THEMA: Schwierige Reiseplanung-schöner Urlaub in Bot+Zimb
13 Mär 2017 17:37 #467527
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6.10. Main Camp und Umgebung
Die ganze Nacht hören wir die Hyänen heulen, dazu ertönt von den Bediensteten des Camps, die angrenzend an den Campingplatz leben, Musik und Gesang bis morgens gegen vier. Ich empfinde das nicht als störend, da es mir gefällt und ich dennoch schlafen kann und es nur mitbekomme, wenn ich zwischendurch aufwache. :) Wie im Hupe Reiseführer beschrieben, ist es im Main Camp nachts frischer: es sind nur 12 °C.
Um den Nachbarn nicht zu zeigen, dass wir diejenigen mit dem „hupenden“ Auto sind, habe ich die vermeintlich schlaue Idee, das Auto vom Dachzelt aus zu öffnen. Leider verschließen sich die Türen automatisch wieder mit dem Alarmton. :sick:
Wir bauen das Dachzelt ab, trinken Tee bzw. Kaffee. Alle anderen sind vor uns fertig und fahren los. Unser Toast ist wie befürchtet schimmlig geworden.
Am Gate erfahre ich auf meine Nachfrage, dass man im nächsten Dorf, ca. 23 km entfernt vom Park, Brot kaufen könne.

Obwohl das Wasser an der Caterpillar Pan relativ gut aussieht, sind außer Kapturteltauben und Tokos keine weiteren Tiere zu sehen, vermutlich daher mache ich kein Foto.

Auf der Fahrt zur Dopi Pan sehen wir Pferdeantilopen. Da wir diese bisher noch nicht zu oft gesehen haben, ist natürlich ein Foto fällig.



Auch am Wasserloch an der Dopi Pan ist nicht viel los: Ein Schakal huscht über den Weg und weit entfernt unter den Solarpanels stehen Kudus.



Der Weg über Caterpillar zur Dopi Pan war sehr gut. Das kann man vom Weg von der Dopi Pan zur Nyamandhlovu Plattform nicht behaupten. Er ist sehr uneben, und wir haben öfter mal etwas „Schlagseite“.

Wir fahren durch ein Stück Akazienwald, dann wird es wieder offener: mehr Grasfläche, aber trotzdem Büsche und Sträucher. Während es ums Robins Camp viele abgebrannte Stellen gab, ist hier kaum etwas verbrannt. Auch beim Sinamatella Camp gab es keine abgebrannten Stellen.
Erst kurz vor der Nyamandhlovu Plattform sichten wir heute die ersten Impalas.



Es sind viele Besucher am Hide, daher gehen wir nicht hoch, sondern trinken am Auto einen Kaffee.





Auf dem Rückweg zum Camp nehmen wir den Balla Balla Loop. Wir sehen einige Kudus und Elefanten sowie zwei Warzenschweine, leider im Gegenlicht.

Beim Tanken erfahren wir, dass es im Shop morgens Brot gibt. Da tatsächlich noch Brot erhältlich ist, nehmen wir Abstand von unserem Plan, aus dem Park rauszufahren. Deshalb können wir uns nochmal auf Game drive begeben, es ist ja erst 10:00 h. :laugh: Mich reizt die Ngweshla Pan, da sie in Reiseberichten und im Reiseführer als sehr tierreich beschrieben wird.

An der Makwa Pan erfreuen wir uns an sechs Hornraben, einigen Kudus, einem einzelnen Warzenschwein sowie Waffenkiebitzen, Tokos und Tauben.







Ich gehe auch auf Toilette und denke im ersten Moment, wie gut die Toiletten dem äußeren Anschein nach in Schuss sind. Dann hebe ich die Klobrille, und sehe, dass die Spülung nicht funktioniert. :silly:




(Für die ganz aufmerksamen Leser und Bildbetrachter: Das Foto ist vom nächsten Tag, aber ich wollte euch jetzt schon einen guten Überblick geben)


Dusche und WC-Häuschen

An der Kennendy Pan sind Zebras und Gnus. Wir beobachten ein kleines Zebra, das noch relativ wacklig auf den Beinen ist. Es ist überhaupt nicht ängstlich.





Eine Gruppe Elefanten sucht Schatten unter einem Baum.



Zwischen der Kennedy Pan und Ngweshla fährt man zum Teil etwas erhöht, so dass man gut auf die Ebene und den angrenzenden Akazienwald schauen kann.
Nach einem flüchtigen Check, was an der Ngweshla Pan los ist, legen wir eine längere Rast am Ngweshla Picknickplatz ein.





Neben uns ruht sich ein Pärchen aus, sie haben schon ihr Bodenzelt aufgebaut. Wir beobachten die Vögel (Goldbugpapageien, Stare und Maskenbulbüls) an der Vogeltränke und bekommen mit, wie Elefanten zur Pan kommen.


Blickrichtung von innen nach außen


es war nicht einfach, ihn zu fotografieren



Uns gefällt es von der Atmosphäre nicht ganz so gut, der Camp attendant begrüßt uns auch nicht. Der Vorteil gegenüber der Kennedy Picknicksite ist, dass man direkt auf das Wasserloch sehen kann.
Bevor wir gen Main Camp fahren, halten wir noch kurz direkt an die Ngweshla Pan.






