THEMA: Panasonic Leica 100-400 mm f4.0-6.3
10 Dez 2018 19:21 #542187
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  • yanjep am 10 Dez 2018 19:21
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Bei Tieren in Bewegung kommt es nicht nur auf das Objektiv an sondern z.B. auch auf die Einstellungen der Kamera (also kurze Verschlußzeiten, um die Bewegung einzufrieren) und dem Geschick, den Schärfepunkt genau auf dem Objekt der Begierde zu halten (bei Tieren am besten auf den Augen) und das quasi zu verfolgen. Das beste Objektiv nützt Dir gar nichts, wenn Du (oder die Automatik der Kamera) den Fokus nicht auf das Tier legt sondern auf das Gras oder den Ast davor scharf stellt. Der automatische Fokus "schnappt" sich meist das erste, was scharf gestellt werden kann. Probier mal das Sportprogramm mit manuellem Fokus, da hast Du kurze Verschlußzeiten und Serienbilder voreingestellt. Üben kann man gut auf einer Pferderennbahn oder einem Tierpark mit Vogelflugshow. Oder im Sommer ganz simpel an einer beliebten Moppedstrecke.

Yanjep
Letzte Änderung: 10 Dez 2018 19:31 von yanjep.
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10 Dez 2018 19:35 #542191
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  • Monokelkobra am 10 Dez 2018 19:35
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Also für Frösche und Spinnen, da wäre ein gutes lichtstarkes (ca. f/2.8) Makro-Objektiv ganz klar zu bevorzugen, alles im Bereich von 85-150mm hat sich hier bei mir bestens bewährt. Für Vögel muss es oft ein Tele sein, und da bist du mit 300-400mm recht gut bedient.

Aber um fliegende Vögel zu erwischen und dies auch noch scharf, da ist schon mehr erfoderlich als ein Objektiv mit mehr Brennweite.

Ich bin ganz bei dir, hole dir mal das Objektiv welches du dir anschaffen willst und geh mal irgendwo hin wo du Vögel, Reiter fotografieren kannst. Schau dass du dann dein Altes und dein Neues Objektiv gleichzeitig testen und quervergleichen kannst.

Wenn du bei der Fotoausbeite (Verhältnis Anzahl gute zu schlechte Fotos) mit dem neuen Objektiv nicht besser fährst als mit dem Alten, dann musst du dir überlegen ob du wirklich 1'200-1'500 Euro ausgegeb willst rein nur für die zusätzlichen mm an Brennweite.

Wenn es dir aber leichter von der Hand geht, und die Fotos im Schnitt häufiger besser sind als vorher, dann ist es sicherlich eine Überlegung wert.

Viel Erfolg und allzeit gute Wahl ;-)
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10 Dez 2018 19:44 #542193
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  • Monokelkobra am 10 Dez 2018 19:35
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Oh, und die Programmautomatik ist für Schnappschüsse geeignet aber nicht zum fotografieren, denn fotografieren tut man eigentlich bewusst. Daher würde ich dir zudem noch anraten mal an einen Fotokurs zu denken, ich denke es macht einfach extrem viel Sinn die Theorie und Physik hinter dem Ganzen zu verstehen. Einziger Vorteil der bei Automatik ist einfach der, dass man fast immer und zu jederzeit irgendwas auf den Sensor bekommt, gerade wenn etwas spontan passiert hat man im manuellen Modus fast keine Chance zeitgerecht zu agieren und alle Einstellungen nach Schulbuch vorzunehmen. Aber da seh ich es dann eben sportlich, ich hab dann lieber KEIN Foto und geniesse es einfach in ECHT, als ein "geht so Foto" zu haben, dass ich sowieso niemandem zeigen will, selbst nie mehr anschaue und hab dafür dann den ganzen Spass verpasst.

BTW:
Gerade Frauen haben oft ein exzellentes Auge und gutes Gespür für das Objekt und die Bildkomposition, wenn dann noch ein gutes Verständnis für dass "wie mache ich was", "und warum mach ich es so" dazu kommt, dann sind geniale Bilder fast schon garantiert.


just my two cents
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10 Dez 2018 21:37 #542201
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  • picco am 10 Dez 2018 21:37
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Hoi Beate

Ich hatte zuerst das Olympus 75-300 und dann hab ich mir das PanaLeica 100-400 zugelegt, passend zum Olympus 12-100mm am Zweitbody.
Ich kann nur sagen: Hammerteil!
Ein Wirklich grosser Unterschied!
@ Monokelkobra: Hast Du Erfahrung mit dem Objektiv oder hast Du aufgrund der technischen Daten vergleichen?
Hier mal ein Bildausschnitt Pixel für Pixel, also voll reingezoomt bei einem meiner ersten Bilder mit diesem Objektiv an einer Olympus OM-D E-M5II:



Und hier das verkleinerte 16-Megapixel-Originalbild:

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10 Dez 2018 22:46 #542207
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  • Norbert61 am 10 Dez 2018 22:46
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Hallo Beate,

Vorab: Ich fotografiere auch mit mft, allerdings mittlerweile Olympus; warum schreibe ich unten mit dazu.

