THEMA: Die Hunde von Sambia
16 Dez 2019 20:24 #575402
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  • picco am 16 Dez 2019 20:24
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Hoi Mabe
Mabe schrieb:
@picco
warst du nicht gerade erst unterwegs?
:S
Hmmm...da ich über 50 bin und definitiv schon mehr vergesse als noch vor 20 Jahren frag ich mich das nun auch....aber auch meine Sabine weiss von nichts dass wir über 8 Tage weg waren oder Europa verlassen hätten...zumindest nicht seit Januar 2019, als wir nach Costa Rica fremdgegangen sind...nicht uns natürlich, aber Afrika... B) ...und die 8 Tage Arezzo und Elba meinst Du wohl nicht, odrr? :blink:
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17 Dez 2019 20:34 #575453
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  • Mabe am 17 Dez 2019 20:34
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Hi picco,
ja, so ist das mit der subjektiven Wahrnehmung :)
Vielleicht liegt es daran, dass ich auch schon 50 bin?

:laugh:

Salü
Mabe
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17 Dez 2019 21:04 #575459
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  • Mabe am 17 Dez 2019 20:34
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In Kasanka gibt es aktuell noch ein Camp abseits der Lodge und noch etwas weiter entfernt als Kabwe.
Den Namen habe ich vergessen, aber wir haben uns das Camp auf einer Rundfahrt einmal angeschaut: feste Safarizelte, ganz hübsch an einem Gewässer gelegen. Die Zelte hatten Feldbetten, man teilte sich zu zweit jeweils Freiluftablutions und es gab eine Art Restaurantbereich. Nett, aber wohl eher nicht für Selbstversorger.

Fazit Kasanka:
Die Flughunde-Migration ist schon einzigartig, ein tolles Erlebnis! Man kann auch frühmorgens zur "Show" gehen, aber 4.00 Uhr aufstehen ist dann doch nicht so unser Ding.
Die Campsite hat uns sehr gut gefallen und insgesamt ist man im Park sehr bemüht. Vielleicht hätten wir noch eine birding-tour machen sollen. Aber die Aussicht auf Spaziergang mit Tsetsefliegen hat uns nicht überzeugt.
Wir haben eine sehr umfangreiche Liste mit im Park "inventarisierten" Tieren bekommen - schwer zu glauben, was es dort alles geben soll. Ausser ein paar Antilopen und Vögeln haben wir leider nichts gesehen.


Eigentlich wollten wir am nächsten Tag an den Lake Waka Waka. Wir erfahren, dass es die Campsite dort wohl nicht mehr gibt. Hmm, schade !

Wir entscheiden daher, schon Richtung Lusaka zu fahren. Der LKW-Verkehr nimmt deutlich zu und die Überholmanöver nerven ordentlich.

Nach rund 350 km haben wir genug und stoppen im Forest Inn. Was für eine nette grüne Oase, sehr sauber und einige Vögel gibt es auch.
Rotschnabeldrossel


Dieser putzige Rotkopfweber hatte es immer wieder auf sein Abbild in unserem Seitenspiegel abgeshen






Am nächsten Tag starten wir erst spät, durchqueren den Ort Kabwe, eine erstaunlich große und quirlige Stadt und machen ausgiebig Rast im Fig Tree Cafe. Solche netten Rastmöglichkeiten gab es bislang auf der ganzen Tour nicht. Vor Kabwe gab es übrigens noch ein weiteres Cafe, Tony´s oder so ähnlich. Da sind wir allerdings zu schnell dran vorbei gefahren.








Man unterschätze nicht die Macht einer solchen Blechtonne auf der Strasse...



Wir kommen wieder an Fringilla vorbei, nein hier wollen wir nicht bleiben, fahren nach Lusaka, nehmen die bekannte Abkürzung, tanken und erreichen um 16.30 Uhr das Pioneer Camp, froh, diesen stressigen Verkehr unversehrt hinter uns gebracht zu haben.

Den Abend verbringen wir mit einem älteren alleinreisenden Franzosen mit Auto in Sparversion- klein, kein Kühlschrank, kein Kocher…!

An unserem letzten Tag haben wir nun ausgiebig Zeit den Wagen auszuräumen und unsere Taschen zu packen. Über Mittag fahren wir zum Zeitvertreib in die East Park Mall und verbringen den Rest des Nachmittags am Pool des Camps.

Auch hier gibt es bei näherem Hinsehen einiges zu entdecken...

Schwarzohrpirol (w)


Maskenpirol



Sehr unterhaltsam ist auch die Ankunft eines amerikanischen Pärchens mit einem Fahrzeug, das ungefähr dreimal so groß wie das des Franzosen ist. Die Box für Motorrad, Fahrräder und Kanu nicht mitgerechnet. Ja, die Welt ist bunt…
Irgendwann wird unser Auto abgeholt und wir vertrödeln den Nachmittag/ Abend bis es zum Flughafen und ab nach Hause geht.

