THEMA: Foto-Setup für Serengeti
17 Apr 2025 18:12 #705305
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  • stolley am 17 Apr 2025 18:12
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Hallo Ihr Lieben,

Ende des Jahres planen wir einen Urlaub in Nord-Tansania.
Während meiner bisherigen Urlaube in Namibia und Botsuana war ich mit meiner Panasonic FZ
1000 ganz zufrieden. Ich bin auch kein Profi-Fotograf, erkennt man sicherlich auch an der Auswahl dieses Fotoapparates.
Aber für die Serengeti erwäge ich nun, mir eine Vollformat-Lösung mit wechselbaren Objektiven zuzulegen.

Nach einiger Recherche gefällt mir die CANON EOS RP in Verbindung mit einem 100-400mm Objektiv ganz gut. Das Gehäuse ist Anfänger-geeignet und auch nicht so sehr teuer.

Meine Frage ist aber doch: Hätte ich mit dieser Ausrüstung wirklich ein spürbar besseres Setup als mit meiner Panasonic? Wäre es ggf. sinnvoll, zu einem 600mm Objektiv zu greifen?

Mir geht es einfach um die Qualität der Fotos: Hohe Auflösung, wenig bis kein Rauschen, Lichtstärke, Zoom und natürlich die Möglichkeit, in Bewegung befindliche Tiere abzulichten.

Bin gespannt auf Eure Gedanken!

LG
Volker
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17 Apr 2025 21:32 #705313
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  • XynxNet am 17 Apr 2025 21:32
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100-400mm ist eigentlich für eine Safari super. Darüber wird es eigentlich nur interessant für Vögel.
Durch die Hitze bzw. das Hitzeflimmern ist der Telebereich > 400 für weit entfernte Großtiere die meiste Zeit des Tages eh problematisch.

Ich würde das Setup noch durch ein etwas weitwinkligeres Objektiv für Landschaften/Übersichten ergänzen. Oder aber dafür konsequent das Handy nutzen. Darf man nur nicht vergessen... Diese Bilder sind beim Fotografieren oft scheinbar langweilig, aber hinterher Gold wert, wenn man ein Fotobuch machen will oder sich die Bilder anguckt.

Die Panasonic ist doch eigentlich auch super. Klar, sie könnte manchmal schneller sein. Geringere Lichtstärke ist bei einer Safari in Afrika nicht das Problem. Dafür ist sie deutlich leichter!
Die Frage ist, welche harten Vorteile ein Umstieg bringt...

Persönlich nutze ich zwar auch eine Vollformatkamera mit Wechselobjektiven, aber man erkauft geringe Vorteile (Geschwindigkeit, Lichtstärke, Bokeh) mit großen Nachteilen (Gewicht, Menge an Kram, Objektivwechsel, Staubgefahr, Kosten).
Kleinerer Tiefenschärfebereich, wäre auch noch so ein Thema für sich, der Vor- oder Nachteil gleichzeitig sein kann.

Ich würde eher über ein Update der Bridge-Kamera nachdenken. Wenn ich das bei meiner Familie so angucke, dann sind die damit fotografisch entspannter unterwegs als ich.
Letzte Änderung: 17 Apr 2025 21:57 von XynxNet.
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17 Apr 2025 22:36 #705318
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Hallo Volker.
So wie du deine fotografischen Kenntnisse beschreibst, würde ich nicht! zum Vollformat greifen. Sowohl Gehäuse, aber vor allem lichtstarke Objektive sind teuer.
Ich empfehle dir die Sony A6700, eine APS-C Kamera. Canon und Nikon haben aber etwas Vergleichbares im Angebot.
Warum APS-C?
Deine Wünsche:
Hohe Auflösung: die RP hat 26MP, die A6700 auch. Bezogen auf Sensorgröße löst die Sony weit besser auf.
Wenig bis kein Rauschen: kein Rauschen gibt's nicht. Kenne die Leistung der RP nicht, die A6700 geht auf jeden Fall gut bis ISO 3200.
Lichtstärke: es ist eine Fehlinformation, dass die in Afrika nicht so wichtig sei. Das beste Licht hast du kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang in der "goldenen Stunde". Genau dann brauchst du lichtstarke Objektive, die für Vollformat ein Vermögen kosten. Die sind auch für APS-C gerechnet noch teuer genug, aber günstiger.
Zoom: durch APS-C Crop bildet ein 500mm-Objektiv bei Sony wie 750mm auf VF ab, bei Canon sogar 800mm.
Und natürlich die Möglichkeit, in Bewegung befindliche Tiere abzulichten: die AF-Motiverkennung bei der A6700 ist sehr gut. Bitte die Marketing-Aktionen auch anderer Hersteller bzgl. KI-Motiverkennung nicht mit der Präzision des AF selbst vermischen. Erkennung ist nicht gleich Autofokus-Geschwindigkeit. Für besten AF muss man zu einer Kamera mit "stacked sensor" greifen, also zum Beispiel Sony A1 oder A9. Aber brauchen wir die als Hobbyfotografen? Für einen Vogel, der im Flug auf uns zukommt ja, für einen Geparden, der in größerer Entfernung quer zu uns rennt, nein.
Lange Rede, kurze Empfehlung....
Sony A6700 mit 2 Objektiven.
Einem lichtstarken Tamron 17-70 f/2.8. Entspricht VF 25-105mm. Die offene Blende 2.8 ist schon was wert, sogar für Milchstraße.
Dazu das Sony 70-350mm. Das ist kein 2.8er und auch kein f/4. Aber für den Preis bei 350mm (VF equivalent 525mm) mit Blende 6.3 brauchbar.
Ich habe die A6700 selbst, fotografiere Wildlife allerdings mit meinem VF Tamron 150-500mm. Das 2.8er Tamron habe ich auch, ist auch bzgl. Bildqualität großartig. Für Milchstraße nehme ich allerdings meine A7iv mit 1.8er 20mm oder 1.8er 14mm.
Hoffe, es war hilfreich.
Adrian
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17 Apr 2025 23:27 #705321
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Hallo Volker