Wir halten an einer Stelle, wo Gnus und Zebras grasen.





Als Christian zurückblickt, sieht er eine Trappe.




Unweit der Kennedy Pan beobachten wir eine Gruppe Elefanten.





Ein Halbstarker will sich uns ein bisschen in den Weg stellen, aber Christian lässt sich davon nicht beeindrucken.





Elefanten auf dem Weg zur Makwa Pan.



Vermutlich trauen sich die Zebras ebenso wie die drei Giraffen, die sich in der Nähe des Wasserlochs aufhalten, deshalb nicht ans Wasser. Ein einzelner Impalabock ist mutig und geht zum Wasser. Die Paviane lassen sich auch nicht abhalten.





Auf den letzten Kilometern zum Camp sehen wir noch ein paar Steinböckchen, Kudus und Elefanten und erleben keinen so beeindruckenden Sonnenuntergang wie in Sinamatella.

http://www.suedafrika-forum.org/index.php?page=UserGalleryPhoto&photoID=39703&view=album#profileContent



Das untere Foto ist schon im Camp aufgenommen.

Ich schaue an der Rezeption vorbei und frage für morgen nach einer Übernachtung auf der Kennedy Picknicksite. Die Angestellte sagt mir, dass sie heute frei gewesen wäre. Für Morgen können wir am nächsten Tag um 10:00 h nachfragen.

Christian kauft im Shop noch zwei Bier. Wir versuchen vergeblich per WLAN ins Internet zu kommen.
Das Bier können wir nicht genießen, da Fliegen extrem nerven. Gestern hatten wir damit kein Problem.


Nicht nur Fliegen schwirren herum :cheer:

Kurz vor 19 h schauen die Parkaufseher vorbei. Sie fragen, ob wir "Fam. xy" sind, was wir verneinen, aber dann stellen wir fest, dass auf ihrem Zettel unser Kennzeichen notiert ist. Wir erfahren, dass wir „vermisst“ werden und sie nach uns suchen würden, wenn sie uns nicht auf dem Campingplatz angetroffen hätten. Beruhigend zu wissen, dass die „Quittungen“ bei der Ausfahrt aus dem Main Camp nicht nur pro forma geschrieben werden. Uns ist zwar aufgefallen, dass dieses Mal am Gate nicht unsere Kopie des Beleges zurückverlangt wurde, aber wir haben uns darüber keine Gedanken gemacht. :blush:
Christian kocht uns Nudeln mit Tomaten- Zwiebel- Sauce, Bohnen und Feta. Nach Sonnenuntergang lassen uns die Fliegen in Ruhe. Vielleicht liegt es auch an unseren Mückenkerzen, die wir angezündet haben. Es ist wärmer als gestern, es sind noch über 20 °C. Der Campingplatz ist heute kaum belegt.
Wieder geht ein Tag zu Ende. :(
Übernachtung: Main Camp, Hwange NP
Kilometer: 165
Gruss Chrissie
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19 Mär 2017 12:03 #468128
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7.10. Main Camp – Kennedy Pan
Die Nacht ist gut, bis auf Hyänen- und Löwengeheul ist sie ruhig. Die Nachbarn haben diese Nacht leider nicht gesungen. Der Campingplatz ist weniger als gestern belegt. Aber doch nicht so leer, wie wir zuerst vermutetet haben.
Um 5:30 Uhr stehen wir auf. Es sind kleine Wölkchen am Himmel bei ca. 12 °C. Wir haben unsere übliche Routine. Da wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, auf einer privaten Campsite zu übernachten, wollen wir morgens nur eine kleine Runde drehen.

An der Caterpillar Pan stehen zwei Fahrzeuge, dessen Insassen ausgestiegen sind. Drei Geier sitzen weit entfernt in einem Baum, ansonsten entdecken wir nichts.
Der Weg zur nächsten Pfanne ist ausgesprochen ruhig, wir sehen nur viele Tokos, ein Zebra





und beobachten drei Tawny Eagles, davon hat einer Beute.









Der Camp attendant am Jambile Picknickplatz ist fleißig am Fegen, während wir frühstücken. Der Blick auf die Pfanne ist sehr eingeschränkt, daher gibt es keine Fotos von den dortigen Kudus und Elefanten.





Anschließend kommen wir an der Jambile Pan vorbei, jetzt sind Pferdeantilopen da.



Nach dem kühlen Morgen sind es um 9:00 Uhr bereits 30 °C, im Laufe des Tages wird die Temperatur noch auf 39 ° C steigen. An der Manga Pan sind Paviane und Kudus sowie ein Elefantenkadaver. Eine Pferdeantilope verzieht sich leider, als wir ankommen.







Auf dem Rückweg zum Main Camp



passieren wir erneut die Jambile Pan. Da wie schon aus einiger Entfernung die Elefanten sehen, stoppen wir nochmal kurz.