Ein Fazit bzw. ein paar Erkenntnisse gibt es dann morgen…
Letzte Änderung: 17 Dez 2019 21:09 von Mabe.
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18 Dez 2019 07:23 #575469
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Hallo Mabe,

da Sambia in nächster Zeit nicht in unsere Reiseplanung passt, habe ich erst heute mal in deinen Bericht geschaut. Ich war so begeistert, dass ich deinen tollen Bericht in einem Rutsch gelesen habe. Beim Anblick der tollen Bilder kann man direkt schwach werden - aber zum Glück ist 2020 bei uns schon total verplant.

LG Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html





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18 Dez 2019 20:02 #575525
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Konni schrieb:
aber zum Glück ist 2020 bei uns schon total verplant.

Na, da bin ich ja mal gespannt, was ihr vorhabt. Eure Berichte lese ich auch immer sehr gerne...

Gruß
Mabe
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18 Dez 2019 20:05 #575526
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Hier noch ein paar Erkenntnisse aus unserer Tour:

Einkaufen
Ausgiebig einkaufen und die Vorräte aufstocken ging eigentlich nur in Livingstone und Lusaka. 5l-Wasserkanister gab es z.B. nur hier – wir hatten uns zum Glück hinreichend eingedeckt. Gemüse und Bier gibt es fast überall. Alles andere ist Glückssache.

Bezahlung
Einkaufen und Tanken in den beiden großen Städten haben wir mit Karte bezahlt. Unterwegs ging Tanken manchmal mit Karte. Die Parkeintritte und Camps haben wir fast nur in Dollar gezahlt. Kwacha hatten wir anfangs in Livingstone aus dem ATM gezogen, aber nur wenig gebraucht.
Die Preise für die Parks haben es in sich und einzelne Camps sind auch eher hochpreisig. Sambia ist kein Billigland, aber ich finde es schon ok, wenn man sich seine einzigartige Natur von den Touris gut bezahlen lässt.

Luft ablassen?
Luft haben wir nicht einmal aus den Reifen gelassen. Richtig sandig war es eigentlich nur bei den (Trocken)flußdurchfahrten.

Entfernungen
Die Entfernungen zwischen den verschiedenen Parks sind nicht zu unterschätzen. Die schlechten Strassen, die langsamen LKW sowie die Bodenschwellen und checkpoint reduzieren die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich.

Verkehr
Es gibt nur relativ wenig Individualverkehr. Gerade auf den großen Fernstrassen sind zahlreiche LKW unterwegs, die gerade an Steigungen fast zum Stillstand kommen. Das Überholen ist nicht ohne – kann man die Strecken aufgrund der Berg- und Talfahrten oft nicht weit überblicken. Die Strassen sind an den Seitenrändern oft unbefestigt, der Belag weisst unvermittelt unglaubliche Schlaglöcher auf. Wir haben viele verunfallte LKW gesehen, mit PKW eher nicht. Doch, einmal sind zwei Fahrzeuge frontal ineinander gefahren – beides Regierungsfahrzeuge! Warum auch immer….offensichtlich aber zum Glück ohne Personenschaden.
Die Fernbusse fahren und überholen als gäbe es kein Morgen.

Strom
Dort, wo es eigentlich Strom geben könnte/müsste, scheint es regelmäßig Ausfälle zu geben. Da wird einem immer wieder bewusst, wie gut wir es haben und wie selbstverständlich eine zuverlässige Versorgung für uns ist. Wie schwierig ist es dagegen z.B. ein Business zu betreiben, wenn nicht die grundlegende Infrastruktur funktioniert

Tierwelt
Wir hatten eine hohe Erwartungshaltung, die nur partiell erfüllt wurde. Im Nachhinein haben wir schon recht viel gesehen, aber hatten auch Tage, wo es keine besonderen Sichtungen gab. Wir können aber auch gut mal „nur“ Antilopen geniessen.
Die Tsetse-Fliegen sind schon eine Pest. Die Camps waren in der Regel Fliegen-frei, aber wehe man ist außerhalb unterwegs. Schade, denn das verleidet sowohl Touren im offenen Safari—Fahrzeug als auch zu Fuß-Aktivitäten.


Gerne möchten wir das Eine oder Andere nochmal besuchen, vor allem mit etwas mehr Wasser und Grün. Es ist schwer vorzustellen, wie weite Landstriche in der Regenzeit komplett unter Wasser stehen.

Wir haben uns insgesamt sehr wohl gefühlt. Alles sehr freundlich, hilfsbereit, unkompliziert und vor allem angenehm unaufdringlich.

Danke an alle, die die Reiseerinnerungen mit uns geteilt haben

Viele Grüße
Mabe

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