THEMA: Mit dem Elephant Express in den Hwange NP
09 Sep 2022 14:10 #650936
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Mit dem Elephant Express in den Hwange NP

Im Februar 2022 war ich auf eine Reisemesse nach Victoria Falls eingeladen und hatte im Anschluss an die Messe die Gelegenheit, die Imvelo Lodges im Hwange NP zu besuchen und würde sie dem Forum gerne einmal vorstellen.

Die Möglichkeit, teilweise mit dem Zug zur Lodge zu fahren, fand ich interessant. Außerdem liegen zwei Lodges - Bomani und Camelthorn - auf kommunalem Land, das an den Hwange NP angrenzt, auch das gefällt mir sehr.

10.02.2022 Victoria Falls nach Ngamo Plains mit dem Auto und dem Zug

Gegen neun wurden wir (5 Teilnehmer hatten sich für den Trip angemeldet) an unseren Unterkünften in Victoria Falls abgeholt und es ging im Kleintransporter bis zur Dete Bahnstation. Da wir alle schon das Vorprogramm und die Messe selbst mit vielen Gesprächen und langen Abenden hinter uns hatten, hingen alle etwas in den Seilen und es wurde hauptsächlich geschlafen und gedöst, bis wir in Dete ankamen.



In Dete wurden wir von Mark Butcher und seinem Team mit einem Glas Sekt für alle begrüßt. Dann gab es einen Lunch im Zug und eine erste Runde Gin and Tonic für alle.



Unsere Reisegruppe von links: Krista aus Finnland, ich, Phil aus England, Kristen ebenfalls UK und Renate aus Holland;

Dann ging es los. Die Zugstrecke, auf der wir nun unterwegs waren, markiert die Trennlinie zum Hwange Nationalpark. Rechts von uns liegt der Park. Diese Zugstrecke wurde einst von Cecil Rhodes angelegt, als Teil seines Vorhabens, eine Verbindung vom Kap bis nach Kairo zu bauen.



Wir hielten an der Strecke; die Stelle, an der ein amerikanischer Zahnarzt den Löwen „Cecil“ vor einigen Jahren direkt auf der anderen Seite der Bahngleise erschoss, ist mit einem Schild markiert.





Wir sahen Zebras und Impalas entlang der Strecke. Wer mochte, durfte auch den Zug einmal steuern.







5 Jahre in Botswana, 1 Jahr in Sierra Leone
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Tansania und Äthiopien
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11 Sep 2022 21:22 #651038
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Ngamo Plains - erste Safarifahrt -

Als wir in Ngamo Siding bei den Ngamo Plains ankamen, stiegen wir direkt auf ein Safarifahrzeug um und gingen auf eine erste Safarifahrt.

Die Ngamo Plains sind eine wundervolle Savannenlandschaft ganz im Südosten des Hwange. Dieses Gebiet ist ganzjährig – auch in der Regenzeit – für Tierbeobachtungen geeignet. Die einzigen anderen Camps in der Nähe gehören zu Wilderness Safaris, man sieht also nur selten einmal ein anderes Fahrzeug.

Als erstes bekamen wir die Gepardin „Cindy“ mit ihrem Nachwuchs vor die Kamera.









Ein kurzes Stück weiter erholten sich einige Nachfahren von Cecil im Gras.









Dann ging es zur Bomani Lodge. Die Bomani Lodge ist ein klassisches Safaricamp mit geräumigen Zeltunterkünften mit gemütlichen Betten und allem, was man so braucht. Es gibt einen zentralen Bereich und eine Boma. Tagsüber darf man selbst zwischen dem Zelt und dem Hauptbereich umherlaufen, nachts wird man begleitet.



Bomani liegt ungefähr 2 Kilometer vom Park entfernt auf kommunalem Land. Wildtiere ziehen natürlich trotzdem direkt vor der Lodge umher. Ein erklärtes Ziel der Lodge ist es, Konflikte zwischen den Wildtieren und der ländlichen Bevölkerung zu vermeiden und die Bevölkerung an den Gewinnen aus dem Tourismus teilhaben zu lassen. So zahlt die Lodge nicht nur Konzessionsgebühren an die lokale Gemeinschaft, sondern stellt auch ausschließlich lokale Personen ein, die z. B. als Ranger oder in der Küche ausgebildet werden. Dem Besitzer der Lodge, Butch, ist es wichtiger, die lokale Bevölkerung mit einzubinden, als – z. B. die allerfeinste Küche im Busch anzubieten. Das Essen ist aber durchaus lecker, nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht! Butch selbst war 30 Jahre lang als Ranger im Hwange Nationalpark beschäftigt, er ist ein fantastischer Guide, ein Original und ein wandelndes Lexikon, das vor Geschichten nur so sprudelt.