Die Strecke von der Jambile zur Dopi Pan ist stellenweise sehr sandig. Eine größere Herde Kudus verlässt die Pan. Da sie auch im Gegenlicht sind, fahren wir ohne anzuhalten weiter. Auch die Strecke von der Dopi Pan zurück zur Caterpillar Pan ist doch nicht so ohne wie gestern empfunden, es gibt „schräge“ Abschnitte.



An der Caterpillar Pan steht eine große Gruppe Elefanten. Es bereitet uns viel Spaß, die kleinen Elefanten zu beobachten. Einer kratzt sich bei der Mutter am Bein und versucht auch, sich selbst zu kratzen.





Nach einer Weile erscheinen fünf Zebras. Wie auf Kommando verzieht sich die eine Elefantengruppe nach links und die andere nach rechts.

Unterwegs wecken Giraffen unsere Aufmerksamkeit - oder ist es eher umgekehrt





Kurz vor dem Hauptcamp kommen uns gleich zwei Fahrzeuge von organisierten Pirschfahrten entgegen, der erste fragt uns nach Sichtungen. Unsere Antwort fällt wohl nicht wie erhofft aus. Die Rückkehr ist Camp ist nicht vergeblich: wir können zwischen Kennedy 1 und Jambile wählen. Die Entscheidung fällt ohne Zögern für Kennedy 1.
Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: das Brot ist heute schon alle. :(

Als wir auf der Kennedy Campsite antreffen, sind bereits zwei Gruppen dort. Diese bleiben noch ca. eine ¾ Stunde, dann haben wir erstmal Ruhe. Wir stärken uns und beobachten die vielfältige Vogelwelt:


Steppenbaumhopf


Amethystglanzstare und Bronzeflecktaube


Angola-Schmetterlingsfinken und ??


Bindenektarvogel


Weissbauchnektarvogel


Elfen- und Buntastrild

Aber nicht nur Vögel nutzen die Tränke.



Obwohl wir heute schon einige Kilometer im Park unterwegs gewesen sind, gelüstet es uns nach einer weiteren Tour. An und in der näheren Umgebung der Kennedy Pan sehen wir viele Impalas, Büffel, Zebras, einen Sekretär und Elefanten. Wir beobachten sie diesmal nicht lange, da wir keinen Schattenplatz finden und es einfach zu heiß in der Sonne ist.



An der Kennedy Pan zwei gibt es zwar ein schattiges Plätzchen für unser Auto, aber von diesem aus haben wir die Pumpe am besten im Blick, daher entscheiden wir uns, doch noch zur Ngweshla Pan zu fahren.






Weißflügeltrappe

Verschiedene Elefantenherden sind an der Ngweshla Pan. Die badenden Elefanten zu beobachten ist einfach nur schön. Dennoch müssen wir uns schweren Herzens irgendwann losreißen.







Die Gegend um die Kennedy mit den Galeriewäldern im Hintergrund nimmt uns, ganz besonders im Abendlicht, gefangen.







Teile des Tales liegen schon im Schatten. Die Perlhühner haben sich schon auf einen Baum zurückgezogen.



Wir halten an einer Büffelgruppe, zwischen die sich ein Schakal gemischt hat - bevor einer vergeblich sucht, dieser ist nicht auf dem Foto.



Leider sind die Lichtverhältnisse nicht mehr gut.



Aber dafür sind die Aufnahmen vom Sonnenuntergang besser:







Vincent hat die Dusche für uns her gerichtet und verabschiedet sich. Neben ihm ist noch ein zweiter Mann im Camp. Wir bauen das Zelt auf und gehen duschen.



Danach gibt es das, was unsere Vorräte noch hergeben: Shakalaka, Reis und Bohnen. Es schmeckt gar nicht mal so schlecht, es hätte nur mehr Soße sein müssen. Es bleibt noch eine Menge übrig. Eigentlich ist es zu schade zum Wegwerfen, aber wir genieren uns, es Vincent anzubieten.
Wir spülen das Geschirr ab und, da es noch angenehm warm ist, bleiben wir noch eine Weile draußen sitzen. Durch den Sternenhimmel und den Halbmond ist es relativ hell.
Ich habe zwar ein paar Fotos vom Nachthimmel gemacht, aber die Bilder sind nicht so gut geworden: meine Kamera und ich sind da an unsere Grenzen angelangt. :whistle:
Übernachtung: Kennedy 1, Hwange NP
Kilometer: 156
Gruss Chrissie
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26 Mär 2017 15:34 #469064
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8.10. Hwange NP – Nahe Matobo NP

Die Nacht ist von gelegentlichem Paviangebrüll und Wildkatzengezänk abgesehen sehr ruhig. Um 5:30 Uhr stehen wir auf.




