Hallo,
nochmal ausführlicher (mehr Zeit).
Vorab: wir sind keine Taucher oder besonders erfahrene Schnorchler, kennen das nur vom Mittelmeerurlaub. Unsere Erfahrungen sind von 2018.
Ich kann die Erfahrungen von Bonebraker z.T. bestätigen, v.a. diesen Part:
Leute mit leichter Veranlagung zur Seekrankheit werden ihre Freude haben. In den 25 Jahren die ich jetzt tauche, habe ich ein ein einzigesmal mich unter Wasser übergeben müssen, und das war in Tofo.
Ich hatte es vorher auch nie für möglich gehalten, dass man sich schwimmend übergeben kann (bin aber auch grsl. sehr anfällig für Motion Sickness).
Wir hatten aber einen recht großen Walhai gefunden, man hat ihn toll gesehen ein paar Meter unter uns. Meine Frau konnte lange Zeit immer genau über ihm entlang schwimmen. Leider waren die andren Teilnehmer nicht so gut im Schwimmen und mussten immer wieder vom Boot eingesammelt werden, so dass meine Frau nicht wirklich in Ruhe weiter weg schwimmen konnte mit dem Hai.
Was Mantas angeht: das ist, wenn ich mich richtig erinnere, durchaus auch von der Jahreszeiten abhängig. Das heißt, dass sie in manchen Monaten deutlich gehäufter auftreten als in anderen (wir waren im falschen Monat da). Zudem waren die Hotspots wohl deutlich weiter draußen an der Abbruchkante, wo man zwar auch schnorcheln und sie sehen kann, aber aufgrund der größeren Wassertiefe als Taucher einfach viel näher ran kommt. Man kann wohl auch als Schnorchler auf die Tauchtrips mit - kann halt dann nur sein, dass man deutlich weniger sieht.
Ansonsten hatten wir ehrlich gesagt im Vorfeld auch viel mehr Erwartungen an die Schnorchelmöglichkeiten in Mosambik, als wie sie sich am Ende tatsächlich erfüllten. Wir waren "nur" bei Xai Xai, Tofo und Morrungulo. Wirklich gut vom Strand weg schnorcheln ging nirgendwo. Entweder zu viel Wellen, zu viel Strömung oder schlicht nix zu sehen. Ich vermute stark, dass man die Ausbeute mit geführten Trips stark optimieren kann, noch mehr natürlich, wenn man zum Bazaruto Archipel geht (auch als Tagestrip aus von Vilancoulos aus). Dann würde sich auch der Gorongosa NP, der wohl in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung gemacht hat, lohnen.
Ansonsten lässt sich Mosambik natürlich ganz klassisch mit Safari im Kruger, KZN, Gonarezhu o.ä. verbinden. Da hat man aber dann oft das Problem, dass man in Mosambik zu wenig Zeit hat bei doch recht weiten Entfernungen (und oft max. erlaubten 60km/h).