THEMA: Welche Fotokamera könnt ihr empfehlen?
15 Apr 2021 11:38 #612717
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  • Monokelkobra am 15 Apr 2021 11:38
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Klasse, wenn du kein passendes Smartphone hast und dies nicht ändern willst, dann ist ne kleine handliche Kamera immer eine gute Wahl. Und zum Glück hast du keine Nikon P950 gekauft, die Lumix ist ganz klar alles in allem, vor allem auch finanziell die bessere Entscheidung. Jetzt hast du noch was über für Aktivitäten oder Souvenirs, ist doch klasse ... :woohoo:


Schumo schrieb:
Ich melde mich auch nochmals :laugh:
Da mein Smartphone schon ein älteres Modell ist, habe ich nun eine Lumix DMC-TZ81 gekauft für 180 Euro. Ich werde noch fleissig üben, bis es los geht. Danke allen für das rege antworten auf meine ja ich meinte ziemlich einfache Frage :silly:
Bleibt gesund und macht tolle Bilder egal wo und mit was für einer Kamera ;-)
Liebe Grüsse
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15 Apr 2021 11:41 #612719
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  • JP K am 15 Apr 2021 11:41
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Nachdem für Schumo das Thema nicht mehr von Interesse ist, möchte ich mal diese Diskussion hier in eine etwas andere Bahn lenken. Picco hat in einem Reiseberichtsthread zu Costa Rica von Beatnick eine interessante Frage aufgeworfen, die eigentlich gut zu dieser Diskussion passt und mich ebenfalls seit langem umtreibt:

Die Bilder haben so kräftige Farben, wirken aber trotzdem nicht übertrieben farbenfroh sondern natürlich. Kommen die schon so farbenfroh als RAW-Datei aus der Kamera? Wenn nein, wie stellst Du es an dass die Farben so leuchten und trotzdem nicht unnatürlich wirken? Wenn ich das im Lightroom mittels 'Dynamik' und 'Sättigung' versuche wirds nie so leuchtend, dafür schnell unnatürlich... Hast Du mal ein Beispielbild unbearbeitet/bearbeitet? Z.B. das von den Geiern?

Ausserdem möchte ich nicht den tollen Reisebericht von Bettina damit zerschiessen, warte aber doch gespannt auf ihre Antwort in ihrem eigenen Thread. Und ich hoffe auf die aktive Mithilfe von Monokelkobra, yanjep und bonebreaker, bei dieser Frage könnt ihr Eure Qualitätsansprüche voll ausleben.

Viele der Bilder von Bettina sind mit der Canon 5D III gemacht, während Picco anscheinend Olympus OMD-EM 5 nutzt. Ich bin übrigens mit einer EM 5III ausgestattet. Die Farbqualität eines Fotos wird mE technisch von verschiedenen Parametern bestimmt, insbesondere: welchen Farbraum bildet die Kamera ab (sRGB vs. AdobeRGB), was ist der Dynamikumfang, den eine Kamera schafft, und welche Farbtiefe bietet eine Kamera. Nicht zuletzt dann die Verwendung von jpeg (limitiert auf 8-Bit Farbtiefe) vs. RAW. Dazu kommen die Optiken, d.h. wieviel Licht fängt das Objektiv ein und führt es zum Sensor, welche Schärfe in Linien gemessen kann es abbilden.

Meine Sichtweise zu den beiden Kameras Canon 5D III vs. Olympus EM 5:
- Die Canon 5D III hat 42-Bit Farbtiefe, die Olympus lt. Datenblatt von www.digitalkamera.de nur 24 bzw. 36 Bit – wann kommt welcher Wert zum Einsatz?
- Beide Kameras können AdobeRGB darstellen
- Eingangsdynamik einer EM 5 III bei 11 Blendenstufen, die Canon 5DIV hat 13 Blendenstufen (digitalkamera.de). Hier gibt es aber von verschiedenen Anbietern unterschiedliche Messergebnisse, es gibt Webseiten, auf denen beide Kameras ähnliche Blendenstufen haben
- Die Canon-Optiken lassen selbst bei gleicher Eingangsblende f4 mehr Licht durch das Objektiv

