THEMA: Zambia 2025: Zu den Flughunden von Kasanka
02 Nov 2025 14:06 #715262
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  • freshy am 02 Nov 2025 14:06
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Monteiro habe ich auch in bester Erinnerung. Jetzt bin ich gespannt auf eure Tour!
LG freshy
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02 Nov 2025 20:18 #715276
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Sonntag 2. November: Nyae Nyae
Der zweite Tag war lang,viel erlebnisreicher als erwartet, und brachte leider auch die ersten Probleme.
6:00 Uhr gibg es los. Ok, 6:15, denn obwohl wir am Abend davor gesagt hatten, dass wie um Sechs gehen, war das Tor zu, und wir mussten jemanden finden, den wir aus dem Bett wefen konnten.
Eigentlich wollten wir nach Grootfontein und von dort auf die Gravel Road nach Tsumkwe. Aber da letztes Jahr die Gravel Road von Gobabis nach Tsumkwe so gut war und mehr zu Szenerie hatte, entschieden wir uns kurzfristg um. Wobei Garmin die Route entlang der C29 vorschlug, danach auf die D3806. War uns eigentlich zu unsicher, wie die Straßen auf der Rotute sind. Aber da Googel Maps meinte, das brauche nur 20min länger, entschieden wir uns dann doch für diese für uns neue Route.
Die Entscheidung war von Anfang an Richtig. Die C29 ist eine super Straße, super geschoben, fast kein Verkehr, und es gab sehr viel zu sehen: Unzählige Warzenschweine, Zebras, Kudus, red heartabeast, Gemsbok, Steinböckchen. Teilweise direkt an der Straße, teilweise hinter Game Fences. Highlight war aber ein Python, ein southern African python, auf der Straße. Zwar recht klein, nicht viel mehr als ein Meter lang (und nein, es war leider kein pygmy python), aber in 25 Jahren südliches Afrika tatsächlich mein ersten Python! Und wir konnten ihn sehr schön fotografieren!
In Otjinene tankten wir und kauften Milch beim Shoprite (für meinen Kaffee), was ich gestern vergessen hatte. Dann ging es weiter auf der D3806. Schlechter als die C29, aber ist halt ne D Straße, und dafür sehr gut und ohne Problem. Wir kamen schnell weiter.
Auch hier gab es viel zu sehen:Viele Schmetterlinge, riesige Mistkäfer, und sehr viele Vögel. An ein paar wenigegn Senken stand etwas Wasser, und dort waren die ganzen gefiderten Freunde (sorry, von vielen kenne ich nur die englischen Namen): Namaqua Dove, red billed Quella, Milan, tawny eagle, Perlhühner, roller, und vieles mehr.
Die Strecke war weit, wir hielten häufig zum Schauen und Fotografieren an, und so dauerte es trotz guter Straße lange, bis wir nach Gam kamen. Und länger als gedacht, denn 20km vor Gam platzte ein Reifen. Das ist immer äergerlich. Noch ärgerlicher war, dass ich meinen Highlift Jack nicht aus dem Auto bekam. Der ist hinten festgezurrrt, liegt quer über der Ladefläche. Letzte Woche habe ich ein neues Canopy bekommen, da das alte Risse hatte. Nun hhaben die beim Aufbau des neuen den Highlift jack nicht vorehr weggemacht, sondern diesen in das neue Canopy eingeklemmt. Nach viel Fluchen und drücken und heben war er draußen und das neue Canopy dort verbogen. So dauerte es ganze 45min, bis der Reifen gewechselt war, und gegen 14:15 waren wir in Gam.
Kurz danach durch den Game Fence und ins Nyae Nyae Conservancy. Zwar waren wir schon lange unterwegs, aber nicht müde, sondern wollten mehr sehen. So fuhren wir durch das Conservancy zum Hippo Pool, von dem ich zum Glück Mai 2024 einen GPS Punkt im Navi gespeichert hatte. Der Weg dorthin war lang, auch weil es viel zu sehen gab. Es war mein achtes Mal in Nyae Nyae, aber ich habe hier noch nie so viele Wildtiere gesehen, wie heute.
Die ersten Elefante sahen wir 16:00, drei Stück. Auf der Nyae Nyae Pfanne war eine große Herde aus Zebras, Gnus, Springböken, und ein paar Straußen. Die Pfanne war voll mit braunen Gras und wir bekamen ein Serengeti Feeling. Bei den Hippo Poosl waren immer noch 6 Flußpferde, wie 2024, die wir gut beobachten konnten.
Allerdings kam es hier zum zweiten Problem: Mein Nikon Coolpix P1000 Kamera gab den Geist auf. Defekt, tecnisch, elektronisch, ich sah erst blaue, dann grüne Streifen, dann nur noch das Licht am Ende des Tunnels, ein strahlend weißes Feld. Diese Kamera hat 125faches Zoom, dital noch dazu, so dasss es eienem 3000mm Obketiv entspricht. Bruacht zwar viel Licht, aber das haben wir hier in Afrika ja. Und jetzt ist sie kaputt! Als Ersatz habe ich nur noch meinen Canon EOS mit nur 300mm dabei, also 10x weniger. Sehr schade, so werde ich diesen Trip keine Tiere nahe heranzoomen können!
Weiter ging es zum Djokje Campsite. Auf dem Weg an einem Wasserloch sahen wir noch eine kleine Gruppe Elefanten herrlich im Sonnenuntergang, mit Boabab im Hintergrund! Diese haben übrigens bereits zarte junge, grüne Blätter. Der im Camp blüht sogar herrlich. Dort kamen wir 18:45 an und grillten schön. Eine Schleiereule flog ums Camp, und wir fanden Ochsenfrösche im Unterholz!
Also alles in allem haben wir heute wirklich unglaublich viel gesehen und erlebt!

















