THEMA: Reisebericht: Nordmosambik, mal schön-mal hässlich
27 Jun 2013 17:56 #293913
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  • Tomcat am 27 Jun 2013 17:56
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Erika schrieb:
Hoi Tom

JDiese südländische, lässige Atmosphäre mit den vielen Strassencafés hat schon einen gewissen Charme und ist glaube ich einmalig in Afrika.

Trinken wir in Gedanken ein paar 2M auf Mosambik und hoffen das Beste. Und wenn du noch ein paar interessante Bilder hast, nur her damit.

Grüessli
Erika

..ja die sind schon cool drauf in Mozi... eher wie Südamerikaner ... war vor 3 Monaten in Maputo in einem Seafood Restaurant an der Beach, es war Freitag Abend, wir waren die einzigen Bleichgesichter... es ging voll ab und war so laut das man kein Wort wechseln konnt : -)....

... hier noch 3 "farbige" Bildli wenn es dann funktioniert ... lg Tom








Letzte Änderung: 27 Jun 2013 17:58 von Tomcat. Begründung: c
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27 Jun 2013 20:46 #293937
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  • Erika am 27 Jun 2013 20:46
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@Butterblume
Willkommen im Club der sorglosen und unvorsichtigen Touristen.
Dein Mut muss ja deinem Jochen schon sehr viel Eindruck gemacht haben, dass er heute noch von diesem Erlebnis zehrt. Aber gell, ein wenig Abenteuer muss schon sein, wenn man Afrika bereist.



@Tom
Deine Bilder sind ja wirklich wunderbar bunt und schön. Das ist Maputo, schrill und laut. Wirklich toll, danke. :)

Ich hab gerade mal in meinen alten Bildern gekramt und diese hier gefunden:













2001 haben wir diese Gemälde an einer Mauer in Chimoio entdeckt. Sie stellen wahrscheinlich den Befreiungskampf der Frelimo gegen die Portugiesen dar . Ich weiss bis heute noch nicht, was ich dazu sagen soll. :unsure:

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
www.namibia-forum.ch...g-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
www.namibia-forum.ch...-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
www.namibia-forum.ch...rd-zum-alptraum.html
Letzte Änderung: 27 Jun 2013 20:47 von Erika.
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28 Jun 2013 16:47 #294073
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  • Erika am 27 Jun 2013 20:46
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Hallo zusammen

Bitte einsteigen.

18. Januar 2013
Obwohl uns die Stadt ganz gut gefallen hat, sind zwei Tage Quelimane genug. Besonders, wenn man sich ein wenig mit der Geschichte dieses Landes auseinandergesetzt hat, findet man viel Interessantes. Leider ist halt das meiste dem Verfall preisgegeben. :(

Wir fahren wieder über die Dammstrasse, vorbei an den Reisfeldern und unzähligen Fahrradtaxis. Den Strand von Zalala nördlich von Quelimane lassen wir aus. Vor zwei Jahren haben wir dort die schlimmste Nacht aller Nächte in Afrika verbracht :angry: . Es war Silvester 10/11. Wir wurden damals bis morgens um fünf mit ohrenbetäubendem, aggressivem Protest-Sprechgesang aus einem Endlosbändli vollgedröhnt, es gab kein Wasser und folglich auch keine Dusche und nur eine Toilette ohne Spülung, keine Privatsphäre, wir wurden von unserem besoffenen südafrikanischen Nachbarn bis fast zur Rauchvergiftung mit behandeltem Bauholz eingeräuchert und die Discogäste pinkelten den Backpackern an die Bodenzelte, und zwar andauernd. :sick: Nein, nach Zalala zieht es uns nicht mehr, obwohl der Strand und auch die Zufahrt traumhaft schön sind.



Auf dem Weg nach Zalala



Strand von Zalala

In Nicuadala biegen wir nach Norden ab. In der Ferne tauchen bald die ersten Inselberge auf.





Die Landschaft wird immer schöner. Auf einer guten Teerstrasse geht es weiter nach Mocuba. Hier endete vor zwei Jahren der Teerbelag und was dann für 67 km folgte, war eine beklagenswert miese Schlaglochpiste.






So in der Art :S .

Nun ist sie neu gemacht und wunderbar befahrbar. Danke liebe Geberländer! Ihr habt im Norden Mosambiks bereits ca. 800 km Teerstrasse finanziert :) .



Holzkohle wird zum Verkauf angeboten

Unser Ziel ist das auf 750 m gelegene Gurué am Fusse des 2’419 m hohen und somit zweithöchsten Berges Mosambiks, genannt Monte Namuli. Die Strasse schlängelt sich an einer märchenhaft schönen Bergkulisse vorbei immer leicht bergauf.




















Bald kommen wir an und fahren direkt zur Pensao Gurué. Dort werden wir von der netten Ilona aus Quelimane und Frankfurt herzlich begrüsst. Vor zwei Jahren managte hier noch ein ziemlich unglücklich wirkendes Österreichisches Ehepaar den Laden. Unser Fahrzeug stellen wir in den Hinterhof, denn derselbige ist zugleich auch Campingplatz.




