wir verfrachten unser Gepäck im Auto und lassen die Koffer bis zur Rückgabe bei Bushlore, und machen uns auf den Weg.

Als nächster Programmpunkt steht Einkaufen an. Wir steuern einen Super Spar an, werden dort mit der Auswahl aber nicht glücklich und machen einen Umweg zu Checkers Hyper. Fürs nächste Mal merken wir uns, einfach direkt zu Checkers zu fahren - das ist einfach der beste Supermarkt.

Dann sind wir auch schon auf dem Weg in Richtung Norden. Unser Ziel ist die Zvakanaka Farm, wo wir die erste Nacht auf einer der Campsites verbringen werden. Die gut 400km gestalten sich schwieriger als gedacht wegen eines absoluten Anfängerfehlers: wir haben kein Bargeld dabei, zumindest keine Rand. Nachdem wir die ersten Mautstationen problemlos passieren konnten, geht es plötzlich nicht weiter. Die Betreiber stellen ihre Zahlungsmodalitäten um, ausländische Kreditkarten werden aktuell nicht akzeptiert. Not macht kreativ: beim ersten Mal tauschen wir mit einem anderen Reisenden den Mautbetrag in ZAR gegen USD. An der nächsten Station kommen wir mit USD durch, fahren dann aber doch lieber mal ab und ziehen Geld aus dem Automaten. Lektion gelernt: die Beträge für die Rückfahrt haben wir sogar mit einkalkuliert B)

Insgesamt brauchen wir für die Strecke deutlich länger als gedacht und kommen bei Einbruch der Dunkelheit auf der Campsite an. Dass wir öfter ein bisschen trödelig unterwegs sind, sieht uns ähnlich, fürs nächste Mal nehmen wir uns aber vor, zeitiger loszukommen und uns besser vorzubereiten.

Auf der Campsite brennt schon ein Feuer, wir machen ein einfaches Essen und lassen den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen sehen wir erst, wo wir überhaupt gelandet sind. Die Campsite in Zvakanaka ist wirklich wunderschön, und eine absolute Empfehlung. Wir haben uns Sam's ausgesucht, und nach ausgiebiger Inspektion der anderen Sites landet diese im Ranking auf der 1. Die Campsites sind super ausgestattet und schön angelegt, und noch dazu sind die Betreiber wirklich nett.
Wir machen uns in Ruhe fertig, genießen einen Kaffee, und verquatschen uns dann noch mit den Besitzern, die uns empfehlen, auf jeden Fall nochmal Vorräte nachzukaufen.

Mit unserer morgendlichen Trödelei und dem erneuten supply run starten wir relativ spät in unsere zweite Etappe, was sich im weiteren Verlauf des Tages rächen wird.












Letzte Änderung: 07 Apr 2026 08:34 von Akane.
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31 Mär 2026 18:46 #723203
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Etappe 2: Beitbridge und das Social Media Dilemma

Auf dem Plan für heute steht der Grenzübergang nach Simbabwe. Obwohl Beitbridge berüchtigt ist, sind wir hoffnungsvoll (und naiv), dass wir gut durchkommen werden und hoffen, dass wir am selben Tag noch nach Gonarezhou kommen. Unsere Camps sind zwar erst für den Folgetag gebucht, wir spekulieren aber auf einen walk-in. Dass daraus überhaupt nichts wird, ahnen wir noch nicht. Auch nicht, dass wir dem Endgegner schon bei Schritt 2 begegnen.





Nun ja, wir haben uns bemüht, vorab alles gut vorzubereiten. Ausgestattet mit E-Tip und vorab online ausgefülltem E-Einreiseformular dauert die Immigration bei mir keine 10 Minuten. Läuft. Bis es dann nicht mehr weitergeht. Martin steckt fest. Zunächst denken wir, dass es daran liegt, dass sie seine Online-Zahlung nicht zuordnen können. Tatsächlich ist das System noch so neu, dass sie die Zeitstempel der Zahlung abfragen und dann manuell Listen abgleichen. Doch auch nachdem sie die Zahlung gefunden haben, geht es nicht weiter.

Zum Glück bekommen wir Unterstützung von Cleopatra von Zimtourism, die uns erklärt, was da los ist. Leider leider hat Martin beim Einreiseformular seinen echten Job Titel eingetragen und keine pauschale Berufsbezeichnung. Er arbeitet im Social-Media-Bereich, und wie sich herausstellt, unterscheidet Simbabwe nicht zwischen Medien und Social Media - und schon ist Martin geflagged und erstmal zur Einreise gesperrt. Praxis-Tipp: Trigger-Begriffe wie Media am besten vermeiden B)

Nachdem wir vermitteln konnten, dass Martin kein Journalist ist, sondern nur im Social Media Marketing arbeitet, wird ein Schreiben aufgesetzt, in dem Martin versichern muss, dass er nicht aus beruflichen Gründen nach Zim einreist und bekommt außerdem eine Wiedereinreisesperre von 90 Tagen. Das hochoffizielle Schreiben - immerhin eine halbe DIN A4 Seite - nimmt eine ganze Stunde in Anspruch, wir sind aber froh, dass es anscheinend eine Lösung gibt.