Nach dem Abendessen zeigte er uns eine Diashow über die Geschichte der Lodges.

Vor etlichen Jahren beschloss ein dänischer Zahnarzt, der hier zu Gast gewesen war, der lokalen Bevölkerung kostenlos zahnmedizinische Behandlungen zur Verfügung zu stellen. Er reiste mit einem Team aus 8 Ärzten an (die ihre Freizeit investierten) und dem allermodernsten westlichen Equipment. Am ersten Tag kam niemand zur Behandlung und Butch wurde schon langsam nervös (oh je, wenn jetzt niemand käme…). Alle hatten Angst vor den Schmerzen einer Zahnbehandlung. Dann gab der Chief sich einen Ruck und ging als erster zur Behandlung. Nachdem der Chief rumerzählt hatte, dass es gar nicht weh getan hatte, gaben sich auch die anderen einen Ruck und gingen zur Behandlung. Einer Frau, bei der sich eine Entzündung bis auf den Knochen durchgefressen hatte, wurde so das Leben gerettet, die Entzündung hätte sie sonst wohl umgebracht. Das war das erste Mal, dass die Menschen hier eine Zahnbehandlung bekamen und die dänischen Ärzte kommen seitdem einmal im Jahr.
Imvelo Safari Lodges unterstützt die Schulen in dieser ländlichen Region, baut Krankenhäuser und organisiert Schulbücher.



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14 Sep 2022 13:16 #651210
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11.02.2022 - Safarifahrten und das Ngamo Village

Am nächsten Morgen gingen wir direkt wieder auf Safarifahrt.

In der Nacht hatte es geregnet, die Luft war noch etwas diesig und die Ausbeute der Morgensafari nicht schlecht…























Nach der Safari ging es in die Community. Wir besichtigten die Schule, es wurden Schulbücher verteilt, die Kinder sangen.....und wir hüpften ein bisschen mit ihnen herum.









Als nächstes verteilte Renate einige mitgebrachte Trikots und Bälle an die Jugend Fußballmannschaft.







Dann statteten wir dem Chief einen Besuch ab.



Wir nahmen gemeinsam mit ihm und seiner Frau unser zweites Frühstück ein – es gab Sandwiches und Kaffee für alle. Er erzählte uns ein wenig aus seinem Leben, von Kindern und Enkelkindern. Seine Frau zeigte uns ihre Küche und die Kräuter, die sie selbst sammelt und trocknet, manchmal auch verkauft, um ein kleines Einkommen zu erzielen.





Der Hof ist schön und sie haben fast alles selbst gebaut mit Rohstoffen, die es in der Umgebung gibt, nur wenig wurde dazu gekauft.
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18 Sep 2022 16:04 #651491
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Besuch bei den "Cobras"

Der nächste Programmpunkt war unser Besuch bei den „Cobras“. In Ngamo sollen Nashörner wieder angesiedelt werden. Seit vielen Jahren gab es im Hwange aufgrund von Wilderei keine Nashörner mehr. Dies ist ein ziemliches Novum für eine ländliche Community, solch ein Projekt voranzutreiben und dafür verantwortlich zu sein, braucht sicherlich starke Nerven für alle Beteiligten.

Die Cobras – eine Gruppe junger lokaler Männer - fanden hier eine Anstellung als Ranger und bereitete sich während unseres Besuchs auf die Ankunft der Nashörner und deren Schutz vor.

Hier sehen wir, wie im Fall eines Alarms das Gehege gesichert wird.



Mittlerweile sind die ersten zwei Nashörner eingetroffen und Bomani und Camelthorn sind jetzt die einzigen Orte im Hwange, an denen man die Big 5 sehen kann. Die Nashörner sind zunächst in einem kleineren Gehege zur Eingewöhnung, dann wechseln sie in ein größeres Gehege und auf lange Sicht sollen sie natürlich auch wieder in den Hwange ausgewildert werden.

Camelthorn Lodge

Zum Mittagessen gingen wir in die Camelthorn Lodge. Bomani ist nicht eingezäunt, Camelthorn besteht aus gemauerten Unterkünften und ist auch eingezäunt.

Das Wetter war schön und wir konnten unter dem großen Baum im Garten essen. Im Anschluss schauten wir die Lodge an.

Hier ein paar Eindrücke aus der Camelthorn Lodge:

























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