Mein Fazit: eine Oly EM5 wird nie an die Bildqualität und Bildanmutung einer Canon 5DIII rankommen, wir Oly-Knipser werden immer nur die Rücklichter bestaunen können.
Letzte Änderung: 15 Apr 2021 17:35 von JP K.
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15 Apr 2021 12:12 #612730
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(sRGB vs. AdobeRGB)

Das ist aber nur relevant, wenn du in JPEG fotografierst. Bei RAW ist das wurschd
Gruß Thorsten :)

Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden
" Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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15 Apr 2021 12:36 #612736
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Naja, Olympus ist aus meiner Sicht eigentlich nur begrenzt geeignet für Wildlife und Safari Fotografie. Micro Four Thirds Systeme haben so ihre Schwierigkeiten mit ISO's ab 1600 und da gerade auf Safari die spannendsten Dinge oft am frühen Morgen oder späten Abend geschehen und gesehen werden, ist es definitiv so, dass man nur die Rücklichter von Canon, Nikon und Sony sieht.

Was Olympus aber super gemacht hat ist was gewisse Features anbelangt im Bereich Fokus System und vor allem die Abdichtung gegen Wasser und Staub ist ganz klar eine der besten, wenn nicht die Beste auf dem Markt. Sie sind auch extrem robust, was eigentlich ideal für Wildlife und Safari wäre, aber eben der Rest macht's Ihnen schwer...

Für mich wäre es nichts, aber wenn man sie beherrscht kann man dennoch sehr tolle Fotos damit machen, es müssen einfach die umgebenden Faktoren passen, wenn die gut sind dann werden auch die Pics klasse. Das zeigen ja auch einige Profis die damit noch immer auf hohem Niveau arbeiten und Workshops anbieten.

Cheers



JP K schrieb:
Nachdem für Schumo das Thema nicht mehr von Interesse ist, möchte ich mal diese Diskussion hier in eine etwas andere Bahn lenken. Picco hat in einem Reiseberichtsthread zu Costa Rica von Beatnick eine interessante Frage aufgeworfen, die eigentlich gut zu dieser Diskussion passt und mich ebenfalls seit langem umtreibt:

Die Bilder haben so kräftige Farben, wirken aber trotzdem nicht übertrieben farbenfroh sondern natürlich. Kommen die schon so farbenfroh als RAW-Datei aus der Kamera? Wenn nein, wie stellst Du es an dass die Farben so leuchten und trotzdem nicht unnatürlich wirken? Wenn ich das im Lightroom mittels 'Dynamik' und 'Sättigung' versuche wirds nie so leuchtend, dafür schnell unnatürlich... Hast Du mal ein Beispielbild unbearbeitet/bearbeitet? Z.B. das von den Geiern?

Ausserdem möchte ich nicht den tollen Reisebericht von Beate damit zerschiessen, warte aber doch gespannt auf ihre Antwort in ihrem eigenen Thread. Und ich hoffe auf die aktive Mithilfe von Monokelkobra, yanjep und bonebreaker, bei dieser Frage könnt ihr Eure Qualitätsansprüche voll ausleben.

Viele der Bilder von Beate sind mit der Canon 5D III gemacht, während Picco anscheinend Olympus OMD-EM 5 nutzt. Ich bin übrigens mit einer EM 5III ausgestattet. Die Farbqualität eines Fotos wird mE technisch von verschiedenen Parametern bestimmt, insbesondere: welchen Farbraum bildet die Kamera ab (sRGB vs. AdobeRGB), was ist der Dynamikumfang, den eine Kamera schafft, und welche Farbtiefe bietet eine Kamera. Nicht zuletzt dann die Verwendung von jpeg (limitiert auf 8-Bit Farbtiefe) vs. RAW. Dazu kommen die Optiken, d.h. wieviel Licht fängt das Objektiv ein und führt es zum Sensor, welche Schärfe in Linien gemessen kann es abbilden.

