THEMA: Angola: über die „Straße der Deutschen“
04 Okt 2017 19:39 #491395
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  • globenomaden am 04 Okt 2017 19:39
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Hallo Olli,

danke dass du unsere(n) Bericht(e) unvoreingenommen gelesen hast.

Wir sind nicht "blauäugig" nach Angola hineingefahren. Wir haben jedoch über Ost/Nordost Angola keine Informationen gefunden (und den Bradt Führer kann man für dieses (und nicht nur für dieses) Gebiet vergessen Aber die Durchquerung von Sambia nach Angola auf unserer Route war ja nun wirklich "unknown territory" und solche Gebiete gibt es in Afrika nur mehr sehr wenige. Hier konnten wir uns natürlich nicht vorbereiten. (den Tipp, dass dort eine Grenze besteht bekamen wir von der angolanischen Botschaft in Lusaka, in unserem Blogbeitrag haben wir am Ende ein kleines Video von dieser Strecke integriert).
Und ja, wir wussten z.B., dass die Provincen Moxico und Lunda Norte die am meisten verminte Provinz Angola ist, aber einen Übernachtungsplatz zu finden ist in der Realität dann doch eine andere Sache. Zwischen Luena und Lucusse werden gerade Telefonleitungen 5m neben der asphaltierten Strasse verlegt. Jeder Meter neben der Strasse muss noch immer vorher vom Minensuchtrupp untersucht und geräumt werden. Nirgends finden sich Berichte über den Strassenzustand, nicht einmal in größeren Orten gibt es Strom und fliessendes Wasser, Diesel, Minen usw..




Unser technisches Problem im Nordosten hat uns leider die Tour etwas verdorben und viel Stress verursacht. Wir sind der Meinung, dass sich dort sicher nur wenige Leute länger aufhalten wollen und schon gar nicht mit einem technischen Problem. Und wir denken, dass kommt in unseren Angola Berichten zum Ausdruck.
Aber es war im nachhinein eine interessante Erfahrung ein von Touristen völlig unbekanntes Gebiet zu durchqueren. Unser Leitsatz für Angola interessierte: "Sei vorbereitet für das Unerwartete" konnten wir in der Praxis manchmal nicht so leicht umzusetzen.

Wünschen dir weiterhin viele erlebnisreiche Reisen nach Angola.

P.S. Das Visa war in Lusaka einfach und ohne Einladung zu bekommen (Details siehe unseren Blog Artikel). Wir konnten - wo es ging und Sinn machte - immer wild campen ohne Polizei Besuch.

Ciao
Eva&Alfred
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Grüße
Eva&Alfred
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Letzte Änderung: 04 Okt 2017 20:13 von globenomaden.
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04 Okt 2017 22:47 #491429
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Durch frühere Verbindungen zu Angola-Deutschen, deren Kinder mit uns die Schulbank in Karibib und in Windhoek drückten, kann man das Schicksal einiger Familien bis heute nach verfolgen. Der Bericht wäre für viele Leser transparenter und besser umsetzbar, wenn Familiennamen genannt worden wären bzw. die früheren Eigentümer der Farmen. Es gibt aber auch wieder Deutsche in Angola, in einem Fall waren wir sehr eng befreundet mit einer Familie, deren Sohn seit einigen Jahren wieder zurück ist. Er hat die Farm zwar wieder zugesprochen bekommen, das Haus wird aber durch einen MPLA Funktionär besetzt gehalten und er kriegt den dort nicht weg. Dort waren mal Kaffeeplantagen.
Mir bekannte Familien wohnen heute in NAM, in Deutschland, bis nach Kanada.
Was man heute als liebe nette friedliche Menschen bezeichnet, die haben zum Teil den damaligen Bewohnern der Farmen zum Teil traumatische Erlebnisse verschafft oder sie auch umgebracht. Aber das ist nun einmal Afrika, man sägt den Ast ab dessen Früchte einen füttern. Bei aller Schwelgerei muß man aber die Realität und Mentalität und Unberechenbarkeit Afrikas wahrnehmen.
Alles Andere wären Illusionen. Nach meinen Informationen hat die Sicherheitslage sich in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Wirtschaftskrise massiv verschlechtert. Ganz schlecht im Osten.
Trotzdem danke Olli, es ist ein netter Beitrag! Wäre zum Reinschnuppern nach 40 Jahren gerne dabei gewesen!
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 12:34 von Swakop1952.
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05 Okt 2017 13:47 #491466
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  • strassenkind am 05 Okt 2017 13:47
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Hallo Olli,
vielen Dank für den kurzen Bericht.
Es wäre schön, wenn du mehr aus Angola berichten würdest - ist "nebenbei" natürlich schwierig, aber ich denke du wirst viele Leser erreichen.
Gerade die Lockerung der Einreisebestimmungen wären schon ein großer Schritt nach vorne. Wenn dann auch noch die Mietwagenanbieter Angola mit in ihr Herz schließen würden und den Versicherungsschutz, etc. erweitern, wird irgendwann der Tourismus eine zusätzliche Einnahmequelle für Angola werden.
Gruß

