THEMA: Reiseplanung Sambia September 2026
08 Feb 2026 15:11 #720172
  • Sarah_aufdemWeg
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  • Sarah_aufdemWeg am 08 Feb 2026 15:11
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Hallo zusammen,

nach einem Jahr Afrika-Abstinenz, muss es in diesem Jahr endlich wieder dorthin gehen, und das mit einem für uns neuen Ziel: Sambia. Geplant sind 3 Wochen Anfang September mit Dachzelt.

Bei so vielen Möglichkeiten und nur so kurzer Zeit tüfteln wir gerade an der Route. Da es nicht so einfach ist, sich zu entscheiden, würde ich mich über eure Tipps und Gedanken zu folgenden Fragen freuen:

- Bangweulu: war gedanklich schon fast gestrichen, bis ich nun doch wieder Reiseberichte gelesen habe, dass man auch zu unserer Reisezeit noch den Schuhschnabel finden kann – und der wäre für uns DER Grund für den Abstecher. Lohnt es sich im September dorthin zu fahren?
- Kafue: Immer wieder lese ich eher ernüchternde Reiseberichte was die Tiersichtungen angeht, dennoch lassen mich insbesondere die Busanga Plains (ab Bongololo Campsite) nicht richtig los. Lohnt es sich, den Weg in den Westen anzutreten? Lohnen sich die Plains im September? Vielleicht so sogar so sehr, dass wir den Lower Zambezi stattdessen streichen?
- 05 Route: Uns ist klar, dass wir dass nochmals prüfen müssen, wenn der Regen durch ist, aber wie schwierig ist die Strecke? Wir würden sie von unten nach oben fahren, ist das machbar? Wir haben schon einiges an Erfahrung, aber sind bei weitem keine Profis im offroad Fahren.

Vielen Dank vorab für alle Hinweise!
Sarah
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08 Feb 2026 17:45 #720184
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  • Isidor am 08 Feb 2026 17:45
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September ist eigentlich für Sambia eine gute Reisezeit.
Den Schuhschnabel in Bangweulu zu finden ist im Juli/August einfacher, da man mit kleinen Booten noch ziemlich weit in den Sumpf fahren kann. Danach kommt eine Phase, wo es mit Booten dann nicht mehr geht, aber zu Fuß eben auch noch nicht (haben wir Anfang September so erlebt, daher auch keinen Schuhschnabel gesehen, die Bootsfahrt war aber auch so interessant). Die Regenzeit ist dieses Jahr aber wieder sehr ergiebig, da könnte man auch im September mit dem Boot noch Glück haben. Der Nachteil bei den Busanga Plains ist, daß die einzige Campsite (außerhalb) nur Sinn macht, wenn man sie für einen langen Tagesausflug nutzt. Das hin- und herfahren kostet viel Zeit und Treibstoff. Allerdings läßt sich Busanga gut mit dem nördlichen Sektor des Kafue verbinden, von wo aus man dann wieder eine Anbindung Richtung Lusaka zu weiteren Zielen hat.
Die 05 sind wir letztes Jahr Anfang Oktober (auch zum ersten Mal) ebenfalls von unten nach oben gefahren, aber erst als wir unten am Luangwa andere Camper getroffen haben, die von oben gekommen waren. Entgegen unseren Befürchtungen waren die steilen 10 Kilometer gleich außerhalb der Parkgrenze mit etwas Offroad-Erfahrung und einem zuverlässigen Fahrzeug gut machbar. Es gibt allerdings einige Stellen ohne Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr. Ganz besonders gut hat uns die grüne wilde Natur im oberen Bereich des Parks gefallen.
Ich kenne ja Euer Zeitmanagement nicht, aber wenn Ihr von Lusaka aus startet, würde sich der Lower Zambezu NP ganz gut in Richtung Luangwa-Tal mit einplanen lassen, da eine Durchquerung inzwischen kein Problem mehr ist
Ich hoffe, ich konnte etwas Input zu Eurer Planung geben.
Grüße aus Bayern Isidor
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08 Feb 2026 20:16 #720196
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  • Sarah_aufdemWeg am 08 Feb 2026 15:11
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Vielen Dank für die Infos, Isidor! Die Idee mit der Durchquerung des Lower Zambezi hilft sehr, das ermöglich noch mal einige andere Ideen.
Welche Campsite außerhalb des Kafue meinst du denn?
Ebenfalls vielen Grüße aus Bayern!
Sarah
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08 Feb 2026 20:59 #720198
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  • Isidor am 08 Feb 2026 17:45
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Man muß dazu den Lunga und den Kafue jeweils mit einer Fähre überqueren, die Camps liegen innerhalb vom Park, das bekannteste dürfte wohl das Mcbride's Camp sein. Die alten McBride's sind zwar vor zwei Jahren in den Ruhestand gegangen und die Betreiber haben inzwischen schon zweimal gewechselt, sodaß wir im Moment nicht wissen, wer der Ansprechpartner ist, aber es ist eine sehr schöner und lohnenswerte Gegend.
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18 Feb 2026 18:12 #720701
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Mc Brides 'Camp lohnt auch immer noch. Es gibt dort übrigens eine wunderschöne lauwarme Quelle in der man auch baden kann (keine Crocs und keine Hippos).
Laura Sinnema managed mit ihrem Mann das Camp sehr liebevoll: mcbridescamp.com
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18 Feb 2026 18:19 #720702
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Hallo Sarah,

Zu den Tierbeobachtungen im Kafue: es kommt immer darauf an, was man erwartet, wieviel Zeit man sich nehmen kann und ob man es mit anderen National Parks vergleicht. Die Leopardendichte im Kafue z.B ist so hoch, wie sonst nur noch in den Top Gebieten am Kruger zu finden (Sabi Sands und dergleichen)
Die Löwendichte in den Busanga Plains ist ebenfalls sehr hoch. Vorteil dort: aufgrund des hohen Nahrungsangebots (durch die vielen Antilopen etc) bruachen die Löwen nur ein recht kleines Territorium - somit sieht man sie gut und häufig.
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