Goldbugpapageien

Wir laden Vincent auf eine Tasse Kaffee ein und schenken ihm neben einigen Lebensmitteln und einer Flasche Sprite, Streichhölzer, unseren Kaffeebecher (von zu Hause mitgebracht) und den restlichen Kaffee (wir hatten zwei Kaffeegläser; vom ersten war noch ca. ¼ übrig). Über letzteren freut er sich besonders. Auf meine Nachfrage erfahren wir, dass er drei Monate im Camp arbeitet, dann hat er einen Monat und acht Tage frei, die er in Victoria Falls bei seiner Familie verbringt. Leider ist sein Englisch nicht besonders gut, so dass eine tiefer gehende Unterhaltung nicht möglich ist. Als wir uns von Vincent verabschieden wollen, sieht Christian, dass der andere Mann sich das Essen, das Christian abends weggeschmissen hat (er hat es in Frühstücksbeutel umgefüllt, bevor er es in der Mülltonne entsorgt hat), warm gemacht hat. Wir sind sehr betroffen, dass selbst die Angestellten des Nationalparks offenbar so schlecht bezahlt werden, dass sie die Hemmschwelle überwinden und Lebensmittel aus dem Mülleimer entnehmen. Dies nimmt uns sehr mit und beschäftigt uns noch eine ganze Weile.
Wir haben gestern lange überlegt, ob wir unseren Aufenthalt noch um eine Nacht im Hwange NP verlängern. Da wir dafür aber entweder für Matobo oder Great Zimbabwe nur eine Nacht zur Verfügung hätten, entscheiden wir uns schweren Herzens, den Hwange heute zu verlassen.
Bevor wir Richtung Main Camp fahren, wollen wir noch einmal zur Kennedy Pan. Als erstes begegnen uns zwei Schakale.





Interessiert beobachten wir zwei Geier und einen Greifvogel an einem Kadaver.



Dazu kommt noch ein Milan, aber der hat keine Chance.





An der Kennedy Pan sind mehrere Zebras und ein einzelnes Gnu. Eine Riesentrappe ist auch in der Nähe des Wasserlochs.





Als ich Christian auf dem Rückweg anhalten lasse, um ein paar Landschaftsaufnahmen zu machen, erblicke ich einen Sekretär.







Wir unternehmen einen kurzen Abstecher zur Sinanga Pan, der mit zwei Marabus, Kuhreihern und mehreren Kappengeiern honoriert wird.







Sind wirklich beide Kappengeier? :unsure:



Während wir dort stehen, kommen Zebras und Warzenschweine hinzu.





Die Toilette an der Makwa Pan sieht immer schlimmer aus. Wir gehen auf den Beobachtungsstand, aber es ist so stürmisch, dass wir es vorziehen, den Kaffee im Auto zu trinken.



Ein Autofahrer mit Anhänger ist stecken geblieben und bittet uns ihn herauszuziehen. Schon beim ersten Versuch reißt sein Seil. Da wir nicht abschätzen können, wie lange wir bis Bulawayo brauchen, holen wir unser Abschleppseil nicht hervor und bieten ihm dafür an, ihn ins Camp mitzunehmen, was er dankend annimmt. Wir erfahren, dass er die Verpflegung für das Somalisa Camp an Bord hat und sein Fahrzeug nicht über Allradantrieb verfügt.

Wir lassen ihn an der Rezeption aussteigen und fahren nun zum Gate, dass einige Kilometer vom Main Camp entfernt liegt. Beim Queren der Bahngleise achte ich auf Wildhunde, da an einem Hide jemand von einer entsprechenden Sichtung erzählt hat. Leider vergeblich.
Ich werde jedoch mit Elefanten und Rappenantilopen entschädigt. Beim Verlassen des Parks werden wir nett verabschiedet. Wir müssen kein exit permit oder ähnliches vorzeigen.





Ca. 10 km vom Gate entfernt ist die Painted Dog Conservation, deren Besuch lohnenswert sein soll, aber wir verzichten lieber, schließlich haben wir noch gute 300 km vor uns und noch keine Erfahrung, wie gut man auf den Straßen von Zimbabwe vorankommt.



An der Kreuzung mit der A 8 ist ein kleiner Ort, hier hätten wir vermutlich auch Brot kaufen können. Auf den ersten Blick ist uns jedoch nicht ersichtlich, wo. Die ersten Kilometer auf der A 8 sind sehr gut, aber dann wird die Straße schlechter: sie hat Schlaglöcher und keinen Seitenstreifen. Zuerst herrscht nicht viel Verkehr, das ändert sich jedoch schnell. Insbesondere viele Busse und LKWs kommen uns entgegen. Es ist extrem, wie die Busse beladen und überladen sind. Ladungssicherung scheint in Afrika ein Fremdwort zu sein.



Wir sehen einen vollbeladenen Bus, dem ein Reifen geplatzt ist. Alle Personen mussten aussteigen, jetzt steht der Bus in Schieflage am Straßenrand.



Der Polizist der ersten Polizeikontrolle (von sechs) fragt uns nur, ob wir eine sichere Reise gehabt hätten und ob wir ihm etwas extra Wasser geben könnten. Wir geben ihm eine Flasche Wasser, dann können wir weiterfahren.
Bei der nächsten Polizeikontrolle werden wir nur nach unserer Reise gefragt.
Die Straße wird besser, sie hat keine Schlaglöcher mehr. Bis jetzt sind wir an kleinen winzigen Ortschaften bzw. Häuseransammlungen vorbeigekommen. Oft stehen oder sitzen Menschen am Straßenrand und warten darauf, mitgenommen zu werden. Wir sehen auch viele Eselkarren, Kühe und einige Ziegen. Sogar Fahrradfahrer begegnen wir häufig.

