THEMA: Simbabwe Feb/März 2024
30 Mär 2024 11:12 #684641
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Collen, Fremden- und Bergführer in Chimanimani, Eastern Highlands, Simbabwe:
(ausgezeichnet für seine Anstrengungen die Kultur und Natur der Gegend zu bewahren)

„Und dann ist er gekommen, der Zyklon. Er hat uns alles genommen.
Wassermassen stürzten aus den Bergen auf unser Dorf; schwemmten alles weg,
unsere Häuser, unsere Straßen, und die Brücken.
Mir raubte er meine Mutter, meine Schwester, und mein Haus.
Dann ist nichts passiert. Wochenlang haben wir gewartet.
Unsere Toten haben wir begraben; alle die während des Unwetters starben,
und auch all jene die danach gestorben sind, weil es keine medizinische Hilfe für sie gab.
Dann erst sind sie gekommen mit ihren Helikoptern, nicht mit einem, es waren fünf.
Sie sind ausgestiegen, haben große Reden gehalten, und enorme Hilfe versprochen;
dann sind sie wieder weggeflogen. Geholfen hat uns niemand, bis heute nicht;
aber seht selbst…“



Einer von vielen bewegenden Eindrücken, die wir auf unserer 5-wöchigen Reise durch Simbabwe gewinnen durften, manchmal auch mussten.

unsere Route ab/bis Johannesburg:
3 N Südafrika, Beitbridge, Matobo NP, Hwange NP, Sebakwe Recreation Area, Ngezi Recreation Area,
Imire Lodge, Nyanga, Bunga/Vumba, Chimanimani, Lake Mutirikwi (vorm. Kyle), Save Valley,
Gonarezhou NP, 5 N Südafrika.

Fortsetzung folgt.

Gruß Gina
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30 Mär 2024 11:36 #684644
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Hallo Gina,

auch wenn ich mich sehr auf deinen Reisebericht freue, der Einstieg hat mir das Herz schwer gemacht. Aber genau so läuft es ab auf unserer Welt, wenn es Gebiete betrifft, die nicht so im Fokus stehen.

Traurige Grüße
Klaudi
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31 Mär 2024 09:24 #684661
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Infos zu unserem Mietwagen von Avis Safari, Ford Ranger 2.0 4x4 d/c, Gruppe K,
sind hier zu finden > www.namibia-forum.ch...html?start=42#684660

Gruß Gina
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01 Apr 2024 09:55 #684704
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Über die N1 fahren wir zuerst bis Modimolle in die Modi Mall, wo Checkers und Shoprite
wahlweise für den Einkauf zur Verfügung stehen. Das meiste Fleisch kommt vacuumverpackt in unseren Tiefkühler, da so die Mitnahme nach Simbabwe erlaubt ist. SIM Karte samt Gesprächszeit und Daten kaufen wir im MTN shop.

Nur 25 km weiter erreichen wir das Eingangstor zum Bateleur Nature Reserve,
wo wir für 2 Nächte das Stone Cottage/#8 gebucht haben. Preis R 1.400 pN
Das Naturreservat besteht aus mehreren ehemaligen Farmen, die Wouter zusammengekauft hat,
und ist Heimat zahlreicher Wildtiere. Auch Wanderwege und Mountainbike-Routen sind hier zu finden;
das 4x4- Selbstfahren ist nicht erlaubt. Feuerholz kann man pro Bündel um R 20 bei Livy,
dem Farmarbeiter kaufen.
Fazit: absolute Ruhe, cottages weit auseinanderliegend, Wildtiere in Sichtweite, etwas abgewohnt,
großteils sauber. In der 2.Nacht anhaltendes Gekreische aus dem Küchenbereich …
Jemand, vermutlich mehrere, haben sich über unser Brot hergemacht, das nun, im aufgeknabberten Leinensack und in Krümeln,
auf der Küchenarbeitsplatte verteilt liegt. Auch der einen oder anderen Kakerlake sind wir im Cottage begegnet.



Unser letzter Übernachtungsplatz in Südafrika, ist Zvakanaka bei Louis Trichardt.
Zvakanaka bietet neben mehreren Cottages, auch verschiedene campsites an.
Unsere Wahl fiel auf Shady John’s. Ausgestattet mit einem überdachten Bereich, in dem sich eine Spüle, ein Gasherd, ein Mistkübel, und ausreichend Arbeitsfläche findet.
Auch unser Campingtisch samt Sesseln hat noch bequem Platz.
Stromanschluss und Licht überall vorhanden.
Ein paar Meter weiter, ein kleines Häuschen in welchem Dusche, Handwaschbecken, und WC zur alleinigen Nutzung untergebracht sind. Warmwasser wird durch einen Gasdurchlauferhitzer erzeugt.
Eine Grillstelle, samt bereitsgestellten Feuerholz und den getrockneten Fruchtschalen des Baobabs zum Unterzünden, befindet sich gleich neben dem überdachten Bereich.
Preis: R 380 pN



In kurzer Entfernung liegt Bullet‘s Bar; ein kleines Häuschen mit kostenlosem Wifi, Infomaterial über alle möglichen Wanderrouten auf der Farm, und ein Kühlschrank mit Kaltgetränken, welche man in eine bereitstehende Kassa bezahlt.