Camping auf dem Parkplatz

Nicht die Nase rümpfen bitte. Dies ist die beste Unterkunft dieser Stadt und zudem ist der Platz bestens bewacht.




Behausung des Nachtwächters :woohoo:



Mahlzeit :blink:


Ilona hat die Pension gepachtet und etwas auf Vordermann gebracht, soweit das bei diesem maroden Bau überhaupt möglich ist. Jedenfalls wurden die Zimmer gestrichen und neue Bettwäsche organisiert. Wir dürfen das Gemeinschaftsbad der Pension benutzen. Leider sprudelt das Duschwasser überall raus, nur nicht aus der Duschbrause und die Toilette leckt :ohmy: , aber das sind ja nur kleine Nebensächlichkeiten.







Die Pensao mit dem kleinen Strassenrestaurant



Die zweispurige Hauptstrasse, welche mal vor vierzig Jahren geteert war :lol: .



Im Hintergrund der Monte Namuli

Da uns Ilona versichert, dass sie prima kocht, melden wir uns gleich zum Nachtessen an. Die Tische sind liebevoll mit grünem Stoff und Blumensträussen gedeckt. Es gibt sehr leckeren Schweinebraten mit Zutaten, wir sind begeistert. Ilona betreut ihre Gäste höchst persönlich. Sie hat ein weisses Schürzchen umgebunden und rennt geschäftig zwischen Küche und Restaurant hin und her. In jeder freien Minute setzt sie sich zu uns um zu erzählen. Sie geniesst es offensichtlich, wieder mal mit jemandem Deutsch sprechen zu können. Diese mutige und auch etwas durchgeknallte Frau haben wir auf Anhieb in unser Herz geschlossen :kiss: .

Es wird spät, bis wir endlich in unser Dachzelt steigen. Da wir ziemlich einen in der Krone haben, schlafen wir vorerst mal sofort ein :blush: .

Kosten Camping: ca. 11.50 Euro pro Zelt, egal wie viele Personen, inkl. Strom für den Kühlschrank.
Schnelles WLAN im Restaurant
Gefahrene Kilometer: 364

Viele Grüsse
Erika

Bis bald.....
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Letzte Änderung: 17 Jul 2013 14:08 von chrigu.
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28 Jun 2013 17:03 #294075
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  • Birgitt am 28 Jun 2013 17:03
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Hi, Erika

vorab schon mal ein DANKE...... :)

ich gucke mir die Fotos nachher aber auch noch an.....weiss ja, wie lange das immer dauert..... :unsure:

Lieben Gruß
Birgitt
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  • Eulenmuckel am 28 Jun 2013 19:20
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Liebe Erika,

ich möchte mich auch mal wieder bei dir bedanken für die schönen Eindrücke aus Mosambik. Der Strand von Zalala sieht traumhaft einsam aus, und die Strecke Richtung Gurué führt durch eine tolle Landschaft. Vielleicht werden wir den Norden Mosambiks ja auch eines Tages mal bereisen (hat noch etwas Zeit).

Ich weiß gar nicht, was du an der Straße von vor zwei Jahren auszusetzen hattest. Ein bisschen Rest-Teer war doch noch vorhanden ;-)
Die Säcke mit Holzkohle haben wir vor zwei Jahren in Sambia auch oft am Straßenrand gesehen, bzw. drei oder vier davon auf Fahrräder geschnallt. In diesen Gegenden scheint das gebräuchlicher zu sein, als Brennholz zu verkaufen.

Grüßli,
Uwe
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@Birgitt
Ja, bis die Fotos im Bericht eingefügt sind, dauert es lange. Ich kann immer nur jeweils zwei Stück miteinander absenden, sonst stürzt alles ab :evil: .

@Eulenmuckels
Nordmosambik hast du als Tourist praktisch für dich allein. Besonders im Landesinneren gibt es für Leute, welche einen bestimmten Anspruch auf Luxus haben kaum Möglichkeiten, eine passende Unterkunft zu finden und die Preise der festen Unterkünfte sind zudem im Vergleich zu Tansania ausgesprochen hoch. Deshalb hatte ich auch eingangs erwähnt, dass es empfehlenswert sei, eine eigene Schlafmöglichkeit dabei zu haben. Leider ist aber momentan dieser eh schon sehr selten besuchte Landesteil wegen der Unruhen von Süden her gar nicht mehr erreichbar :( . Ihr seid noch jung, irgendwann wird's mit einer Reise dorthin schon noch klappen :) .

Ein paar Teerresten waren schon noch vorhanden, aber das ist ja gerade das Unangenehme :angry: . Wenn schon, dann lieber reine Erdpisten.

Es ist schon so, dass es außerhalb des südlichen Afrikas kaum möglich ist, Brennholz am Strassenrand zu kaufen. Hier und übrigens auch in Ostafrika ist es üblich, dass mit Holzkohle gekocht wird. Liegt vermutlich an der Art des Holzes.

Liebe Grüsse
Erika
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