Um die Mittagszeit brennt es direkt am Straßenrand. Dadurch ist es sehr verraucht, und man sieht kaum den Weg. Es riecht auch dementsprechend.
Die nächsten zwei Polizeikontrollen werden wir durchgewinkt, darauf will der Polizist auch den Feuerlöscher und das TIP (Temporary Importation Permit For Visitors’ Vehicles) sehen.
Nachdem wir eine Mautstation (zwei US$) passiert haben, ist es nicht mehr weit nach Bulawayo. Uns stechen die vielen blühenden Jacaranda-Bäume ins Auge.









Wir kaufen bei Foodlovers und bei Pick n Pay ein und fragen uns, wie die Bevölkerung mit den hohen Lebensmittelpreisen zurecht kommt, denn selbst wir finden die Preise heftig. Anschließend tanken wir, dann fahren wir weiter zum ca. 45 km entfernten Big Cave Camp. Von diesem hatte ich im Vorfeld positive Kritiken gelesen.

Auch bei der letzten Polizeikontrolle werden wir durchgewinkt. Kurz darauf heißt es einmal tief durchatmen, Ziegen hätten beinahe eine Karambolage mit uns bewirkt. :ohmy: Dank Christians schneller Reaktion passiert zum Glück nichts außer das wir beide erst mal etwas geschockt sind.

Als wir den Campingplatz erreichen, liegt dieser einsam und verlassen dar. Kein Gast, aber auch kein Angestellter weit und breit. Daher fahren wir –vermeintlich - noch ein Stück weiter Richtung Lodge. Als der Weg nicht mehr befahrbar ist, lassen wir das Auto stehen und gehen über Felsrücken zur Lodge. Dort müssen wir auch erst nach jemandem rufen. Der Angestellte empfiehlt uns zurückzugehen, da der warden auf dem Rückweg von der Lodge zum Campingplatz sei. Als wir zurückkehren, ist der warden da. Er stellt sich uns als Brown vor und teilt auf meine Nachfrage mit, dass der Strom aufgrund des Gewitters vor ein paar Tagen nicht funktioniert. Dennoch gibt es keinen Preisnachlass. Wir suchen uns einen Platz aus und trinken erstmal in Ruhe ein Bier.
Zumindest gibt es warmes Wasser beim Duschen, wenn der Strom schon nicht funktioniert. Allerdings stinkt es durch den Dieselgenerator sehr im Bad. Anschließend gehe ich zurück zur Campsite, wo sich Brown und Christian gut unterhalten. Wir klönen noch eine Weile zu dritt, bevor Brown zu weiteren Neuankömmlingen geht.



Es ist warm, jedoch sehr windig, dennoch hat Christian keine Mühe, unser Grillgut zu zubereiten. Später kommen wir noch mit einem der beiden jungen Männer, die nebenan auf der Campsite ihr Nachtlager aufgebaut haben, ins Gespräch.
Übernachtung: Big Cave Camp
Kilometer: 383
Gruss Chrissie
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31 Mär 2017 18:49 #469660
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09.10. Matobo NP
Die Nacht ist wieder sehr windig, aber warm. Von den Overländern bekommen wir nichts mit. Als ich später zum Duschen gehe, verlassen gerade die letzten von ihnen den Sanitärblock.



Da es sehr bewölkt ist, entscheiden wir uns, zuerst in den Whovi Game Park zu fahren. Uns kommen etliche Fahrzeuge entgegen, da heißt es aufpassen, denn die Teerstraße ist nur einspurig. Wir fahren an der Zufahrt zum Wildpark vorbei, da man den Eintritt bei der Nationalparkbehörde (15 € Dollar pP und fürs Auto 10 $; gilt auch für den Matobo NP) bezahlen muss.


Office

Uns wird ein separates Tor geöffnet, denn durch den offiziellen Eingang kommen wir mit dem Dachzelt von der Höhe her nicht durch.
:laugh:

Gate Whovi Game Park

Der Park beherbergt Giraffen, Rappenantilopen, Klippspringer, Gnus, Warzenschweine, Klippschliefer, Zebras, Rock Lizards, Rüsselspringer, Leoparden sowie Breitmaul- und Spitzmaulnashörner.







Wir erschrecken sehr, als eine Giraffe die Straße überquert: am Hals hat sie warzenähnliche „Beulen“. Auch eine weitere Giraffe sieht am Hals genauso aus. :ohmy:



Wir steuern die Lushongwe Plattform an. Die Dame von der Parkverwaltung erzählte uns, dass von dort gute Chancen bestünden, Nashörner zu sehen. Noch mehr freuen würde ich mich jedoch, wenn wir einen Rüsselspringer entdecken würden. Laut dem Hupe Reiseführer wuseln sie dort oft herum.


