Anreise 17. und 18. Oktober 2025
Wie gesagt hatten Matthias und ich uns vor unserer Buchung im Dezember nicht sonderlich mit Zambia beschäftigt und schlussendlich haben wir uns auch erst im August mal zusammengesetzt, um anhand der Reisebeschreibungen des deutschen Reisebüros und des Veranstalters vor Ort (Bundu Safari) herauszufinden, wo genau wir eigentlich herumfahren werden.
Wie wir später festgestellt haben, ging es nicht nur uns, sondern auch anderen Teilnehmenden so, dass sich die Beschreibungen teilweise unterschieden haben und nicht immer ganz logisch nachvollziehbar waren wegen falscher Datumsangaben und anderen Fehlern. Aber so ein bisschen passt das ja auch zum Zambian Style …
Was klar war und weshalb wir uns auch für die Tour im Oktober entschieden haben, war die Änderung der Streckenführung, um die Flughunde im Kasanka NP zu sehen, dafür musste an anderen Stellen gekürzt werden.
Ein bisschen vorbereitet und mit einem Basiswissen über unsere Strecke und das Land versehen geht es also am Freitag, den 17. Oktober los. Die lange Anreise (von daheim bis Plochingen mit dem Rennade-Shuttle, dann bis Frankfurt Airport mit der Deutsche Bahn, Flug über Doha nach Lusaka, Weiterflug nach Mfuwe und Transfer zum Wildlife Camp) klappt recht gut. In Flughafen in Doha besuchen wir The Orchard und sind schwer beeindruckt!
Lusaka stellt sich als recht überschaubarer Airport heraus, es gibt 6 Fluggastbrücken („Finger“) und noch zwei weitere Gates.
Um mit Proflight Zambia weiterzufliegen, muss man sein Gepäck am Band abholen, einen Sicherheitscheck passieren (zumindest theoretisch, wir werden vorbei gewunken), das Gebäude verlassen und dann ein paar hundert Meter nach links zum Abfertigungsgebäude der Inlandsflüge gehen. Auf dem Weg dorthin ziehe ich an einem ATM Kwachas.
Nach dem Check-In dort lernen wir die ersten Teilnehmerinnen unserer Tour kennen, es sind zwei befreundete Frauen aus Dresden und Leipzig, die sich auf einer Reise kennengelernt haben und seitdem immer mal wieder zusammen unterwegs sind.
Als wir übers Rollfeld zu unserer kleinen Maschine gehen, will Matthias ein Foto von mir und dem Flugzeug machen. Von hinten fragt uns eine Frau etwa in meinem Alter, ob sie ein Bild von uns beiden machen soll. So lernen wir Mutter und erwachsene Tochter aus Alpirsbach kennen, die schon mehrere Reisen zusammen unternommen und nun auch diese Zambia-Tour gebucht haben. Also sind wir schon 6 Personen aus der Gruppe, die entweder aus 8 oder aus 10 Leuten bestehen soll. Hier sind sich die Angaben des Reisebüros und des Veranstalters vor Ort – wie auch in anderen Punkten - nicht einig! Wir sind aber schon mal froh, vier Menschen kennengelernt zu haben, die auf den ersten Blick ganz gut zu „passen“ scheinen

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In Mfuwe gelandet
werden wir von unserem Guide Andrew erwartet. Er schart uns 8 Leute um sich, die zwei bisher Unbekannten sind ein Paar aus London, das sich sofort sehr aufgeschlossen nach unseren Namen erkundigt. Auch sie wirken sehr sympathisch! Uff, wir sind erleichtert, das sieht aus gruppendynamischer Sicht schon mal nicht schlecht aus (natürlich waren wir im Vorfeld sehr gespannt auf die Mitreisenden und waren auch nicht ganz bedenkenfrei, wobei wir uns zur Beruhigung gesagt haben, dass Leute, die so eine Reise buchen, schon ein bisschen ähnlich ticken müssten)!
Auf dem Parkplatz wird unser Gepäck in einen kleineren Landrover verladen, der eher ein Transportfahrzeug zu sein scheint und wir steigen zum ersten Mal in den Landrover ein, der uns zwei Wochen durch Zambia schaukeln wird!
Das Foto habe ich von der Website geklaut:
Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Bushwaysfahrzeugen, man lässt die Seitenwand herunter und klettert über die dort angebrachten Einstiegshilfen ins Auto. Allerdings hat jede Reihe eine eigene Klappe und auch noch einen Fensterrahmen, der nach oben geklappt werden muss und in dem bei Bedarf Fensterscheiben befestigt werden können. Jedes Fenster und jede Klappe führt ein Eigenleben und diese acht Teile werden uns dementsprechend mit ihren unterschiedlichen Charakteren und auf ihre jeweils ganz persönliche Art und Weise bis zum Ende der Reise beschäftigen

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Die Fahrt in der Dunkelheit bis zum Wildlife Camp ist pures Abenteuer

. Auf den Straßen und Wegen sind unzählige Fahrräder, mehr oder weniger beleuchtet, Krafträder, Autos und Menschen zu Fuß unterwegs. Regeln scheint es keine zu geben, außer dass ständig gehupt wird, um Verkehrsteilnehmer, die kräftemäßig unterlegen sind, zu warnen. Dass wir ohne Personenschäden durchkommen, grenzt für uns sensible Europäer an ein Wunder, scheint vor Ort aber ganz normal zu sein.
Im Camp angekommen, stellt Andrew uns offiziell das Team vor. Otti wird das Begleitfahrzeug (den kleinen Landrover, der auch am Flughafen war) fahren (es gibt keinen Trailer, da zu schwierig für die Tour) und Monica wird uns bekochen.
Da es wie gesagt schon dunkel ist, sehen wir kaum, wo wir sind, essen schnell zu Abend, nutzen die Ablutions und legen uns auf unsere Klappbetten in den bereits aufgestellten Zelten zum Schlafen. Nachts hören wir viele Hippos und auch Löwen – wie schön! Das Ganze wird begleitet von großer Hitze! Wir wussten, dass wir in einer sehr heißen Jahreszeit reisen und aktuell hat es hier tagsüber ca. 40°C. Abends kühlt es kaum ab und so kämpfe ich mich schwitzend durch die Nacht

, von Erholung keine Spur und mein anreisebedingter Schlafmangel wird auch nicht weniger!
Mal schaun, wie ich damit am nächsten Tag zurechtkommen werde

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Morgen geht es hier dann mit dem ersten Gamedrive weiter!