Meine Sichtweise zu den beiden Kameras Canon 5D III vs. Olympus EM 5:
- Die Canon 5D III hat 42-Bit Farbtiefe, die Olympus lt. Datenblatt von www.digitalkamera.de nur 24 bzw. 36 Bit – wann kommt welcher Wert zum Einsatz?
- Beide Kameras können AdobeRGB darstellen
- Eingangsdynamik einer EM 5 III bei 11 Blendenstufen, die Canon 5DIV hat 13 Blendenstufen (digitalkamera.de). Hier gibt es aber von verschiedenen Anbietern unterschiedliche Messergebnisse, es gibt Webseiten, auf denen beide Kameras ähnliche Blendenstufen haben
- Die Canon-Optiken lassen selbst bei gleicher Eingangsblende f4 mehr Licht durch das Objektiv

Mein Fazit: eine Oly EM5 wird nie an die Bildqualität und Bildanmutung einer Canon 5DIII rankommen, wir Oly-Knipser werden immer nur die Rücklichter bestaunen können.
Letzte Änderung: 15 Apr 2021 13:20 von Monokelkobra.
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15 Apr 2021 13:30 #612750
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ISO's ab 1600 - ja verstanden, das Rauschen ist ein Störfaktor bei hohen ISO bei Oly.

Gibt es jenseits der ISO auch bei guten Lichtverhältnissen (die Geier-Bilder von Bettina scheinen bei guten Lichtverhältnissen aufgenommen) technische Limitierungen der Oly gegen Canon, mit dem Ergebnis, dass Bilder der Canon geiler aussehen?

Das erste mal, dass mir dies auffiel war, als ich vor 10 Jahren meine Bilder (Pana GH2) mit denen eines Bekannten (Canon 5D) verglich, wir haben an der gleichen Stelle eines tibetischen Bergpasses die Strassenserpentinen mit Himmel darüber aufgenommen, fast gleiche Weitwinkel-Brennweite und intensive Sonne. Die weissen Wolkenformationen auf seinem Bild waren wesentlich differenzierter in hell und dunkel ausbelichtet, sein Himmel war blauer und das Gras grüner als auf meinen Bildern. Seine Bilder sahen einfach gesättigter aus auch ohne Bildbearbeitung, und in den Schattenbereichen war mehr zu erkennen als auf meinen Bildern. M.E. schafft M4/3 nicht die gleiche Lichtdynamik und nicht die gleiche Farbtiefe wie Canon Vollformat.
Letzte Änderung: 15 Apr 2021 19:37 von JP K.
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15 Apr 2021 14:02 #612763
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Ja klar, Olympus ist leider voller kleineren oder auch grösseren Limitierungen leider - nur schon wegen des winzigen Sensors. ich bin zwar nicht der Olympus Experte, weiss aber wohl dass die RAW erheblich nachgebessert werden müssen aber das Potential der Nachbesserung stellenweise etwas gering ist. Wenn du natürlich JPEG's out of Cam vergleichst, dann ist dies sowieso sehr unterschiedliche da diese ja Kameraintern unterschiedlich verarbeitet werden mit Schärfe, Kontrast, Sättigung etc...

Und selbst wenn die offensichtlichen Kamera-Parameter weitestgehend gleich waren, die Systeme sind so unterschiedlich, dass eine Vergleichbarkeit dennoch hinkt.

Daher macht dies eh wenig Sinn, am besten vergleich man die RAWs out of Cam und danach das Potential der Verbesserung. Dies funktioniert aber auch nur dann wenn nur eine Person die RAW's bearbeitet. Du wirst staunen wie gross hier die Unterschiede sind, vor allem bei den DSLR's noch.

Aktuell kann man sagen dass die neusten NIKON, CANON und SONY's weit voraus und alle relativ ähnlich sind. Bis vor der Canon R5 aber waren NIKON und SONY gerade in der Tiefen-/Highlights Bearbeitung weitaus besser - mittlerweile ist es fast Wurscht, auch Canon kann es nun äusserst ordentlich.

Zusätzlich hat natürlich der Vollformatsensor einfach tolle Möglichkeiten was die Freistellung anbelangt. Das hat zwar nichts mit Bildqualität zu tun, es ist eher ein Stilmittel, aber ich finde es halt klasse wenn man die Dinge schön & relativ einfach gut separieren kann.

Dafür Vollformat halt meist auch etwas grösser und schwerer, wobei dies mit den heutigen Spiegellosen bereits massiv gebessert hat - ausser bei der Objektiven, die sind noch immer relativ schwer.
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