Ist zwar ein Foto von der Zhamando Plattform. aber die Lushongwe Plattform sieht von unten ähnlich aus ;)

Der Ranger, der dort seinen Dienst mit Gewehr versieht, teilt uns mit, dass die Nashörner bei dem bewölkten Wetter mehr herumliefen und daher schwerer zu entdecken seien. Ich frage ihn nach den „verwarzten“ Hälsen der Giraffen und erfahre, dass es –wenn ich es richtig verstanden habe- eine ansteckende? Krankheit ist, die zum Tod führt. Weiß jemand Näheres dazu?
Kurz bevor wir weiter fahren wollen, entdecke ich einen Rüsselspringer, von dem ich sogar noch einige Fotos machen kann.



Der Loop oben rum ist ganz schön heavy, es sind diverse Ausspülungen zu queren und es geht hoch und runter.



Während es am Anfang sehr gut ausgeschildert ist, ist dies im oberen Teil überhaupt nicht der Fall. Zuerst wählen wir den richtigen Abzweig, aber im weiteren Verlauf sind wir stark verunsichert. Wir sehen zwar den Damm, aber welcher Weg dorthin führt, ist unklar. Mal laufe ich ein Stück des Weges zu Fuß ab, mal Christian.
Wir sind glücklich, als wir endlich den Picknickplatz am Mpopoma Damm erreichen, wo wir frühstücken.



Bevor wir den Park verlassen, sehen wir nochmal drei Giraffen. Nur eine von den dreien sieht „verwarzt“ aus.



Fazit Whovi GP:
Wir hatten keine hohen Erwartungen an den Game Park, da wir überwiegend negative Kritiken gelesen haben. Vermutlich daher und weil wir endlich einen Rüsselspringer gesehen haben :) , fällt unser Resümee positiv aus: landschaftlich gefällt uns der Park mit seinen Felsen, diversen Steinformationen und Balancing Rocks gut, wenngleich er seine wahre Schönheit sicher erst im Sonnenschein entfalten kann. Der Picknickbereich ist etwas heruntergekommen, aber aufgrund der Situation im Land muss man die Messlatte niedriger legen. Betrübt haben uns jedoch die kranken Giraffen. Ob und inwieweit dies jedoch auf Fehler oder Unterlassungen zurückzuführen ist, können wir nicht beurteilen.
Da mir die Angestellte der Nationalparkbehörde heute Morgen zugesagt hat, dass die Wege zum Maleme Dam vom fast schräg gegenüber liegenden Zugangsgate zum Matobo NP gut befahrbar sind, nehmen wir diesen Eingang.


Vor dem Gate
Der Matobo NP wurde 1926 gegründet und ist der älteste Nationalpark in Zimbabwe. Matobo zählt seit 2003 mit der größten Felsbild-Galerie der Welt (über 3000 bekannte Fundstellen) zu den Welterbestätten der UNESCO. Wir haben auf unseren Reisen schon einige Felszeichnungen gesehen, die uns aber nie „umgehauen“ haben (in dieser Hinsicht sind wir wohl Kulturbanausen :whistle: ), daher sind diese nicht unser Ziel sondern der Maleme Dam. Auf Bildern wirkte die Szenerie sehr ansprechend, daher sind wir enttäuscht, dass der Damm ausgetrocknet ist. Dadurch und durch die fehlende Sonne kommt auch die ihn umgebende Landschaft mit den Granithügeln nicht richtig zur Geltung.
Von einer Brücke schauen wir Frauen beim Fischen zu. Sie schlagen in der letzten übrig gebliebenen Pfütze Fische tot. Uns dreht sich bei der Vorstellung, Fische aus dieser Brühe zu verzehren, der Magen um. Wie groß muss daher die Not der Frauen sein, oder kennen sie es einfach nicht anders?





Anschließend schauen wir uns auf dem Campingplatz um: die Mülleimer und die Grillstellen sind fast alle zerstört. Duschen finde ich keine. Jedoch sind Abwaschbecken und Toiletten dort.



Wir wählen den Scenic Drive. Es ist leider immer noch bewölkt, aber immerhin sind es angenehme 29 °C.









An einer geeigneten Stelle steigen wir aus, „klettern“ auf einen Felsen und stillen unseren Hunger.



Gestärkt geht es weiter zum bekannten Felsenplateau World’s View, welches über den Circular Drive erreichbar ist. Dafür sind pro Person zehn Dollar zusätzlich zu zahlen. Ein kurzer, recht steiler Anstieg führt über die nackten Felsen zum Aussichtspunkt herauf.


Bank auf dem kurzen Anstieg



Auf dem nackten Felsrücken liegen verstreut riesige, nahezu runde Granitblöcke. In der Mitte der Felskugeln ruht unter einer schlichten Bronzeplatte Cevil Rhodes. Wir sind die einzigen Besucher. Es ist ganz schön, alleine zu sein und auch die Plattgürtelechsen in Ruhe fotografieren zu können. Das liegt aber vermutlich daran, dass es immer noch sehr bewölkt ist. Beim Rückweg müssen wir uns erst mal orientieren, damit wir auch am Parkplatz herunterkommen.