Letzte Änderung: 03 Nov 2025 05:27 von CarstenS.
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03 Nov 2025 18:36 #715337
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Montag 3. November
Nach den anstrengenden ersten zwei Tagen schliefen wir heute bis um 6:00 aus und liesen es etwas langsamer angehen. Aber auch heute wollten wir viel sehen, d.h. viel Zeit im Auto verbringen.
Die gute Nachricht: Die Nikon Coolpix funktioniert wieder. Nur wie lange und was war los? Die Theorie nun ist, dass sie etwas feucht geworden ist, wegen der leckenden Cooler-Box, und das der Elektronik nicht gut tat. Mal schaun, ich hoffe sie hält den ganzen Trip!.
Kurt nach 7 waren wir am Buschmanndorf Djokwe, um unsere Campinggebühr zu zahlen. Wie immer hatten wir auch einiges an Kleidung dabei, die wir gegen Souvenirs eintauschten. Die Souvenirs brauchen wir nicht wirklich, an der Forschungsstation stapeln die sich schon. Aber wir wollen etwas zurück bekommen und nicht Almosen verteilen. Was und wieviel die uns geben, ist uns egal.







Um 8:15 in Tsumkwe zum Tanken und einen Eisblock kaufen. Dann zum Dorsland Grotboom, einem riesigen Bobab, wo vor weit über 100 Jahren die Buren des Dosrland Trecks ein Jahr lang ihr Lager hatten. Zeit zum Frühstücken. Auf dem Weg dorthin fanden wir einen junge Leopardschiuldkröte, die ganz anders aussieht, als die adulten Tiere!









Gegen 10:30 waren wir in Khaudum. Wir fuhren fast alle Wasserlöcher ab und fast überall gab es Elefanten oder viel Elefanten: Tsoana Fontein einige, Soncana einige, Shiyami trocken, Omuramba über 50, Dussi einige, Tari Kora einige, Leeupan über 50, Tsau nichts, Doringstraat trocken, Khaudum einige. Da die Elefanten alles domnierten, gab es nicht viel anderes zu sehen. Ein paar Impalas nahe Tsoana, später ein paar Roans, einige Warzenschweine. Die Vogelwelt war diverser, mit beiden Arten von Nashornvögeln, Barblers, Gaukler, white backed und lapped faced fulture, martial eagle, Wiedehopf und einiges andere.
Im Tal von Khaudum gab es dann noch eine Herde von über 30 Oryx zu sehen und zum Sonnenuntergang eine Giraffe. Am Wasserloch war es zum Sundowner zum Glück ruhig, nur wir, 6 Elefanten, die Giraffe und ein Schakal. Ansonsten war für Khaudum heute viel los, wir hatten während des Tages zwei Autos gesehen, am Camp war ein große Gruppe mit 13 Autos und ein großer Mercedes-Bus aus Deutschland.



















Anhang:
Letzte Änderung: 03 Nov 2025 20:01 von CarstenS.
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03 Nov 2025 21:06 #715352
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CarstenS schrieb:
Sonntag 2. November: Nyae Nyae
In Otjinene tankten wir und kauften Milch beim Shoprite (für meinen Kaffee), was ich gestern vergessen hatte.
Oha, hoffentlich schön angeschnallt auf dem Weg von der Tanke zum Supermarkt und perfekt gehalten am Stop-Schild?

