THEMA: Reisebericht: Nordmosambik, mal schön-mal hässlich
23 Jun 2013 17:08 #293280
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  • Erika am 23 Jun 2013 17:08
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Hallo zusammen

@mutsel, Butterblume und Bamburi
Der Spruch mit dem “Geschenk fotografieren” kam mir spontan. Manchmal staune ich über mich selbst. :blush: :blush: :blush:

@Camelthorn
Wenigstens bezahlen alle für das Befahren der Caia-Brücke gleich viel, ob Einheimische oder Ausländer. Aber schreib dem Niebelministerium nur, wenn da überhaupt geantwortet wird, bin ich auf die Antwort gespannt. Mit der Deckung der Instandhaltungskosten können sie jedenfalls nicht kommen, die werden dann ja so oder so auch wieder von den Geberländern übernommen. :blink:


Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
www.namibia-forum.ch...g-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
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2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
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23 Jun 2013 20:55 #293318
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Hallo zusammen

Nachstehend noch ein Nachtrag zur Information:

Wer lieber eine feste Unterkunft in der Gegend von Caia sucht, dem empfehle ich das in einem Urwald gelegene M`phingwe Camp ca. 32 km südlich der Caia-Brücke. Die Holzchalets sind einfach, aber zweckmäßig mit Moskitonetz und Ventilator ausgestattet.

Für die Vogelbeobachtung hat man kleine Wanderwege angelegt. Selbst kochen ist unerwünscht, aber das Essen im Restaurant hat uns prima geschmeckt. Frühstück selbst machen ist erlaubt :)

Hier noch ein paar Bilder vom M`phingwe Camp, wo wir vor zwei Jahren übernachtet haben:


Chalet





Garten


Restaurant

www.dalmann.com/?__t...=mphingwe-activities

Fragt sich nur, wie lange es dort noch Wild gibt, wenn nun so stark gewildert wird. :(

Grüessli
Erika
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Letzte Änderung: 17 Jul 2013 14:07 von chrigu.
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24 Jun 2013 16:14 #293433
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Hallo zusammen

Es geht wieder ein Stück weiter. Unser heutiges Ziel ist Quelimane am Indischen Ozean.

16. Januar 2013
Am Morgen verzögert sich der Toilettengang, da wir erst mal das Häuschen mit viel Mückenspray behandeln müssen. Entsprechend kurz und knapp ist dann auch die Sitzung :huh: .
Es macht den Eindruck, als ob sich nach Tagesanbruch alle Plaggeister dorthin zurückgezogen hätten :angry: .

Bald brennt die Sonne gnadenlos auf uns herunter. Wir packen nach dem Frühstück zusammen und verlassen den Cuacua Campingplatz. Für eine Nacht ist der Platz o.k. aber mehr nicht.

Als wir die Teerstrasse erreichen, sehen wir die beiden Polizisten, welche uns am Vortag büssen wollten, weil wir die Brücke fotografiert hatten. Sie winken uns zu wie alte Freunde und wir winken zurück :P .

Die Gegend hier ist stark besiedelt und abgeholzt. Man betreibt Brandrodung. Der Wald wird in Form von Baumstämmen oder Holzkohle am Strassenrand verkauft. Essbares, wie Früchte oder Gemüse wird hier nicht angeboten. Im Gegensatz zu gestern, sind sehr viele Leute mit Fahrrädern oder zu Fuss unterwegs. Fahrzeuge kommen uns praktisch keine entgegen. Der Strassenzustand ist ein wenig besser als gestern und wir kommen ziemlich gut vorwärts auf diesem sanft hügeligen Streckenabschnitt.




Entweder zusammengebrochen oder nie vollendet

Ab der Abzweigung nach Quelimane nimmt der Verkehr leicht zu. Vor Erreichen der Stadt fährt man über einen Damm, wo links und rechts in der Sumpflandschaft Reis angebaut wird.