Vogelfotografie und im Besonderen Vögel im Flug sind ein Spezialthema und da müssen Kameraeigenschaften, Objektivqualität und Anwendungswissen gut zusammen passen, um sehr gute Aufnahmen zu bekommen.
Zur Kamera: Für Vögel im Sitzen ist die Lumix G81 sicher ok, die 16 Megapixel sind allerdings etwas sparsam, weil du damit eben bei weit entfernten Vögel nicht so viele Reserven hast, um gute Ausschnittvergrößerungen zu machen. Für Vögel im Flug würde ich mal ganz direkt sagen - mehr als Zufallstreffer sind mit der Kamera nicht möglich. Der Autofocus ist zu langsam und die Serienbildfrequenz mit ich meine 9 B/sec sollte für eine gute Trefferquote auch höher sein. Bei der Autofocusgeschwindigkeit isind mft-Kameras im Vergleich zu SLR immer noch im Nachteil. Von Kamerageneration zu Kamerageneration werden hier noch sehr nennenswerte Verbesserungen erreicht, aber (das Top-Modell von Panasonic kenne ich nicht) bei Olympus ist es klar dass ich mit dem Vorgängermodell OMD EM1 Mark I vielleicht fünf gute Vogelflugbilder im Flug hatte. Mit dem jetzigen Topmodell Mark II sind es Dutzende guter Bilder im Jahr. Der Autofocus ist Welten schneller und treffsicherer und eine Serienbildgeschwindigkeit von 60 B/sec führt bei Flugaufnahmen eben auch zu mehr Treffern. Die Kamera kostet ca. 1.500 € und meiner Meinung nach macht im Olympussystem mit allen anderen Kameras nur beschränkt Sinn. Ich denke das wird bei Panasonic parallel anzuwenden sein.

zum Objektiv: Das 100-400 ist ein feines Objektiv und sowohl optisch besser als das 100-300 und es hat eben die 100 mm mehr Brennweite. Du wirst im Vergleich zum 100-300 schon einen deutlichen Fortschritt erzielen, nur eben (s.o.) nicht unbedingt bei Flugaufnahmen. Das einzige Objektiv im mft-System, das nochmal deutlich besser ist ist das zuiko 300mm von Olympus: Festbrennweiten sind in der Regel immer optisch besser (aber eben unflexibler) als Zooms und das zuiko kostet um 2.000 € und teurere Objektive sind eben idR besser als billige.

zur Fototechnik: mit Programmautomatik erreicht man selten das Optimum. In der Regel solltest du für Flugaufnahmen mit Blendenvorwahl fotografieren und die kleinste Blende einstellen, um eine möglichst kurze Verschlusszeit zu erreichen. Die ISO aus dem selben Grund etwas hoch (400) , die Serienbildgeschwindigkeit so hoch wie möglich und dias Autofokusfeld vielleicht auf 9er-Feld, ( das ist aber schwierig pauschal zu sagen) und wenn die Kamera das ermöglicht würde ich diese Einstellungen auf eine spezielle Taste oder ein Wahlrad legen, damit du schnell umstellen kannst, wenn ein Vogel rumsitzt - sonst ist er längst weg, bis du alles eingestellt hast.

Fazit: Fototechnik kannst du selbst lernen und ohne große Kosten verbessern. Wenn du auf sitzende Vögel aus bist, investiere ins Objektiv, wenn das Ziel fliegende Vögel sind würde ich in eine bessere Kamera investieren.

Viel Erfolg

Norbert
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11 Dez 2018 06:20 #542216
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  • immerunterwegs am 11 Dez 2018 06:20
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Ich hab das Objektiv an einer GH5 und bin absolut begeistert:
1. 800 mm Supertele in Form einer handlichen Kamera.
2. Die Bildstabilisierung ist phantastisch, ich habe noch scharfe Aufnahmen mit einer 1/30 oder noch länger machen können.
3. Kürzeste Entfernung 1,3 m. Unglaublich!! Das muss man mal ausprobiert haben, ist dann doch schon ein Hammer-Makro!!

Die Bilder unten wurde mit 400 mm gemacht und sind Bildausschnitte.

Gruss Eva
Anhang:
Letzte Änderung: 11 Dez 2018 06:46 von immerunterwegs.
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