Auch wenn ich selbst gerne mit meiner DSLR und schweren Teleobjektiven unterwegs bin, würde ich dir ganz ehrlich raten bei deiner Panasonic FZ 1000 zu bleiben. Mit bis zu 430mm KB äquivalenter Brennweite bei F4,0 und einem 1 Zoll-Sensor (Crop-Faktor 3.0) ist die Kamera technisch gesehen eigentlich schon ziemlich gut.
Und das Wichtigste auf einer Safari ist, dass man seine Kamera möglichst Blind beherrscht. Jetzt sich noch bis zum Urlaub in eine neue Menüführung einzuarbeiten könnte am Ende nach hinten los gehen. Es sei denn du möchtest dich auch in Zukunft ernsthaft in das Thema DSLR-Fotografie einarbeiten.

Und lichtstarke Objektive braucht man meiner Erfahrung nach auch nicht, solange man zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang draussen fotografiert. Ich habe das nach meiner ersten Naimbia-Reise mal hier im DSLR-Forum für mich analysiert.
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18 Apr 2025 08:57 #705331
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  • picco am 18 Apr 2025 08:57
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Hoi zämä

'Ende des Jahres' kann vieles bedeuten, in der Region der Serengeti dürfte das in oder zwischen der kleinen (Ende Oktober-Mitte Dezember) und grossen Regenzeit (Mitte Februar-Ende Mai) sein, da ist der Himmel vielfach bedeckt.
Hitzeflimmern kenn ich aus Nordtansania nicht.
Auch ist es nicht wie Namibia oder Botswana Wüste oder wüstenähnlich sondern wohl eher feuchter Boden.
Es wäre gut wenn man hier schreiben würde ob man seine Erfahrungen auch in Ostafrika über rund 1400müM zu der Jahreszeit gemacht hat oder aus anderen Gebieten und Zeiten.
Ich bin wirklich kein Fotoexperte und nutze das MFT-System mit Cropfaktor 2 und bin damit sehr zufrieden.
Auf unserer 2016er Tour durch Ruanda/DR Congo/Tansania & Sansibar hatte Sven eine Vollformatkamera dabei und ich mein MFT-System. Sein grosses Objektiv war etwa so schwer wie meine komplette Ausrüstung und der Unterschied in der technischen Fotoleistung (man sieht dass ich kein Experte bin) war recht gering.
Er konnte am Morgen und am Abend wenige Minuten länger fotografieren als ich. Definitiv weniger als 5 Minuten Differenz, eher 1-2 Minuten Differenz.
So nahe am Aequator geht die Sonne recht schnell auf und unter, das ist nicht wie bei uns oder im südlichen Afrika.
Die Dämmerung ist wirklich kurz.
Schon aus diesen Gründen würd ich nicht speziell für diese Reise eine Wechselobjektivkamera kaufen. Wenn dann für mehrere Reisen!
Ich habe mir nach der ersten Kamera noch zwei Bodys dazugekauft und lasse die Objektive fast immer dran.
Nicht wegen dem Staub sondern wegen der Reaktionsgeschwindigkeit!
Nichts ist blöder als eine dynamische Situation fotografieren zu wollen und ein ungeeignetes Objektiv drauf zu haben.
Was die Pixel angeht: Mir reichen 16MPixel locker aus.
Aus all den Gründen und weil Du die neue Kamerabedienung ja auch noch begreifen musst würd ich Dir raten bei Deiner Kamera zu bleiben.
Letzte Änderung: 18 Apr 2025 08:58 von picco.
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18 Apr 2025 20:00 #705345
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Herzlichen Dank für Eure konstruktiven Antworten!
Ich werde mich nun erst einmal näher damit befassen und halte Euch auf dem Laufenden!

Schöne Ostern allerseits!
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