Guten Tag Jörg,
wir sind vor knapp vier Wochen von unserer Reise auf dem afrikanischen Kontinent zurückgekehrt und unter anderem von Malawi kommend über Tete nach Inhassoro gefahren. Dort haben wir einige Tage auf der goody villas campsite direkt am Indischen Ozean verbracht (einzige Besucher). Unter anderem haben wir einen Tagesausflug mit einer dhow von Vilancoulos aus zum Bazaruto Archipel unternommen (sehr empfehlenswert, unheimlich tolles Erlebnis). Die campsite ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Alles sehr sauber und in ca. 200 m Entfernung liegt ein Hotel mit Restaurant, wo man gut essen gehen kann, falls man sich nicht selber versorgen möchte. In Vilancoulos scheint es etwas "touristischer" zu sein, alle Versorgungsmöglichkeiten gibt es im Ort.
Die Fahrt von Tete nach Inhassoro haben wir in 2 Tage aufgeteilt und in Chimoio eine Zwischenübernachtung eingeplant. Es sind schon lange Fahrtage gewesen, aber mit Erfahrung und Motivation durchaus machbar. Wir hatten unterwegs keine roadblocks und auch sonst keine großartigen Polizei- oder Radarkontrollen. Der Strassenzustand war sehr unterschiedlich. Teilweise glatter Asphalt ohne irgendwelche Einschränkungen, teilweise an den Rändern total ausgefranst oder grosse knietiefe Löcher mitten im Strassenbelag. Fahrer und Beifahrer sind wirklich gefordert, den ganzen Tag sehr aufmerksam zu sein und das macht einen Fahrtag natürlich auch anstrengend. Wir fanden, daß im Gegensatz z.B. zu Tanzania erheblich weniger LKW Verkehr unterwegs war.
Ausserdem war uns durch einen Einheimischen empfohlen worden, von Chimoio aus nicht bis nach Inchope und dann die N1 Richtung Süden zu fahren sondern alternativ von Chimoio aus über die N260 Richtung Süden über Sussundenga und Dombe bis Casa Nova und erst ab dort auf die N1, was wir getan haben. Es war landschaftlich teilweise unheimlich schön, zwischendurch auch teilweise Piste aber insgesamt eine tolle Strecke. Auf dieser Strecke soll es auch noch einen schönen Campingplatz geben, den wir aber selbst nicht besucht haben.
Von Inhassoro sind wir nach Espungabera gefahren und dort nach Zimbabwe ausgereist. Wir sind auf der N1 Richtung Norden bis nach Muxungue und dort über die R521 (fast nur Piste, teilweise übelstes Wellblech) an einem Tag nach Espungabera gefahren und haben dort in einer örtlichen Unterkunft übernachtet, bevor es am nächsten Morgen über die Grenze ging.
Es handelt sich hier um einen sehr kleinen, kaum frequentierten Grenzübergang und es war einer der kürzesten und nettesten Grenzübertritte dieser Reise, absolut empfehlenswert.
Vielleicht noch eine kleine Info zu Zimbabwe, falls Ihr es noch nicht kennt und/oder es bei Euch reinpasst. Wir sind in dem Künstlerdorf Tengenenge nördlich von Harare gewesen (ca. 150 km entfernt) und können einen Besuch dort nur empfehlen. Dort leben diverse Bildhauer mit ihren Familien und man kann sich dort ihre Werke in einem riesigen Skulpturengarten ansehen und natürlich auch käuflich erwerben (kleine Skulpturen passen auch in das Handgepäck

) ). Leider liegt diese destination nicht auf den "normalen" Touristenrouten und wird daher nur selten angefahren. Die Künstler haben nur schlechte Absatzmöglichkeiten und sind froh, wenn Besucher dort vorbeikommen. Man kann dort unter einfachsten Bedingungen auch übernachten.
Ich hoffe sehr, daß diese Informationen für Eure geplante Reise hilfreich sind, wobei sich bis 2026 ja wieder vieles ändern kann.
Viele Grüße,
Sabine