Oder auch nicht. Das E-Visum in Simbabwe ist zu diesem Zeitpunkt noch so neu, dass wohl nicht alle Fälle systemisch abbildbar sind. Im Vorjahr hatten wir noch ein handgeschriebenes Visum erhalten, nun druckt das System einen QR Code aus, der in den Reisepass geklebt wird. Das neue Problem: trotz Papier-Genehmigung zur Einreise versteht das System nicht, dass es nun den QR Code drucken darf. Anscheinend gibt es noch keine Hintertür für einen Override, und im System erscheint Martin noch immer als gesperrt. Die nächsten 2 Stunden verbringen wir damit, verschiedenen Leuten dabei zuzuschauen, wie sie sich vor dem Computer versammeln und auf den Bildschirm schauen. Ab und zu traut sich jemand, mal eine Taste zu drücken.

Dann plötzlich: ein QR Code kommt raus und wird in Martins Pass geklebt. Aber Moment - der war für einen anderen Reisenden und sie hatten die Pässe verwechselt. :pinch:

Schließlich schafft es die IT-Mitarbeiterin irgendwann und irgendwie, das System dazu zu bewegen, den richtigen QR Code auszudrucken und in den richtigen Pass zu kleben. Die Immigration ist geschafft.

Der anderen Stationen der Beitbridge Odyssee wie E-Tip, CVG (bei dem nie ganz klar ist, ob man es braucht oder nicht) und Zoll meistern wir dann noch irgendwie, sind aber nach der ganzen Ungewissheit, ob das überhaupt klappt, ganz schön k.o. und haben reichtlich Zeit verloren.

Unsere ursprüngliche Idee, direkt nach Gonarezhou durchzufahren, ist nicht mehr realisierbar, und wir kommen erneut bei Einbruch der Dunkelheit bei unserem Etappenziel in Chiredzi an.

Aus Mangel an Alternativen steuern wir den Hippo Valley Country Club als Campsite an. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, aber meine Güte, was für ein schrecklicher Camping Platz. Es gibt quasi keine Infrastruktur für Camper, sondern einfach eine große Fläche, auf der man stehen kann sowie eine total abgeranzte Gemeinschaftsdusche/Umkleidekabine anstelle von richtigen Ablutions. Aufgeräumt oder gar geputzt wurde das sicher das ganze Jahr noch nicht, und mit Gemeinschaftsdusche meine ich wirklich einen Raum mit Duschen, ohne Kabinen, dafür mit viel Schmutz. Wenn wir eine Alternative hätten, wären wir auf keinen Fall dort geblieben. Alternativlos habe ich den Preis auf 10 USD (immernoch frech für den Zustand) und die Nutzung von richtigen Waschräumen ausgehandelt, die es auch gibt, aber wohl nicht für Camper vorgesehen sind. Diese Adresse können wir in Chiredzi als Zwischenstopp jedenfalls überhaupt nicht empfehlen.

Trotzdem sind wir froh, dass wir es nach Simbabwe geschafft haben und einiges an Strecke zurücklegen konnten. Am nächsten Tag beginnt dann endlich der "richtige" Teil des Urlaubs: wir brechen auf nach Gonarezhou.
Letzte Änderung: 07 Apr 2026 08:35 von Akane.
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02 Apr 2026 14:31 #723291
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Hallo,

ich wollte hier mal ein großes Danke für deinen ausführlichen Bericht da lassen. Gbit es von euren anderen Trips auch Berichte?

Ich freue mich sehr auf eure Stationen - so wie ihr eure Tour geplant habt, steht sie bei uns auch schon lange auf der Agenda (für 2021 recht fix geplant - dann kamen Corona und Kinder). Da es gefühlt in letzter Zeit hier im Forum viel ruhiger um Simbabwe geworden ist, bin ich froh über alle aktuellen Eindrücke, damit wir Simbabwe mal für 2027 o. 28 ins Auge fassen können..

Viele Grüße aus dem Speckgürtel,

fidel
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02 Apr 2026 18:44 #723295
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Etappe 3 - Gonarezhou, Place of Elephants Hyena

Heute geht es endlich nach Gonarezhou! Wegen unserer Grenz-Odyssee sind wir viel zu spät in Chiredzi angekommen und müssen vor der Fahrt in den Nationalpark noch unseren Supply Run bei Mnandi Meats (Empfehlung!) unterbringen und SIM-Karten besorgen. Wir besorgen zwei EcoNet SIM-Karten und jeweils Voucher für Datenvolumen und Telefonminuten. Die Mitarbeitenden helfen uns bei der Einrichtung und erklären uns die etwas gewöhnungsbedürftige Handhabung, insgesamt geht alles schnell und unkompliziert. Wir tanken voll und fahren dann endlich los.

Wir haben für die erste Nacht Chipinda Pools, eine der Developed Campsites, gebucht. Hier gibt es Ablutions und Wasser, aber keinen Standstrom. Für die Einfahrt von Chiredzi bietet sich Chipinda Pools als erster Stop an, wenn man früh dran ist, würde ich aber empfehlen, auf eine der Exclusive Campsites durchzufahren.