Plattgürtelechse


Skink

MOTH-Shrine, Gedenkstätte zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges





Da uns der Big Cave Campingplatz nicht so richtig zusagt – hier sind wohl auch die Erwartungen durch die positiven Berichte zu hoch gewesen :silly: - , entscheiden wir nach Studium des Hupe Reiseführers es in Bulawayo bei der Southern Comfort Lodge zu versuchen.
Die Rezeption der Southern Comfort Lodge ist geschlossen. Wir wollen gerade versuchen, jemanden telefonisch zu erreichen, da erscheint ein Angestellter. Er zeigt uns die Campingstellplätze, die uns besser gefallen als beim Big Cave CP. Es gibt einen kleinen Teich, und der Garten ist überaus gepflegt. Auch die Sanitäranlagen sind in Ordnung. (Fotos folgen mit dem nächsten Tag)
Bevor wir grillen, trinken wir einen Kaffee. Man hört etwas Straßenlärm und ab und zu Hundegebell. Nach dem Essen wasche ich ab, während Christian das Zelt aufbaut. Da es noch nicht allzu spät ist und unsere Akkus noch nicht aufgeladen sind, bleiben wir bei angenehmen Temperaturen noch draußen sitzen. Die Frösche quaken sehr laut und die Grillen zirpen. Als wir später im Zelt liegen, regnet es kurz.
Übernachtung: Southern Comfort Lodge CP
Kilometer: 140
Gruss Chrissie
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02 Apr 2017 18:02 #469857
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10.10. Bulawayo – Masvingo
Die Nacht ist ruhig und windstill. Kurz nach fünf fängt das Vogelkonzert an. Etwas ist die Straße zu hören und ab und zu dringt auch Hundegebell zu uns herüber.
Wir stehen früh auf, springen unter die Dusche, dann gibt es wie immer Kaffee bzw. Tee. Wir suchen die Tasche mit den Ladegeräten und leeren deshalb fast das Auto einmal aus. Ich vermute ganz stark, dass es im Kabelschacht neben dem Kühlschrank ist, da er nach einiger Überlegung meint, er habe es gestern erst gebraucht. So ist es dann auch. Wir sehen uns in der gepflegten Anlage um, wir sind heute die einzigen Übernachtungsgäste gewesen.











Da wir noch Zeit haben, frühstücken wir. Es weht ein leichter Wind, der leider stärker wird. Nach dem Abwasch begleichen wir die Rechnung an der Rezeption (30 $).

Bei Foodlovers stocken wir unsere Vorräte auf, was sich als gute Entscheidung herausstellt, denn in Masvingo ist das Warenangebot nicht so groß.



Hier ein paar Eindrücke von Bulawayo:














Auch heute passieren wir sechs Polizeikontrollen :silly: , davon werden wir dreimal durchgewinkt, einmal gefragt, ob wir unseren Urlaub in Zimbabwe genießen und zweimal muss Christians den Führerschein vorzeigen, einmal dazu auch das TIP.

Es stehen immer wieder Esel oder Kühe am Straßenrand. Letztere kreuzen häufig die Straße. Leider nicht immer unfallfrei: wir sehen heute insgesamt vier tote Kühe :( . Mir fällt auf, dass so gut wie keine Hunde am Straßenrand bzw. überhaupt vom Auto aus zu sehen sind.





Es ist bewölkt und sehr windig, wie wir an einem Fahrradfahrer erkennen können, der vor uns fährt und dessen T-Shirt flattert. Die Temperatur sinkt von 26 °C auf 20 °C.
Die Straßenqualität ist gut, dafür zahlt man dann die Mautgebühren gern (4 $ für die Strecke).

In Zvishavane tobt das Leben. Es riecht verbrannt, und die Stadt ist sehr dreckig.











Auch in Masvingo herrscht viel Trubel in den Straßen. Bulawayo hat mir besser gefallen, da es auf mich den gepflegteren Eindruck gemacht hat.







Da wir unterwegs festgestellt haben, dass der Toast schimmlig geworden ist, stoppen wir bei Spar.
An der Straße zum Great Zimbabwe National Monument halten sich viele Kinder am Wegesrand auf. Es gibt auch mehr Ochsen- als Eselskarren.



Gegen 14:15 h erreichen wir Norma Jeane’s Lakeview Resort. Das Resort ist sehr gepflegt. Im Garten wachsen Palmen und viele blühende Pflanzen. Einige Gärtner sind am Arbeiten.









Zuerst ist Wäsche waschen angesagt, danach ziehen wir uns wärmere Sachen an, denn es hat sich auf 18 °C abgekühlt. Ein Kaffee wärmt uns auch etwas auf.
Beim Einchecken haben wir uns mit der Angestellten unterhalten, die uns ermuntert hat, heute noch die Ruinen von Great Zimbabwe anzuschauen, da es morgen eventuell regnen könnte. Bei Regen durch die Anlage zu streifen, erscheint uns nicht so erstrebenswert, dennoch entscheiden wir uns nach kurzer Überlegung dagegen, denn wir wollen nicht durch die Anlage hetzen und sind nach der Fahrt auch etwas ko. Daher beschließen wir, zur Staumauer des Lake Mutirikwi zu fahren.