Ein Freund im Mietcamper und ich haben das leider beim letzten Mal leider nicht so genau genommen auf den 50 Metern. Wir haben uns dann in der Folge aber 1,5h lang dermaßen blöd gestellt, dass dem Officer letztlich nur noch blieb, uns gute Fahrt zu wünschen - ohne die 2x 1000 NAD. Aber vermutlich hat er jetzt bis zu seiner Pensionierung auch genug von begriffsstutzigen deutschen Touries mit dickem Landcruiser, aber ohne einen einzigen Dollar in der Tasche und ohne funktionierende Kreditkarte :D
Letzte Änderung: 03 Nov 2025 21:10 von magpie13.
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04 Nov 2025 07:06 #715361
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Hoi Carsten

Dann meld ich mich als bisher stiller MItleser auch noch!
Sambia und die Flughunde stehen auch noch auf meiner Wunschliste, darum bin ich schon sehr gespannt!
Nur würd ichs eher von Malawi oder Tansania herkommend machen wollen, mit Driverguide.
Sofern es diese Möglichkeit denn gibt.
Und nun: Hau in die Tasten! :woohoo: :whistle: B)
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05 Nov 2025 11:12 #715449
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Dienstag, 4. November: Caprivi
Nachts hatten die Elefanten am Wasserloch trompetet, um 1:00 Uhr brüllten die Löwen unten im Tal. Um 5:45 verließen wir das Camp und fuhren zum Wasserloch sowie weiter den oberen Omuramba entlang. Natürlich gab es Elefanten zu sehen – und endlich schöne Fotos von den Roans.
„If you like to see elephants, visit Khaudum … You will see elephants until you get tired of them (or not). My third time here, and it almost feels like an injustice to just stay one night. But the road leads elsewhere …” (Lindelani on Facebook).







Um 7:45, im starken Regen, verließen wir Khaudum auf der 45 km langen Nordstraße, die im tiefen Sand schnurstracks geradeaus zur B8 führt. Im low range heizte der Land Cruiser auf und kämpfte, und nach 1,5 Stunden waren wir durch. Vielleicht hätte ich den Reifendruck noch weiter erniedrigen sollen – es waren vorne 1,5 und hinten 2,0 Bar, wobei die Reifen hinten wegen des Gewichts stärker abgeflacht waren.




Wir fuhren gleich in die Mahango Core Area des Bwabwata-Nationalparks. Auf der Hauptstraße hinunter gab es zunächst nichts zu sehen, aber entlang des Flusses, auf dem Rückweg, dann schon. Wir fuhren zwei Stunden lang und nachmittags ab 16:00 Uhr nochmals zwei Stunden. Am Ufer sammelte sich zahlreiches Wild: viele Hippos im und außerhalb des Wassers, Impalas, Lechwes, viele Zebras und Warzenschweine – und ganz am Ende, um 17:30 Uhr, noch eine Herde von rund 100 Büffeln. Dann war noch eine weitere Antilopenart da, wenn auch sehr selten, die von Statur, Farbe und Hörnern deutlich von den anderen abwich. Nach unserem Field Guide sollten das Pukus sein, doch deren Verbreitungsgebiet ist hier am westlichen Ende, und eigentlich kommt eine kleine Population erst weiter östlich am Chobe in Botswana vor, angrenzend an den Caprivi. Also vielleicht doch eher Reedbucks. Die Hörner scheinen aber doch eher auf Pukus zu deuten. Die Fotos zu Hause werden es im Endeffekt zeigen.
Auch zwei sehr schöne Warane waren in der Mittagssonne zu sehen, ebenso ein paar wenige, recht kleine Krokodile. Getoppt wurde alles von der Vogelwelt (Namen auf Englisch, da Lindelani mein Birder ist): vier Arten von Bienenfressern (Little, White-fronted, Swallow-tailed und Carmine), fünf Reiher (Little und Yellow-billed Egret, Goliath Heron, yellow billed heron, Löffler), Fischadler, Hammerkopf, Black-headed Oriole, Coucal, Jacanas …
Unser Lager schlugen wir im Ngepi Camp direkt am Kavango auf, mit Blick auf Hippos, Wasserböcke und mehr. Seit heute sind wir im potenziellen Malariagebiet und verwenden abends Insektenschutzmittel. Tabletten nehmen wir schon seit drei Tagen. Für den Caprivi allein würde ich das zwar nicht machen, aber in Sambia mag es anders sein – je nachdem, wie viel es schon geregnet hat.
Der Vollmond steigt schön über dem Kavango auf, während das Lagerfeuer brennt und die Kohlen für den Grill glühen. Die Kröten laben sich an den vom Licht angezogenen Termiten, die jetzt nach dem Regen schwärmen.

















Letzte Änderung: 09 Nov 2025 07:28 von CarstenS.
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