Wir bekommen die hinterste Campsite (ich glaube die 9). Es gibt genügend Abstand zu den Nachbarn, und insgesamt ist es eine schöne Campsite mit Blick auf den Runde. Bei unserer Ankunft gibt es im Flussbett schon ein bisschen Action (die am nächsten Tag in einem umgestürzten Baum endet).







Nachmittags fahren wir nochmal los, um die Gegend zu erkunden. Wir haben ehrlicherweise gar nicht so viel zu Gonarezhou recherchiert und fahren ohne viele Anhaltspunkte einfach mal los. Nach einem kurzen Stop am Masasanya Dam fahren wir zum Chivilla Falls View Point. Wir erwischen gerade so das goldene Licht, und der Anblick ist wunderschön. Landschaftlich sind wir jetzt schon total geflasht von diesem Park.







Nach einem kurzen Sundowner Stop finden wir uns wieder auf der Campsite ein, kochen und lassen den Abend im Camp ausklingen.





Nachts werden wir plötzlich von einem lauten Rumpeln geweckt. Ein Blick nach draußen offenbart nächtlichen Besuch von einer - in diesem Moment riesengroß wirkenden - Hyäne. In einem Anflug von Dummheit haben wir nicht nur den Gusseisentopf draußen stehen lassen, sondern auch Wasserkanister, eine Kühlbox und unsere Campingstühle/Tisch draußen stehen lassen. Jede Campsite verfügt über einen überdachten Bereich, der Verstaumöglichkeiten anbietet. Dass man dort am besten keine Sachen verstaut, hätte offensichtlich sein müssen, aber ohne ein paar Rookie-Fehler wäre es ja auch langweilig.

Wir beraten leicht panisch, was wir tun sollen, als die Hyäne mit der Kühlbox über die Campingstühle stolpert und vor Schreck abhaut. Nach einigen Minuten des vorsichtigen Ableuchten des Tatorts trauen wir uns nach draußen, um den Schaden zu begutachten und zu retten, was zu retten ist. Wir haben Glück: die Hyäne hat die Kühlbox nur am Deckel erwischt, welcher sich gelöst hat und die Hyäne aus dem Konzept gebracht hat. Der Inhalt der Box (Gemüse und Getränke) war wohl auch enttäuschend und bleibt unversehrt zurück. Ein Wasserkanister schafft es nicht, und der Deckel der Kühlbox erinnert uns fortan daran, nicht so blöde Sachen zu machen!















Nachts fängt es dann noch an zu regnen. Leider wurde uns der Regenschutz für das Seitenzelt bei der Übernahme auch nicht erklärt, sodass wir uns in das Dachzelt zurückziehen. Was für eine Nacht. Zum Glück können wir uns am nächsten Morgen über die Aufnahmen der Trapcam, die die Action festgehalten hat, amüsieren, bevor wir Chipinda Pools verlassen und unsere nächste Campsite ansteuern.
Letzte Änderung: 07 Apr 2026 08:36 von Akane.
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02 Apr 2026 19:08 #723297
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Etappe 4 - Gonarezhou Chilojo Cliffs Exclusive Campsite

Am nächsten Tag brechen wir nach dem Frühstück leicht gerädert von der turbulenten Nacht zu unserem nächsten Ziel auf: Chilojo Cliffs. Wir verbringen die nächsten zwei Nächte auf dieser Exclusive Campsite. Exclusive bedeutet hier: keine Facilities, dafür aber Wildnis pur.

Zu Chilojo Cliffs als Campsite gab es vor unserer Reise fast keine aktuellen Informationen oder Fotos. Ursprünglich gab es zwei Campsites in Chilojo, diese wurden aber wegen der Windverhältnisse geschlossen und sind nun nur noch Picnic Sites. Statt 2 Chilojo Sites gibt es jetzt nur noch eine, die etwas weiter weg ist und eine andere Sicht auf die Cliffs hat. Wir wussten also nicht, was uns erwartet, können diese Campsite aber sehr empfehlen.

Unterwegs zieht das Wetter immer weiter zu, dunkle Wolken bilden sich am Horizont. Wir fahren ein Stück auf der Hauptstraße, wo wir Bateleuren und Löwen begegnen. Nach Verlassen der Hauptstraße auf den Sililijo Loop gibt es wenige Sichtungen, und der Loop wird nach den ersten 5km auch sehr holprig. Aus der Ferne erhaschen wir unseren ersten Blick auf die Cliffs - trotz des schlechten Wetters strahlen sie rot. Insgesamt fällt uns auf, wie scheu die Tiere in diesem Park sind, was sicherlich auch daran liegt, dass es hier keine großen Besuchermassen gibt. Insgesamt begegnen uns unterwegs 2 Fahrzeuge.




















Auf der Campsite angekommen beschließen wir, den Rest des Tages im Camp zu verbringen und die Aussicht zu genießen.















Letzte Änderung: 02 Apr 2026 19:09 von Akane.
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