Peter
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05 Okt 2017 15:12 #491476
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  • lilytrotter am 05 Okt 2017 15:12
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Hallo, strassenkind,

du brauchst dir keine Sorgen zu machen, bezüglich der Einreisebestimmungen, es ist vollkommen problemlos:
Als Deutscher Bundesbürger kriegt man das Touristen-Visum ohne jegliche Einladung - auch wenn immer wieder Gegenteiliges behauptet wird (sinnvoller Weise beantragt man beim Generalkonsulat in Frankfurt, die sind 50 Euro billiger als die Botschaft), - und dann kann man sich dort im Land frei bewegen.
Hab ich alles nach unserer Reise 2015 zum Nachmachen genau beschrieben.

Es ist nicht schwierig nach Angola zu reisen: Man fliegt billig mit KLM nach Luanda und mietet sich dort, bei den international vertretenen Autovermietern (z.B. Europcar) ein Fahrzeug, - und los geht’s.

Zuvor hat man sich den Bradt Angola gekauft, seine Gelbfieber-Impfung erledigt, sein Visum beantragt und im Pass.
Man muss es nur tun.

Man kann von (kleinem) Hotel zu Hotel reisen, auch das geht.
Und wer sein kleines Zelt mitbringt und sich vor Ort entsprechend vorbereitet, kann auch an einigen Plätzen die gewünschten Nächte im „wild camp“ verbringen.
Man glaubt gar nicht, wo man mit’m Polo überall hinkommt...
Wir haben dort auch Fahrradfahrer getroffen, - auch das geht. :cheer:

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 15:20 von lilytrotter.
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05 Okt 2017 15:59 #491485
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  • Olli am 05 Okt 2017 15:59
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Deine Meinung über mich, „liebe“ Lillytrotter, ist im Forum wohlbekannt.

Ich darf zitieren:“ Der hat sich selbst mit seinen blinden Sprüchen diskreditiert, so gut er konnte…“

Aus diesem Grunde kann ich Deinen Widerspruch zu meinen Erfahrungen verstehen und auch nachvollziehen. Jedoch bitte ich Dich zu bedenken, daß Du mit Deiner Aussage Leichtgläubige dazu verleitest, unvorbereitet und damit gefährdet in Angola einzureisen und in einem Polo, dem „Bradt“ folgend, dieses einmalige Land namibiamäßig genießen zu wollen.

Als „Jemand“ im Forum, mit 3244 Beiträgen und 2891 Likes, solltest Du eine gewisse Verantwortung gegenüber der Leserschaft entwickelt haben.

Nachdenkliche Grüße, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
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  • Swakop1952 am 04 Okt 2017 22:47
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Völlig richtig, meine Kontakte sowohl im Westen von Angola (Vater einer Nichte = einheimischer Portugiese) als auch im Ovamboland besagen, daß die Sicherheit im Westen in den vergangenen zwei Jahren rapide abgenommen hat aufgrund der Wirtschaftskrise. Es ist schon ziemlich heftig, jemanden von Luanda aus ohne portugiesische Sprachkenntnisse Richtung Süden schicken zu wollen. Es kann gut gehen, es muss aber nicht. Nach 30 Jahren Bürgerkrieg zählt ein Menschenleben nahezu nichts.
Letzte Änderung: 05 Okt 2017 16:40 von Swakop1952.
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