Am späten Nachmittag kommt Gail, die Farmerin, aufgeregt vorbei. Man wäre auf der Suche nach einem älteren Mann, Schwiegervater anderer Gäste, der trotz beginnender Demenz beschlossen hätte, allein zu einem kleinen Spaziergang aufzubrechen, bisher aber nicht zurückgekehrt sei; wir mögen bitte die Augen offenhalten, und Bescheid geben, sollten wir ihn sehen. Also suchen wir die Büsche rund um unsere campsite ab, leider ohne Ergebnis. Es dämmert bereits, als eine Drohne gestartet wird, um den Mann zu finden. Als dann die Dunkelheit hereinbricht, machen sich mehrere Farmmitarbeiter und Nachbarn auf, den Wanderweg welcher den gegenüberliegnden Berghang hinaufführt abzusuchen. Immer wieder sehen wir ihre Lampen, und hören lautes Rufen; nichts…
Endlich, es ist bereits stockdunkel, erreicht uns die erleichternde Mitteilung, dass man den Mann, ganz oben am Bergrücken unverletzt gefunden hat.

Fazit: perfekt ausgestattete campsites, ausreichend Privatsphäre, blitzsauber, super freundlich!
Nachts waren die Fahrzeuge auf der N1 leise zu hören.

Gruß Gina
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01 Apr 2024 14:46 #684736
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Erlebnis Beitbridge

oder, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Das Inet ist mit Schauergeschichten geflutet, wenns zum Thema, Grenzüberquerung Beitbridge kommt. Wie hier schon ausführlich, zB von La Leona, beschrieben, ist es sinnvoll sich bei und mit Bertha Mutowembwa, whatsapp +263 77 234 4317, einer freundlichen und kostenfreien Hilfe zu bedienen, notwendig ist dies aber nicht.

Da Bertha am Tag unseres Grenzübertrittes privat verhindert ist, gehen wir das Erlebnis Beitbridge auf eigene Faust an.
Ganz zu Beginn gilt es, sich das wichtigste Papier, den Grenzlaufzettel zu organisieren, danach geht’s ins Hauptgebäude,
wo uns ein netter Mann, der vermeintlich heute Berthas Aufgabe übernommen hat, weiterhelfen möchte.
Was wir trotz gründlicher, vorheriger Recherche nicht wussten:
Obwohl es Touristen erlaubt ist, mit einem on-arrival-Visum 90 Tage im Land zu bleiben,
werden am Stück nur 30 Tage gewährt; danach kann das Visum bei jeder Immigration im Land kostenlos verlängert werden,
wenn man länger bleiben möchte.
Das gleiche gilt für das TIP des Mietwagens, das man dann bei ZIMRA verlängern muss;
dazu aber später im Reisebericht mehr.
Trotz meiner mehrmaligen Versuche dem Herrn hinter der Glasscheibe 34 anstatt der 30 Tage
abzuschwatzen… nix da, 30 Tage, dann verlängern, basta.
Dann kommen wir zum Thema e-TIP. Läuft wie am Schnürchen, wäre da nicht die dumme Sache mit dem von Avis an mich im Vorfeld übermittelten falschen Autokennzeichen gewesen…
Änderungen im e-TIP nicht möglich; also zurück zum Start, und alles nochmal eingeben.
Das Problem, dass das Upload bis zu 24 Stunden dauern kann, lässt sich bei einem anderen netten Mann,
mit U$ 30 aus der Welt schaffen… ob das legal ist, kann ich nicht beantworten,
gehe aber davon aus, da es ja ein quasi Express-Service ist.
Am letzten Schalter geht’s zum Zoll. Hier gilt es anzugeben, ob und was man über die erlaubte Freimenge von U$ 200 pP an persönlichen Gütern mitführen möchte. Nun, da käme einiges zusammen, wenn man Fotoausrüstung, Ferngläser, Mobiltelefone, Sat-Telefon, ect. berücksichtigt, lasse ich den vermeintlichen Vertreter Berthas wissen.
Ich könnte ihm U$ 100 pP geben, dann würde er das mit „my colleagues from the custom“ lösen.
Was??? Wie??? :sick: :evil:
Für mein Umfeld unüberhörbar verkünde ich, dass wir niemals, und an niemanden Bestechungsgelder bezahlen würden,
und trage „binos and cells“ in das vorgesehene Feld ein.
Etwas überrumpelt, oder eher vollkommen perplex, weist uns Berthas vermeintliche Vertretung den Weg zum Zoll.
Die Herren dort sind gut gelaunt, und betrachten unsere ausgefüllten Formulare eher nebenbei.
Für den tatsächlichen Inhalt unseres Autos, oder gar unseres Kühlschrankes interessiert sich niemand.
Man freut sich, dass wir ihr Land bereisen wollen, und wünscht uns eine gute Fahrt.
Nach dem Aufleuchten unseres Nummernschildes auf der großen Anzeigetafel auf dem Parkplatz,
dürfen wir, nach Abgabe des Laufzettels, einreisen.
Dauer: 2 Std 15 Min

Gruß Gina
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01 Apr 2024 18:38 #684753
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Polizeikontrollen

Ja, die gibt’s immer noch, ABER innerhalb unserer 34 tägigen Reise durch Simbabwe,
sind wir auf exakt einen einzigen Beamten bei einem road-block getroffen,
der offenbar keinen guten Tag hatte. Wobei anzumerken ist, dass er nur kein Lächeln über die Lippen gebracht, und mehr als alle anderen gefragt hat.

Der Ablauf bei allen anderen:
Guten Morgen der Herr, die Dame, wie geht es ihnen?
Danke, sehr gut, und ihnen?
Danke, mir geht es auch gut! Wie gefällt ihnen unser Land?
Sehr gut, wir sind begeistert, und freuen uns schon auf unsere weitere Zeit hier!
Dann wünsche ich ihnen noch eine gute Weiterfahrt, und vielen Dank, dass sie unser Land besuchen!
(gefolgt von freundlichem Winken aller anwesenden Beamten)

Gruß Gina
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