Wir überqueren die 305 m breite und 63 m hohe Staumauer. Dabei stellen wir fest, dass nur auf der westlichen Uferseite Parkplätze sind. Als wir auf dem Rückweg dort aussteigen, kommt eine Dame angerannt, die eigentlich an der St. Andrews Chapel postiert ist. Sie verlangt fünf Dollar pro Person fürs Begehen der Staumauer :evil: , daraufhin verzichten wir. Die Verkäufer von Ketten etc wollen auch ihre Werke loswerden, aber wir machen ihnen schnell klar, dass wir kein Interesse daran haben.





Wir halten an einer anderen Stelle mit Blick auf den Lake Mutirikwi (1960 gestaut. Der gesamte Uferbereich wurde damals als ein großflächiges Erholungsgebiet ausgewiesen, das sich besonders bei einheimischen Urlaubern beständiger Beliebtheit erfreute: Bootsfahrten und Hobbyfischen wegen der vielen Barsche, baden ist jedoch aufgrund der Krokodile und der Bilharziosegefahr nicht möglich). Die Sonne kämpft sich mühsam durch.



Wir laufen anschließend ein bisschen in der Anlage herum. Ein weiterer Camper steht auf dem Campingplatz und einige der festen Unterkünfte sind belegt. Den Rest des Tages lassen wir ruhig ausklingen: wir grillen und speichern Fotos.



Übernachtung: Norma Jeane’s Lakeview Resort
Kilometer: 346

Die Fotos sind zum Teil recht dunkel, aber ich wollte die Fotos nicht zu sehr aufhellen, da sie das trübe Wetters an diesem Tag gut widerspiegeln.
Gruss Chrissie
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10 Apr 2017 18:34 #470781
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  • chrissie am 13 Mär 2017 17:37
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11.10. Great Zimbabwe
Die Nacht war ruhig. Es regnet zwar nicht, aber die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch. Die Scheiben sind beschlagen, und unsere Wäsche ist noch nass. :( Es sind ca. 16 °C. Unsere Campingnachbarn sind schon gegen 6:00 h abreisebereit. :woohoo:
Wir starten langsam in den Tag und nehmen eine belebende Dusche. Danach trinken wir Tee bzw. Kaffee in der frühen Morgensonne mit Aussicht auf den See und da wir es richtig geruhsam angehen lassen wollen, wird auch noch gefrühstückt. :cheer: In der Sonne ist es schon angenehm warm.
An der Rezeption fragen wir, ob wir unsere Wäsche hängen lassen, auch wenn wir noch nicht wissen, ob wir eine weitere Nacht bleiben (wir sind noch nicht schlüssig, ob wir die nächste Nacht im Lake Mutirikwe Park verbringen wollen) – wir dürfen.



Wir lösen jeweils ein Eintrittsticket (pro Person 15 US $),



auf einen Guide verzichten wir (hätte pro Person zusätzlich drei US$ gekostet).





Zuerst besuchen wir den Hillkomplex, der auf dem Gipfel eines ca. 80 m hohen Granit-Kopjes liegt.


Da müssen wir hoch

Am Restaurant und dem herrlichen Jacaranda-Baum vorbei,





wählen wir den Ancient Path für den Aufstieg. Über kleine und teilweise sehr enge Steintreppen geht es empor.





Oben angekommen, genießen wir erst einmal den Ausblick auf das Great Enclosure und die Umgebung.



Great Enclosure





Nach einigen Fotos sehen wir uns im Hillkomplex um.









Aufgrund der Ausstellung im Museum habe ich später den Eindruck, dass wir nicht den ganzen Komplex gesehen haben. :pinch:
Wir steigen über den Modern Path ab. Dieser ist etwas länger, aber flacher und - wenn mich meine Erinnerung nicht trügt :whistle: - ohne Steintreppen.
Auch von hier hat man eine schöne Aussicht, aber Ausblicke auf die Umgebung hattet ihr schon, daher zeige ich euch lieber etwas von der Flora: :P



Danach schauen wir uns das Museum an, hier darf man leider nicht fotografieren.



Abschließend geht es zum Great Enclosure:





Eingang zum Great Enclosure:









Der konische Turm gilt neben den in Great Zimbabwe aufgefundenen Vogelfiguren - Nachbauten davon sind im o.g. Museum zu sehen- als größtes Rätsel der Anlage; seine Bedeutung ist vollkommen ungeklärt.
Wir sind beeindruckt von der gesamten Anlage und obwohl unser geschichtliches Interesse nicht besonders ausgeprägt ist, empfinden wir den Besuch von Great Zimbabwe als sehr interessant und empfehlenswert.

Uns reizt das über 60 km lange Wegenetz des Lake Mutirikwi Gameparks und damit die Möglichkeit, noch mal Kudus, Impalas, Giraffen, Oribis, Gnus, Warzenschweine, Zebras, Flusspferde, Krokodile und Wasservögel zu sichten sowie der dortige Waldlehrpfad, aber da wir keine aktuellen Infos über den Zustand des Parks und des Campingplatzes haben, entscheiden wir uns gegen den Besuch.
Wir verlängern unseren Aufenthalt im Norma Jeane‘s um eine Nacht.

Gruss Chrissie
___________
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