Reisfelder

Im Gegensatz zu vor zwei Jahren möchten wir dieses Mal in der Stadt übernachten und quartieren uns im zentral gelegenen Hotel Flamingo ein. Wie in Beira, ist es auch hier extrem schwül und warm. Unser Zimmer ist akzeptabel und mit Moskitonetz und Klimaanlage ausgestattet. Ganz gemütlich sieht der Hotel-Innenhof mit dem Restaurant und Pool aus, welcher aber, wie wir bald feststellen, so was wie ein öffentliches Schwimmbad ist :unsure: .



Wir lassen unser Fahrzeug im Hotel-Innenhof stehen und begeben uns zu Fuss auf Erkundungstour.









Auch in Quelimane gibt es nebst grässlichen Betonklötzen viele, einst schöne und nun verfallene Gebäude aus der Kolonialzeit. Man ist aber daran, einige erhaltenswerte Häuser zu renovieren, aber die meisten warten noch sehnsüchtig darauf.






Wir setzen uns in eines der vielen Gartenrestaurants und beobachten bei einem Bier das geschäftige Treiben. Sofort kommen Leute vorbei, welche uns irgendwas verkaufen möchten. Obst, CDs, Besen (was sollen wir mit einem Besen?) :woohoo: usw. Wenn man aber nein sagt, laufen diese wandelnden Kioske sofort weiter. Die unzähligen Motorrad- und Fahrradtaxis sorgen für Chaos. Sie verstopfen die Strassen und Gassen und schlängeln sich in halsbrecherischer Fahrt an den Fahrzeugen vorbei. Um kein Geld würde ich mich auf so ein Ding setzen :sick: .




Aufnahme von 2013



Aufnahme von 2011 zufällig fast von der selben Stelle




Das Abendessen nehmen wir im gut besuchten Gartenrestaurant des Hotels ein. Die meisten Gäste sind europäische Entwicklungshelfer oder Leute von der Kirche. Die Crevetten und Pommes sind ein wenig ölig, aber sonst schmecken sie nicht schlecht.
Besonders auffallend sind die vielen, wahnsinnig aufgetakelten, plastikbehaarten Damen. Ich will ja nichts behaupten, aber Toni und ich glauben, dass dieses Hotel nebenbei auch ein Puff ist :laugh: . Der rege Verkehr ins Hotel rein und wieder raus spricht jedenfalls Bände.

Nach einigen Gin Tonic fallen wir müde ins Bett.

Gute Nacht.

Kosten Doppelzimmer pro Nacht: 64.-- Euro inkl. Frühstück
Gefahrene Kilometer: 231

Erika
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24 Jun 2013 18:40 #293458
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  • maggus am 24 Jun 2013 18:40
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Hallo Erika,


wirlich toller Bericht, ich bin schon ganz gespannt wie es bei euch weiter geht!


Gruss


Markus
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24 Jun 2013 18:46 #293461
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Hallo Erika,
Sofort kommen Leute vorbei, welche uns irgendwas verkaufen möchten. Obst, CDs, Besen (was sollen wir mit einem Besen?)
Stellt man neben die Tür um das Böse abzuwehren. Schweizer Mädels können auch darauf durch die Lüfte fliegen! :lol:

Vielen Dank für die Fortsetzung und herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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@maggus
Vielen Dank für deine netten Worte. Da ja Nordmosambik nicht grade ganz oben auf der Wunschliste der Afrikafans steht, freut es mich besonders, dass mein Bericht trotzdem auf Interesse stösst. :)

@Butterblume
Öhm, bei uns daheim steht schon ein Besen vor der Tür, aber nicht um das Böse abzuwehren, sondern als Erinnerung für Toni, dass der Vorplatz wieder mal gefegt werden müsste. :laugh:

Viele Grüsse
Erika

Danke übrigens auch an alle Dankeknopfdrücker!!!!!!!!!!!!!!!!
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